Wenn das stimmt, was in dem Artikel steht, und nicht nur dazu dient, dass die Presse Ruhe gibt, liegt der Mann daneben. Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen. Schliesslich ist das ein ganz erfolgreicher Geschäftsmann. Der muss doch sehen, dass es einen Markt gibt und folglich auch einen Bedarf.
Ein Ubuntu-Tablet mit als Funktionen und Features des Ubuntu-Systems wäre wünschenswert. Ich würde mir so ein Teil mit ziemlicher Sicherheit kaufen. Sei's drum, jedem das seine. Ich einem Jahr, wenn das iPad Generation 2 auf dem Markt ist und unter iOS 5 läuft, wird das Wehklagen bei allen gross sein. Und keiner hat die dann nochmals anziehenden Verkäufe des iPads vorhergesehen. Natürlich nicht...
Nun, ich sehe schon ein, wieso er kein Tablet-Ubuntu machen will.
Mit Ubuntu auf dem Tablet hat man dasselbe "Problem" wie mit Windows 7: Die Anwendungen sind nicht touch-optimiert, da bringt auch ein touch-optimiertes Darumherum nicht sehr viel. Und wenn man wirklich ein Tablet-Linux machen will, benötigt man so viele Anpassungen, dass man dafür eine neue Distribution machen muss/kann.
zilti schrieb:
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> Nun, ich sehe schon ein, wieso er kein Tablet-Ubuntu machen will.
> Mit Ubuntu auf dem Tablet hat man dasselbe "Problem" wie mit Windows 7: Die
> Anwendungen sind nicht touch-optimiert, da bringt auch ein
> touch-optimiertes Darumherum nicht sehr viel. Und wenn man wirklich ein
> Tablet-Linux machen will, benötigt man so viele Anpassungen, dass man dafür
> eine neue Distribution machen muss/kann.
Anders ausgedrückt: wir kapitulieren vor dem Einfallsreichtum
von Steve und seinen Apple-Entwicklern.
Was der Kerl anpackt, wird zu Gold. Ob man es mag oder nicht,
oder die Firmenpolitik:
Respekt verdient er dafür allemal!!
Respektieren: Ja. Kapitulieren: Nein.
Aber dass es der falsche Weg ist, ein Desktop-Framework (ich sage jetzt bewusst nicht OS - Android ist ja Linux) mit Desktopprogrammen auf ein Tablet zu klatschen, haben wir ja mit Windows 7 schon gesehen.
...sorry, merke gerade dass ich mich wiederhole ^^
Es wird mit Sicherheit genügend andere Distri's geben, die auf den vorbeirassenden Zug springen und dies auch auf Basis von Ubuntu tun werden.
Shuttleworth absichten war es aber nie "mit der Zeit" zu gehen.
Ubuntu war für ALLE Menschen, als einfaches, verständliches und kostenloses OS konzipiert. Nicht für irgendwelche Computer-Freak's welche sich neben dem "zeitgemäßen iTouch" auch ein OS leisten können!
Schönes WE
zilti schrieb:
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> Respektieren: Ja. Kapitulieren: Nein.
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Ich kannte auch einen. Der wollte jeden Tag auf's neue für seine Taten gelobt werden. Irgendwann entwickelt sich dies aber dann zum "Minderwertigkeitskomplex" mit "Großenwahn".
Also wäre ich schon mit dem "Respekt" vorsichtig. Eine normale Achtung dessen sollte reichen ;)
Klar, die Zeichen der Zeit... eine Nische (Mobilcomputer) einer Nische (Ultrakompakt) einer Nische (Tablets) nicht abzudecken wird die Ubuntu-Foundation sicher schwer treffen...
Man muss nicht fuer jede Mode noch einen Entwicklerstab abstellen, auch wenn Apple dafuer gerade die Werbetrommel ruehrt...
Ich weiss ja nicht, ob man einen Millionenseller als Nische abtun soll. Es ist ziemlich offensichtlich, dass eine Nachfrage nach Touch-devices besteht. Ob mit oder ohne Tastatur - siehe iPhone - ist den Ottonormal-Nutzern egal.
