Ich kann viele Kritiker nicht ganz verstehen.
Viele sagen, Gnome3 ist totaler Schrott, ich will Gnome2 zurück oder ich nutze nurnoch XXXfce.
Ein neues gutes UI entsteht nicht aus dem leeren Raum, Es wird entwickelt. Das zeigt ja auch Torvalds Kommentar das Gnome3 sich in eine richtige Richtung entwickelt.
Auch der Linux Kernel war nicht von Anfang an der Kernel der er jetzt ist.
Ich beobachte den Prozess hin zu einer guten GUI sehr gespannt und freue mich auf einen Umstieg. Derzeit nutze ich nämlich noch Gnome2, was ja auf Ubuntu 11.04 noch wunderbar geht.
my 2 cents
evilchen schrieb:
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> Ich kann viele Kritiker nicht ganz verstehen.
> Viele sagen, Gnome3 ist totaler Schrott, ich will Gnome2 zurück oder ich
> nutze nurnoch XXXfce.
>
> Ein neues gutes UI entsteht nicht aus dem leeren Raum, Es wird entwickelt.
> Das zeigt ja auch Torvalds Kommentar das Gnome3 sich in eine richtige
> Richtung entwickelt.
Die Kritik hat sich ja hauptsächlich an der ver-Apple-ung der Linux-Nutzer. Daran dass man an Gnome 3 nichts einstellen konnte. Die Erweiterungen kommen ja nicht direkt aus der Gnome3-Gruppe sonst hätte die das auch einbauen können... Die Entwickler der Erweiterung machen also Gnom3 benutzbar...
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Für offene Standards
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Als Fedora-Anwender bin ich seit Fedora 15 mit Gnome 3 unterwegs. Die Umstellung hat ein paar Tage gebraucht. Insbesondere haben auch mir Einstellungsmöglichkeiten gefehlt und das Tweak-Tool wurde die wichtigste Erweiterung für mich.
Was die Userbility angeht, finde ich Gnome 3 aber gar nicht schlecht. Wenngleich auch ich durchaus Kritikpunkte habe wie abgeschnittene Programmnamen.
Gnome 3 aber in der Luft zu reißen, ist definitiv überzogen und zeugt von fehlender Innovationsbereitschaft.
Zudem ist doch das schöne an Linux, nicht festgelegt zu sein. Dann hat man eben zwei GUIs installiert. Ein XFCE (oder welche GUI auch immer), weil man sich damit besser auskennt und ein Gnome 3 zum Ausprobieren.
Also ich kann mittlerweile mit fast jedem Desktop-Typen umgehen. Zuhause i3, auf arbeit XP, bei meiner Mum Win7, bei nem Kumpel Gnome, früher selbst XFCE benutzt. Was mir Probleme bereitet sind nicht die Variationen von klassischen Window Manager. Wenn mir jemand KDE4 vorsetzt, lern ich das in 3 Stunden, maximal. Wenn mir jemand WMII vorsetzt brauch ich 4 tage zum confen und ne manpage. War bei i3 genauso.
Ich weiß gar nicht was sich die Leute so aufregen. Für mich ist zwischen KDE4, Gnome2, Gnome3, XFCE, WinXP und Win7 kein unterschied. Die Panels sind anders, es sieht leicht anders aus, aber wo is der unterschied in der Bedienung?
Tiling schädigt, ja, aber die 4 Tage Gewöhnung und Konfiguration waren es definitiv wert. Und, der unterschied zwischen XFCE und i3 ist 100 mal heftiger als der zwischen Gnome2 und Gnome3. Warum will niemand was neues ausprobieren, sich mal darauf einlassen?
Gruß
P.S.: Das mit der Wahrnehmung im 2ten Absatz meine ich ernst, das ist kein Trollen :)
Ich benutze auf meinem Desktop Gnome2, auf meinem Netbook Unity und an den Uni-Rechnern Gnome3. Wenn man einfach mal seine voreingenommenheit übern Haufen wirft und sich damit auseinander setzt, kann man sich drann gewöhnen. Und mit der Zeit gefällt mir Gnome3 immer besser. (zumindest besser als Unity)
Ich war seit Anfängen von Ubuntu bis hin zu Debian Squeeze, immer mit Gnome2 dabei. Besonders auf kleinen Bildschirmen machte Gnome2 keine so gute Figur. Aber Gnome3 schießt darüber hinaus.
