... bis Ubuntu 11.04 hab ich mich immer auf eine neue Version gefreut. Jetzt finde ich es langsam immer gruseliger.
Also sind die neuen Ansätze wirklich so viel besser und wir sind einfach zu doof bzw. zu bequem uns umzugewöhnen oder was meint ihr?
Ubuntu sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sie hatten alles - eine beliebte nummer eins Distro, eine breite Nutzerbasis und beste Aussichten, Linux für den Desktopbereich attraktiver zu machen.
Dann kam der Punkt, an dem der reiche Herr das Projekt auf eigenen Beinen stehen sehen wollte und es ging bergab. Das default Aussehen der Distribution wurde erst kühler, dann *hust* nennen wir es mal feminin. Dann wurde langsam an Kommerzialisierung gearbeitet mit dem Umbau des Software Centers. An sich keine schlechte Sache, Linux auch kommerziell interessanter zu machen, aber andererseits befürchte ich dahinter potenzielle Gier und Datensammelei als Perspektive, wie sie uns schon genug verpestet.
Zuletzt sind sie gänzlich durchgedreht und versuchen, sich von anderen Distributionen abzuheben. Unity war für mich letzlich der Punkt, ab dem ich nicht mal mehr einen Blick auf Ubuntu geworfen habe. Gut, man liest noch news hier und da, aber die Distribution ist für mich gestorben. Generell ist ziemlich Chaos in der Linuxwelt zur Zeit, dank Gnome 3, Unity, der neuen Kernelnummerierung und.. darunter leidet in meinen Augen die Qualität und stabilität der Distributionen allgemein. Ich wüsste im Moment keine, die ich wirklich toll finden könnte. Und ich bin Linuxfreund und schaue oft nach Alternativen. Ich für meinen Teil warte ersteinmal ab, bis die Lage sich beruhigt hat und alles wieder nachvollziehbare Wege geht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.12 00:17 durch C00kie.
C00kie schrieb:
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> Ich wüsste im Moment keine,
> die ich wirklich toll finden könnte. Und ich bin Linuxfreund und schaue oft
> nach Alternativen.
Was ist mit Linux Mint, Fedora und OpenSUSE?
Was stimmt mit ihnen nicht?
SSD schrieb:
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> C00kie schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Ich wüsste im Moment keine,
> > die ich wirklich toll finden könnte. Und ich bin Linuxfreund und schaue
> oft
> > nach Alternativen.
> Was ist mit Linux Mint, Fedora und OpenSUSE?
> Was stimmt mit ihnen nicht?
Aaaalso. OpenSUSE ist eine hübsche, konservative Distribution und entspricht meinen Vorstellungen eines professionellen, funktionierenden Betriebssystems noch am Ehesten. Leider ist SuSE aber auch -im Vergleich- recht langsam und aufgebläht. Sicher, man muss nicht alles mitinstallieren. Aber dann sind da noch YAST, das man entweder lieben oder hassen kann und die Tatsache, dass ich schon immer ein APT user war, und RPM meiden möchte. SuSE geht in Sachen Konfigurationsdateien oft etwas eigenere, nicht ganz dem Standard entsprechende Wege und die Microsoft-Kooperation hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, auch wenn sie in der Realität vielleicht nicht so wild ist. Außerdem hat OpenSuSE schon immer Schwierigkeiten bei der Erkennung meiner Notebookhardware gehabt und mündete in mehr Frickelei, als mir lieb war.
Die Sache mit RPM ist eigentlich der Hauptgrund dafür, dass ich Fedora meide. Aber -obwohl innovativ und angeblich besonders sicher- empfinde ich den Ruf von Fedora eher als Experimentier-Labor für RedHat. Ich steh nicht so auf Experimente und bevorzuge da eher konservative, stabile Systeme, die keinen all zu großen Änderungen unterworfen werden. Fedora hatte - ich muss aber zugeben, die Version ist schon älter gewesen - die längste Bootzeit von allen auf meinem Notebook und ganz banal gesagt, ein kaltes, unsympathisches Artwork. Gerade für den mobilen Einsatz brauche ich ein OS, das out of the box läuft, keiner großen Anpassungsorgien bedarf und weder veraltet, noch langsam oder unsicher ist. Bugs durch zu neue, zu wenig getestete Software sind dabei auch wieder ein Minuspunkt.