Bevor man sich auf zig Platformen verzettelt sollte man erstmal auf einer richtig gut durchstarten. Un eine Millione verkaufter iPads im Vergleich zu einigen Milliarden PCs, Notebooks und Netbooks sehe ich als Nische.
Aber gerade in Nischen haben Neulinge die größte Chance, sich als standard zu etablieren. Siehe ARM im Mobile Markt, siehe Android und Apple im Handymarkt...
Du kannst dir das natürlich so zu Recht legen, das bleibt dir unbenommen. Aber zum einen hören sie ja nicht auf iPads zu verkaufen und zum anderen gibt es den PC schon einige Tage länger, als das iPad.
Das iPad wird eine Erfolgsgeschichte. Und in einigen Jahren wird der Verkauf solcher Geräte das Netbook und das Notebook überflügeln. Das ist jedenfalls meine Meinung.
Sorry, aber für den Preis eines iPad bekommt man schon einen ansehnlichen Laptop, nicht nur ein Netbook. Dass der Markt da ist, das stimmt schon, aber ich persönlich gebe mein Geld da lieber für etwas aus, dass ich nicht nur als Gadget vorzeigen kann.
Welchen praktischen Nutzen hätte ich damit schon? Um lange damit zu lesen kann ich mir auch einen eReader für um die 150€ kaufen und habe dann trotzdem noch Geld übrig für einen Laptop oder ein Netbook, wenn es surfen usw sein soll ;D
Mich reizt das Pad zu dem Preis jedenfalls überhaupt nicht.
zilti schrieb:
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> Mit Ubuntu auf dem Tablet hat man dasselbe
> "Problem" wie mit Windows 7: Die
> Anwendungen sind nicht touch-optimiert
Natürlich sind die meisten _Desktop_anwendungen
für Maus-/Tastaturbedienung optimiert. Aber
was nun dagegen spricht, diese Anwendungen auf
Touchbedienung hin zu optimieren, hast du nicht
erklärt. (Bei Opera z.B. ginge das fast schon mit Bordmitteln.)
Colonel Karma schrieb:
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> Klar, die Zeichen der Zeit... eine Nische (Mobilcomputer) einer Nische
> (Ultrakompakt) einer Nische (Tablets) nicht abzudecken wird die
> Ubuntu-Foundation sicher schwer treffen...
Natürlich. Wenn die "Konkurrenz" mit kommerziellen Produkten Erfolge feiert, deutet der provinzielle, neidige Kasper das mal wieder dahingehend um, dass X (wie z.B. Tablets) ja ein Nischenprodukt ist. Wir kennen es alle. Es langweilt.
> Man muss nicht fuer jede Mode noch einen Entwicklerstab abstellen, auch
> wenn Apple dafuer gerade die Werbetrommel ruehrt...
Haha, Du bist auch nur ein Kasper, aber Du tanzt gut. Gerade in der Linux-Community grassiert doch das "Wir können das auch, und noch viel besser"-Syndrom wie nirgends sonst. Unzählige halbgare Software- und Hardwareprodukte sind Zeugnis. Nur ein einziges repräsentatives Beispiel: Compiz. Noch heute als Heilsbringer gefeiert, als Killer-Applikation, um unwillige Möchtegern-Konvertiten zu Linux zu bringen. Wäre das Ding bei den meisten Distributionen nicht vernünftig vorkonfiguriert, man würde sich beim Anblick von compizconfig erschießen. Man hat alles an Effekten reingehauen, was nur möglich war, um auch ja die Überlegenheit von Linux/Open Source/usw. zu demonstrieren. Und hat darüber völlig vergessen, dass man 95 % der Scheiße, die Compiz aufbietet, nicht braucht.
Dafür haben ja jetzt sowohl KDE als auch GNOME eine nützliche Auswahl an "eingebauten" Effekten.
Compiz war eher ein proof-of-concept und eine "Übergangslösung", auch wenn es nachher von vielen zu mehr aufgeblasen wurde.
