GNOME: Wir haben Bedenken, ob die Entwicklungen weit genug vorangeschritten sind und ob die Anwendungen und Bibliotheken stabil genug sind. Ok, dann verschieben wir die nächste Hauptversion.
KDE: Noch nicht fertig? Nicht stabil? Anwendungen fehlen? Deswegen verschieben? PAH, jetzt ziehen wir die Version EXTRA noch mal ein paar Monate vor und basteln dann die nächsten Jahre an den gravierenden Fehlern.
GNOME - solider, zuverlässiger Business und Arbeitsdesktop bei dem man sich auf Entwicklungen, Releases und Zyklen verlassen kann.
KDE - stetig moderner, weiterentwickelter Desktop bei dem dafür auch mal nach dem Update Einiges kaputt ist oder Anwendungen fehlen oder auch mal gar nichts geht. Kontact... super geplant aber es fehlen überall noch essentielle Funktionen (groupdav) oder eben KOffice... lange entwickelt, nie fertig geworden und nun wird bereits an der nächsten Hauptversion gearbeitet die auch noch nicht fertig ist und auch nicht "fertig" sein wird wenn man sie veröffentlicht.
Erinnerung: Vor 39 Monaten gab es die erste offizielle Vorab Version von KDE4... und vor 22 Monaten hat man KDE4 dann veröffentlicht. HEUTE... ist KDE4 noch immer unvollständig, instabil und stark fehlerbehaftet. Man hat gegenüber KDE4.0 schon massive Entwicklungen realisiert und wirklich enorm viel an den Anwendungen, der Leistung und vor allem der Zuverlässigkeit getan... dennoch die die kürzlich veröffentlichte Version KDE 4.3.3 gerade mal da wo man mit den letzten RCs von KDE4.0 hätte sein sollen.
Mich hat das KDE Team so dazu gebracht nach Jahren der KDE3 Nutzung und einem längeren Ausflug zu KDE4 wieder zu KDE3 zu wechseln und inzwischen zu GNOME zu bringen.
Du machst das so pauschal schlecht. Es gibt viele Anwender, denen ein moderner Desktop mit viel Schnickschnack und Eyecandy wichtig ist und die dafür auch mal einen Hänger oder Bug in Kauf nehmen. Warum sollten die KDE nicht gut finden?
Mir persönlich ist Gnome auch lieber (auch wenn es auch so seine typischen Macken hat) aber KDE per se hat durchaus seine Daseinsberechtigung.
FULL ACK
Das ist ein Mythos. Kde war (aufjedenfall für mich) schon mit 4.3 komplett. Allerdings scheint Kde schwierig zu implementieren sein, die einzellnen Distributionen unterscheiden sich da sehr stark.
Ich weiß ja nicht was du benutzt und dich zu dieser Meinung veranlasst hat hört sich aber nach Kubuntu an, welche ja selber zugegeben haben, dass sie in einer Krise stecken, aber Besserung geschworen haben.
http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Kubuntu-will-besser-werden
Ich benutze Arch mit den Kdemod Packeten und hate noch keine Beschwerden.
nein, er machts nicht schlecht. ist seine subjektive meinung, meine übrigens auch.
ich hab kubuntu 9.10 beta einmal ausprobiert und vor lauter fehler beim updateprozess bin ich auf fedora 11 umgestiegen.
ich befürworte es auch, das sie mit dem release warten. märz 2010 wäre meiner meinung etwas knapp gewesen, obwohl gnome-shell in ubuntu 9.10 schon einwandfrei funktioniert.
er hat ja wirklich recht. normalerweise wird software wenn sie instabil ist und known bugs besitzt immer mit einem hinweis in der versionsnummer versehen (beta, alpha, 3.9, 0.9 usw), was bei kde4 nicht der fall war, obwohl die entwickler wussten, dass kde 4.0 nicht stabil lief. wieso braucht es 2 neue minor releases, bis kde4 als stabil gilt?
selbstverständlich hat kde seine daseinsberechtigung. mich hinderts nur am arbeiten.
FULL ACK
KDE musste damals KDE4 rausbringen. Das war wegen der Entwickler einfach notwendig - die wären sonst langsam davongelaufen.