Linux Mint habe ich mir bewusst für den Schluss aufgehoben.. Ich habe Linux Mint GELIEBT. Zumindest Version 8 und 9 als community edition mit KDE.
Die Jungs wissen, worauf es ankommt, aber lange Zeit war KDE bei denen ganz unten auf der Liste, dabei war gerade diese Kombination ein potenzieller Windows-Killer. Jetzt gibt es endlich wieder einen RC mit KDE, aber das nutzt wenig, wenn der Unterbau unter dem totalen Chaos leidet. Ich finde, genau das ist im Moment der Fall. Sie hatten alles wunderbar im Griff, als sie noch eine einheitliche Version auf Basis von Ubuntu hatten. Dann wurde Linux Mint aber wie ein Kuchen zerteilt in die Debian Edition, potenziell keine schlechte Idee, aber nun gibt es mindestens doppelt so viel Arbeit bei der Pflege und den Tests. Dann der Wechsel zu Gnome 3 mit Bastelplugins, das Ganze sieht aus wie Frankenstein's kleiner Zeh. Und damit waren sie verständlicherweise auch nicht glücklich, also wird mit Cinnamon jetzt fleißig geforkt. Sie müssen also ihren eigenen Desktop weiterentwickeln, den Ubuntu-Zweig pflegen, den Debian-Zweig pflegen und dann auch dafür sorgen, dass all ihre kleinen - nützlichen - Verbesserungen und Applikationen in allen Versionen funktionieren. Bitte. Ich bin mir absolut sicher, das ist viel zu viel Aufwand, als dass darunter nicht die gesamte Stabilität mächtig leidet. Cinnamon ist Bastlerware, der momentane Gnome 3 mit Plugins auch. KDE wird nun von einem anderen Team implementiert und ist auch unreif. Die Debian Edition ist auch nicht völlig durchgezogen. Der Ubuntu-Basis trau ich nicht mehr. Also... ist die Sache für mich erstmal gestorben und ich nutze momentan nur Windows, auch wenn ich gerne eine Alternative hätte. Ein Augapfel ruht derzeit auf PC-BSD, aber ich denke nicht, dass ich damit glücklich würde. Testen werd ichs aber.
Sorry für die vielleicht zu ausführliche Antwort :)
Übrigens habe ich auf dem notebook immernoch das alte Mint 9 mit KDE laufen, weil es ein longterm release war. Ich hab ja die Hoffnung, dass die Lage sich bald beruhigt und alles wieder etwas einheitlicher wird.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.12 12:04 durch C00kie.
C00kie schrieb:
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> SSD schrieb:
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> > C00kie schrieb:
> >
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> > > Ich wüsste im Moment keine,
> > > die ich wirklich toll finden könnte. Und ich bin Linuxfreund und
> schaue
> > oft
> > > nach Alternativen.
> > Was ist mit Linux Mint, Fedora und OpenSUSE?
> > Was stimmt mit ihnen nicht?
>
> Aaaalso. OpenSUSE ist eine hübsche, konservative Distribution und
> entspricht meinen Vorstellungen eines professionellen, funktionierenden
> Betriebssystems noch am Ehesten. Leider ist SuSE aber auch -im Vergleich-
> recht langsam und aufgebläht. Sicher, man muss nicht alles mitinstallieren.
> Aber dann sind da noch YAST, das man entweder lieben oder hassen kann und
> die Tatsache, dass ich schon immer ein APT user war, und RPM meiden möchte.
> SuSE geht in Sachen Konfigurationsdateien oft etwas eigenere, nicht ganz
> dem Standard entsprechende Wege und die Microsoft-Kooperation hinterlässt
> einen bitteren Nachgeschmack, auch wenn sie in der Realität vielleicht
> nicht so wild ist. Außerdem hat OpenSuSE schon immer Schwierigkeiten bei
> der Erkennung meiner Notebookhardware gehabt und mündete in mehr Frickelei,
> als mir lieb war.
