Was macht Mr. Shuttleworth denn, wenn Debian 6.0 spaeter rauskommt? Die alten Lenny Pakete als "Ubuntu 10.4" verkaufen?
Debian hat den Vorteil, dass man mit "Sid" (fast) immer eine topaktuelle Linux Distribution hat. Ubuntu bringt zwar alle 6 Monate zuverlaessig ein neues Release, aber mit dem Preis einer geteilten Debian Community.
Der Split von Debian nach Ubuntu war eine ganz schlechte Idee.
Ich habe mit der Aufteilung in Ubuntu und Debian keine Probleme.
Es war doch vor Ubuntu so, dass Redhat/Fedora, (Open)SuSE und zeitweilig Mandrake/Mandriva immer mehr Anteil im Einsteiger-/Umsteiger-Segment bekamen und Debian trotz aller Qualitaeten an allen Fronten (Server, ohne kommerziellen Support; Dekstop, mangelnde Aktualitaet) auf dem Rueckzug war.
Ubuntu hat (egal was man sonst ueber Canonical und ihre Distribution denken mag) diesen Trend nachhaltig gestoppt. Ubuntu ist laengst eine feste Groesse und solange es Canonical gibt, wird sich daran auch nichts aendern.
Technisch ist die Spaltung in Ubuntu- und Debian-Repositories natuerlich grober Unfug, aber es ist alleinig eine Frage der Organisation diese Spaltung sinnvoll zusammenzufuehren.
Denkbar waeren versch. Loesungen, z.b. koennte Ubuntu einfach alle 6 Monate in einem 2 woechigen Freeze, Sid/Unstable fuer die naechste Ubuntu-Distribution abgreifen.
Die bessere Loesung waere aber wohl eine engere Verzahnung in der Art, dass Ubuntu in Zukunft quasi "Testing" pflegt und daraus alle 6 Monate ein Desktop-Debian unter der Marke Ubuntu veroeffentlicht, das Debian-Projekt aus diesem Testing jaehrlich die Stable-Realeases, fuer Debian-Server abgreift und Ubuntu wiederum Debian-Stable als Basis fuer Ubuntu-LTS verwendet.
Sid/Unstable wuerde hierbei von Ubuntu- wie Debian-Emtwicklern und -Maintainern mit der aktuellesten Software "befuellt".
snafu
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