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OK, es gibt keine guten Argumente dafür

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  1. OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor iu3h45iuh456 26.08.11 - 10:05

    "Ich glaube nicht, dass ein Produkt, das sich mit der Geschwindigkeit einer Desktop-Software entwickelt, eine effektive Grundlage für das Internet sein kann, wo die Dinge in Echtzeit passieren" sagt die Chefin der Mozilla Foundation.
    Bitte, was ist das für ein unsachliches Gerede? Das hat schon Politikerqualitäten. Nur weil das Web fähig ist, Inhalte in Echtzeit darzustellen, heißt das noch nicht, dass auch der Webbrowser alle 2 Minuten durch eine neue Version ersetzt werden muss.

  2. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Keridalspidialose 26.08.11 - 10:07

    Wenn man sich überlegt wie lange es dauert bis neue Standards wie HTML5 und CSS3, etc. spezifiziert und verabschiedet sind.

    Ausserdem sollte man eine neue Version dann rausbringen wenn sie gut und stabil läuft - wenn sie fertig ist. Und nicht nach Stechuhr.

    ___________________________________________________________

  3. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor OnlineGamer 26.08.11 - 10:08

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Ich glaube nicht, dass ein Produkt, das sich mit der Geschwindigkeit einer
    > Desktop-Software entwickelt, eine effektive Grundlage für das Internet sein
    > kann, wo die Dinge in Echtzeit passieren" sagt die Chefin der Mozilla
    > Foundation.
    > Bitte, was ist das für ein unsachliches Gerede? Das hat schon
    > Politikerqualitäten. Nur weil das Web fähig ist, Inhalte in Echtzeit
    > darzustellen, heißt das noch nicht, dass auch der Webbrowser alle 2 Minuten
    > durch eine neue Version ersetzt werden muss.

    Die Frau überschätzt einfach Firefox.

  4. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Sander Cohen 26.08.11 - 10:22

    Den schnellen Rhythmus find ich gut, allerdings sollte der Anwender von den Aktualisierungen gar nichts mitbekommen. Interessiert ihn zu 90% eh nicht & irritiert höchstens...
    Gut die Sache mit den Erweiterungen sollten sie mal hinbekommen, kann ja nicht sein das die Erweiterungen bei jeder neuen Version ebenfalls von den Entwicklern aktualisiert werden müssen. Das würden auf Dauer wohl nicht viele Entwickler mitmachen...

  5. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor mercalli12 26.08.11 - 10:27

    Exakt. Die Entwickler machen das nicht mit und der User ist der Leidtragende und spätestens dann wird sich FF abgeschossen haben. Denn wenn der Nutzer erst mal umgestiegen ist, dann gibts so leicht kein zurück. Neuerungen OK, aber neue Versionsnummer etc.?

    Vielfach funktionieren die Plugins ja auch nur nicht, weil die Kompatiblilität, die die Entwickler im Quellcode angeben, abgelaufen ist. Das nervt einfach nur. Abwärtskompatibilität wäre doch beim dem Rhythmus mind. für 2 Browserversionen wünschenswert. Zumal sich ja auch fast nichts ändert.

  6. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Rapmaster 3000 26.08.11 - 10:57

    Sander Cohen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den schnellen Rhythmus find ich gut, allerdings sollte der Anwender von den
    > Aktualisierungen gar nichts mitbekommen. Interessiert ihn zu 90% eh nicht &
    > irritiert höchstens...

    Also so wie bei Chrome. Aktualisiert sich selbstständig, macht keine Meldungen, Addons klappen auch nach jedem Update und aktualisieren sich zudem auch selber. Da muss der User nix mehr machen und bekommt auch keine dauernden Meldungen, dass Updates verfügbar sind. ^^

  7. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor cyro 26.08.11 - 12:40

    > Zumal sich ja auch fast nichts ändert.