>
> Die Sache mit RPM ist eigentlich der Hauptgrund dafür, dass ich Fedora
> meide. Aber -obwohl innovativ und angeblich besonders sicher- empfinde ich
> den Ruf von Fedora eher als Experimentier-Labor für RedHat. Ich steh nicht
> so auf Experimente und bevorzuge da eher konservative, stabile Systeme, die
> keinen all zu großen Änderungen unterworfen werden. Fedora hatte - ich muss
> aber zugeben, die Version ist schon älter gewesen - die längste Bootzeit
> von allen auf meinem Notebook und ganz banal gesagt, ein kaltes,
> unsympathisches Artwork. Gerade für den mobilen Einsatz brauche ich ein OS,
> das out of the box läuft, keiner großen Anpassungsorgien bedarf und weder
> veraltet, noch langsam oder unsicher ist. Bugs durch zu neue, zu wenig
> getestete Software sind dabei auch wieder ein Minuspunkt.
Ich halte es für ein Gerücht, dass Fedora so eine Art Experimentier-Labor für RedHat ist. Ich mag auch keine Experimente bei "stabilen" Distros und glaube aber wie gesagt, dass es sowas auch nicht gibt. Ich würde es "Vorreiter-Stellung" nennen.
Hatte noch nie Probleme mit Fedora und nur gute Erfahrungen und finde es fantastisch, dass die Fedora-Entwickler keine Resourcen mit der Anpassung der DE verschwenden (so wie OpenSUSe, Unity und Cinnamon zählen nicht, da eigene Oberfläche). Bin derzeit bei Ubuntu (10.10) und will nicht unbedingt auf den Unity-Zug aufspringen und überlege daher wirklich, auf Fedora umzusteigen.
Also wenn es damals wirklich so lange zum Booten brauchte, dann ist das auf heute auf jeden Fall viel besser. Bei mir ist das Booten bei Fedora 16 fast doppelt so schnell wie unter Ubuntu. Das haben wir Systemd zu verdanken, von dem ich wirklich ein großer Fan bin, denn es sorgt nicht nur für einen schnelleren Bootvorgang, sondern auch für eine einfachere und zentralere Systemverwaltung und auch eine Standardisierung der Linux-Distros.
nur um dich von Systemd zu überzeugen:
Was ist Systemd?
Fedora-Wiki zu Systemd
Warum noch ein Init-System?
praktische Einführung
die Vorteile von Systemd von mir kurz und prägnant zusammengefasst:
- Erkennung von "toten" Diensten mit anschließenden Neustart
- übersichtliche Dienste-Verwaltung
- "Start on Demand"-Prinzip: spart Speicher, Rechenlast und Startzeit
- einheitliche Schnittstelle zur STANDARDISIERUNG von Linux-Distributionen
(bietet einfache und einheitliche Lösung für häufige Problemfälle)
- integriert Cron zur zeitlichen Steuerung von Diensten
- einfache Konfiguration
Weißt du zum Beispiel, wie man unter den einzelnen Distributionen die grafische Oberfläche ausschält?
Nun, unter Systemd ist das ganz einfach und auf allen Systemen einheitlich:
"systemctl isolate multi-user.target"
Fertig.
(zurück kommt man dann wieder mit "systemctl isolate graphical.target")
Oder ein anderes Beispiel:
Man hat sich über die grafische Paketverwaltung einen SSH-Dienst installiert.
(Er wird automatisch beim Booten gestartet.)
Nach einiger Zeit benötigt man ihn nicht mehr und will ihn deaktivieren.
Jetzt wieder die Frage: Wie macht man das?
Auch hier ist man nicht auf die Dokumentation der eigenen Distribution angewiesen, sondern kann einfach so was schreiben:
"systemctl disable sshd.service"
Und das Problem ist Geschichte.