Es aber 4.0 und nicht "Technical Preview" oder so zu nennen war ein schwerer Fehler.
Abgesehen davon war schon KDE 4.0 gar nicht so schecht - abgesehen von Plasma. Das war wirklich noch nicht mal Beta. Leider ist Plasma aber einer der wichtigsten Teile.
Ich verstehe jedenfalls nicht inwiefern KDE 4 heute unvollständig ist. Das trifft eigentlich nur auf ein paar Applikationen zu, die nicht direkt zu KDE gehören. Von instabilität habe ich bei KDE 4 schon lange nichts mehr bemerkt. Fehler fallen mir auch nicht in nennenswertem Umfang ein.
Hauptproblem bei KDE war wirklich "nur" Plasma. Das wurde zu spät gestartet, und hatte sehr hohe Anforderungen (an Qt, XServer und Graphiktreiber).
Aber mittlerweile ist KDE mit 4.3 richtig fein - ich finde deutlich besser als KDE 3.
foo schrieb:
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> Das ist ein Mythos.
Nein, leider Fakt.
> Kde war (aufjedenfall für mich) schon mit 4.3 komplett.
Das ist deine Meinung, die fehlenden und kaputten Anwendungen, die vielen User Meldungen und vor allem die Bug Reports zeigen das Gegenteil.
> Allerdings scheint Kde schwierig zu implementieren sein, die einzellnen
> Distributionen unterscheiden sich da sehr stark.
Das ist aber auch bei GNOME und teilweise auch bei OOo so. Manche Paketmaintainer sind halt nicht ganz so fit, dann können sich bei Anpassungen etc. schon mal Fehler einschleichen.
> Ich weiß ja nicht was du benutzt und dich zu dieser Meinung veranlasst hat
> hört sich aber nach Kubuntu an, welche ja selber zugegeben haben, dass sie
> in einer Krise stecken, aber Besserung geschworen haben.
Nein, Von (K)Ubuntu lasse ich die Finger da sowohl KDE als auch GNOME eher schlecht als recht implementiert sind.
dddsafff schrieb:
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> ich hab kubuntu 9.10 beta einmal ausprobiert und vor lauter fehler beim
> updateprozess bin ich auf fedora 11 umgestiegen.
Du hast keine Ahnung und darfst deswegen nicht mitreden:
Wer sich Kubuntu installiert ist selber Schuld. Kubuntu ist keine besonders gute KDE Distro ...
Allgeimein: Die Leute die Ubuntu mit Kubuntu (bzw dann Gnome und KDE unter Ubuntu) vergleichen: Setzen Sechs!
Installiert euch anständige KDE Distros, dann flutscht es auch besser ...
dddsafff schrieb:
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> er hat ja wirklich recht. normalerweise wird software wenn sie instabil ist
> und known bugs besitzt immer mit einem hinweis in der versionsnummer
> versehen (beta, alpha, 3.9, 0.9 usw)
Nicht immer. Das WindowsNT Release hatte (wenn man den Gerüchten glauben darf) einen Bug-Counter mit erine 5-stelligen Zahl ...
Das macht aber das Vorgehen von KDE damals natürlich auch nicht besser.
Ich meinte FULL ACK @kUser
>aber KDE per se hat durchaus seine Daseinsberechtigung.
Sicher. Nur sind die KDE Entwickler in meinen Augen den falschen Weg gegangen, indem sie ein völlig ungeeignetes Produkt auf die Menschheit losgelassen haben.
(Achtung, hinkender Autovergleich)
Ein Autohersteller stellt ja auch nicht die Produktion eines Fahrzeugs ein und verkauft Prototypen mit der Minimalausstattung und Kinderkrankheiten, sondern entwickelt das neue Modell erstmal so weit wie irgendwie möglich zur serienreife und produzieren so lange das bewährte Modell weiter, auch wenn das neue viel schicker und windschnittiger aussieht.
Um die News zurück zu kommen: Ich finde die Strategie von Gnome genau richtig. Nichts überstürzen und keine halbgaren Sachen auf die Menschheit loslassen, auch wenn das bedeutet, dass sich oberflächlich noch ein Jahr länger nicht viel ändern wird.