    Eben!
    Der einzige Grund für die schnellen Versionswechsel besteht doch darin, dass man augenscheinlich mit der Konkurrenz mitziehen will. Wie sieht das den aus, wenn es schin IE9 und Chrome10 gibt und der FF immer noch ein 3 in der Version stehen hat.

    Meiner Ansicht nach, wird hier PR-Produktmanagement betrieben. Die Erweiterungen, die den FF groß gemacht und erst für diesen enormen Marktanteil gesorgt haben, werden jetzt mit Füßen getreten. Auf die Personasupdates könnte ich hingegen getrost verzichten. Deshalb nutze ich den FF nicht.

  8. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Lala Satalin Deviluke 26.08.11 - 13:07

    cyro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Zumal sich ja auch fast nichts ändert.
    >
    > Eben!
    > Der einzige Grund für die schnellen Versionswechsel besteht doch darin,
    > dass man augenscheinlich mit der Konkurrenz mitziehen will. Wie sieht das
    > den aus, wenn es schin IE9 und Chrome10 gibt und der FF immer noch ein 3 in
    > der Version stehen hat.

    Dies haben wir den ganzen verdammten DAUs zu verdanken, die keinen Unterschied zwischen Versionsnummer und Veröffentlichungsdatum kennen.

    > Meiner Ansicht nach, wird hier PR-Produktmanagement betrieben. Die
    > Erweiterungen, die den FF groß gemacht und erst für diesen enormen
    > Marktanteil gesorgt haben, werden jetzt mit Füßen getreten. Auf die
    > Personasupdates könnte ich hingegen getrost verzichten. Deshalb nutze ich
    > den FF nicht.

    Völliger Quatsch. Add-Ons die im FF5 funktionieren, funktionieren genau so gut in FF6 und in der 7 BETA. Einziges Problem ist die install.rdf-"max-version". Diese sollte Mozilla abschaffen und "api-version-range" oder "compatible-api-version" einführen.

    Grüße vom Planeten Deviluke!

  9. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor cyro 26.08.11 - 13:12

    > Völliger Quatsch. Add-Ons die im FF5 funktionieren, funktionieren genau so
    > gut in FF6 und in der 7 BETA. Einziges Problem ist die
    > install.rdf-"max-version". Diese sollte Mozilla abschaffen und
    > "api-version-range" oder "compatible-api-version" einführen.

    kein Qutasch.
    Würde Mozilla nicht vom Versionnummernhype getrieben, hätten sie eben das gemacht und den Entwicklern Zeit gegeben ihre Plugins anzupassen. So darf ich das als Benutzer von Hand bei jedem Update ändern ohne zu wissen, ob nicht vielleicht doch eine inkopatibilität vorliegt. Augenscheinlich mag ja alles funktionieren aber ein Plugin, dass mir aufgrund eines Updates die Fehlerlog im Firebug zumüllt kann ich nicht gebrauchen. Auch wenn es sonst reibunglos funktioniert.

  10. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Johnny Cache 26.08.11 - 13:19

    Lala Satalin Deviluke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dies haben wir den ganzen verdammten DAUs zu verdanken, die keinen
    > Unterschied zwischen Versionsnummer und Veröffentlichungsdatum kennen.

    Komisch, Die ganzen DAUs nutzen ja auch schon Firefox, warum also dann den Release-Modus ändern? Für einen Newcomer mag diese Versionspolitik sinnvoll sein, aber sicher nicht für einen Browser mit einem solchen Marktanteil.

    > Völliger Quatsch. Add-Ons die im FF5 funktionieren, funktionieren genau so
    > gut in FF6 und in der 7 BETA. Einziges Problem ist die
    > install.rdf-"max-version". Diese sollte Mozilla abschaffen und
    > "api-version-range" oder "compatible-api-version" einführen.