Auch ein wirklich guter Grund für Fedora ist Btrfs, das afaik schon mit dem nächsten Release (Fedora 17) kommen soll =)
Super toll finde ich auch, dass Fedora und Red Hat unheimlich viel für Linux und die Community tun, sehr bemerkenswert =)
Achja, das aktuelle Design finde ich sehr modern =)
> Linux Mint habe ich mir bewusst für den Schluss aufgehoben.. Ich habe Linux
> Mint GELIEBT. Zumindest Version 8 und 9 als community edition mit KDE.
> Die Jungs wissen, worauf es ankommt, aber lange Zeit war KDE bei denen ganz
> unten auf der Liste, dabei war gerade diese Kombination ein potenzieller
> Windows-Killer. Jetzt gibt es endlich wieder einen RC mit KDE, aber das
> nutzt wenig, wenn der Unterbau unter dem totalen Chaos leidet. Ich finde,
> genau das ist im Moment der Fall. Sie hatten alles wunderbar im Griff, als
> sie noch eine einheitliche Version auf Basis von Ubuntu hatten. Dann wurde
> Linux Mint aber wie ein Kuchen zerteilt in die Debian Edition, potenziell
> keine schlechte Idee, aber nun gibt es mindestens doppelt so viel Arbeit
> bei der Pflege und den Tests. Dann der Wechsel zu Gnome 3 mit
> Bastelplugins, das Ganze sieht aus wie Frankenstein's kleiner Zeh. Und
> damit waren sie verständlicherweise auch nicht glücklich, also wird mit
> Cinnamon jetzt fleißig geforkt. Sie müssen also ihren eigenen Desktop
> weiterentwickeln, den Ubuntu-Zweig pflegen, den Debian-Zweig pflegen und
> dann auch dafür sorgen, dass all ihre kleinen - nützlichen - Verbesserungen
> und Applikationen in allen Versionen funktionieren. Bitte. Ich bin mir
> absolut sicher, das ist viel zu viel Aufwand, als dass darunter nicht die
> gesamte Stabilität mächtig leidet. Cinnamon ist Bastlerware, der momentane
> Gnome 3 mit Plugins auch. KDE wird nun von einem anderen Team implementiert
> und ist auch unreif. Die Debian Edition ist auch nicht völlig durchgezogen.
> Der Ubuntu-Basis trau ich nicht mehr. Also... ist die Sache für mich
> erstmal gestorben und ich nutze momentan nur Windows, auch wenn ich gerne
> eine Alternative hätte.
Ich denke, dass Linux Mint nur die Vorteile von Ubuntu übernimmt und man deshalb Linux Mint und Ubuntu auch nicht in einen Topf werfen kann. Was das Oberflächen-Chaos angeht, bin ich optimistisch, dass Linux Mint einen richtigen Weg geht, v.a. weil ja das Linux Mint-Team bis jetzt wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat, zumindest lese ich stark überwiegend positive Statements.
Was die Ressourcen betrifft, werden wir sehen, ob sich das wirklich negativ auf die Qualität auswirkt. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Linux Mint in letzter Zeit viele Fans gewonnen hat, die jetzt supporten.
> Sorry für die vielleicht zu ausführliche Antwort :)
Das interessiert mich eh, also np =)
Mich würd jetzt noch interessieren, was du an RPM so schlecht findest und ob du sonst noch besondere Anforderungen hast an ein OS.
SSD schrieb:
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> Ich denke, dass Linux Mint nur die Vorteile von Ubuntu übernimmt und man
> deshalb Linux Mint und Ubuntu auch nicht in einen Topf werfen kann. Was das
> Oberflächen-Chaos angeht, bin ich optimistisch, dass Linux Mint einen
> richtigen Weg geht, v.a. weil ja das Linux Mint-Team bis jetzt wirklich
> hervorragende Arbeit geleistet hat, zumindest lese ich stark überwiegend
> positive Statements.
> Was die Ressourcen betrifft, werden wir sehen, ob sich das wirklich negativ
> auf die Qualität auswirkt. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Linux
> Mint in letzter Zeit viele Fans gewonnen hat, die jetzt supporten.
> Mich würd jetzt noch interessieren, was du an RPM so schlecht findest und
> ob du sonst noch besondere Anforderungen hast an ein OS.
