Alle Beiträge aller anderen Hersteller bzw. Entwickler dankend übernehmen (ist ja nicht so, dass der Linux Kernel mehrheitlich von RH käme) und selbst die eigene Arbeit verschleiert veröffentlichen. Das legt nahe, dass sie am liebsten gar nicht veröffentlichen würden, aber die GPL nun unbequemerweise sie dazu zwingt.
Sie halten die Lizenz doch ein. Worüber regst du dich also auf?
Am besten noch für jeden Patch 100+ Seiten Dokumentation mit veröffentlichen?
Ich strip sogar noch kommentare raus, wenn ich gezwungendermaßen GPL software benutzen muss und dann modifikationen veröffentliche...
Ja ich mache aus der deutschen Sprache eine OpenSource-Sprache, na und?
Im Gegensatz zu Dir hatte ich RH bisher unterstellt, den Sinn von OpenSource verstanden zu haben. Dieser ist sicherlich nicht, dass man gezwungenermaßen etwas veröffentlichen muss und am besten vorher noch unleserlich macht.
Nun da verstehst du etwas falsch. Ich bin generell ein Freund von OpenSource und beteilige mich auch an einigen OpenSource Anwendungen. Diese stehen dann aber _NICHT_ unter der GPL, sondern einer imho besseren wie zum Beispiel der BSD Lizenz.
Wenn ich dazu gezwungen werde meine Arbeit abzugeben, dann zwing ich die Leute eben dazu sich damit auch auseinanderzusetzen.
Wenn ich meine Arbeit freiwillig veröffentliche, dann gibts auch entsprechende Dokumentation dazu.
Und jetzt komm bloß nicht an, dass mich keiner dazu zwingt GPL software zu benutzen. Richtig tut keiner, aber es gibt nunmal situationen in denen software unter anderer lizenz nicht die passende funktionialität bietet...
Ja ich mache aus der deutschen Sprache eine OpenSource-Sprache, na und?
Aha... wie beteiligst Du Dich denn da, wenn Du den Quellcode nicht veröffentlichst? Und wenn Du es doch tust, welchen Unterschied macht es dann zur GPL? Warum bist Du darauf aus, GPL-Projekten eher zu schaden, als etwas beizutragen?
Und es ist tatsächlich so, dass Dich niemand zwingt, GPL-Software zu verwenden. Wenn Du Software brauchst, die es nicht zu Dir gefälligen Konditionen gib, ist der reguläre Weg nunmal, sie selbst zu schreiben. Klar kannst Du Dich um die GPL irgendwie drumrumwenden, indem Du den Code zwar veröffentlichst aber quasi unleserlich machst, aber im gleichen Text zu behaupten, Du hättest wärest ein Freund von Open Source scheint nicht sehr glaubwürdig.
Und bitte komm mir jetzt nicht mit fanatischen Auslegungen a la Open Source = freie Software. Das hat niemand behauptet und auch wenn Du es so für Dich interpretierst, wird es nicht richtiger. Es gibt Entwickler, die nunmal etwas für das haben wollen, das sie entwickeln. Wenn das nur die Bedingung der nicht heimlichen Weiterentwicklung ist, finde ich das mehr als fair.
Ich hab doch geschrieben, dass ich Quellcode zu Projekten beisteuer, die unter anderen OSS-Lizenzen stehen. Dieser Code hält sich dann auch an die Standards, die in dem Projekt benutzt werden und ist entsprechend dokumentiert.
Warum ich mich nicht an GPL Software beteilige? Weil ich diese Lizenz für Schwachsinn halte. Für mich macht es nunmal einen Unterschied, ob ich etwas veröffentliche, weil ich das so will, oder weil ich dazu von der Lizenz gezwungen werde.
Ja ich mache aus der deutschen Sprache eine OpenSource-Sprache, na und?
jkow schrieb:
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> Alle Beiträge aller anderen Hersteller bzw. Entwickler dankend übernehmen
> (ist ja nicht so, dass der Linux Kernel mehrheitlich von RH käme) und
> selbst die eigene Arbeit verschleiert veröffentlichen.
