Entwickler haben sich noch nie darauf verlassen dürfen, dass der Inhalt von /tmp einen Reboot überlebt. Selbst wenn /tmp ein echtes Verzeichnis auf der Platte ist, ist es durchaus üblich, dass das System alle Dateien dort sofort beim nächsten Boot als Teil des Init-Prozesses löscht.
Ich glaube hier hat jemand nicht den Unterschied zwischen Cache und temporären Dateien verstanden. Temporäre Dateien sind Dateien, deren Inhalt nur kurzfristig (eben temporär) gebraucht wird, die jederzeit (auch im laufenden Betrieb!) verschwinden können und die daher nur für Daten geeignet sind, die eine App im Ernstfall problemlos jederzeit erneut erzeugen kann. Dateien, die zwar auch nicht für alle Ewigkeiten gedacht sind, die aber normalerweise einen Reboot überleben, sind Cache Dateien und Cache Dateien hatten in /tmp noch nie etwas zu suchen.
/Mecki
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.09.12 22:29 durch /mecki78.
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/mecki78 schrieb:
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> Entwickler haben sich noch nie darauf verlassen dürfen, dass der Inhalt von
> /tmp einen Reboot überlebt. Selbst wenn /tmp ein echtes Verzeichnis auf der
> Platte ist, ist es durchaus üblich, dass das System alle Dateien dort
> sofort beim nächsten Boot als Teil des Init-Prozesses löscht.
>
> Ich glaube hier hat jemand nicht den Unterschied zwischen Cache und
> temporären Dateien verstanden. Temporäre Dateien sind Dateien, deren Inhalt
> nur kurzfristig (eben temporär) gebraucht wird, die jederzeit (auch im
> laufenden Betrieb!) verschwinden können und die daher nur für Daten
> geeignet sind, die eine App im Ernstfall problemlos jederzeit erneut
> erzeugen kann. Dateien, die zwar auch nicht für alle Ewigkeiten gedacht
> sind, die aber normalerweise einen Reboot überleben, sind Cache Dateien und
> Cache Dateien hatten in /tmp noch nie etwas zu suchen.
/+1
...es gibt nicht umsonst /var/tmp. Das Argument, dass Dateien gelöscht werden könnten war schon vor tmpfs obsolete.
/tmp war schon immer ein flüchtiger Speicher. Schon alleine dadurch ist es auch wenig vorteilhaft ausgerechnet dort große Dateien abzulegen.
Wir sind hier nicht bei Windows, wo Programme einfach mal direkt in das Root-Verzeichnis des Systemlaufwerks installiert werden, Temporäre Dateien sich über die gesamte Festplatte ergießen und nie gelöscht werden, Ordner wie "Documents" als Ablage für Programmeinstellungen dienen,...

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Ich nutze hier unter Windows ein Programm, welches auf Grund von API Beschränkungen die Icon Dateien der mitgelieferter Zusatzanwendungen im TEMP ablegt. Wenn die gelöscht werden, dann fehlen dem Programm beim Start viele Icons.
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elgooG schrieb:
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> ...es gibt nicht umsonst /var/tmp. Das Argument, dass Dateien gelöscht
> werden könnten war schon vor tmpfs obsolete.
Korrekt
> /tmp war schon immer ein flüchtiger Speicher. Schon alleine dadurch ist es
> auch wenig vorteilhaft ausgerechnet dort große Dateien abzulegen.
Es ist albern, überhaupt auf Dauer vorgesehene Dateien dort abzulegen.
Das beschränkt sich nicht nur auf große Daeteien.
> Wir sind hier nicht bei Windows, wo Programme einfach mal direkt in das
> Root-Verzeichnis des Systemlaufwerks installiert werden, Temporäre Dateien
> sich über die gesamte Festplatte ergießen und nie gelöscht werden, Ordner
> wie "Documents" als Ablage für Programmeinstellungen dienen,...
Auch hier ist das keine Sache von Windows, wenn 3rd Party Programmierer sich nicht an die OS Regeln halten.
Programmeinstellungen haben nichts in den Dokumenten verloren, dafür ist die Registry da, im Zweifel das Verzeichnis des Programms an sich.
Auch Windows hat nur 2 Temp-Verzeichnisse.