Von Systemd musst du mich nicht überzeugen, ich hab das schon mitbekommen, dass es eine tolle Sache ist. ;)
Btrfs ist auch sehr interessant, aber ich bin eher vorsichtig bei all zu frischen Neuerungen, gerade wenn sie so elementar sind. Vorerst bleibe ich wohl noch bei ext4, was Linux betrifft. Ich werd's aber definitiv im Auge behalten.
Ich habe vorhin Mint 12 mal in einer VM ausprobiert, um nochmal einen Blick auf Gnome 3 und Mint zusammen zu werfen... grausig. Mint war bis einschließlich Version 9 sehr robust und aufpoliert, 10 hatte zu Anfang noch einige nervige bugs, wurde dann aber auch vernünftig. Ich habe bei Mint 12 mit Gnome 3 gerade das Problem, dass viele deutsche Softwarequellen tot sind, egal welchen Mirror ich wähle. Ein Freund hat das selbe Problem. Das hätte es früher nicht gegeben. Ich hab da nun einen Denglisch-Frankenstein. ;D
Für mich ist das doch direkt schon mal ein Indiz dafür, dass ich gar nicht so falsch liege mit der Einschätzung, dass sie sich übernehmen.
Was RPM angeht, ich finde es nicht "schlecht", ich mag mich nur nicht umgewöhnen, ist eine reine Sympathie-Sache. Ich finde APT ist einfach die "gemütlichere" Paketverwaltung, kenne die Konfigurationsmöglichkeiten und Kommandos und mag die passenden Tools. Und im Zweifelsfall fährt man eben am besten mit den Dingen, mit denen man sich schon auskennt. :)
Meine Anforderungen an ein OS sind ziemlich hoch, und ich sage es gleich: keines der bestehenden Systeme erfüllt sie. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen.
Ich habe sowohl einen Windows 7 PC und bin mit Windoof seit Version 3.11 aufgewachsen, als auch ein Notebook mit dem Pinguin unter der Haube und ein Macbook mit einem mittlerweile etwas veralteten Leopard. Keine Lust, die alte Mühle auf Lion zu hiefen, zumal der Appstore unheimlich zum Geld verschwenden einlädt, das lass ich lieber gleich. *g*
Ich erwarte von einem OS, dass es schnell reagiert, sich selbst auf dem neuesten Stand hält und regelmäßig Sicherheitslücken beseitigt werden, es sollte über eine sehr gute Hardwareerkennung und -kompatibilität verfügen und möglichst out of the box laufen. Dabei sollte es noch gut aussehen, anpassbar sein, aber default schon mit einer sinnvollen Softwaresammlung bestückt sein, damit ich nicht erst alles zusammensuchen muss, was ich zum Arbeiten brauche. Im Grunde will ich es installieren, maximal 10 meiner Lieblingsprogramme nachinstallieren, das Wallpaper ändern und dann ein System haben, mit dem ich so zufrieden bin. Ubuntu 9.04 kam dieser Vorstellung am nächsten bis jetzt. Das war, bevor sie den Pfad des Bösen beschritten. xD
Dann muss meine proprietäre Software darauf laufen und es sollte gamingtauglich sein, ich bin nunmal eingefleischter Zocker, weshalb ich leidergottes so an Windows kleben muss.
Das OS sollte mich vor den Gefahren im Netz absichern und meine Daten für sich behalten und selbst nicht noch welche über mich sammeln.
An diesem Punkt hab ich keine Lust mehr zu grübeln - einfach gesagt: ich will ein perfektes System, das es nicht gibt. Anmachen, loslegen, sorglos sein. Leider muss man bei Windows immer mal den ganzen Datenmüll aufräumen, den der elende Installer nicht entfernt bei Deinstallationen, unnütze versteckte Konfigurationen von Programmen, die man nie wieder braucht. Und das Dateisystem zerhackstückelt alles wie ein wilder Fleischer auf Drogen, wenigstens taugt das Defrag-Tool seit Windows 7 auch etwas. Es sollte aber bei einem guten System gar nicht erst nötig sein. Man sollte auch nicht ressourcenfressende Sicherheitssoftware im Hintergrund laufen lassen müssen. Zumindest ist es keine Bastlerware. OS X ist mir zu neugierig und viel zu unsicher, die verlassen sich blind auf den unixoiden Kern und hinken derbe hinterher bei eigentlich standardisierten Sicherheitsmechanismen.
