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Angebliches Profisystem am Ende?

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  1. Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor macuser 17.12.09 - 11:56

    Vor lauter buntem OS-Gefrickle und Marketing-Hype baut Apple OSX immer weiter zum Lifestyleprodukt um. Nicht nur VLC steht vor dem Aus, auch andere Opensourcesystem sind beim Mac Steifkinder, Angefangen von OpenOffice, GIMP. Thunderbird weiter über VLC bis hin zur Installation z.B. von Bibliotheken, wie lxml sieht es ohne ein paar Einzelkämpfer grottenschlecht aus. Wer es gewagt hat, einen sauteuren G5 Quad PPC-Computer zu kaufen, steht nach drei Jahren, was die OS-Unterstützung angeht, bereits im Regen. Und je weniger Hardware Apple selbst unterstützt, desto weniger Softwrehersteller sehen dor zu recht noch einen Markt, Das mitgelieferte Entwicklungssystem rund um ObjectiveC ist zwar gut aber eine Insellösung. Da der gcc aber mit dabei ist, wäre es für Apple ein leichtes, andere Softwarehersteller und Open Software besser zu unterstützen. Die wollen halt nicht. und weshalb sollten dann z.B Adobe, Oracle und andere auf OSX setzen. Für das WebKit hält Apple Entwicklerzeiten vor. Ansonsten kreist alles um die eigenen Applikationen.

    Mit Linux wäre das nicht passiert. Und bevor jemand meint es ginge um irgendwelche Neidgeschichten, mein erster Apple-Rechner was ein Apple ][+ aus 1979. IMHO ist Steve Jobs gerade dabei, den Computerteil von Apple erneut erfolgreich zu versenken. Selbst die Updates für die neuen Intel.Prozessoren geschehen im Pro-Bereich äußerst schleppend. Zwischenzeitlich gab es einen iMac, der schneller war, als eine entsprechende Pro-Kiste von den X-Servern ganz zu schweigen.

    Apple ist aus Marketinggründen dabei, die guten Ingenieursleistungen in Frage zu stellen. Da waren es halt für das Rückgrat der Firmenanwendungen nur noch zwei, Linux und Windows. Und Macs werden wohl aweiter uf den Schreibtisch von Lifstylefirmen optisch gut aussehen.

    Linux ist in der Zwischenzeit so einfach geworden, dass man ruhig darauf umstellen kann und z.B. alte Applehardware noch jahrelang auftragen kann, ohne Produktivität einzubüsen.
    Für mich ist OS X nur noch zweite Wahl.

  2. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor 2323--- 17.12.09 - 12:12

    Dabei sollte das unixartige MacOSX sich doch eher für eine Portierung von Linux-Entwicklungen eignen als Windows.

    In der Praxis gibt es viele OSS-Projekte für Win, der Mac-User bekommt es zwar auch, nur nicht vernünftig und ist trotzdem immernoch immer der Uhu.

  3. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor bernstein 17.12.09 - 12:44

    also ich weiss nicht was ihr habt.... bin erst seit wenigen jahren mac user und ich seh das problem echt nicht.

    JEDE (!!!!!!!) software die auf linux läuft und nicht kernel interfaces benutzt (also ohne änderungen am source auch auf bsd, solaris, etc. läuft) läuft auch unter os x. nur dann halt als x-window und nicht als cocoa anwendung.

    und für alle die jetzt monieren: selbst so lässt sich mit den apps unter os x besser arbeiten als unter gnome/kde.

  4. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor mrgrieves 17.12.09 - 12:44

    Nun mal ernsthaft. Was hat der OSX-Hersteller mit dem Support von Open-Source zu tun? Gerade deine Beispiele deuten eher auf etwas anderes hin. OpenOffice wird im Mac-Bereich doch gar nicht mehr grossartig benutzt, da es einen bessern Port gibt - NeoOffice. Gimp und Openoffice bauen noch immer auf X11 und das hatte schon auf dem Mac seit langen keine Zukunft, weil es noch nie richtig gepasst hat und nur eine Übergangslösung war. Gimp für den Windows muss auch was anderes verwenden. Was du bei Firefox und Thunderbird bemängelst, weiss ich nicht wirklich...
    Und wenn man wirklich darüber richten will, was es an Programmen gibt, sollte man die ausschliesslich Mac-Programme da auch in die Betrachtung mit einfliessen lassen. Ich dachte zuerst auch, das ich unter Mac am Besten Filezilla benutze, da ich es auch auf dem Rechner in der Arbeit habe. Aber dann hab ich mich umgeguckt und mal die Mac-Lösungen ausprobiert und mir gingen die Augen über, welche Freeware-Perlen es doch da gibt. Ich habe mir einige Jahre das Leben viel zu schwer gemacht.
    Zu Linux im Desktopbereich sage ich nur, das es, solange es läuft inzwischen wirklich schon sehr gut ist, aber wenn es mal nicht läuft... Ich sehe Linux lieber immer noch da, wo ich es auch in der Firma einsetze: Nämlich auf Servern. Da gibts auch nichts bessers für den Zweck, wo wir es verwenden.