    Und das wird wodurch garantiert? Selbst so einfache Änderungen wie die aktuelle Locationbar²-Implementierung in Fx6 kann schon etlichen Addons, welche die Locationbar manipulieren, gewaltig ans Bein pinkeln.
    Das ist keine graue Theorie sondern der Grund warum ich wieder auf Fx3.6 zurück gegangen bin. Jede noch so kleine Änderung kann an irgendeiner Stelle etwas zerschießen.

  11. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor tilmank 27.08.11 - 20:59

    mercalli12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Exakt. Die Entwickler machen das nicht mit
    Im Prinzip müssten die meisten (es geht funktionsbedingt nicht bei allen) ihr Addon nur ein einziges Mal für die schon länger existente, stabile API umschreiben. Dann hätten sie auf lange Zeit Ruhe.

    Unternehmen, die ein Browser-Plugin für den internen Gebrauch pflegen, sollten eventuell über eine eigenständige Software nachdenken...

    //----------Signatur----------!
    Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
    Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  12. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Erunno 28.08.11 - 11:49

    tilmank schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Prinzip müssten die meisten (es geht funktionsbedingt nicht bei allen)
    > ihr Addon nur ein einziges Mal für die schon länger existente, stabile API
    > umschreiben. Dann hätten sie auf lange Zeit Ruhe.

    Da stellt sich mir halt die Frage, ob die stabile Entwicklungs-API (sprich: JetPack) überhaupt die notwendige Funktionalität anbietet. Freud und Leid des alten Erweiterungsmechanismus besteht darin, dass es keine API gibt man man direkt auf alle Innereien des Browsers zugreifen kann. Dies erlaubt es zwar, innovative und mächtige Erweiterungen zu entwickeln, geht aber halt mit den bekannten Kompatibilitätsschwierigkeiten einher.

  13. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Erunno 28.08.11 - 12:05

    cyro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Zumal sich ja auch fast nichts ändert.
    >
    > Eben!
    > Der einzige Grund für die schnellen Versionswechsel besteht doch darin,
    > dass man augenscheinlich mit der Konkurrenz mitziehen will. Wie sieht das
    > den aus, wenn es schin IE9 und Chrome10 gibt und der FF immer noch ein 3 in
    > der Version stehen hat.

    *seufz*

    Nein, die Versionsnummer wird (wie bei Chrome) sukzessiv von allen Oberflächen und Webseiten entfernt. Oder wo siehst Du auf der Firefox Downloadseite einen Hinweis auf die Versionsnummer (http://www.mozilla.org/en-US/firefox/fx/)? Mozilla zieht eh in Betracht, ein neues Schema basierend auf dem Jahr und dem Release zu verwenden (z.B. Firefox 4.2011, 1.2012, 2.2012, etc.). Dann hat hoffentlich dieser Spuk hier ein Ende.

    > Meiner Ansicht nach, wird hier PR-Produktmanagement betrieben.

    Nein. Der völlig misslungene Entwicklungszyklus von Firefox 4 (mit über einem halben Jahr Verspätung, den nicht enden wollenden Betas und trotzdem diversen Features, die zum Ende nur halb fertig waren) hat das Mozilla Management dazu bewogen, ebenfalls wie Chrome auf einen rein zeitbasierten Entwicklung umzusteigen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein kompletter Release wegen bestimmter Features aufgehalten wird, fast ausgeschlossen, da sich innerhalb von 6 Wochen wieder eine neue Möglichkeit ergibt, anstatt erst wieder ein 8+ Monaten.

    > Die Erweiterungen, die den FF groß gemacht und erst für diesen enormen
    > Marktanteil gesorgt haben, werden jetzt mit Füßen getreten.

    Die Umsetzung des neuen Entwicklungsmodells hat sicherlich Probleme, die haben aber nichts mit der Versionsnummer zu tun. Ob sie jetzt jede neue Version Firefox 55 oder 3.55 genannt hätten, ist unerheblich. In beiden Fällen hätten sie die Version auf einen Wert anheben müssen, der existierende Erweiterungen invalidiert, da sie nicht garantieren können, dass diese weiterhin funktionieren.