Das war ein langer Text. Redefluss Ende. :)
C00kie schrieb:
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> SSD schrieb:
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> > Ich denke, dass Linux Mint nur die Vorteile von Ubuntu übernimmt und man
> > deshalb Linux Mint und Ubuntu auch nicht in einen Topf werfen kann. Was
> das
> > Oberflächen-Chaos angeht, bin ich optimistisch, dass Linux Mint einen
> > richtigen Weg geht, v.a. weil ja das Linux Mint-Team bis jetzt wirklich
> > hervorragende Arbeit geleistet hat, zumindest lese ich stark überwiegend
> > positive Statements.
> > Was die Ressourcen betrifft, werden wir sehen, ob sich das wirklich
> negativ
> > auf die Qualität auswirkt. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Linux
> > Mint in letzter Zeit viele Fans gewonnen hat, die jetzt supporten.
>
> > Mich würd jetzt noch interessieren, was du an RPM so schlecht findest
> und
> > ob du sonst noch besondere Anforderungen hast an ein OS.
>
> Von Systemd musst du mich nicht überzeugen, ich hab das schon mitbekommen,
> dass es eine tolle Sache ist. ;)
> Btrfs ist auch sehr interessant, aber ich bin eher vorsichtig bei all zu
> frischen Neuerungen, gerade wenn sie so elementar sind. Vorerst bleibe ich
> wohl noch bei ext4, was Linux betrifft. Ich werd's aber definitiv im Auge
> behalten.
^^
> Ich habe vorhin Mint 12 mal in einer VM ausprobiert, um nochmal einen Blick
> auf Gnome 3 und Mint zusammen zu werfen... grausig. Mint war bis
> einschließlich Version 9 sehr robust und aufpoliert, 10 hatte zu Anfang
> noch einige nervige bugs, wurde dann aber auch vernünftig. Ich habe bei
> Mint 12 mit Gnome 3 gerade das Problem, dass viele deutsche Softwarequellen
> tot sind, egal welchen Mirror ich wähle. Ein Freund hat das selbe Problem.
> Das hätte es früher nicht gegeben. Ich hab da nun einen
> Denglisch-Frankenstein. ;D
Das ist ärgerlich, aber wenn du den selben Fehler hattest wie ich, dann gibt es dafür schon längst einen Fix in den Systemupdates. Schon installiert?
> Was RPM angeht, ich finde es nicht "schlecht", ich mag mich nur nicht
> umgewöhnen, ist eine reine Sympathie-Sache. Ich finde APT ist einfach die
> "gemütlichere" Paketverwaltung, kenne die Konfigurationsmöglichkeiten und
> Kommandos und mag die passenden Tools. Und im Zweifelsfall fährt man eben
> am besten mit den Dingen, mit denen man sich schon auskennt. :)
Du nutzt also die Konsole zur Paketverwaltung?
Inwiefern ist APT gemütlicher?
Baust du etwa Pakete?
> Meine Anforderungen an ein OS sind ziemlich hoch, und ich sage es gleich:
> keines der bestehenden Systeme erfüllt sie. Sie haben alle ihre Stärken und
> Schwächen.
