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Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

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  1. Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

    Autor Mindbreaker 13.09.12 - 06:50

    Ich probiere ab und an mal komplett auf Linux umzusteigen, seit sechs Jahren leider ohne Erfolg. Ich habe keine Lust mehr auf Linux, weil:

    - ich keine Lust mehr habe meine Hardware anzupassen(Laptop Energierichtlinien und extra Bedienelemente) Es geht zwar, ist aber extrem nervig.

    - ich gerne Musik mache und VST-Plugins nutzen will ohne irgendwelche Wine-Konstrukte

    - ich auch mal aktuelle Spiele spielen will, auch wenn ich dies extrem selten tue, aber daür wieder Dualboot, nee danke.

    - ich nutze viel 2D/3D Software und Blender und Gimp sind zwar wirklich super ok für ein kostenloses Produkt, aber es nervt wenn ich weiß das ich mit anderer Software viel schneller und entspannter zum Ziel komme und auch in der Szene mitreden kann.

    - ich mit keine der ausprobierten Desktops wirklich warm geworden bin, diese waren: XFce, Gnome, Unity, KDE

    - Ich bin beruflich Softwareentwickler und wollte auch mal bei Linux was mit GUI schreiben, aber das es nicht den Hauptdesktop gibt macht mich einfach fertig und ich habe ganz schnell wieder aufgehört.


    Wo ich Linux liebe ist auf meine Webserver, da läuft Debian und ich komme super mit klar. Aber Linux auf den Desktop ist für mich leider immer noch keine Alternative und wird es wohl die nächsten Jahre auch nicht werden. Da geben ich lieber Geld für ein OS aus oder nutze das was kostenlos eh schon bei den den Geräten mit bei ist und dies ist leider immer noch Windows oder auch OSX falls ich mal im Lotto gewinne^^

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  2. Re: Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

    Autor xri12 13.09.12 - 07:45

    Ähnlich gings mir auch; ich hab es immer wieder versucht umzusteigen, nicht weil ich mit Windows unzufrieden war oder mir das Geld sparen wollte, sondern einfach nur aus Interesse und um in die Materie reinzukommen...aber irgendwann bin ich wieder zurück zu Windows gegangen.
    Gründe dafür waren:
    -die Vielzahl an Distributionen und DE, bei denen ich mich für keine zu 100% entscheiden konnte
    -Probleme bei einfachen Dingen wie DVD abspielen(Kopierschutz)
    -irgendein Game, dass ich selten aber trotzdem ab und an spielen wollte
    -Probleme beim Installieren von Software die nicht im Paketmanager enthalten ist (z.B. VMware Workstation)
    -mangelndes Energiemangement

    Alles keine wirklichen NoGos, aber irgendwie hab ich dann doch nach einiger Zeit wieder gewechselt.
    Ich überlege zwar immer wieder mich in Linux einzuarbeiten damit ich es evtl. auch mal beruflich anwenden kann, aber selbst da weiss ich nicht wo ich anfangen sollte.

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  3. Hach ja, der Linux-Desktop...

    Autor jtsn 13.09.12 - 07:58

    Mindbreaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich probiere ab und an mal komplett auf Linux umzusteigen, seit sechs
    > Jahren leider ohne Erfolg.

    Ich verwende Slackware seit 1995.

    Meine Erfahrung ist, daß die Konfiguration immer einfacher, aber neuere Hardware dafür immer widerspenstiger wird. Los ging der Ärger mit ACPI (explizit entworfen, um Linux zu behindern) und UEFI Secure Boot setzt nochmal einen drauf.

    Einen "PC" finden, der einen Linux-Kernel überhaupt nicht bootet (aka nicht "kompatibel" ist), war in den 90ern nicht möglich. Heute muß man explizit filtern, wenn was anderes als Windows drauf laufen soll. Zeug, daß schon im Bootloader hängen bleibt, wenn dieser nicht von Microsoft ist, wird durchaus verkauft.

    Notebooks sind da am schlimmsten. Das waren vor fünfzehn Jahren einfach kompatible PCs in Kompaktbauform, auf denen alles lief, was der "Tower" auch konnte. Heutzutage sind das hochproprietäre Spezialplattformen, die nur eine ganz bestimmte speziell angepaßte Windowsversion unterstützen.

    Alles eine Frage der Perspektive.

    > Ich habe keine Lust mehr auf Linux, weil:
    [Linux ist nicht Windows]

    Die gewünschten Anwendungen bestimmten das OS und das OS bestimmt die eingesetzte Hardware-Plattform. Nicht andersrum.