Beispiel Windows 7:
%systemroot%\Temp
%Userprofile%\AppData\Local\Temp
Allein an der Lokation läßt sich erkennen, warum es 2 gibt ...
Programmierer, die für Windows entwickeln, machen genausoviel Mist, wie Programmierer, die für Linux entwickeln, man sollte das nicht dem OS in die Schuhe schieben...
Und User können unter Linux ebenso Programme an falsche Stellen installieren...
sudo ist kein Hexenwerk...
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Test_The_Rest schrieb:
> Auch hier ist das keine Sache von Windows, wenn 3rd Party Programmierer
> sich nicht an die OS Regeln halten.
ein immer wieder vorgebrachtes Argument,
ist aber leider nicht richtig,
ein BS - was sich auch so nennen lassen will - sollte verbotene Sachen unterbinden
(den Umkehrschluss lass ich hier mal weg ;)
dazu kommt das MS alle paar Jahre mal eben die Regeln ändert,
weil es nunmal von Hause aus kein sicheres BS ist
und demzufolge ständig dranrum gefrickelt werden muss
(die Sicherheit wird hier per Schieberegler eingestellt -
da muss man eigentlich nicht mehr viel zu sagen)
Progamme haben eine längere durchschnittliche Halbwertszeit als 2 Jahre,
so kommts dann ständig zum Konflikt,
das hat erstmal noch nichts mit schlechten Programmierern zu tun
(ja die gibts auch)
> Programmeinstellungen haben nichts in den Dokumenten verloren, dafür ist
> die Registry da, im Zweifel das Verzeichnis des Programms an sich.
1 Jahr vor der Registry war es die Ini Datei
und die wurde auch offiziellerweise ins Windows (System) Verzeichnis geschrieben
> Programmierer, die für Windows entwickeln, machen genausoviel Mist, wie
> Programmierer, die für Linux entwickeln, man sollte das nicht dem OS in die
> Schuhe schieben...
doch
>
> Und User können unter Linux ebenso Programme an falsche Stellen
> installieren...
> sudo ist kein Hexenwerk...
dafür brauchts aber ein Passwort
um in W7 eine Datei ins Systemverzeichnis zu kopieren reicht ein Buttondruck
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Kaiser Ming schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> dafür brauchts aber ein Passwort
>
> um in W7 eine Datei ins Systemverzeichnis zu kopieren reicht ein
> Buttondruck
Ahja und wenn man unter Windows als Benutzer angemeldet ist, kann man administrative Tätigkeiten auch direkt ohne Paßworteingabe durchführen?
Ja nee, ist klar...
Auch das permanente Arbeiten mit Adminrechten ist kein Fehler des OS.
Sorry, aber wenn ich in Linuxsystemen permanent als root unterwegs bin, muß ich auch nirgends ein Kennwort eingeben.
Wenn man schon Vergleiche anstellt, dann sollte man von den gleichen Grundvoraussetzungen ausgehen -.-
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Test_The_Rest schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kaiser Ming schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > dafür brauchts aber ein Passwort
> >
> > um in W7 eine Datei ins Systemverzeichnis zu kopieren reicht ein
> > Buttondruck
>
> Ahja und wenn man unter Windows als Benutzer angemeldet ist, kann man
> administrative Tätigkeiten auch direkt ohne Paßworteingabe durchführen?
>
> Ja nee, ist klar...
>
> Auch das permanente Arbeiten mit Adminrechten ist kein Fehler des OS.
doch ist es
ich hab einen ganz normalen Benutzer angelegt
und arbeite damit unter w7
im gegensatz zu linux bekommt der automatisch admin rechte
warum auch immer
(der dann aber imer noch nicht alles darf)
MS verkorkstes und vor allem intransparentes Benutzersystem wird man auch in 100 Jahren nicht kapieren
> Sorry, aber wenn ich in Linuxsystemen permanent als root unterwegs bin, muß
> ich auch nirgends ein Kennwort eingeben.
wenn man den unterschied nicht sehen will
dann sieht man ihn auch nicht
auch sorry
übrigens kannst du gerne auch noch meine anderen argumente entkräften,
aber ich denke da wirds argumentativ noch dünner
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teleborian schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ich nutze hier unter Windows ein Programm, welches auf Grund von API
> Beschränkungen die Icon Dateien der mitgelieferter Zusatzanwendungen im
> TEMP ablegt.
