Ich weiß nicht ob ich mit 21 schon zu alt für diesen Kram bin, aber teilweise bekomme ich bei solchen Anwendungen bauchschmerzen.
CloudComputing ist schön und gut, vorallem für manche Anwendungsgebiete (z.B nutze ich intensiv Music-Streaming aus der Cloud). Aber wenn alle Anwendungen gestreamed werden, habe ich Angst um meine Privatsphäre. Ich sehe da auch nicht den großen Vorteil. Die genannten Applicationen verbrauchen eh nicht soviel Speicherplatz.
Was ich jedoch lächerlich finde ist die Funktion, dass man sehen kann was die "Freunde" gerade machen. Muss denn heute wirklich alles mit allem vernetzt sein?
Muss wirklich jeder wissen was der andere macht ("Freddy85 surft gerade auf youp***.com")?
Haben die Leute solch eine Langeweile, dass man immer schauen muss was andere gerade machen? Oder sogar zu twittern, dass man gerade Nudeln kocht?
Versteht mich nicht falsch. Ich finde es gibt viele tolle Anwendungen im Web und ich bin offen für neue innovative Lösungen, aber bei solchen Sachen frage ich mich manchmal ob ich schon zum alt für soetwas bin?
Das sehe ich genauso.
Obwohl man könnte noch eine Ortungsfunktion einfügen, damit man immer weiß wo die anderen 3000 "Freunde" gerade sind. Und zusätzlich mit direktem Zugriff auf deren Webcam.
Ermöglicht das nicht erst KiPo?
Sebmaster schrieb:
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> Obwohl man könnte noch eine Ortungsfunktion einfügen, damit man immer weiß
> wo die anderen 3000 "Freunde" gerade sind. Und zusätzlich mit direktem
> Zugriff auf deren Webcam.
ähnlich wie bei chatroulette?
Also ich finde es prinzipiell gut das alles vernetzt ist. Die Leute die meinen sie müssen ihr gesamtes Privatleben mit der Öffentlichkeit sind im Besonderen selber schuld, ich muss ja nicht auf Facebook schreiben das ich gerade Nudeln koche oder auf youp***.com rumsurfe, aber es gibt solch mitteilungsbedürftige Individuen wohl auch.
Auf der anderen Seite versuche ich bei solchen Sachen immer die Vorteile herauszuziehen, etwa das es egal ist ob ich in Hongkong oder in Wien auf meine Anwendungen zugreifen kann. Oder das das Besorgen eines neuen Computers nicht zwangsweise bedeutet, wieder 1000 Programme installieren zu müssen. Oder das ich bei Freunden zu Hause meine neuen MP3's abspielen kann und die Fotos von meiner Urlaubsreise herzeigen kann, ohne vorher auf USB-Sticks zu kopieren. Oder aber auch, dass ich bei der Arbeit einfach aufhöre und daheim genau da weiter mache wo ich aufgehört habe, auf einem ganz anderen PC!
Das sind doch mal n paar Vorteile, oder? :-)
Somebody schrieb:
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> Auf der anderen Seite versuche ich bei solchen Sachen immer die Vorteile
> herauszuziehen, etwa das es egal ist ob ich in Hongkong oder in Wien auf
> meine Anwendungen zugreifen kann. Oder das das Besorgen eines neuen
ich bin nie in hongkong oder wien. und falls doch, habe ich halt meinen laptop dabei.
> Computers nicht zwangsweise bedeutet, wieder 1000 Programme installieren zu
die anwendungen kann ich akzeptieren. aber dass ich meine persönlichen dokumente auf irgendeinem amazon- oder microsoft oder sonstwem gehörendem server ablege - no way.
> müssen. Oder das ich bei Freunden zu Hause meine neuen MP3's abspielen kann
> und die Fotos von meiner Urlaubsreise herzeigen kann, ohne vorher auf
> USB-Sticks zu kopieren. Oder aber auch, dass ich bei der
ja das spart natürlich enorm viel zeit.
> Arbeit einfach aufhöre und daheim genau da weiter mache wo ich aufgehört habe, auf einem
> ganz anderen PC!
s. oben. und ein dokument, an dem man grade arbeitet, auf einen stick zu kopieren oder per email heimzuschicken, ist sicher kein grund für überstunden.
> Das sind doch mal n paar Vorteile, oder? :-)
nöö. nichts davon wird mich dazu bewegen, irgendeinem konzern mein privat- und berufsleben offenzulegen.
Ich find das geil. Ich kann über das Internet kurz vor Feierabend im Büro meine Kaffeemaschine zu Hause anmachen und wenn ich zu Hause ankomme, hab ich frischen Kaffee ;-) Wenn ich übertreiben wollte, könnte ich mit nem iPhone unterwegs checken wie weit der Kaffee-Brüh-Prozess schon fortgeschritten ist ;-)
Somebody schrieb:
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> ... Oder aber auch, dass ich bei der Arbeit einfach
> aufhöre und daheim genau da weiter mache wo ich aufgehört habe, auf einem
> ganz anderen PC!
Das ist kein Vorteil! Das ist ein Nachteil!