Tablets gab's auch schon vor Apple. Apple hat es nur (mal wieder) geschaft es einer größeren Käuferschicht nahezubringen.
Für Unbuntu-Entwickler udn Fanboys war auch sicher ein Telefon mit Touchscreen nur eine Mode. Heute gibt es bei Smartphones kaum noch etwas anderes.
Aber ohne Google gäb es sicher keine mit Linux/Android. Das ist sicher.
Smartphones sind PDAs mit Telefonfunktion. Und Smartphones hatten schon immer - mit wenigen Ausnahmen - stiftbediente Touchscreens.
>Smartphones sind PDAs mit Telefonfunktion. Und Smartphones hatten schon immer - mit wenigen Ausnahmen - stiftbediente Touchscreens.
Na, das stimmt auch nicht so ganz. Die ersten Generationen von Smartphones (zB die ersten Symbians, oder der Nokia Communicator) waren in der überwiegenden Mehrheit noch ausschliesslich tastaturgesteuert.
DerGenosse schrieb:
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> Colonel Karma schrieb:
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> > Klar, die Zeichen der Zeit... eine Nische (Mobilcomputer) einer Nische
> > (Ultrakompakt) einer Nische (Tablets) nicht abzudecken wird die
> > Ubuntu-Foundation sicher schwer treffen...
>
> Natürlich. Wenn die "Konkurrenz" mit kommerziellen Produkten Erfolge
> feiert, deutet der provinzielle, neidige Kasper das mal wieder dahingehend
> um, dass X (wie z.B. Tablets) ja ein Nischenprodukt ist. Wir kennen es
> alle. Es langweilt.
>
> > Man muss nicht fuer jede Mode noch einen Entwicklerstab abstellen, auch
> > wenn Apple dafuer gerade die Werbetrommel ruehrt...
>
> Haha, Du bist auch nur ein Kasper, aber Du tanzt gut. Gerade in der
> Linux-Community grassiert doch das "Wir können das auch, und noch viel
> besser"-Syndrom wie nirgends sonst. Unzählige halbgare Software- und
> Hardwareprodukte sind Zeugnis. Nur ein einziges repräsentatives Beispiel:
> Compiz. Noch heute als Heilsbringer gefeiert, als Killer-Applikation, um
> unwillige Möchtegern-Konvertiten zu Linux zu bringen. Wäre das Ding bei den
> meisten Distributionen nicht vernünftig vorkonfiguriert, man würde sich
> beim Anblick von compizconfig erschießen. Man hat alles an Effekten
> reingehauen, was nur möglich war, um auch ja die Überlegenheit von
> Linux/Open Source/usw. zu demonstrieren. Und hat darüber völlig vergessen,
> dass man 95 % der Scheiße, die Compiz aufbietet, nicht braucht.
Aber genau das ist doch das tolle an Compiz. Ich kann soviele Effekte ein/ausschalten, wie ich will, ob jetzt alle wirklich nützlich sind, sei mal dahingestellt.
asdfasdfasdf schrieb:
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> Aber genau das ist doch das tolle an Compiz. Ich kann soviele Effekte
> ein/ausschalten, wie ich will, ob jetzt alle wirklich nützlich sind, sei
> mal dahingestellt.
Compiz war ein BEISPIEL! Es geht mir hier nicht um Compiz. Denn, nein, daran ist gar nichts schön. Du verkennst die ökonomischen Implikationen. Die wichtigsten Ressourcen der Linux-Community, nämlich kompetente Entwickler, sind in Wahrheit sehr begrenzt. Die ultimative Freiheit, jeden Schmarrn, wie z.B. Compiz, zum Exzess treiben zu können, steht also im Widerspruch zur logischen Einsicht, dass dies für das Gesamtgefüge nicht gut sein kann.
Der Bug #1 bei Ubuntu ließe sich fixen, wenn Entwickler begreifen würden, dass es der Freiheit eben nicht schadet, wenn man aufhört, jeweils seine eigenen Süppchen zu kochen und mal eine halbwegs stringente Organisation aufzieht.
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