> Ich habe sowohl einen Windows 7 PC und bin mit Windoof seit Version 3.11
> aufgewachsen, als auch ein Notebook mit dem Pinguin unter der Haube und ein
> Macbook mit einem mittlerweile etwas veralteten Leopard. Keine Lust, die
> alte Mühle auf Lion zu hiefen, zumal der Appstore unheimlich zum Geld
> verschwenden einlädt, das lass ich lieber gleich. *g*
>
> Ich erwarte von einem OS, dass es schnell reagiert, sich selbst auf dem
> neuesten Stand hält und regelmäßig Sicherheitslücken beseitigt werden, es
> sollte über eine sehr gute Hardwareerkennung und -kompatibilität verfügen
> und möglichst out of the box laufen. Dabei sollte es noch gut aussehen,
> anpassbar sein, aber default schon mit einer sinnvollen Softwaresammlung
> bestückt sein, damit ich nicht erst alles zusammensuchen muss, was ich zum
> Arbeiten brauche. Im Grunde will ich es installieren, maximal 10 meiner
> Lieblingsprogramme nachinstallieren, das Wallpaper ändern und dann ein
> System haben, mit dem ich so zufrieden bin.
Welch ein Zufall - mir sind die selben Sachen wichtig bei einer Distro :D
> Dann muss meine proprietäre Software darauf laufen und es sollte
> gamingtauglich sein, ich bin nunmal eingefleischter Zocker, weshalb ich
> leidergottes so an Windows kleben muss.
Ich brauche auch proprietäre Software (für Windows; die meinst du doch, oder?) und bin auch Zocker. Das hält mich aber nicht davon ab, Linux zu benützen =)
Windows-only Sachen lass ich in der VM laufen (und wenn man die Snapshot-Funktion geschickt einsetzt, dann braucht man nicht einmal eine Lizenz) und bzgl. Spiele reicht mir das vorhandene Angebot an Spielen für Linux.
Hast du dir schon einmal die zwei angeschaut?
Heroes Of Newerth
Oil Rush
> Das OS sollte mich vor den Gefahren im Netz absichern und meine Daten für
> sich behalten und selbst nicht noch welche über mich sammeln.
Transparenz und Kontrolle finde ich auch sehr wichtig.
> An diesem Punkt hab ich keine Lust mehr zu grübeln - einfach gesagt: ich
> will ein perfektes System, das es nicht gibt. Anmachen, loslegen, sorglos
> sein. Leider muss man bei Windows immer mal den ganzen Datenmüll aufräumen,
> den der elende Installer nicht entfernt bei Deinstallationen, unnütze
> versteckte Konfigurationen von Programmen, die man nie wieder braucht. Und
> das Dateisystem zerhackstückelt alles wie ein wilder Fleischer auf Drogen,
> wenigstens taugt das Defrag-Tool seit Windows 7 auch etwas. Es sollte aber
> bei einem guten System gar nicht erst nötig sein. Man sollte auch nicht
> ressourcenfressende Sicherheitssoftware im Hintergrund laufen lassen
> müssen. Zumindest ist es keine Bastlerware. OS X ist mir zu neugierig und
> viel zu unsicher, die verlassen sich blind auf den unixoiden Kern und
> hinken derbe hinterher bei eigentlich standardisierten
> Sicherheitsmechanismen.
>
> Das war ein langer Text. Redefluss Ende. :)
Also ich wüsste jetzt nicht, was an RPM nicht so komfortabel sein soll bzw. welche Funktionen fehlen im Vergleich zu DEB.
Es sieht auch mir für mich so aus, als ob RPM einfach DAS Linux-Paketformat ist - das verbreiteste unter den Paketformaten. Zudem ist es Teil der Linux Standard Base.
Zuletzt will ich noch anfügen, dass ich es nicht nur für eine persönliche Entscheidung halte, Linux zu benutzen oder nicht, denn jeder zusätzliche Linux-Nutzer erhöht die Unabhängigkeit vom Platzhirsch Windows und die allgemeine Freiheit.
Findest du das auch wichtig?
Beim besten Willen reichen mir die OSS Spielchen nicht aus, ich zocke seit ich 8 war und hänge viel zu sehr an diesem Hobby. Im Moment Battlefield 3 und Tribes Ascend, mein Steam Account hat auch noch einiges auf Lager und fast nichts davon läuft unter Wine. (Ich hab noch einen ganzen Schrank voll mit Games ;) )
Für mich ist es sehr wohl eine persönliche Entscheidung, welches OS ich nutze, bin ich doch selbst nur ein Verbraucher und Endkunde, wenn man es so betrachtet. Aus "Mitleid" werde ich sicher nichts nutzen, das mir im Alltag nicht bietet, was ich brauche. Ich bin ein großer Linuxfreund, aber im Moment ist halt Chaos angesagt. Ich bleibe mit einem Auge immer dabei und wenn die Lage sich beruhigt hat, bin ich auch wieder User.