Bestes Beispiel was ich bei mir fest stellte. Mein Notebook mit 15"(1366x768px) und Gnome3 und alles ist verdammt groß. Ich dachte auch schon daran, mir einen neuen Notebook zu zulegen, der eine höhere Auflösung bietet.
Weitaus bessere Lösung, ist KDE4. Gleiches Notebook, gleicher Bildschirm und Auflösung, aber KDE4 suggeriert hier einen 1440x900 oder mehr. Unendlich Platz, sehr gut Konfigurierbar.
Von Gnome3 bin ich restlos entäuscht, da helfen auch keine Gadgets/Widgets, was auch immer. Gnome3 ist einfach nur Müll und ich kann nicht verstehen, wie mache Leute sich dafür begeistern können.
Aber ist jedem seine Entscheidung.
MfG
ArnyNomus schrieb:
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> Tiling schädigt, ja, aber die 4 Tage Gewöhnung und Konfiguration waren es
> definitiv wert. Und, der unterschied zwischen XFCE und i3 ist 100 mal
> heftiger als der zwischen Gnome2 und Gnome3.
i3? Nie gehört, Google liefert irgendwie keine offizielle Projektseite. Hättest du mal'n Link?
> Warum will niemand was neues
> ausprobieren, sich mal darauf einlassen?
Wenn bei dir 3 Tage "Gewöhnung und Konfiguration" nötig waren, dann ist dieses System einfach nicht intuitiv - ergo kann man es nicht auf Neulinge loslassen imho, da es diese sonst SOFORT wieder vergrault (ich schätze mal, dass 90 % der Linux-Einsteiger bereits stark mit Windows vertraut sind).
Ich finde die Experimente auch wichtig und ich freue mich sehr über jeden Experimentierwilligen, aber Experimente sollten vielleicht erst dann auf die breite Masse losgelassen werden, wenn sie einen gewissen Reifegrad erreicht haben. Und Optionen zu verstecken oder eine Konfigurationsöglichkeit gar nicht erst vorzusehen (so wie in Gnome 3 und Unity geschehen) finde ich ein No-Go.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.11 19:32 durch kmork.
kmork schrieb:
> i3? Nie gehört, Google liefert irgendwie keine offizielle Projektseite.
> Hättest du mal'n Link?
Erster hit bei "i3 window manager" bringt i3wm.org, das ist auch die Projektseite. Ich mag i3, bin aber aus Gewohnheit immer noch bei awesome.
evilchen schrieb:
> Auch der Linux Kernel war nicht von Anfang an der Kernel der er jetzt ist.
Doch, in den Grundzügen schon.
Als Linux 0.x kam war jedem klar daß das nicht einfach ein Minixremake oder ein BSD-Clone ist sondern daß das architektonisch in vielen Punkten sehr modern und sehr flexibel war. Vieleicht sah man 1992 noch nicht daß es mal Support für Port-Trunking und iSCSI geben wird aber daß es mal geilen Support für Speicher und Netzwerk geben wird den nichtmal die ganz grossen haben, das sah man.
> Ich beobachte den Prozess hin zu einer guten GUI sehr gespannt und freue
> mich auf einen Umstieg. Derzeit nutze ich nämlich noch Gnome2, was ja auf
> Ubuntu 11.04 noch wunderbar geht.
Ich sehe es eher entspannt. lxde ist auch eine schöne Alternative.
Ich warte darauf, das LXDE auf GTK 3.x portiert ist.
Das dürfte dann richtig effizient werden.
___
Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
meines erachtens war gnome schon immer schlimmer als die windows-gui. nix einstellbar. bevormundung des nutzers an jeder ecke. optisch altbacken.
kde fetzt einfach viel mehr. :)
fratze123 schrieb:
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> meines erachtens war gnome schon immer schlimmer als die windows-gui. nix
> einstellbar. bevormundung des nutzers an jeder ecke. optisch altbacken.
>
> kde fetzt einfach viel mehr. :)
Seh' ich genauso.
+1
ArnyNomus schrieb:
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> Also ich kann mittlerweile mit fast jedem Desktop-Typen umgehen. Zuhause
> i3, auf arbeit XP, bei meiner Mum Win7, bei nem Kumpel Gnome, früher selbst
> XFCE benutzt.