Hagen Schramm schrieb:
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> Ich find das geil. Ich kann über das Internet kurz vor Feierabend im Büro
> meine Kaffeemaschine zu Hause anmachen und wenn ich zu Hause ankomme, hab
> ich frischen Kaffee ;-) Wenn ich übertreiben wollte, könnte ich mit nem
> iPhone unterwegs checken wie weit der Kaffee-Brüh-Prozess schon
> fortgeschritten ist ;-)
... und spätestens dann, wenn alles mal zusammenbricht oder nicht mehr richtig funktioniert, wachst du auf und merkst, daß du total hilfslos bist ohne dein kram...
muaha schrieb:
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> Hagen Schramm schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Ich find das geil. Ich kann über das Internet kurz vor Feierabend im
> Büro
> > meine Kaffeemaschine zu Hause anmachen und wenn ich zu Hause ankomme,
> hab
> > ich frischen Kaffee ;-) Wenn ich übertreiben wollte, könnte ich mit nem
> > iPhone unterwegs checken wie weit der Kaffee-Brüh-Prozess schon
> > fortgeschritten ist ;-)
>
> ... und spätestens dann, wenn alles mal zusammenbricht oder nicht mehr
> richtig funktioniert, wachst du auf und merkst, daß du total hilfslos bist
> ohne dein kram...
Wieso? Gibt doch noch Mutti ;-)
Also das Argument mit der Musik und den Fotos kann ich sehr gut nachvollziehen. Jedoch würde ich auch dort auf einen vertrauenswürdigen Anbieter setzten...also nicht Picasa.
Das Argument mit der Arbeit ist nur teilweise gültig. Schließlich kann die Firmendaten nicht mal eben bei einem kommerziellen Anbieter in die "Cloud" schieben. Also kann schon, aber das gibt anschließend Ärger. Die einfachste Methode ist einfach per VPN auf den Firmenserver zuzugreifen. Das klappt wunderbar.
Natürlich gibt es immer Leute die Facebook und andere Dienste dazu nutzen 10000 Freunde zu finden, anderen ihre pinnwände vollschreiben oder stupide Statusmeldungen zu schreiben. Nur mir erschließt sich da kein Sinn draus. Ich habe auch zu wenig Langeweile für soetwas. Und vorallem bei dieser Lösung finde ich es einfach nur sinnfrei, dass andere Leute sehen können, was ich gerade am Computer mache. Das geht niemanden etwas an.
Sebmaster schrieb:
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> Ich weiß nicht ob ich mit 21 schon zu alt für diesen Kram bin, aber
> teilweise bekomme ich bei solchen Anwendungen bauchschmerzen.
>
> CloudComputing ist schön und gut, vorallem für manche Anwendungsgebiete
> (z.B nutze ich intensiv Music-Streaming aus der Cloud). Aber wenn alle
> Anwendungen gestreamed werden, habe ich Angst um meine Privatsphäre. Ich
> sehe da auch nicht den großen Vorteil. Die genannten Applicationen
> verbrauchen eh nicht soviel Speicherplatz.
>
> Was ich jedoch lächerlich finde ist die Funktion, dass man sehen kann was
> die "Freunde" gerade machen. Muss denn heute wirklich alles mit allem
> vernetzt sein?
> Muss wirklich jeder wissen was der andere macht ("Freddy85 surft gerade auf
> youp***.com")?
> Haben die Leute solch eine Langeweile, dass man immer schauen muss was
> andere gerade machen? Oder sogar zu twittern, dass man gerade Nudeln
> kocht?
>
> Versteht mich nicht falsch. Ich finde es gibt viele tolle Anwendungen im
> Web und ich bin offen für neue innovative Lösungen, aber bei solchen Sachen
> frage ich mich manchmal ob ich schon zum alt für soetwas bin?
Mir kamen ähnliche Gedanken. Neben dem Verzicht auf Privatsphäre, Verfügungsrechte über eigene Dateien usw. sehe ich aber noch einen weiteren Nachteil am CloudComputing: wenn der Anwender tatsächlich zur Anwendung jedes einzelnen Programmes online sein muss, d.h. permanent Daten ausgetauscht werden, entstehen doch Unmengen zusätzlicher Traffic. Dies erfordert mit zunehmender Nutzung einen Ausbau der Infrastruktur bei den Anbietern, was wiederum in steigenden Stromverbrauch mündet, damit verbunden ein erhöhter CO2-Ausstoß usw. Und das nur, damit ein "Freund" einfach Mal meine Tabellen durchblättern kann - auch wenn ihn das vlt. gar nicht interessiert.
Sebmaster schrieb:
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> Ich weiß nicht ob ich mit 21 schon zu alt für diesen Kram bin, aber...
Hahaha , ich dacht immer schon es liegt an meinem biblischen Alter von 30 dass ich gar nich mher hinterherkomme... ;) Gut zu wissen dass es schon 21 jährigen so geht :D
> Was ich jedoch lächerlich finde ist die Funktion, dass man sehen kann was
> die "Freunde" gerade machen. Muss denn heute wirklich alles mit allem
> vernetzt sein?