    > - Ich bin beruflich Softwareentwickler und wollte auch mal bei Linux was
    > mit GUI schreiben, aber das es nicht den Hauptdesktop gibt macht mich
    > einfach fertig und ich habe ganz schnell wieder aufgehört.

    Dafür gibt es einen funktionsfähigen C-Compiler. C99/C11 kann ja Visual Studio bis heute nicht.

    _Den_ Desktop gibt es bei Windows 8 übrigens auch nicht. Viel Spaß mit Metro und RT!

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  4. Re: Hach ja, der Linux-Desktop...

    Autor Quix0r 13.09.12 - 08:54

    Seit Dezember 1999 nutze ich Linux, der Wechsel war bei mir März 2000 rum abgeschlossen.

    Ich habe als Notebook mittlerweile ein IBM Thinkpad (1,75 GHz) und darauf läuft der Pinguin problemlos. Du musst halt deine Hardware nach dem OS ausrichten. ACPI war gewiss am Anfang ein Stolperstein für Linux (daran erinnere ich mich jetzt), sollte aber mittlerweile dank vieler, harter Arbeit von den Hackern gefixt sein.

    In Sachen Desktop-Wahl bin ich bei FVWM-Crystal angekommen und bis heute glücklich damit, es ist schmalspurig, schnell und recht stabil (bis jetzt kein Crash, was bei KDE und GNOME irgentwann der Fall war und ich ~/.kde/ bzw. äquivalentes für GNOME löschen musste). Vielleicht hat sich das heute geändert, ich brauche aber ein anderes Desktop-System als KDE/GNOME oder XFace (habe ich auch getestet, nebst Fluxbox usw.).

    Das ist genau das schöne an den Distris, man kann sich sein eignes, genau passendes System zusammensetzen und ist nicht an ein Desktopsystem gebunden.

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  5. Re: Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

    Autor Bob_Das_Cocktailschirmchen 13.09.12 - 09:00

    xri12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähnlich gings mir auch; ich hab es immer wieder versucht umzusteigen, nicht
    > weil ich mit Windows unzufrieden war oder mir das Geld sparen wollte,
    > sondern einfach nur aus Interesse und um in die Materie reinzukommen...aber
    > irgendwann bin ich wieder zurück zu Windows gegangen.

    Manche können halt nicht mehr, als ein Wintendo zu bedienen ;-)

    > Gründe dafür waren:
    > -die Vielzahl an Distributionen und DE, bei denen ich mich für keine zu
    > 100% entscheiden konnte

    Alle diese Distributionen sind zu 100% nach eigenen Wünschen anpassbar.

    > -Probleme bei einfachen Dingen wie DVD abspielen(Kopierschutz)

    Hä?!

    > -irgendein Game, dass ich selten aber trotzdem ab und an spielen wollte

    PlayOnLinux ausprobiert?

    > -Probleme beim Installieren von Software die nicht im Paketmanager
    > enthalten ist (z.B. VMware Workstation)

    ???

    > -mangelndes Energiemangement

    Versicht eigene Regeln zu schreiben?

    > Alles keine wirklichen NoGos, aber irgendwie hab ich dann doch nach einiger
    > Zeit wieder gewechselt.
    > Ich überlege zwar immer wieder mich in Linux einzuarbeiten damit ich es
    > evtl. auch mal beruflich anwenden kann, aber selbst da weiss ich nicht wo
    > ich anfangen sollte.

    LinuxMint, Ubuntu, Fedora, SUSE, alles anwenderfreundliche Distributionen.

    /powered by Gentoo

    ---
    It's Ain't Over Until The Fat Lady Sinks!

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  6. Re: Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

    Autor yeti 13.09.12 - 09:14

    Mindbreaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und dies ist leider immer noch Windows oder
    > auch OSX falls ich mal im Lotto gewinne^^

    Dann spare für einen Apple und installiere VMware Fusion mit
    Linux, Windows ...
    Denn, wenn man professionell mit Computern arbeitet, sollte man alle Plattformen im Blick behalten.

    PS: Dummerweise darf man OSX ja nicht in einer VM betreiben, was mir Apple sehr unsympathisch macht.

