Wie sieht es damit aus?
___
Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
Persönlich hoffe ich ja das es stirbt, da OpenGL haushoch überlegen wäre, würden sich mehr daran beteiligen. (Und offen wäre es auch, es wäre eine Win/Win-Situation für alle Beteiligten. Tesselation gab es beispielsweise schon Jahre zuvor in OpenGL, aber nur auf Software-Ebene, weil DX bevorzugt wurde.)
Die Frage ist dennoch berechtigt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.12 09:45 durch Altruistischer Misanthrop.
ReactOS nutzt sehr viel Code aus dem Wine-Project und dieses bietet bereits Unterstützung für sehr viele Direct-X Spiele. Der Vorteil von ReactOS ist, dass damit teilweise bereits Windows-Treiber laufen, die von den Herstellern bekanntlich weniger stiefmütterlich behandelt als Treiber für Systeme mit geringerem Marktanteil.
Probiert es halt mal aus... es hat zwar noch ziemlich viele Bugs, dafür hab ich den Eindruck, dass es teilweise schneller ist als Windows 98.
Altruistischer Misanthrop schrieb:
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> Persönlich hoffe ich ja das es stirbt, da OpenGL haushoch überlegen wäre,
> würden sich mehr daran beteiligen. (Und offen wäre es auch, es wäre eine
> Win/Win-Situation für alle Beteiligten.
Auch Spielehersteller würden profitieren, OpenGL Spiele lassen sich doch viel einfacher auf andere Systeme portieren als DX Spiele, bedeutet dann auch mehr potenzielle Käufer
Naja - die Frage ob Direct3D oder lieber OpenGL ist nicht einfach mit "OpenGL ist besser weil queloffen" - das kann nicht der Grund sein. Theoretisch müssten die Entscheidung auf OpenGL fallen, weil
a) höhere Performance bei passendem Backend.
b) schneller neue Features der Hardware nutzen (siehe Tesselation - wird jetzt für DirectX 11 wie verrückt angepriesen, dass OpenGL Tesselation aber bereits seit nunmehr mehr als 4 Jahren kann wird nirgendwo erwähnt)
c) einfachere Entwicklung von Spielen, weil Ressourcenhandling nicht in der Hand des Entwicklers liegt (gemessen an den aktuellen Spielen klingt das auch so oder so nach einer guten Idee).
Weshalb wird dann aber DirectX benutzt?
Das ist sehr einfach:
a) Bisherige Entwickler kennen DirectX und sind tief in der Materie, somit ist ein Umstieg nicht gewollt.
b) Microsoft hat eine riesige PR-Abteilung.
Wenn du auf den Markt schaust, siehst du, dass MS mit dem Release von Vista anmerkte, dass es keine native OpenGL-Implementation mehr geben wird, OpenGL sollte angeblich über Direct3D als Layer liegen und somit heftigste Performance-Einbrüche erleben. Das ist aber alles nicht passiert, MS stellte native Implementationen zur Verfügung und der erwartete Einbruch von OpenGL hat nicht stattgefunden. Da war es aber schon viel zu spät - etliche Entwicklerbuden sind umgestiegen und nutzen heute Direct3D. Genauso wie es vor der Jahrtausendwende war. Weiterhin hat MS natürlich den Vogel abgeschossen, als sie die DirectX Box vorstellten und anfingen zu verkaufen - das nennt man dann wohl Marktfestigung. MS weiß wie man Monopole nicht nur aufbaut, sondern auch verteidigt. Und genau das drückt OpenGL so dermaßen aus der Perspektive. Wenn du heute in ein Entwicklerstudio gehst und mal nachfragst "Warum Direct3D und nicht OpenGL?" wird die Antwort zu 100% lauten "weil OpenGL zu schwierig zu programmieren ist, weil es ein Ressourcenfresser ist und weil es generell viel weniger kann als Direct3D" - das diese Behauptungen genauso gut aus meinem Anus kommen könnten ist dabei unwichtig... die Meinung ist da, und diese wird nicht verändert. Dafür muss die neue Entwicklergeneration Werbung machen - das ist aber schwierig, weil diese natürlich dann auch in diese Firmen wieder entsprechend geprägt werden... ein Teufelskreis.
Schiwi schrieb:
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> Auch Spielehersteller würden profitieren, OpenGL Spiele lassen sich doch
> viel einfacher auf andere Systeme portieren als DX Spiele, bedeutet dann
> auch mehr potenzielle Käufer
Super dann muss für das OS und für den Grafikkarten Hersteller eine Portierung her ...
Du liegt daneben. Google mal warum lieber D3D benutzt wird. OpenGL war früher mal nett aber heute ist es nur noch Veraltet.
Altruistischer Misanthrop schrieb:
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> Persönlich hoffe ich ja das es stirbt, da OpenGL haushoch überlegen wäre,
> würden sich mehr daran beteiligen. (Und offen wäre es auch, es wäre eine
> Win/Win-Situation für alle Beteiligten. Tesselation gab es beispielsweise
> schon Jahre zuvor in OpenGL, aber nur auf Software-Ebene, weil DX bevorzugt
> wurde.)
Von wegen "würden sich mehr daran beteiligen". Im Gegenteil, das Hauptproblem von OpenGL ist Design by Commitee. Da dauert alles ewig, bis es übernommen wird, oft selbst als ARB_ extension.
Ach ja, und ich hoffe, du meinst mit "Tesselation schon Jahre zuvor in Open GL" nicht den GLUTesselator...
Ansonsten gabs da nur die AMD-Vendor-Extension (für den von Xenos übernommenen Tessellator in der 2x00), die ewig auf sich warten ließ (kam IIRC ein nicht mal ein halbes Jahr vor DX11) und dann schlichtweg keinen der anderen OpenGL-Board Member außer AMD interessiert hat - nicht, weil DX bevorzugt wurde, sondern weil kein anderer Beteiligter passende Hardware hatte. Und die Firmen aus dem Profi-Bereich hat's sowieso nicht interessiert.
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass OpenGL Mist ist. Seit man das Longs-Peak-Release versaut hat, ist das API einfach nicht mehr konkurrenzfähig.
Bei freier Software gehts eben nicht um die KOHLE !!
Ausserdem : Wenn ich vernünftig Zocken will , dann bestimmt nicht auf einer WIN Kiste mit DrecksX11.
Dafür gibt's Spielekonsolen.
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