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Komische Sache, das

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  1. Komische Sache, das

    Autor Goor0 11.10.12 - 15:54

    Ich kann ein Linux herunterladen und installieren. Ich kann über den Bugtracker Fehler melden und Wünsche benennen. Ich kann Geld spenden für die Distro oder ein bestimmtes Projekt.

    Nur hat das dreies wenig miteinander zu tun. Wer Geld spenden möchte oder einen Wunsch äußern, der wartet damit doch nicht, bis er gerade mal eine Distro herunterladen muß. Was soll also diese gekünstelte Verbindung? Wenn man schon den "Wert" eines einzelnen Downloads in Dollar beziffern soll, dann sieht das doch arg danach aus, als ob hier irgendwer das Prinzip der Freien Software grundsätzlich nicht begriffen hat. Nunja, mir war von Anfang an unklar, warum man Debian kopiert und Ubuntu baut, anstatt einfach an Debian mitzuwirken. Das wird wohl auch nicht mehr klarer werden.

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  2. Re: Komische Sache, das

    Autor berritorre 11.10.12 - 16:53

    Ich kann dir aus Erfahrung mit einem anderen OpenSource-Projekt sagen, dass man die Leute schon mal erinnern muss.

    Leider wird das spenden gerne mal "vergessen". Dezente oder manchmal auch nicht so dezente Hinweise helfen dann bei dem ein oder anderen. Wenn das Projekt aber nicht aktiv nach Spenden "bettelt", dann kommt da auch nichts.

    Das Projekt wir z.B. sehr häufig von Universitäten genutzt und spart denen gut und gerne 5000+ Dollars pro Jahr, je nach Nutzungsvolumen.

    Trotzdem kommt von da so gut wie nichts, was eigentlich sehr schade ist. Zur Zeit läuft z.B. ein "Spenden-Marathon" aber die ausgerufenen 50.000 Dollar wurden schon auf 25.000 runtergedampft und es ist immer noch recht zäh. Aber dann gibt es da auch Firmen die 500 oder 1000 Dollar spenden. Sind halt nur viel zu wenigen und die hätten das ziemlich sicher auch nciht gemacht, wenn diese Aktion nicht wäre.

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  3. Re: Komische Sache, das

    Autor spiderbit 11.10.12 - 20:32

    naja wie hätte das jetzt z.b. aussehen sollen wenn man innerhalb von debian ein halbjahres release machen will als beispiel, weil man das für was gutes hält... da das für viele Desktops die bessere alternative ist, als entweder gar kein releaseprozess (auf unstable bleiben) oder einen der sehr sehr lange ist und die vorteile von den neueren Verbesserungen nicht bei den Leuten an kommen.

    Ich verstehe ein wenig die Kritik an Ubuntu das sie oft sehr wenig Community-orientiert und Upstream denken, ich kritisiere Ubuntu auch, gerade der doppelte harte Schnitt durch zusätzlich zum umstrittenen Gnome-shell auch noch ein noch umstritteteneren 2. noch härteren Switch zu machen, in dem man die im noch viel früheren Entwicklungsstatus damals bei der ersten Unity version statt des damals ausgereifteteren Gnome3/shell mit zu liefern. Und auch jetzt keinen ordnetlichen zusätzlichen Support für gnome3/shell an zu bieten so das man für einen halbwegs ordentlichen gnome-shell support auch noch ein ppa installieren muss...

    Aber zu dem Punkt an sich halte ich das für sinnvoll, denn es ist oft so, das Leute auch bei Opensource oder Freesoftware sich tierisch aufregen weil an irgend einer stelle sich zu wenig ändert. Auch wenn theoretisch jeder Hand an legen könnte, was gerade bei kleineren Sachen sicher auch oft zu wenig genutzt wird. Aber dann kann man wenn einen was auf regt man konkret sagen das ists, und hier ists geld, bitte ändert da was. Denn das Opensource-entwickler in dieser Kack welt die die Menschenrechte nicht umgesetzt hat (nicht mal im "Western") also wo es kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, müssen die Leute geld verdienen und dann ists doch auch legitimer zu goschen wenn man geld her gegeben hat und sich DANN nix ändert. So wie es jetzt ist müssen sich entwickler auch gegosche an hören, keiner sagt dann aber wo her deren Geld kommen soll um die Zeit und Muse zu haben das um zu setzen.