Sinnlos, seh ich genauso. Es ist regelrecht beängstigend mit welcher Geschwindigkeit mich das Netz mit Standards, Updates, Neuen Versionen, Cloud Scheiss und sonstwas fast schon überrennt...
Irgendwie wünsch ich mir sowas wie ne "Analoge Ecke" in meinem "digitalisiertem" Leben ... schwer zu finden heut zu Tage :D
Cloud-Computing macht IMO nur in ganz wenigen Bereichen
überhaupt einen echten Sinn.
Cloud-Computing besteht grösstenteils nur aus heisser
Marketing-Luft.
Denn für das allermeiste was an Diensten/Anwendungen
angeboten wird, gibt es besserer lokale Alternativen.
Warum sollte jemand z.B. ein Online-Backup machen
wenn es mit einer lokalen Backup-Platte schneller,
billiger und sicherer geht ?
Oder warum sollte jemand Online-Anwendungen nutzen,
deren technischer Stand teilweise primtiver sind als der standardmässig vorhandener Bordmittel. Googel.Docs z.B.
kann man doch nicht wirklich ernsthaft als
"Textverarbeitung" bezeichnen. Google.Docs hat doch
kaum mehr zu bieten als "Wordpad". Selbst "Abiword"
bietet um Welten mehr.
Die "globale Erreichbarkeit/Zugriffsmöglichkeit"
auf Daten und Dienste findet schneller als man
glaubt ihre Grenzen in der verfügbaren Bandbreite
Sowohl die der Netze, wie auch die der Server.
z.B. "Online-Bildbearbeitung" auf einem popeligen
Server einer Drei-Mann-Klitsche(die sich auf ihrer
Website natürlich als "Weltmarktführer" präsentiert)
zu machen, wenn sich dort ein paar hundert User
gleichzeitig herumtreiben, dürfte eine ziemlich
unlustige Angelegenheit sein.
Und wenn man schon Daten ins Netz auslagert, dann
doch bitte auf dem eigenen Server. Über den man die
Kontrolle hat.
Und für mietbare Rechenleistung dürfte es im privaten
Bereich auch keinen nennenswerten Bedarf geben.
Die vielpropagierte "Kosteneinsparung" für gewerbliche
Nutzer, erweist sich auch zunehmend als Luftnummer.
Es gab neulich eine Studie, die besagte, dass die
Kosten für Cloud-Computing bei Firmen bis zu 30%
höher sein können, im Vergleich mit herkömmlichen
Lösungen/Anwendungen.
Sicherlich gibt es einige wenige Bereiche, in denen
Cloud-Computing tatsächlich Sinn macht.Aber im großen
ganzen dürfte IMO die Luft aus dieser Cloud-Computing-Hype
bald raus sein.Weil einfach die Diskrepanz zwischen
Anspruch und Wirklichkeit zu groß ist.
21 ist zu alt, die technik ist ja grad 2 jahre alt
Tjaaa,
wie soll ich sagen...
Wer schon einmal von seinem DSL- / Handy-Provider mit Ausfällen
im Netz und der Aussage "wir arbeiten daran, aber wir wissen noch nicht wann es fertig ist" beglückt wurde, freut sich sicher,
wenn seine Daten sicher in der Cloud liegen. Sicher vor ihm getrennt.
Und so etwas geschieht mit ziemlicher Sicherheit zu Zeiten, wenn man die eigenen Daten am eiligsten braucht. :-)
Zudem könnte ich mir vorstellen, daß die permanente Online-Zeit auch
gut auf das Bankkonto einwirkt, insbesondere ohne Immer-Überall-On-Flatrate.
Ich weiß auch nicht, ob ich es toll finde, wenn meine privaten Daten irgendwo im Netz herumfliegen... Dem Cloud-Betreiber müßte ich dann -grundlos- vertrauen..
Nee, eher nicht für mich. So ist das schlimmste was mir passieren
kann ohne Cloud ein Stromausfall der länger als meine Akku-Laufzeit
des Notebooks ist. DAS Risiko erscheint mir dann doch überschaubar.
Hagen Schramm schrieb:
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> Ich find das geil. Ich kann über das Internet kurz vor Feierabend im Büro
> meine Kaffeemaschine zu Hause anmachen und wenn ich zu Hause ankomme, hab
> ich frischen Kaffee ;-) Wenn ich übertreiben wollte, könnte ich mit nem
> iPhone unterwegs checken wie weit der Kaffee-Brüh-Prozess schon
> fortgeschritten ist ;-)
Und kacken geht noch ohne iphone? Oder gibt es da auch eine app für?
Klar, das sogenannte Kack-App. Kann man sich bei Hakle, dem kostenlosen Online-Klopapier runterladen. Gibt's auch als "Virtual-Wet-Edition".
Hagen Schramm schrieb:
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> Klar, das sogenannte Kack-App. Kann man sich bei Hakle, dem kostenlosen
> Online-Klopapier runterladen. Gibt's auch als "Virtual-Wet-Edition".
http://www.gallien.org/serendipity/uploads/mini-toilet.jpg
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