Und ein Lob an Marc. Der hat doch tatsächlich gerochen, dass es mit Gnome bis zum Frühjahr nichts wird und hat die Überlegen, die LTS auf 10.10 zu verschieben, wieder verworfen. So viel wie er kritisiert wird, er hatte bisher meistens die richtige Spürnase
Also ich finde Kubuntu richtig toll. Ich hatte bei 9.04 und 9.10 keinerlei Probleme. Neulich habe ich (nachdem ich auf 9.10 upgegradet habe) mal nach fehlenden Übersetzungen gesucht, habe aber nur sehr vereinzelt ein bischen Englisch gefunden. Sogar die Kubuntu-eigenen Plasmoids sind Deutsch.
Das ist mal ein kurzer Beitrag von mir, da ich zur Abwechslung mal nix zum meckern habe.
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Du machst das so pauschal schlecht.
Nein, ich kritisiere. Ich habe KDE lange genug genutzt und habe es auch lange mit KDE4 versucht und auch mit dem Rückzug zu KDE3 der Entwicklung von KDE4 noch einmal Zeit gegeben, aber irgendwann ist jede Geduld am Ende.
Ich finde die Konzepte ja auch nicht pauschal schlecht, sie haben ja neben den Nachteilen auch ihre Vorteile, aber im Moment überwiegen die Nachteile.
> Es gibt viele Anwender, denen ein
> moderner Desktop mit viel Schnickschnack und Eyecandy wichtig ist und die
> dafür auch mal einen Hänger oder Bug in Kauf nehmen. Warum sollten die KDE
> nicht gut finden?
Weil KDE sich auch als Ziel gesetzt hat als Firmen und Behördendesktop eingesetzt zu werden. Es wird auch eingesetzt, jedoch KDE3 da man es KDE4 nicht zutraut. Das macht keinen guten Ruf wenn man sich in dem Bereich etablieren will. Die Veröffentlichungsstrategie hat man ja schon ein wenig der von GNOME angepasst was ich wirklich gut finde, aber besser wäre ein Cut.
KDE 4.3.* nur noch um Fehler bereinigen, dazu parallel an KDE4.5 arbeiten und dort alles einbauen, umsetzen und bereinigen was aktuell geplant ist. Die Entwicklung ist einfach zu hektisch geworden. Man hat grad alle Fehler der neuen Version gefunden, berichtet und mit Workarounds relativiert und schon kommen die nächsten.
> aber KDE per se hat durchaus seine Daseinsberechtigung.
Ich würde KDE die Daseinsberechtigung auch niemals absprechen, ich hoffe ja auch, dass KDE wieder besser wird. Aber derzeit verfehlt man ein selbstgestecktes Ziel nach dem nächsten. Ist ja nicht so, dass es Jammern von Usern wäre, es waren die Ziele der KDE Entwickler.
Nicht nur ist KDE4 mittlerweile um einiges besser als KDE3, es ist auch wesentlich besser und angenehmer zu bedienen als Gnome in welcher Version auch immer. Gnome wird als Deppendesktop nur noch von Windows selbst übertroffen, und selbst da seh ich Windows7 mittlerweile eindeutig VOR Gnome.
Die Gnomis werfen halt gern mit Dreck auf alles, was "ihren" Desktop bedrohen könnte, und KDE ist halt das Hauptziel, da es einfach moderner, hübscher, schneller und selbstbewusster daherkommt als Gnome, das aussieht (und sich verhält) als ob es im Jahr 1998 stecken geblieben wäre.
KDE 4.0 war bestimmt ein mutiges und unvollständiges Release, keine Frage, und richtete sich an Entwickler. Ab 4.1 ging es stetig bergauf, 4.2 war schon sehr gut im Produktiveinsatz zu nutzen, und 4.3 ist das beste KDE das es je gab: schneller und aktueller als es die Konkurrenz (oder besser: Mitbewerber) sind und in absehbarer Zeit auch sein werden.
Hänger oder Aussetzer? Das war schon zu KDE 4.2 Zeiten kein Thema mehr, und ich bin definitiv ein "Hardcore-User". Und wenn Amarok mal abkackt: so what, ist ja kein Programm vom KDE-Team.