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  4. Re: Komische Sache, das

    Autor Sharra 12.10.12 - 09:07

    Dieser Spendenaufruf richtet sich an den 0815-User.
    Der lädt sich eine Distri runter und nutzt sie. Gespendet wird da nicht.
    Genausowenig nutzen Normaluser Bugtracker zum Melden von Bugs, und sie machen auch keine Vorschläge. Was nicht drin ist, ist eben nicht. Es wird viellleicht drüber geheult, aber man teilt es dem Hersteller nicht mit.

    Und Ubuntu hat das System der freien Software meiner Meinung nach besser begriffen als z.B. Debian.
    Während Debian sich über irgendwelche Icons aufregt, und dann kurzerhand die Software forked, hat Ubuntu verstanden, dass es den meisten Endkunden sowas von egal ist, ob auch closed Source Software vorhanden ist.
    Und Ubuntu ist auch nach diesem Spendenaufruf immer noch free2use.

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  5. Re: Komische Sache, das

    Autor Thaodan 12.10.12 - 11:59

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Ubuntu hat das System der freien Software meiner Meinung nach besser
    > begriffen als z.B. Debian.
    Eher das System des Schnorren und des inkompatibel machen (siehe die Beteiligung von Ubuntu am Upstream und Unity Webapi)
    > Während Debian sich über irgendwelche Icons aufregt, und dann kurzerhand
    > die Software forked, hat Ubuntu verstanden, dass es den meisten Endkunden
    > sowas von egal ist, ob auch closed Source Software vorhanden ist.
    > Und Ubuntu ist auch nach diesem Spendenaufruf immer noch free2use.
    Es ging um "unfreien" Icons im Firefox Paket und mit diesen mit Firefox in der Unfree Repo. Außerdem Ging es darum:
    "Darüber hinaus hatte Debian die Befürchtung, die Prüfungen durch Mozilla würden Veröffentlichungen und Sicherheitspatches unangemessen verzögern.[2] Die Änderungen von Debian, die nicht debianspezifisch sind, werden den ursprünglichen Entwicklern (hier: Mozilla) sofort gegeben."

    Und das Debian alte Firefox Versionen mit Sicherheits-Updates versorgt statt, neue Versionen auszuliefern.

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

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  6. Re: Komische Sache, das

    Autor Goor0 12.10.12 - 14:42

    Sharra schrieb:
    > Dieser Spendenaufruf richtet sich an den 0815-User.
    > Der lädt sich eine Distri runter und nutzt sie. Gespendet wird da nicht.

    Woher willst du das wissen? Aber angenommen, dem wäre so, würde er dann spenden, wenn er so eine "Hinweis"-Seite vor den Latz bekommt? Sowas vergrault eher noch diejenigen Nutzer, die neben free2use auch noch Wert auf Freiheit legen.

    > Genausowenig nutzen Normaluser Bugtracker zum Melden von Bugs, und sie
    > machen auch keine Vorschläge. Was nicht drin ist, ist eben nicht. Es wird
    > viellleicht drüber geheult, aber man teilt es dem Hersteller nicht mit.

    Das ist nun definitiv Unfug, siehe bugs.debian.org und launchpad oder wie das gleich nochmal bei Ubuntu heißt. Da wird jede Kleinigkeit gemeldet, und das von vielen verschiedenen Benutzern. Zudem ist eine präzise Bug- oder Wishlist-Meldung für die Distro wesentlich mehr wert als eine 5$-Stimme für "Ich hätte gern einen aufregenderen Desktop".

    [...]
    > Und Ubuntu ist auch nach diesem Spendenaufruf immer noch free2use.

    Wem das reicht, der wird sich aber nicht unbedingt ein Linux antun. Die meiste kostenlos erhältliche Software läuft auch bestens auf dem vorinstallierten Windows.

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  7. Re: Komische Sache, das

    Autor __destruct() 12.10.12 - 18:06

    Blöd nur, wenn Rechner ohne Windows verkauft werden und die Leute kapieren, dass sie viel dafür zahlen und es auch ohne geht.

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