  5. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor ldap 17.12.09 - 13:06

    Rein aus eigenem Interesse:

    Welche alternativen zu Filezilla benutzt du denn? Cyberduck oder andere?

    gruß

  6. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor mrgrieves 17.12.09 - 13:14

    Bisher hab ich ich Cyberduck und davor RBrowser benutzt.
    Inzwischen bin ich komplett auf Transmit 3 geschwenkt, wegen der netten Einbindung ins System und an andere Dienste. Gabs mal kostenlos eine Version in einem Heft. Allerdings muss ich zugeben, das ich dafür sogar gezahlt hätte, wenn ich gewusst hätte, wie gut es ist.

  7. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor macuser 17.12.09 - 13:30

    > Gimp und Openoffice bauen noch
    > immer auf X11 und das hatte schon auf dem Mac seit langen keine Zukunft,
    > weil es noch nie richtig gepasst hat und nur eine Übergangslösung war. Gimp
    > für den Windows muss auch was anderes verwenden. Was du bei Firefox und
    > Thunderbird bemängelst, weiss ich nicht wirklich...
    Das wird dein Problem sein, das du nichts wirklich weißt. Openoffice baut auf X11 auf? Welches freie Appletool soll es mit Gimp aufnehmen und was glaubst du wieviel in deinem Appleordner "/usr/" Open Software ist. Dir als Profi brauche ich ja nicht erzählen, dass man den Order im Finder im Menü "Gehezu" eingeben kann.

    Und wenn du ein Terminal aufmachst kannst du ja mal "top" eingeben oder "man diff" oder "vi", dann weißt du, was unter der Haube deines Rechners läuft. Und dann kannst du zu deinem Linuxkollegen gehen und genau die gleichen Befehle eingeben. Soviel zu deiner Linuxexpertise.

  8. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor ldap 17.12.09 - 14:15

    Dankeschön (:

  9. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor mrgrieves 17.12.09 - 14:18

    Und was hat das alles mit meiner Aussage zu tun? Ich weiss was für ein Unterbau OSX hat und das Terminal kenne ich auch mehr als gut genug. Was das Ganze mit OpenOffice und Gimp zu tun hat, weiss ich allersdings nicht.
    Und ich sage ja nichts gegen OpenSource, sondern gewisse Anwendungen, die halt alte Wege gehen.
    Da du ja auch alles weisst, kannst du ja mal Google benutzen um dir andere Grafikprogramme rauszusuchen. Damit findet man eine Menge und sogar ein paar, die sogar echte Druckvorstufe beherrschen...

  10. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor mrgrieves 17.12.09 - 14:20

    Gern geschehen. Guck dir Transmit mal an, es lohnt sich wirklich. Das einzige Blöde ist das Icon dazu... man hab ich am Anfang immer gesucht...

  11. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor Inquisitor 17.12.09 - 17:17

    > Nämlich auf Servern. Da gibts auch nichts bessers für den Zweck, wo wir es verwenden.
    Falsch ich sag nur BSD ;)

  12. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor Unix-Fetteran 17.12.09 - 18:44

    macuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor lauter buntem OS-Gefrickle und Marketing-Hype baut Apple OSX immer
    > weiter zum Lifestyleprodukt um. Nicht nur VLC steht vor dem Aus, auch

    Du leitest damit ein, alles an OS X als buntes Gefrickel zu bezeichnen und kritisierst dann gleich im nächsten Satz das Aus eins Lifestyle-Programms schlechthin: das eines Videoplayers (VLC).

    > andere Opensourcesystem sind beim Mac Steifkinder, Angefangen von
    > OpenOffice, GIMP. Thunderbird

    Sehe hier keine Probleme, Gimp und Thunderbird funktionieren doch für alle die es denn unbedingt brauchen. OpenOffice hat schlechte Karten auf dem Mac: Microsoft Office und iWork liegen hier klar vorn. iWork überholt derzeit gerade MS Office. Die Leute geben gerne Geld dafür aus, anstatt ein kostenloses Office zu verwenden. Muss wohl was dran sein ...

    > weiter über VLC bis hin zur Installation z.B.
    > von Bibliotheken, wie lxml

    Lässt sich durch Eingabe einer einzigen Zeile im Terminal herunterladen, konfigurieren, kompilieren und installieren: sudo port install py26-lxml. Da du ja Profi bist, brauch ich dir von MacPorts ja nichts erzählen ...

    > sieht es ohne ein paar Einzelkämpfer
    > grottenschlecht aus. Wer es gewagt hat, einen sauteuren G5 Quad
    > PPC-Computer zu kaufen, steht nach drei Jahren, was die OS-Unterstützung
    > angeht, bereits im Regen.

    Daher weht der Wind. Das tut mir natürlich leid um dich, aber mir persönlich ist dein hartes Schicksal egal. ich halte es für den richtigen Schritt, alte Zöpfe frühzeitig abzuschneiden.

