Hat eigentlich schon mal einer Erfahrungen mit dem automatischen Versionsupdate von Ubuntu gemacht? Ich der Vergangenheit habe ich bei einer neuen Version die alte runtergeschmissen und die neue sauber installiert. Irgendwie traue ich diesen Updates bei keinem Betriebssystem so richtig.
Allerdings überlege ich mir gerade aus Gründen der Faulheit, die Updatefunktion zu nutzen.
Das mit dem Versionsupdate funktioniert schon ganz o.k., habe es die letzten zwei Male genutzt (von 8.10 auf 9.04 und dann auf 9.10). Einem Newbie würde ich es nicht empfehlen, aber wenn man mit der Konsole umgehen kann, ist das Risiko - meiner Erfahrung nach - relativ gering. (Nicht, dass _ich_ die Konsole gebraucht hätte, aber sicher ist sicher. Auf 9.10 gab es ja massenhaft schwarze Bildschirme...) Jetzt wollte ich auf ext4 und grub2 upgraden - und das geht bekanntlich nur über Neuinstallation.
Aber selbst die ist bei Linux ja relativ schmerzfrei, wenn man sich /home auf eine separate Partition gemacht hat...
Also eine komplette Neuinstallation ist bei einem Betriebssystem, dass alle 6 Monate einen neuen Release bekommt übertrieben. (Außer du verwendest nur LTS-Versionen.)
Ich kann dir versichern, dass die Updatefunktion von Debian/Ubuntu einwandfrei funktioniert. Bei Ubuntu solltest du aber statt apt das Update-Script bzw. den grafischen Updater verwenden. ;-)
Bei 2 meiner Rechner habe ich Ubuntu seit 7.10 nicht mehr neu installiert. Bei jeder Version wird einfach ein Upgrade gemacht und fertig. Alte obsolete Pakete werden sauber entfernt* und durch neue ersetzt. Alles läuft unkompliziert, auch wenn es bei einer langsamen Internetverbindung etwas dauern kann.
(* Der Upgrade Assistent zeigt dir übrigens an welche Pakete er entfernen möchte.)
Bei mir gab es immer Probleme mit der Upgradefunktion, aber das liegt wohl daran das ich das System zu sehr auf meine Bedürfnisse angepasst habe (Großteil der für mich unnützen Programme wurde mit apt-get purge blahblubb entfernt; automatisch startende Dienste abgeschaltet, Designs geändert, usw.).
Diese Erfahrungen beziehen sich allerdings auf ältere Ubuntu-Versionen (bis 8.04). Seitdem installiere ich lieber mein System mit FAI neu.
Bei mir hat es bis jetzt zwei Mal (8.10 -> 9.04 -> 9.10) gut funktioniert.
Die Spannung ist aber immer recht groß nach dem Upgrade, ob wirklich alles wie gewohnt funktioniert.
Als lästig empfunden habe ich aber, dass ein Upgrade länger dauert als eine Neuinstallation, dafür muss man nachher (hoffentlich) nicht die Backups wieder auf die Platte kopieren.
ollikaa schrieb:
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> Bei mir gab es immer Probleme mit der Upgradefunktion, aber das liegt wohl
> daran das ich das System zu sehr auf meine Bedürfnisse angepasst habe
> (Großteil der für mich unnützen Programme wurde mit apt-get purge blahblubb
> entfernt; automatisch startende Dienste abgeschaltet, Designs geändert,
> usw.).
> Diese Erfahrungen beziehen sich allerdings auf ältere Ubuntu-Versionen (bis
> 8.04). Seitdem installiere ich lieber mein System mit FAI neu.
Evtl. hast du ja mit dem Entfernen ein paar Konflikte ausgelöst. Es ist besser wenn du einen vollwertigen Paketmanager verwendest. Entweder Synaptic oder auf der Konsole Aptitude. Beide lösen Paketabhängigkeiten viel besser auf und zeigen auch bei Konflikten Vorschläge zur Lösung an.
Einfach alles mit Purge zu löschen ist auch keine gute Idee, denn ein paar Programme teilen sich die Configs. Ich habe auch schon oft genug erlebt, dass einige User einfach den Evolution-Data-Provider entfernt haben, nur weil sie Evolution nicht verwenden wollten, obwohl er eine zentrale Rolle unter Gnome spielt.
