Die MPEG-Codecs sind nicht proprietär. Im Gegenteil. Ihre Quelltexte sind frei verfügbar und zumindest bei MP3, AVC und ASP sind die besten verfügbaren En- und Decoder sogar unter (L)GPL.
Proprietär sind die früher einigermaßen verbreiteten Formate RealMedia, Sorenson und Windows Media v1&2.
Selbst nach traditioneller Definition von proprietär (= Eigenentwicklung) sind die MPEG-Codecs es nicht, da sie von einem Konsortium entworfen wurden.
MPEG-Codecs nutzen allerdings Funktionen, die allerdings in einigen Regionen der Welt patentiert sind. Diese Patente sind weltweit aber nicht einheitlich (manche gelten nur in Japan, andere nur in den USA usw.) und von daher ist der rechtliche Status der FOSS-Implementierungen (LAME, ffmpeg, x264, Xvid) auch nicht einheitlich.
Ich finde es bedenklich, dass man aufgrund mangelhafter Gesetzgebung, die Software-Patente erlaubt, sich nun herausnimmt, die FOSS-Implementierungen von Außen als proprietär zu verunglimpfen, sind doch die Gesetze unfrei und nicht die Software-Quelltexte. Letztere unterliegen zumindest in den USA, Patente oder nicht, dem von der dortigen Verfassung geschützten Recht auf Rede-_Freiheit_.
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In Deutschland und der EU soll es ja Softwarepatente nicht geben (außer in einem expliziten Zusammenhang mit Hardware).
Bei MP3 Playern lässt sich das noch verstehen, aber auf einem Computer dürfte doch MP3 nicht patentierbar sein, laut dieser Regel.
Trotzdem muss man sich Lizenzen besorgen.
Ich denke gerade dieses Softwarepatentzeugs sorgt für eine enorme Entwicklungsbremse, also das Gegenteil wozu Patente eigentlich da sein sollten.
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Ich würde es schlauer finden solche Techniken nicht direkt in das System einzubauen da es wie schon gesagt später zu Lizenz/Patentstreitigkeiten führen kann. Einfacher wäre es diese kritischen Sachen im Marktplatz anzubieten. So ist das ausgelieferte System sauber und die Nutzer können sich diese Sachen nachinstallieren.
Grüße
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