Ich versteh das wirklich nicht, eigentlich war schon bei der Uebernahme von ATI klar, das man eine APU bauen will. Die Technologie hat man sich teuer eingekauft (halt ATI).
Waere man hier deutlich vor Intel auf dem Markt gewesen, haette man ein Alleinstellungsmerkmal gehabt. Jetzt ist man mit dem Jahre alten Fusion-Plan noch nach Intel am Markt, und mir will sich einfach nicht erschliessen, warum das so kommen musste. Meiner Meinung nach besitzt man mit ATI mehr GPU-Knowhow als Intel besitzt, und was CPUs angeht weiss man genug, ist ja immerhin das Kerngeschaeft. Also, wo war das Problem AMD?
Dieser Vorsprung zahlt sich meistens finanziell nicht aus. Es werden ja auch immer noch mehr Dual-Cores als Quad-Cores verkauft, obwohl letztere schon lange verfügbar und mittlerweile recht billig sind.
Sturmflut schrieb:
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> Dieser Vorsprung zahlt sich meistens finanziell nicht aus. Es werden ja
> auch immer noch mehr Dual-Cores als Quad-Cores verkauft, obwohl letztere
> schon lange verfügbar und mittlerweile recht billig sind.
Der Vergleich hinkt etwas. Die wenigsten Nutzer können aus den vier Kernen einen Nutzen ziehen. Sogar für die meisten Spiele ist ein hoch getakteter 2-Kerner besser geeignet als ein niedriger getakteter 4-Kerner.
Eine APU wäre vor allem im Low End Bereich und für HTPCs sicher deutlich erfolgreicher
Ich gebe lieber 60 € für zwei Kerne mit 3 GHz und 65 Watt TDP aus anstatt 80 € für vier Kerne mit 2,6 GHz und 95 Watt TDP hinzulegen.
Oder wie seht ihr das?
Wenn ich 3D-CAD und moderne Spiele laufen lassen will: mehr Kerne oder mehr Takt?
@ blang
das Problem dabei ist, wenn niemand für deine Hardware Software schreibt bist du am Arsch und Pleite.
Da GPUs eben nicht den CPU Standard von Intel benutzen, (x86-Architektur mit 64 BIT Erweiterung)
sondern eben OpenCL war/ist es wichtig solange die x86-Architektur zu 100% zu unterstützen bis es endlich gute OpenCL Software gibt.
Deswegen hat AMD solange gezögert.
Aber ich denke AMD liegt perfekt in der Zeit.
pool schrieb:
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> Ich gebe lieber 60 € für zwei Kerne mit 3 GHz und 65 Watt TDP aus anstatt
> 80 € für vier Kerne mit 2,6 GHz und 95 Watt TDP hinzulegen.
>
> Oder wie seht ihr das?
> Wenn ich 3D-CAD und moderne Spiele laufen lassen will: mehr Kerne oder mehr
> Takt?
Ich würde glaube zu einem Quad Greifen da man inzwischen doch mehr als eine oder zwei Anwendungen hat die auch mal etwas Dampf brauchen. Aber zum Spielen ist sicher ein schneller Dual einem Quard vorzuziehen.
Naja, welche Software nutzt denn Quad Core vernünftig aus? Raytracer vielleicht. Vielleicht auch das eine oder andere Grafik Programm. Aber im Alltag gibt es kaum Software, die daraus Nutzen ziehen würde. Einzig wer viel mit Videos macht könnte davon profitieren (mit der passenden Software)
bLaNG schrieb:
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> Ich versteh das wirklich nicht, eigentlich war schon bei der Uebernahme von
> ATI klar, das man eine APU bauen will. Die Technologie hat man sich teuer
> eingekauft (halt ATI).
Das war nicht der einzige Grund ATI zu kaufen. Die Chipsätze waren ja auch ein guter Grund ATI zu kaufen.
> Also, wo war das Problem AMD?
Ein großes Problem ist sicherlich, dass die CPU und GPU in unterschiedlichen hergestellt werden. Daher kann man sie nicht so ohne weiteres verbinden.
Ein weiteres Problem ist sicherlich das liebe Geld. Längerfristige Projekte müssen derzeit wohl mit Sparflamme köcheln.
Ich sehe keine so dringende Notwenigkeit Fusion möglichst schnell an den Start zu bringen.
Mir würde es - auch bei einem HTPC - ein bisschen auf die Nerven gehen eben den Grafikchip nicht austauschen zu können.
