Wer bevorzugt und bewusst auf PHP setzt, hat meines Erachtens nach keine Ahnung von Informatik.
Aber Beamte verschleudern ja nicht ihr eigenes Geld, es sind ja nur Bürgerdaten, da kann Sicherheit und Wartbarkeit ja egal sein.
Profiteure sind die Berater, die dann ständig den produzierten Unrat aufräumen müssen.
OpenSource gerne, aber doch bitte nicht mit PHP, der Seuche von Selfmade-irgendwie-"Machern".
Wer heute eine LOB-Anwendung mit GW-Basic schreiben will, wird ja auch zu Recht ausgelacht.
Ja, PHP ist sicher sehr kritisch zu sehen. Und dabei wird auch noch so getan als ob es keine Alternativen gibt.
Dabei gibt es sehr viele Alternativen und gerade in dem Bereich ist Java groß und sicher auch wartbarer / skalierbarer.
Klar Java ist die Lösung im Webumfeld.
Nein es entstehen keine Tonnen an Overhead.
Und nein es gibt auch keine wirklich großen Portale mit PHP.
Boah neh, da sind sie wieder, die Fehler, die vor dem Computer sitzen.
Mit jeder Sprache lässt sich so proggen, das am Ende das Zeug nicht wartbar ist, auch und gerade mit Java.
PHP aber gleich mal verteufeln, ohne zu wissen, wovon die Rede ist. Es gibt mit PHP einige Lösungen, mit denen Dinge als Dreizeiler gehen, für die man sich mit Java den Wolf programmiert.
Aber klar, voll die Ahnung von allem bei Euch.
Wer so pauschalisiert, kann auch keine Ahnung von der Wirtschaft haben... Es gibt Einsatzzwecke, in denen PHP durchaus seine Berechtigung hat. Aber lieber mit Scheu-Klappen alles unter dem Java-Mantel werfen, egal wie lange man braucht oder ob es besser geht...
- Der Code ist sehr kompakt
- Durch die Integration mit HTML kann man auf eine extra Template-Sprache verzichten.
- Die Sicherheit ist gut, da PHP schon lange eingesetzt wird und weit verbreitet ist. (Natürlich hängt die Sicherheit der Applikation stark vom Entwickeler ab.)
- PHP ist sehr robust.
- Jeder Depp kann PHP innerhalb von zwei Wochen lernen.
- Super Integration in Apache
Klar hat es auch Nachteile:
- Ist relativ langsam
- Einige OOP-Funktionen fehlen noch
- Die fehlende Typisierung von Variablen (Ist manchmal aber auch von Vorteil)
- Eignet sich eher leidlich für Dinge abseits des Web. (Mit Python oder Perl lässt sich halt fast jede Aufgabe gleich gut erledigen.)
Mal überlegen: Es geht um webbasierende Anwendungen einer Stadtverwaltung: Der von Münster.
1. Das sind nicht viele Benutzer, also kaum Serverlast. Demnach ist es gerade nicht erforderlich für höchste Ansprüche hinsichtlich der Performance zu entwickeln. Die werden auch nicht "hardcore-F-fünfing" betreiben.
2. Es ist, der Aufgabe nach zu erwarten, dass sich ein häufiger Bedarf an Änderungen ergibt. Demnach ist eine Skriptsprache hier vorteilhaft - schon weil für jeden Test das Kompilieren und damit ein Arbeitsschritt entfällt.
3. Bei den verbreiteten Skriptsprachen ist PHP diejenige, welche den Anspruch darauf, bevorzugte Sprache für Webanwendungen zu sein, wohl am besten erfüllt. Die Verbreitung und die weitgehende Ablösung des an sich nicht schlechten, aber weniger spezialisierten Perl als dem Urgestein der Webskripterei ist eine Tatsache, die diese Annahme stützt. Die Verfügbarkeit an Personen, die des PHP mächtig oder hinreichend mächtig sind ist gut.
4. Viele Webanwendungen sind, schon der Aufgabe wegen, erstaunlich klein. Darauf mit OOP zu schießen ist wie mit einem 40-Tonner zum 20m entfernten Kiosk zu fahren um sich das Frühstück zu holen, dafür zwei mal zu wenden und eine Ampel zu überqueren. Demnach ist eine Sorache, die OOP voll unterstützt nicht notwendig.
5. Und mal ehrlich: Wer einen Apache betreiben kann, der weiß auch wie er in beliebigen anderen Sprachen geschriebenen Stuff als CGI einbinden kann.
chris109 schrieb:
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> - Durch die Integration mit HTML kann man auf eine extra Template-Sprache
> verzichten.
View und Logik zusammen zu würfen ist kein sonderlich guter Programmierstil, es gibt nicht um sonst Design Pattern wie z.B. MVC, welche diverse Frameworks anbieten.
> - Die Sicherheit ist gut, da PHP schon lange eingesetzt wird und weit
> verbreitet ist.
Die Sicherheit von Software bemisst sich wohl kaum am Alter und Verbreitungsgrad.
> - Jeder Depp kann PHP innerhalb von zwei Wochen lernen.
Danach kommen dann so Projekte wie Wordpress raus ;)
Die Syntax mag man vielleicht in 2 Wochen erlernen mehr auch nicht.
Ich weiß PHP für kleine bis mittelgroße Projekte wirklich sehr zu schätzen aber auch wenn es leicht zu erlernen scheint, braucht es, wie bei jeder anderen Sprache, eine Menge Know how um eine "gute" Webanwendung zu entwickeln.
Die Einfachheit von PHP erlaubt eben auch eine Menge unfug zu programmieren.
Danke, du hast mir den Tag gerettet :)
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