Wenn man die Sideeffects nicht einschätzen kann, dann ist es außerdem besser einfach die Standardsoftware drauf zu lassen. Sie ist ja meist alles andere als groß. ;)
Ich nutze das Update seit 8.10 -> 9.04 -> 9.10 -> 10.04 ohne Probleme. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich abgesehen von neuer Software keine Änderungen vorgenommen habe.
Also ich benutze Ubuntu seit letztem Oktober und hatte bei meinem ersten Upgrade auf meine zwei Rechner keine Probleme.
Hat nur ein bißchen Zeit gebraucht, die Maschinen hatten alles automatisch gemacht. Ich mußte nur ein oder zweimal klicken, um den Updateprozeß zu starten.
Gruß, EdN
Danke für euere Statements! Ich denke, ich werde es einfach versuchen. Ich habe zwar einiges installiert, aber nur wenig an den Configs geändert.
elgooG schrieb:
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> ollikaa schrieb:
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> > Bei mir gab es immer Probleme mit der Upgradefunktion, aber das liegt
> wohl
> > daran das ich das System zu sehr auf meine Bedürfnisse angepasst habe
> > (Großteil der für mich unnützen Programme wurde mit apt-get purge
> blahblubb
> > entfernt; automatisch startende Dienste abgeschaltet, Designs geändert,
> > usw.).
> > Diese Erfahrungen beziehen sich allerdings auf ältere Ubuntu-Versionen
> (bis
> > 8.04). Seitdem installiere ich lieber mein System mit FAI neu.
> Evtl. hast du ja mit dem Entfernen ein paar Konflikte ausgelöst. Es ist
> besser wenn du einen vollwertigen Paketmanager verwendest. Entweder
> Synaptic oder auf der Konsole Aptitude. Beide lösen Paketabhängigkeiten
> viel besser auf und zeigen auch bei Konflikten Vorschläge zur Lösung an.
öhm... APT _ist_ ein vollwertiger Paketmanager. Vermutlich verwechselst du das mit "dpkg", welches tatsächlich keine Abhängigkeiten auflösen kann und als Basis aller genannter Paketmanager fungiert. Tatsache ist aber: APT kann sehr wohl Pakete genauso sauber installieren und deinstallieren wie Aptitude. Aptitude deinstalliert nur bei Bedarf z.B. mal etwas mehr (alter Kernel deinstalliert: Mit APT bleiben die Header-Files da, mit Aptitude werden sie mit entfernt).
Ein "purge" mit dpkg ist dagegen tatsächlich nicht empfehlenswert. ;-)
Regards, Bigfoot29
@Ubunutuman
Hilft dir jetzt wahrscheinlich nicht direkt weiter, aber evtl. anderen Lesern:
Bei der Installation von Ubuntu empfiehlt es sich zumindest für /home eine eigene Partition anzulegen. Das heißt sämtliche Benutzerdaten sind vom restlichen System getrennt.
Dies hat den Vorteil, dass bei einer neuen Version von Ubuntu diese nicht per Update eingespielt werden muss, sondern man eine (auch schnellere) Neuinstallation vornehmen kann, aber gleichzeitig sämtliche Nutzerdaten inkl. aller Einstellungen für Programme erhalten bleiben!
Der Aufwand hierfür hält sich sehr in Grenzen (ca. 10-15 Mausklicks). Näheres gibt es hier:
http://wiki.ubuntuusers.de/Partitionierung#home
http://wiki.ubuntuusers.de/Manuelle_Partitionierung#Logische-Partition-home-erstellen
(bei letzterem am besten den gesamten Artikel lesen)
Sofern man nicht auch noch zusätzlich die nachträglich installierten Programme ausgelagert hat, muss man zwar diese nach der Neuinstallation erneut installieren. Dies geht aber dank des SoftwareCenters schnell von der Hand (natürlich kann man auch, wenn man die Paketnamen weiß, einfach eine Liste machen, wie beispielsweise "sudo apt-get install gimp cheese [alle weiteren benötigten Paketnamen]").
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