Die professionellen proprietären Anwendungen, die ich nutze laufen leider nur teilweise bis gar nicht unter Wine, weshalb ich bei kreativen Tätigkeiten auch eher eingeschränkt wäre. Ardour und Hydrogen und co hab ich mir schon genauer angeschaut, aber glaub mir, für genug Geld bekommt man noch viel mehr, auch wenn die freien Tools schon sehr gute Einstiegsmöglichkeiten bieten. Nur.. ich bin schon eine Ecke weiter damit und seit 7 Jahren mit der Software eingearbeitet, da wechsel ich ganz sicher nicht. :)
Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen - die allgemeine Freiheit ist mir schon wichtig, aber ich bin kein Missionar. Es ist eben auch Freiheit, seine Mittel wählen zu können. Um zum Ursprung des Threads den Bogen zu spannen: Ubuntu hatte eine unheimlich gute Chance, und sie verbockt. Hoffen wir, es hat ein anderer Distributor daraus gelernt und liefert etwas neues, solides ab.
Lass dir ruhig Zeit beim Posten oder verschiebe es, denn du hast da nicht ganz vollständig geantwortet =S
Komplett weggelassen hast du z.B. du Sache mit APT und dem Mint 12 Fix.
C00kie schrieb:
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> Beim besten Willen reichen mir die OSS Spielchen nicht aus, ich zocke seit
> ich 8 war und hänge viel zu sehr an diesem Hobby. Im Moment Battlefield 3
> und Tribes Ascend, mein Steam Account hat auch noch einiges auf Lager und
> fast nichts davon läuft unter Wine. (Ich hab noch einen ganzen Schrank voll
> mit Games ;) )
Wer redet denn von OSS-Spielen?
(siehe z.B. Links)
> Für mich ist es sehr wohl eine persönliche Entscheidung, welches OS ich
> nutze, bin ich doch selbst nur ein Verbraucher und Endkunde, wenn man es so
> betrachtet. Aus "Mitleid" werde ich sicher nichts nutzen, das mir im Alltag
> nicht bietet, was ich brauche. Ich bin ein großer Linuxfreund, aber im
> Moment ist halt Chaos angesagt. Ich bleibe mit einem Auge immer dabei und
> wenn die Lage sich beruhigt hat, bin ich auch wieder User.
Klar ist es auch eine persönliche Entscheidung, aber eben nicht nur.
Da das wie so vieles halt eine Gradwanderung ist, kann ich dazu auch nicht viel sagen (zusätzlich).
> Die professionellen proprietären Anwendungen, die ich nutze laufen leider
> nur teilweise bis gar nicht unter Wine, weshalb ich bei kreativen
> Tätigkeiten auch eher eingeschränkt wäre. Ardour und Hydrogen und co hab
> ich mir schon genauer angeschaut, aber glaub mir, für genug Geld bekommt
> man noch viel mehr, auch wenn die freien Tools schon sehr gute
> Einstiegsmöglichkeiten bieten. Nur.. ich bin schon eine Ecke weiter damit
> und seit 7 Jahren mit der Software eingearbeitet, da wechsel ich ganz
> sicher nicht. :)
Kann ich verstehen.
> Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen - die allgemeine Freiheit ist
> mir schon wichtig, aber ich bin kein Missionar. Es ist eben auch Freiheit,
> seine Mittel wählen zu können. Um zum Ursprung des Threads den Bogen zu
> spannen: Ubuntu hatte eine unheimlich gute Chance, und sie verbockt. Hoffen
> wir, es hat ein anderer Distributor daraus gelernt und liefert etwas neues,
> solides ab.
Wer will denn schon "der Missionar" sein (auch wenn in jedem von uns ein kleiner Missionar steckt)? :D
Erstere Aussage allein finde ich auf jeden Fall schon super.
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