Wo wird denn hier etwas verschleiert!?
Nur weil jetzt mal andere ihren Arsch hoch heben müssen, einen Diff erstellen und analysieren redest Du von verschleiert? Typische FUD Terminologie eines Linux-Taliban.
omgrofllol schrieb:
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> Warum ich mich nicht an GPL Software beteilige? Weil ich diese Lizenz für
> Schwachsinn halte. Für mich macht es nunmal einen Unterschied, ob ich etwas
> veröffentliche, weil ich das so will, oder weil ich dazu von der Lizenz
> gezwungen werde.
Die GPL zwingt Dich überhaupt nicht generell, etwas zu veröffentlichen. Du musst nur die Quellen veröffentlichen, wenn Du die Software selbst vertreiben möchtest. Du kannst in Deinem Kämmerlein mit dem Code anstellen was Du willst, ohne dass ein Hahn danach kräht.
Letztlich sagst Du einem Entwickler, die Lizenz ist scheiße, nimmst seinen Code dann aber trotzdem und entwertest ihn, bevor Du Dich herablässt, seine Bedingungen zu erfüllen. Tolle Einstellung! Die Konsequenz Deiner Einstellung zur GPL müsste sein, keinen GPL-Code zu verwenden, aber den findest Du dann ja scheinbar gut genug, auch wenn Dich die Nutzungsbedingungen der Entwickler kalt lassen.
omgrofllol schrieb:
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> Ich hab doch geschrieben, dass ich Quellcode zu Projekten beisteuer, die
> unter anderen OSS-Lizenzen stehen. Dieser Code hält sich dann auch an die
> Standards, die in dem Projekt benutzt werden und ist entsprechend
> dokumentiert.
Dann solltest du das fairer Weise auch bei Projekten tun deren Code unter GPL steht.
> Warum ich mich nicht an GPL Software beteilige? Weil ich diese Lizenz für
> Schwachsinn halte. Für mich macht es nunmal einen Unterschied, ob ich etwas
> veröffentliche, weil ich das so will, oder weil ich dazu von der Lizenz
> gezwungen werde.
Und was ist mit dem Willen des Urhebers? Den meinst du nicht respektieren zu müssen? Meiner Meinung nach sind Leute wie du eine Schande für freie Software. Du denkst nur an dich selbst und sprichst anderen ab ebenso nach ihren eigenen Vorstellungen zu handeln. Konsequenter Weise solltest du GPL-Software überhaupt nicht nutzen, dann darfst du alles selbst schreiben und unter eine Lizenz deiner Wahl stellen. Alles andere ist hinterlistig und Heuchelei deinerseits.
burzum schrieb:
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> jkow schrieb:
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> -----
> > Alle Beiträge aller anderen Hersteller bzw. Entwickler dankend
> übernehmen
> > (ist ja nicht so, dass der Linux Kernel mehrheitlich von RH käme) und
> > selbst die eigene Arbeit verschleiert veröffentlichen.
>
> Wo wird denn hier etwas verschleiert!?
Wenn ich an einer Software tausend Änderungen vornehme ohne zu dokumentieren, wie diese im Einzelnen zusammenhängen, ist die Änderung für andere nur schwer nachvollziehbar. Die anderen Kernel-Entwickler haben nicht viel von z.B. Bugfixes, wenn diese hinreichend komplex sind, dass die Zusammenhänge nicht automatisch klar werden. Der Gedanke bei OpenSource und insbesondere der GPL ist aber, dass man zusammenarbeitet und am Ende alle einen Vorteil daraus erlangen.
> Nur weil jetzt mal andere ihren Arsch hoch heben müssen, einen Diff
> erstellen und analysieren redest Du von verschleiert?
Wenn sich irgendwo nur zwei Zeilen ändern ist ein Diff hilfreich, nicht jedoch bei komplexen Änderungen, bei denen vielleicht auch Teile von Softwarestrukturen umgearbeitet wurden.
> Typische FUD Terminologie eines Linux-Taliban.