    > Und je weniger Hardware Apple selbst unterstützt,
    > desto weniger Softwrehersteller sehen dor zu recht noch einen Markt, Das

    Du hast Unrecht: gerade in letzter Zeit ist ein spürbarer Boom zu bemerken was OS X Software angeht. Allerdings leider nur im kommerziellen Bereich, denn entgegen anderen Plattformen, gibt es auf dem Mac ein sehr gesundes Shareware-Ökosystem, dass es selbst kleinsten Entwicklerstudios erlaubt ein mehr als gutes Auskommen zu haben. Wer für Mac entwickelt und Geld verdienen will muss sich nicht ins Räderwerk gesichtsloser Multys begeben.

    > mitgelieferte Entwicklungssystem rund um ObjectiveC ist zwar gut aber eine
    > Insellösung. Da der gcc aber mit dabei ist, wäre es für Apple ein

    Das gleiche könnte man auch von .NET, WPF und ASP sagen. Ähnlich sieht es bei KDE aus. Aber mal unter uns: Qt beispielsweise funktioniert einwandfrei unter OS X. Den Programmen ist nicht anzumerken, dass sie auf ein Multiplatform-Framework aufbauen, wenn sie gut gemacht sind.

    > leichtes, andere Softwarehersteller und Open Software besser zu
    > unterstützen. Die wollen halt nicht. und weshalb sollten dann z.B Adobe,
    > Oracle und andere auf OSX setzen. Für das WebKit hält Apple
    > Entwicklerzeiten vor. Ansonsten kreist alles um die eigenen Applikationen.

    Das ist eine Lüge.

    Adobe unterstützt OS X wie bisher: Photoshop bekommt derzeit eine Objective-C-Kur verpasst, um es 64bit-fähig zu machen. Lightroom beispielsweise setzt komplett auf Cocoa und einen Mix aus Objective-C und C++.

    Oracles 11g wird auch demnächst in einer OS X 10.6 Version erscheinen. Das nicht alle Plattform-Version zur gleichen zeit erscheinen war in der Vergangenheit schon immer so und sollte einem Profi wie dir nicht fremd sein.

    > Mit Linux wäre das nicht passiert. Und bevor jemand meint es ginge um
    > irgendwelche Neidgeschichten, mein erster Apple-Rechner was ein Apple ][+
    > aus 1979. IMHO ist Steve Jobs gerade dabei, den Computerteil von Apple
    > erneut erfolgreich zu versenken. Selbst die Updates für die neuen

    Ach, meinst du.

    > Intel.Prozessoren geschehen im Pro-Bereich äußerst schleppend.
    > Zwischenzeitlich gab es einen iMac, der schneller war, als eine
    > entsprechende Pro-Kiste von den X-Servern ganz zu schweigen.

    Die Vergleiche und Tests, auf die du mit dieser Aussage wohl hinweisen möchtest, sind wie die meisten dieser Sorte absolut zweifelhaft. Aber das weiß ein Profi wie du natürlich.

    > Apple ist aus Marketinggründen dabei, die guten Ingenieursleistungen in
    > Frage zu stellen. Da waren es halt für das Rückgrat der Firmenanwendungen
    > nur noch zwei, Linux und Windows. Und Macs werden wohl aweiter uf den
    > Schreibtisch von Lifstylefirmen optisch gut aussehen.

    http://developer.apple.com/technology/features.html
    http://www.apple.com/aperture/
    http://www.apple.com/finalcutstudio/
    http://www.apple.com/finalcutserver/
    http://www.apple.com/logicstudio/
    http://www.apple.com/server/macosx/
    http://www.apple.com/xsan/

    > Linux ist in der Zwischenzeit so einfach geworden, dass man ruhig darauf
    > umstellen kann und z.B. alte Applehardware noch jahrelang auftragen kann,
    > ohne Produktivität einzubüsen.

    Apple ist eine Software-Firma, die Hardware zu ihrer Software baut. Wenn eines schon immer Wegwerfcharakter hatte im Bereich Computer, dann war das die Hardware. Hardware wird immer ersetzt und gewechselt. Bei Hardware ist nichts stetiger als der Wechsel. Das ist bei Software nicht so. Software ist die DNA des Computers und Benutzer interagieren in ersten Linie mit Software. Das haben Apple und einige Apple-User begriffen.

    > Für mich ist OS X nur noch zweite Wahl.

    Deine Entscheidung.

  13. Re: Angebliches Profisystem am Ende?

    Autor Hello_World 18.12.09 - 03:43

    bernstein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JEDE (!!!!!!!) software die auf linux läuft und nicht kernel interfaces
    > benutzt (also ohne änderungen am source auch auf bsd, solaris, etc. läuft)
    > läuft auch unter os x.
    Kompletter Käse. Es gibt zahlreiche Systemaufrufe, die unter Linux vorhanden sind und unter OS X nicht. Beispielsweise epoll, splice, tee, dup3 und noch einige mehr. Wenn ein Programm die benutzt, läuft es nicht mehr ohne weiteres unter OS X.

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