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  1. Besser so...

    Autor NeverDefeated 15.09.12 - 15:14

    Was dabei herauskommt, wenn man versucht ein benutzbares System für die bequeme und lernunwillige Masse der Bevölkerung akzeptabel zu machen, sieht man ja an den derzeitigen grafischen Benutzeroberflächen von MacOSX und Windows.

    Die sind für jemanden, der gerne Kontrolle über sein System und seine Daten auf den Laufwerken hat und schnell auf Systemeinstellungen Zugriff haben will inzwischen unbenutzbar

    MacOS bediene ich seit ewigen Zeiten hauptsächlich über die Kommandozeile (da es ein Unix-System ist, ist die richtig schnell in der Bedienung im Vergleich zur grafischen Oberfläche) und bei Windows war bei mir spätestens mit den ewigen Klickorgien, die man bei Vista brauchte (z.B. zum Ändern der IP-Adresse eines Adapters) entgültig Schluss mit der lahmen und klickintensiven Bedienung über die grafische Oberfläche.

    Ich bin also dafür, dass es Linux NIE auf den Desktop der Normalbürger schafft, weil die so ein durchdachtes, stabiles System zum einen nicht verdienen und ohnehin erst benutzen würden, wenn es durch "vereinfachende" Automatiken und Bevormundungen des Users für höhere Aufgaben unbenutzbar geworden ist.

    Wir haben solche "Vereinfachungsansätze" in der Linux-Welt schon seit mehr als 10 Jahren: Das Tool YaST bei SuSE-Linux z.B., welches einem gerne mal bei blossem Öffnen und ohne Nachfrage eine sorgsam selbstgeschriebene Config-Datei mit dem überschreibt, was es gerade für richtig hält. Das führte vor mehr als 12 Jahren dazu, dass ich von SuSE auf Debian umgestiegen bin.

    Fazit:
    Lasst Windows und MacOSX auf den Desktops der Nutzer, die ohnehin nicht wissen, was sie tun und sich daher gerne in jeder Weise von ihrem System und dessen Hersteller gängeln und ausnehmen lassen und lasst Linux bei denen, die gerne selber Herr ihres Systems sind, es auch bedienen können und sich nicht von anderen Leuten vorschreiben lassen wollen, was sie dürfen und was nicht. Man muss Linux nicht an die Bedürfnisse lernfauler/lernresistenter Leute anpassen. Es soll weiterhin das kompromissloseste Betriebssystem sein und nicht ein verkrüppeltes Anfänger-System für DAUs, wie Windows und MacOSX es inzwischen sind.


    P.S. Weil das im Artikel angesprochen wurde: Ich habe noch nie eines meiner eigenen Systeme neu installiert, weil es "kaputt" oder "virenverseucht" gewesen wäre, sondern höchstens, weil ich etwas völlig anderes damit tun wollte und es zuviel Zeit gekostet hätte alle vorherige Software einzeln zu deinstallieren/zu löschen. Und das sind keinesfalls nur Linux-Systeme gewesen.

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