Geht mir genauso. In den Grundzügen bieten die genannten Programme ja alle dasselbe: Panel, in dem laufende Programme abgelegt werden; ein Startmenü, dass alle Programme bündelt; ein Kontextmenü, wenn man mit der rechten Maustaste irgendwohin klickt.
> Ich weiß gar nicht was sich die Leute so aufregen. Für mich ist zwischen
> KDE4, Gnome2, Gnome3, XFCE, WinXP und Win7 kein unterschied. Die Panels
> sind anders, es sieht leicht anders aus, aber wo is der unterschied in der
> Bedienung?
KDE 4.0 wurde seinerzeit hauptsächlich wegen der Absturzfreudigkeit kritisiert. Ich pers. fühle mich auch durch die Fülle der Konfigurationsmöglichkeiten regelrecht erschlagen.
Gnome2 wurde hauptsächlich kritisiert, weil einige für fortgeschrittene User gedachte Optionen entfernt wurden, z.B. bei Multi-Monitor-Betrieb für jeden Monitor ein eigenes Hintergrundbild anzulegen. Davon abgesehen, kam ich mit Gnome2 sehr gut klar und war in den letzten 3 Jahren auch meine Haupt-Arbeitsoberfläche.
Gnome3 wurde mMn. definitiv zu stark kastriert (ich will nicht, dass mein Laptop in den Standby geht, wenn ich den Deckel schließe, aber wo konfiguriere ich das?; Warum muss ich im Menü die "Alt"-Taste gedrückt halten, wenn ich von Gnome3 aus den Rechner herunterfahren oder neustarten möchte?) und zwingt einem durch fehlende Panels und der Gnome-Shell eine neue Arbeitsweise auf. Immerhin wirkt die Oberfläche aber tatsächlich relativ gut durchdacht, wenn man einige Verhaltensweisen (z.B. das tatsächlich geniale Drag&Drop-System innerhalb der Gnome-Shell) verinnerlicht hat. Von der Usability her finde ich Gnome3 nach geringer Einarbeitungszeit und v.a. nach Durchlesen der Gnome-Cheatsheet garnicht mal so schlecht (sofern man einen großen Monitor besitzt. Auf kleinen Monitoren nimmt das Standardtheme in Gnome3, das man standardmäßig nichtmal ändern kann, zuviel Platz weg). Die fehlenden Widgets gehen mir aber gehörig auf den Senkel... Außerdem: Warum haben die Gnome3-Entwickler ihre Oberfläche nicht einmal mit dem proprietären Catalyst-Treiber getestet? (Grafikfehler etc.)
Unity halte ich für einen schlechten Scherz: Von der Usability her wurde hier definitiv mehr an Touchscreen-Besitzer als an Mausschubser gedacht: Es sind immer dieselbe Anzahl an Icons sichtbar, egal bei welcher Bildschirmauflösung (was zur Folge hat, dass bei großen Monitoren riesige Icons angezeigt werden und die Mauswege ziemlich lang sind). Hier merkt man ganz deutlich, dass hier Designer am Werk waren, die nur darauf achteten, dass die Oberfläche stylisch aussieht... Nicht mehr, nicht weniger... Von Stabilität ganz zu schweigen, aber das ist ein anderes Thema...
Xfce4 nutze ich, seit es Gnome2 in meiner genutzten Distro (Archlinux) nichtmehr gibt. Man muss zwar relativ viel einstellen (alles GUI-basierend), dafür habe ich ein System, dass zumindest auf den ersten Blick wie Gnome2 aussieht und eine ähnliche Funktionsvielfalt bietet. Bin sehr zufrieden damit.
Ich habe keine Lust, mich in die ganzen WMs einzuarbeiten, weshalb ich Openbox, Awesome & Co. nur hin und wieder mal anschaue, aber nicht ernsthaft darüber nachdenke, darüber meine Desktopoberfläche aufzuziehen...
> Tiling schädigt, ja, aber die 4 Tage Gewöhnung und Konfiguration waren es
> definitiv wert. Und, der unterschied zwischen XFCE und i3 ist 100 mal
> heftiger als der zwischen Gnome2 und Gnome3. Warum will niemand was neues
> ausprobieren, sich mal darauf einlassen?
Ich will mit dem Desktop arbeiten und ihn nicht erst vorher zu Tode konfigurieren müssen. Zum Spielen habe ich eine Shell ;)
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