Ob Gnome aber 2011 oder wann auch immer nochmal zu KDE aufschließen kann wage ich zu bezweifeln, dafür ist es mit GTK eh schon gestraft und lahm unterwegs, besser wird das bestimmt nicht. Gnomes beste Tage sind definitiv rum.
Gnome_pfui_ba schrieb:
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> Die Gnomis werfen halt gern mit Dreck
Wer hier mit Dreck wirft ist ja wohl offensichtlich. ;)
Gnome_pfui_ba schrieb:
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> Nicht nur ist KDE4 mittlerweile um einiges besser als KDE3, es ist auch
> wesentlich besser und angenehmer zu bedienen als Gnome in welcher Version
> auch immer. Gnome wird als Deppendesktop
Und KDE4 ist dann der Gaytop? Die stehen doch so auf blingbling und bunte Farben *SCNR* :D
Sorry, aber ob man Gnome, KDE, Xfce oder was auch immer bevorzugt ist immer noch Geschmackssache.
Aber einem völlig unbrauchbaren Desktop eine neue Release Nummer zu verpassen und auf die Menschheit loszulassen ist ein absolutes NOGO
Wäre schön, wenn der eine Beitrag da rausgezogen werden würde, dann könnte es konstruktiv bleiben anstatt geshreddert zu werden.
Ich verfolge die ganze Entwicklung von KDE schon seit Jahren.
Man muss ersteinmal die Desktopumgebung von den Applikationen trennen. Die Programme gehören nicht direkt zur Desktopumgebung.
Man muss auch betrachten, dass der Umstieg von QT3 auf QT4 mit einigen Anpassungen nicht so einfach war. Und deshalb kamen die KDE Leute auf die Idee alles gleich neu und sauber umzuschreiben. Dass man am Anfang eines Programms Fehler beim Programmieren macht, liegt in der Natur der Sache und ist allgemein normal. Selbst die Gnome Leute machen viele Fehler, aber die werden sicher nicht den Fehler machen und so wie KDE eine Beta Ware herausbringen.
Jedoch muss ich dazu sagen, dass KDE das tun musste, damit wieder eine Userbase aufgebaut werden damit es schneller voran geht.
Der größte Fehler war jedoch, dass die Distributionen KDE3 zu schnell fallen gelassen haben und auf KDE4 gesetzt hatten. Parallelinstallationen wurden mehr und mehr nicht mehr so einfach möglich.
Aber es hatte den Vorteil, dass KDE von mehr Usern getestet wurde.
Seit KDE 4.1.2 nutze ich KDE4 als Hauptdesktop und habe allgemein relativ wenige Crashes entdeckt. 4.3.3 ist jetzt ziemlich gut geworden. KOrganizer mit Akonadi ist ein gutes Gespann geworden und genieße damit zu arbeiten.
KDE 4.4 ist sicher noch ein weites Stück besser.
Die Programme wie Koffice und Amarok sind eindeutig außerhalb von KDE anzusiedeln, aber werden mit KDE in Verbindung gebracht, weil sie eine stakrke Integration besitzen und zum täglichen Workflow gehören.
Die Zeit wird sich ändern und damit auch die Programmlandschaft.
Ritter von NI schrieb:
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> (Achtung, hinkender Autovergleich)
> Ein Autohersteller stellt ja auch nicht die Produktion eines Fahrzeugs ein
> und verkauft Prototypen mit der Minimalausstattung und Kinderkrankheiten,
> sondern entwickelt das neue Modell erstmal so weit wie irgendwie möglich
> zur serienreife und produzieren so lange das bewährte Modell weiter, auch
> wenn das neue viel schicker und windschnittiger aussieht.
Tatsächlich absolut hinkender Vergleich. Softwareentwicklung ist nicht mit Autos vergleichbar. Um die gleiche Zeit herum hat Microsoft Vista rausgebracht. KDE musste darauf einfach reagieren.
Debian User schrieb:
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> Man muss ersteinmal die Desktopumgebung von den Applikationen trennen. Die
> Programme gehören nicht direkt zur Desktopumgebung.
Blödsinn.
Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51
Kommentare: 216 | letzter Beitrag 00:27 Uhr
Kommentare: 160 | letzter Beitrag 26.05. 23:16
Kommentare: 93 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
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