Klar... Linux-Taliban. Kannst mir gern mal erklären, was das für Dich sein soll? Fühlst Du Dich terrorisiert?
jkow schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> omgrofllol schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Warum ich mich nicht an GPL Software beteilige? Weil ich diese Lizenz
> für
> > Schwachsinn halte. Für mich macht es nunmal einen Unterschied, ob ich
> etwas
> > veröffentliche, weil ich das so will, oder weil ich dazu von der Lizenz
> > gezwungen werde.
>
> Die GPL zwingt Dich überhaupt nicht generell, etwas zu veröffentlichen.
Richtig. Das kann sie auch nicht.
Die GPL schreibt nur vor, dass Erweiterungen (also zukünftiger Code, der mit dem unter der GPL stehenden Programm gar nichts zu tun hat) auch unter der GPL zu stehen haben.
Genau deswegen bin ich auch strikter Ablehner der GPL.
> Letztlich sagst Du einem Entwickler, die Lizenz ist scheiße,
Die Lizenz ist auch scheiße.
> nimmst seinen
> Code dann aber trotzdem und entwertest ihn, bevor Du Dich herablässt, seine
> Bedingungen zu erfüllen.
Tut er das? Ich habe ihn so verstanden, dass er völlig GPL-kompatibel handelt.
jkow schrieb:
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> Alle Beiträge aller anderen Hersteller bzw. Entwickler dankend übernehmen
Red Hat übernimmt bestimmt nicht alles, im Gegenteil, sie implementieren oft Dinge neu, anstatt sie zu übernehmen: AIGLX statt XGL, PackageKit statt app-install, NetworkManager statt Connman uvam. Meistens setzten sich die Sachen von Red Hat durch weil sie einfach besser sind. Wer redet noch von XGL?
> (ist ja nicht so, dass der Linux Kernel mehrheitlich von RH käme)
Doch, Red Hat leistet mit Abstand am meisten Entwicklungsarbeit am Kernel (12,4% in 2010, vor beispielsweise Novell auf Platz 2 mit 7 und Oracle mit 2,3% auf Platz 7)
> und selbst die eigene Arbeit verschleiert veröffentlichen.
Von "verschleiert" kann nicht die Rede sein, da die Patches noch an kernel.org gehen.
> Das legt nahe, dass sie am liebsten gar nicht veröffentlichen
> würden, aber die GPL nun unbequemerweise sie dazu zwingt.
Wenn dem so wäre, warum stellt Red Hat dann alle neuen Entwicklungen unter (L)GPL? Warum kaufen sie sogar Dinge auf, um sie dann unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen?
Was Du schreibst ergibt keinen Sinn.
jkow schrieb:
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> Wenn ich an einer Software tausend Änderungen vornehme ohne zu
> dokumentieren, wie diese im Einzelnen zusammenhängen, ist die Änderung für
> andere nur schwer nachvollziehbar. Die anderen Kernel-Entwickler haben
> nicht viel von z.B. Bugfixes, wenn diese hinreichend komplex sind, dass die
> Zusammenhänge nicht automatisch klar werden.
Für Kernelentwickler gehen die Änderungen ja immer noch an kernel.org, aber Kerneldistributoren, deren Geschäftsmodell daraus besteht, sich auf der Arbeit anderer auszuruhen, bekommen die Änderungen jetzt nicht mehr frei Haus geliefert, sondern sind gezwungen, sich auf Mailinglisten und im git mit der aktuellen Entwicklung auseinander zu setzen.
> Der Gedanke bei OpenSource und
> insbesondere der GPL ist aber, dass man zusammenarbeitet und am Ende alle
> einen Vorteil daraus erlangen.
Erklär mir mal, warum Du diesen Vorwurf ausgerechnet Red Hat machst und nicht Oracle? Die bauen RHEL fast 1:1 nach und werben sogar damit, dass die kompatibel zu RHEL sind und nutzen das Argument dann, um aggressiv Red Hat-Kunden abzuwerben. Tschuldigung, aber die Vorteile sind hier ziemlich einseitig verteilt.