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  7. Re: Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

    Autor xri12 13.09.12 - 09:36

    Bob_Das_Cocktailschirmchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > xri12 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Gründe dafür waren:
    > > -die Vielzahl an Distributionen und DE, bei denen ich mich für keine zu
    > > 100% entscheiden konnte
    >
    > Alle diese Distributionen sind zu 100% nach eigenen Wünschen anpassbar.
    Da hast du schon Recht; ist ja auch nicht wirklich ein Grund der mich von Linux abhält. Wenn ich mich besser damit befassen würde, dann könnte ich sicher für alles eine passende Alternative finden.
    > > -Probleme bei einfachen Dingen wie DVD abspielen(Kopierschutz)
    >
    > Hä?!
    Als Beispiel, Ice Age: Ich habe zig Player ausprobiert und keiner konnte mit der DVD etwas anfangen, bzw. sie abspielen; auf der DVD selbst lag noch eine .exe zum Abspielen. Ich werds demnächst nochmal probieren, dann kann ichs dir genauer beschreiben.
    > > -irgendein Game, dass ich selten aber trotzdem ab und an spielen wollte
    >
    > PlayOnLinux ausprobiert?
    PlayOnLinux, Cedega, Crossover oder einfach nur Wine.
    Einige Games liefen sogar ziemlich gut oder besser, nur manches läuft einfach nicht.
    Weiß nicht wie es jetzt aussieht mit Starcraft2 oder Skyrim.
    > > -Probleme beim Installieren von Software die nicht im Paketmanager
    > > enthalten ist (z.B. VMware Workstation)
    >
    An sich wahrscheinlich kein Problem wenn man etwas Ahnung hat, aber ich fands nervig dass ich vor der Installation erst noch irgendwelche Kernel-Headers installieren soll und dann den richtigen Pfad in der Installation hinterlegen muss.
    Generell muss man bei einigen Sachen erst einmal nach einer Anleitung suchen, die dann, wenn man Glück hat, noch auf die eigene Version zutrifft.
    Über den Paketmanager ist es ja eigentlich auch nicht anders, nur besorgt sich der selbstständig seine Voraussetzungen.
    >
    > > -mangelndes Energiemangement
    >
    > Versicht eigene Regeln zu schreiben?
    Bisher nicht.
    So schlimm wie früher ist es ja zum Glück auch nicht mehr und auf dem Notebook erreicht man ohne Anpassung schon ähnliche Laufzeiten.
    > > Alles keine wirklichen NoGos, aber irgendwie hab ich dann doch nach
    > einiger
    > > Zeit wieder gewechselt.
    > > Ich überlege zwar immer wieder mich in Linux einzuarbeiten damit ich es
    > > evtl. auch mal beruflich anwenden kann, aber selbst da weiss ich nicht
    > wo
    > > ich anfangen sollte.
    >
    > LinuxMint, Ubuntu, Fedora, SUSE, alles anwenderfreundliche Distributionen.
    Damit zählst du eh schon die Kandidaten auf die ich immer wieder ausprobiere ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.09.12 09:40 durch xri12.

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  8. Re: Hach ja, der Linux-Desktop...

    Autor Wunderlich 13.09.12 - 10:10

    jtsn schrieb:
    > Heutzutage sind das hochproprietäre Spezialplattformen, die
    > nur eine ganz bestimmte speziell angepaßte Windowsversion unterstützen.

    Was sollen das für ominöse "speziell angepasste Windowsversionen" sein? So einen Unsinn habe ich noch nie gehört oder erlebt.

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  9. Re: Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

    Autor spiderbit 13.09.12 - 15:00

    für ubuntu kann ich dir ubuntuusers.de und das wiki sehr stark empfehlen... da bleiben wenig fragen offen.

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  10. Re: Ich habe keine Lust mehr Linux-Desktop, weil...

    Autor Mindbreaker 13.09.12 - 15:13

    Das Desaster als ich mal eine Bluray einfach abspielen wollte hatte ich ganz vergessen^^

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  11. Re: Hach ja, der Linux-Desktop...

    Autor jtsn 13.09.12 - 19:57

    Wunderlich schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jtsn schrieb:
    > > Heutzutage sind das hochproprietäre Spezialplattformen, die
    > > nur eine ganz bestimmte speziell angepaßte Windowsversion unterstützen.
    >
    > Was sollen das für ominöse "speziell angepasste Windowsversionen" sein? So
    > einen Unsinn habe ich noch nie gehört oder erlebt.

    Die vorinstallierte, mit diversen "Treibern" und proprietären "Dienstprogrammen" angereichert. Schon der Versuch, eine ältere oder neuere Version von Windows zu installieren, schlägt meistens fehl.

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