Mal abgesehen davon, dass sich das Release-Modell dann dem Mutter-System (Korrekterweise müsste man sagen Muttvater-System - ok etwas weit hergeholt) nähert.
- Manpower: Release-Zwang für Short-Term Releases entfällt, dadurch können mehr Ressourcen in die Entwicklung gesteckt werden und weniger ins Testing (oder besser gleichviel ins Testing, aber dafür vor allem fürs LTS)
- Flexibilität: Grosse Schritte, die die Distrbution über ein halbes Jahr "unbenutzbar" machen, können theoretisch durchgeführt werden.
- Stabilität: Das Freeze-Date kann früher angesetzt werden (da man nicht mehr die Erwartung gerecht werden muss, dass sich von der Pre-LTS zur LTS funktional etwas ändern sollte, darf man ein halbes Jahr vorher frieren),
dadurch wird der praktische Supportzeitraum erhöht, da heute viele erst frühestens ab XX.04.1 in Erwägung ziehen upzudaten.
möglicherweise geht es bis zum Release XX.04.1 dann auch schneller - oder der Upgrade von LTS zu LTS kann dann vielleicht sofort geschehen.
- Support: Es müssen im Schnitt nur 2.5 LTS Versionen und das Rolling-Release unterstützt werden und nicht etwa 2.5 LTS-Versionen und 2.25 Short-Term-Versionen
- Backports: Der letzte Punkt gilt auch für Backports - und das ist bedeutsam in Bezug auf Treiberunterstützung und Frontend-Software, die gerne aktuell gehalten wird.
Sollten sich die Release-Zyklen von Debian und Ubuntu aufgrund dieser Änderung näher kommen, dann besteht eine Chance auf bessere direkte Binärkompatibilität zwischen Ubuntu und Debian (Heute ist die Kompatibilität meist nur in eine Richtung, da die Freeze-Dates verschieden sind).
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Da bin ich genau deiner Meinung ;)
Vor allem im Hinblick auf die Eignung im Professionellen Umfeld ist der Wandel von den vielen Veröffentlichungen zu einer aktuellen, stabilen wichtig.
Aber Userland apps wie z.B. Gimp sollten in den LTS Versionen geupdatet werden. Was spricht da eig dagegen?
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Dass GIMP per LTS upgedated wird ist sinnvoll, aber genau so sinnvoll ist es es per Backport upzudaten - es kommt auf die Benutzerbedürfnisse an.
Schliesslich ist es eine Applikation, die nicht stark mit dem System oder den restlichen Applikationen verstrickt ist und dieses kaum instabil machen kann.
Durch die geringe Verstrickung wird es sehr wahrscheinlich, dass die Tests welche die GIMP-Entwickler machen bereits eine grosse Abdeckung haben und die Integrationstests mit Ubuntu LTS daher zu einer kleinen Sache werden.
Ganz im Gegensatz zu einem Paket, das von anderen Paketen auf abwärtsinkompatible Weise abhängt und/oder von welchem viele andere Pakete abhängen. Ersteres sind typischerweise Tools, die neuartige Betriebssystemfunktionen erwarten und Letzteres Bibliotheken.
Gut GIMP könnte betroffen sein, da es GPU-Acceleration erwarten könnte, die bei alten Systemen möglicherweise nicht im erwarteten Sinne bereitgestellt wird - aber ich nehme an es hat einen Fallback.
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