Meine Zahlen eben bezogen sich übrigens auf die Patches. Bei den Reviews und dem merging ist der Vorsprung von Red Hat noch deutlicher:
Red Hat: 37,7%
Novell: 13,4%
Oracle: 1,8%
Warum beschäftigt Oracle (fast) keine Kernelentwickler, die Subsysteme betreuen und mergen? Und warum soll man denen was auf dem Silbertablett servieren?
Dr. Seltsam schrieb:
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> Warum beschäftigt Oracle (fast) keine Kernelentwickler, die Subsysteme
> betreuen und mergen? Und warum soll man denen was auf dem Silbertablett
> servieren?
Das ist genau der Punkt: Novell braucht das Geld aus dem Support und
muss wohl inzwischen in einem harten Markt Redhat Kunden ansprechen.
SLES ist wohl doch zu nah am RHEL dran, da kann man wohl leicht wildern.
Oracle macht aus allem Geld und will wohl sein Engagement in Linux nicht
"einfach" als OS-Basis für seine Goldkuh sehen, sondern das Linux-Thema
soll sich _noch_ aggressiver rechnen.
Das beide Buden anscheinend keine Lust hatten eine eigene Distribution
aufzubauen ist bitter für Redhat. Die machen sich die Arbeit und die
anderen greifen nicht nur Source ab, sondern jetzt auch die Kunden.
Deswegen verstehe ich ihren Move und es zeigt auch, wie weltfremd die GPL
Apologeten geworden sind. Ich unterstelle vielen, dass sie lieber sehen
würden das Oracle Redhat kauft (und dann alles kaputtschlägt was echt
OSS ist), solange die GPL in ihrer extremsten Form und Ideologie gelebt
und "zelebriert" wird.
Irgendwie widerlich weltfremd.
omgrofllol schrieb:
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> Sie halten die Lizenz doch ein. Worüber regst du dich also auf?
Das mag juristisch stimmen, aber du hast die Lizenz nicht verstanden.
Dr. Seltsam schrieb:
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> Für Kernelentwickler gehen die Änderungen ja immer noch an kernel.org,
Das hatte ich dann falsch verstanden. Ich dachte Redhat präsentiert jetzt nur noch ab und zu komplette Kernel-Quellen, ohne die Entstehung weiter offenzulegen.
> Erklär mir mal, warum Du diesen Vorwurf ausgerechnet Red Hat machst und
> nicht Oracle?
Wer sagt denn, dass ich Oracle keine Vorwürfe mache. ;-) Die waren grad nur nicht Thema des Artikels.
Trockenobst schrieb:
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> Dr. Seltsam schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> Das beide Buden anscheinend keine Lust hatten eine eigene Distribution
> aufzubauen ist bitter für Redhat. Die machen sich die Arbeit und die
> anderen greifen nicht nur Source ab, sondern jetzt auch die Kunden.
>
> Deswegen verstehe ich ihren Move und es zeigt auch, wie weltfremd die GPL
> Apologeten geworden sind. Ich unterstelle vielen, dass sie lieber sehen
> würden das Oracle Redhat kauft (und dann alles kaputtschlägt was echt
> OSS ist), solange die GPL in ihrer extremsten Form und Ideologie gelebt
> und "zelebriert" wird.
Das was Du beschreibst hat mit der GPL nichts zu tun, das betrifft OpenSource im Allgemeinen. Du argumentierst letztlich, dass RH, wenn es sich nicht an die GPL halten müsste, besser fahren würde, ihre Arbeit nicht zu veröffentlichen, damit Trittbrettfahrer keine Chance hätten. Eine derartige Einstellung würde OpenSource aber schaden und ich verstehe Entwickler, die ihre Arbeit kostenlos abgeben, dass sie nicht möchten, dass ein anderer auf diese Art davon profitiert. Daher auch die GPL.
Für mich sind die Leute eine Schande, die Nicht-GPL-Code übernehmen und ihn dann gplizieren und damit die Urheber nichts mehr von den Änderungen haben. Ja, ich mein euch ihr Linux-GPL-Jünger.
Würde die Lizenz dies nicht wollen, würde man es anders formulieren. So gesehen ist dies gewollt nur für RedHat wäre eine duale Lizenz besser gewesen.
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