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Wie ist das eigentlich Ubuntus Lazy-Instantiation rechtlich zu sehen?

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  1. Wie ist das eigentlich Ubuntus Lazy-Instantiation rechtlich zu sehen?

    Autor Tapirleader 22.01.13 - 13:03

    Ich frage, da man ex-fat auch mit diesem Mechanismus ausliefern könnte.

    Patentbehafteter Code wird übs Netz instanziert, sobald er benötigt wird - für den User ist der Vorgang praktisch transparent.

    Auf diese Art und Weise ist die Funktion nicht mit der "Hardware" vermischt, sodass bei uns keine Patentansprüche geltend gemacht werden können, da es dann Software-Patente wären.
    Stimmt das?

    Ich finde das ist nicht nur ein genialer Schachzug, sondern auch sonst ein genialer Mechanismus der unter anderem hilft das Installationsmedium und die Installation im Allgemeinen klein zu behalten.
    Denn warum sollte man Funktionen vorinstallieren, wenn man für deren Ausführung sowie das Internet benötigt?

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  2. Re: Wie ist das eigentlich Ubuntus Lazy-Instantiation rechtlich zu sehen?

    Autor muh3 22.01.13 - 13:50

    Tapirleader schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage, da man ex-fat auch mit diesem Mechanismus ausliefern könnte.
    >
    > Patentbehafteter Code wird übs Netz instanziert, sobald er benötigt wird -
    > für den User ist der Vorgang praktisch transparent.
    >
    > Auf diese Art und Weise ist die Funktion nicht mit der "Hardware"
    > vermischt, sodass bei uns keine Patentansprüche geltend gemacht werden
    > können, da es dann Software-Patente wären.
    > Stimmt das?
    >
    > Ich finde das ist nicht nur ein genialer Schachzug, sondern auch sonst ein
    > genialer Mechanismus der unter anderem hilft das Installationsmedium und
    > die Installation im Allgemeinen klein zu behalten.
    > Denn warum sollte man Funktionen vorinstallieren, wenn man für deren
    > Ausführung sowie das Internet benötigt?

    ich kenn mich da nicht so aus, aber soviel ich weiß ist die reine Nutzung von exFat ohne eine Gebühr gezahlt zu haben schon illegal in DE (da in DE Softwarepatente "wirken"). Also sobald man den Treiber downloaded und ihn nutzt, egal ob mitgeliefert oder aus dem Repo oder manuell installiert.
    (vl kann das mal jemand klarstellen, der sich damit auskennt)

    Wobei man ja eh schon an MS Lizenzgebühren gezahlt hat beim Kauf der Karte (man könnte ja exFat drauf machen) und beim Kauf des Readers (man könnte ja exFat drauf machen) und beim Kauf diverser anderer Geräte, welche die selbe Karte nutzen. (zusätzlich zahlt man ja auch für jede Karte und jeden Leser Gebühren an Uhrheberrechtsverwerter, da man illegale Dinge drauf speichern kann)

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  3. Re: Wie ist das eigentlich Ubuntus Lazy-Instantiation rechtlich zu sehen?

    Autor Astorek 22.01.13 - 14:28

    muh3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (da in DE Softwarepatente "wirken").

    Gottseidank ist das NICHT der Fall, eine grundsätzliche Neuimplementierung eines geschützten Patents steht in DE nichts im Weg.

    > Wobei man ja eh schon an MS Lizenzgebühren gezahlt hat beim Kauf der Karte
    > (man könnte ja exFat drauf machen) und beim Kauf des Readers (man könnte ja
    > exFat drauf machen) und beim Kauf diverser anderer Geräte, welche die selbe
    > Karte nutzen. (zusätzlich zahlt man ja auch für jede Karte und jeden Leser
    > Gebühren an Uhrheberrechtsverwerter, da man illegale Dinge drauf speichern
    > kann)

    Das sind aber paranoide Geschäftemacher, die lieber von Vornherein Lizenzgebühren an Microsoft bezahlen (da die Firmen in den USA liegen und dort Softwarepatente zählen) und diese Kosten an den Kunden weitergeben. Im Gegenzug verspricht Microsoft, die Geschäftemacher nicht zu verklagen... Wie moralisch verständlich sowas ist oder nicht, soll jeder für sich entscheiden^^...

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  4. Re: Wie ist das eigentlich Ubuntus Lazy-Instantiation rechtlich zu sehen?

    Autor k.dummann 22.01.13 - 17:28

    Tapirleader schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage, da man ex-fat auch mit diesem Mechanismus ausliefern könnte.
    >
    > Patentbehafteter Code wird übs Netz instanziert, sobald er benötigt wird -
    > für den User ist der Vorgang praktisch transparent.
    >
    > Auf diese Art und Weise ist die Funktion nicht mit der "Hardware"
    > vermischt, sodass bei uns keine Patentansprüche geltend gemacht werden
    > können, da es dann Software-Patente wären.
    > Stimmt das?

    Nein das stimmt nicht, es geht hier ausschließlich um die Verteilung der Patentgeschützten Teile. Sie werden nicht mit der Installation ausgeliefert, weil so der der Distributor auch keine Rechte für die Patente benötigt und so mit auch nicht Haftbar gemacht werden kann. Genau wie früher mit MP3 Codecs, diese wurden erst nach der Installation herrunter geladen. Ab diesem Zeitpunkt bist du als Nutzer dafür verantwortlich ob du die nötigen Rechte zur Nutzung der funktionen hast oder nicht. Streng genommen müsstest du dich also im eine Lizenz kümmern wenn du es nutzen willst.

    > Ich finde das ist nicht nur ein genialer Schachzug, sondern auch sonst ein
    > genialer Mechanismus der unter anderem hilft das Installationsmedium und
    > die Installation im Allgemeinen klein zu behalten.
    > Denn warum sollte man Funktionen vorinstallieren, wenn man für deren
    > Ausführung sowie das Internet benötigt?

    Die werden auch ganz normal installiert, nur eben dann wenn sie benötigt werden.

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