    Es gibt ja inzwischen eine automatische Anhebung der Kompatibilität von Anwendungen die a) keine Binärkomponenten enthalten und b) geänderte Schnittstellen verwenden. Wie gut das funktioniert, wird sich erst in der Zukunft zeigen, da in Firefox 5 und 6 im Vergleich zu 4 intern eher wenig geändert wurde.

  14. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor tilmank 29.08.11 - 02:59

    Erunno schrieb:

    > Da stellt sich mir halt die Frage, ob die stabile Entwicklungs-API (sprich:
    > JetPack) überhaupt die notwendige Funktionalität anbietet. Freud und Leid
    > des alten Erweiterungsmechanismus besteht darin, dass es keine API gibt man
    > man direkt auf alle Innereien des Browsers zugreifen kann. Dies erlaubt es
    > zwar, innovative und mächtige Erweiterungen zu entwickeln, geht aber halt
    > mit den bekannten Kompatibilitätsschwierigkeiten einher.

    Die Funktionalität ist geringer, würde aber vermutlich für einen Großteil der Addons ausreichen. Und auch wenn das jetzt nicht dich betrifft, hier wird dauernd mit Chrome verglichen, dass dort die Addons immer kompatibel wären. Grund:
    Dort gab es von Anfang an ausschließlich etwas in der Art von Jetpack.
    Insofern muss man da Abwägen, ob man für mächtige Addons den Ärger in Kauf nimmt oder nicht, Firefox funktioniert auch ohne Addons und das sogar ganz gut. Aber nicht Mozilla die Schuld geben.

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    Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  15. Re: OK, es gibt keine guten Argumente dafür

    Autor Erunno 29.08.11 - 14:05

    tilmank schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Funktionalität ist geringer, würde aber vermutlich für einen Großteil
    > der Addons ausreichen.

    Ich würde die Frage anders herangehen: Für wie viele der populärsten Erweiterungen reicht JetPack momentan? Es ist sicherlich Wenigen damit geholfen, wenn JetPack zwar für 90 Prozent der Erweiterungen ausreicht, diese Erweiterungen jedoch nur 10 Prozent der Nutzer von Erweiterungen abdecken.

    > Und auch wenn das jetzt nicht dich betrifft, hier
    > wird dauernd mit Chrome verglichen, dass dort die Addons immer kompatibel
    > wären. Grund:
    > Dort gab es von Anfang an ausschließlich etwas in der Art von Jetpack.

    Das ist der springende Punkt. Google hatte von Anfang an einige Grundpfeiler bei der Entwicklung. Einer war, dass der Browser zu jeder Zeit für den Benutzer transparent aktualisiert werden können muss.* Google hat zuerst die technischen Voraussetzungen geschaffen und dann ihr Entwicklungsmodell angepasst. Mozilla versucht nun krampfhaft, ausgehend von völlig anderen Voraussetzungen, dieses ebenfalls zu adaptieren. Und das ächzt an allen Ecken und Enden, da Firefox bzw. Gecko eine andere Historie besitzen und nicht um luftleeren Raum existieren.

    * Die Transparenz geht natürlich dann immer flöten, wenn sie offensichtliche neue Features einbauen oder vorhandene Oberflächen neu gestalten.

    > Insofern muss man da Abwägen, ob man für mächtige Addons den Ärger in Kauf
    > nimmt oder nicht, Firefox funktioniert auch ohne Addons und das sogar ganz
    > gut. Aber nicht Mozilla die Schuld geben.

    Möglicherweise wird sich das neue Entwicklungsmodell trotz aller Geburtswehen im Nachhinein als die richtige Entscheidung herausstellen, aber es drängt sich doch der Eindruck auf, dass sie daran etwas blauäugig herangegangen sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.08.11 14:08 durch Erunno.

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