Was für API Beschränkungen sollen dass denn bitte sein?
/Mecki
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teleborian schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ich nutze hier unter Windows ein Programm, welches auf Grund von API
> Beschränkungen die Icon Dateien der mitgelieferter Zusatzanwendungen im
> TEMP ablegt. Wenn die gelöscht werden, dann fehlen dem Programm beim Start
> viele Icons.
Es geht hier aber nicht um Windows.
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Kaiser Ming schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> übrigens kannst du gerne auch noch meine anderen argumente entkräften,
> aber ich denke da wirds argumentativ noch dünner
Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, aber ich bin überzeugt davon, daß es keinen Sinn macht.
Wenn schon ein normaler Benutzer bei Dir Adminrechte hat, ohne, daß UAC anschlägt, weiß ich ja, woran ich geraten bin...
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elgooG schrieb:
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> /mecki78 schrieb:
> ... Ordner
> wie "Documents" als Ablage für Programmeinstellungen dienen,...
Leider ist es unter Linux doch der Fall. Das ärgert mich ewig schon.
es werden einfach ~/.* Dateien abgelegt. Einfach verstecken und aus den sinn.
Mir wäre liebe es gebe ~/.etc wo alle Benutzerspezifischen Anwendungseinstellungen gespeichert werden.
Nebenbei /sbin und /bin gehört auch in meinen Augen zusammen.
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lisgoem8 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> elgooG schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > /mecki78 schrieb:
> > ... Ordner
> > wie "Documents" als Ablage für Programmeinstellungen dienen,...
>
> Leider ist es unter Linux doch der Fall. Das ärgert mich ewig schon.
>
> es werden einfach ~/.* Dateien abgelegt. Einfach verstecken und aus den
> sinn.
Da es schon das Verzeichnis ~/.config/ schon gibt wäre es ein leichtes,
alle Konfigurationsdaten des Benutzers dort abzulegen.
Leider scheint es mal wieder an der Standardisierung zu scheitern.

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Test_The_Rest schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kaiser Ming schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
>
> > übrigens kannst du gerne auch noch meine anderen argumente entkräften,
> > aber ich denke da wirds argumentativ noch dünner
>
> Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, aber ich bin überzeugt davon, daß
> es keinen Sinn macht.
ja mein Satz war arogant
allerdings habe ich tatsächlich noch kein stichhaltiges Argument gelesen
bis auf die üblichen MS Werbebotschaften
hier vielleicht nochmal deine Worte
"Auch hier ist das keine Sache von Windows, wenn 3rd Party Programmierer
sich nicht an die OS Regeln halten. "
was auch immer 3rd Party Programmierer sind
>
> Wenn schon ein normaler Benutzer bei Dir Adminrechte hat, ohne, daß UAC
> anschlägt,
"um in W7 eine Datei ins Systemverzeichnis zu kopieren reicht ein Buttondruck"
der Button ist der von UAC btw
so ist das wenn man nur das liest was man lesen will...
> weiß ich ja, woran ich geraten bin...
sicher
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Test_The_Rest schrieb:
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> Programmierer, die für Windows entwickeln, machen genausoviel Mist, wie
> Programmierer, die für Linux entwickeln, man sollte das nicht dem OS in die
> Schuhe schieben...
Sehe ich nicht so, denn so gut wie alle Microsoft-Programme wie Expression, IISExpress, SQL Server, SQL Server Data Tools, Visual Studio,... müllen den Documents-Ordner genauso zu wie unzählige andere Programme auch. Es herrscht absolut gar keine Disziplin. Ein ähnliches Chaos habe ich noch nie auf einem Linux-System erlebt.
Dabei gäbe es doch die "Designed for Windows 7"-Zertifizierung auch die genau solche Dinge verhindern möchte.
> Und User können unter Linux ebenso Programme an falsche Stellen
> installieren...
> sudo ist kein Hexenwerk...
Aber nur schwer über den Paketmanager oder DEP-Pakete. Anfänger werden so auf jeden Fall besser geschützt und unter / wird doch hoffentlich niemand etwas installieren. ;-)

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