Beispiel HTPC: Ich habe eine Kiste mit Athlon X2 1,9 Ghz und einer älteren Grafikkarte daheim stehen. Damit kann man Videos in SDTV und 720p noch problemlos schauen, 1080p geht aber nicht. Ich spiele mit dem Gedanken einen neuen Fernseher zu holen.
Aktuell kann Ich einfach für knapp 25 € die Grafikkarte gegen eine Radeon HD 4350 austauschen und hab dann hardwarebeschleunigte H.264 Dekodierung. Die Karte zieht unter Last maximal 20 Watt.
Es wird wohl kaum der Zeitpunkt kommen an dem man ein CPU/GPU-Kombination in einem Chip für 25 € austauschen kann.
bLaNG schrieb:
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> Ich versteh das wirklich nicht, eigentlich war schon bei der Uebernahme von ATI klar, das man eine APU bauen will. Die Technologie hat man sich teuer eingekauft (halt ATI).
> Waere man hier deutlich vor Intel auf dem Markt gewesen,...
...und dann was?
Der urspruengliche Plan sah APUs fuer 2009 vor, 2009 ist fast vorbei und das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass man nicht mehr ueber technische Machbarkeiten spekulieren muss.
Stellen wir uns also eine APU des Jahres 2009 vor: Ein Phenom II mit 2-4 Kernen und 1-2 drangeschraubten Radeon-Kernen (Generation HD5000) und was haben wir nun?
Einen Alptraum, denn weder als CPU noch als GPU wuerde diese Produkt irgendwelche Benchmarks gewinnen, ausgenommen jene der Verbrauchsmessung, sowohl bei CPUs wie GPUs wuerde dieses Monster den Spitzenplatz an Energieverschwendung belegen.
Einen Alptraum, denn mit 420 oder sogar 590mm^2 (258+166(+166)) waere das selbst in der "kleinen Variante" mit nur einem Radeon-Kern, der mit Abstand groesste CPU-Die und in direkter Konkurrenz mit den groessten GPUs die nVIDIA baut.
Einen Alptrau, denn ein solcher Chip haette eine TDP von 180W oder sogar 300W und waere mit keinem gaengigen Kuehlkoerper sinnvoll zu kuehlen.
Egal in welche Richtung man denkt, ein solcher Chip waere der Horror.
> ...haette man ein Alleinstellungsmerkmal gehabt. Jetzt ist man mit dem Jahre alten Fusion-Plan noch nach Intel am Markt, und mir will sich einfach nicht erschliessen, warum das so kommen musste.
Ein absolutes Alleinstellungsmerkam waere das gewesen, der in Silizium gegossene Wahnsinn in Massenproduktion sozusagen. Fuer Fusion gibt zur Zeit keinen Markt, den man nicht einfacher mit anderen Mitteln (CPU+IGP) bedienen koennte.
> Meiner Meinung nach besitzt man mit ATI mehr GPU-Knowhow als Intel besitzt, und was CPUs angeht weiss man genug, ist ja immerhin das Kerngeschaeft. Also, wo war das Problem AMD?
Beides vollkommen richtig, nur wo waere heute und in den kommenden 2 Jahren der Markt fuer Fusion?
Es gaebe meiner Meinung nach genau einen Bereich wo sich "Fusion" bereits heute (genauergenommen schon seit ein paar Jahren) lohnen koennte, allerdings steht sich AMD hierbei selbst im Weg: Laptop- und Netbook-Markt.
Ein wirklich sparsamer K10- oder K8-Kern kombiniert mit einer abgespeckten und dadurch sparsamen Radeon der neusten Generation, das alles zusammen in einem Chip, 1-2 CPU-Kerne und ein GPU-Kern, das haette 2009 als Atom- und Centrino-Killer einschlagen koennen.
Wie gesagt steht sich AMD hier selbst im Weg, Intels Atom wurde von AMD nie ernst genug genommen, als dass man hier in Konkurrenz getreten waere, dabei haben "Basteleien" von div. Technik-Webseiten bereits gezeigt, dass ein untertakteter Athlon in Kombination mit AMD-IGP, zumindest im HTPC-/Nettop-Segment in direkte Konkurrenz (Energieverbrauch) zu einem Atom treten kann und diesen in Sachen Rechenleistung locker schlaegt.
snafu,
Suomynona
Suomynona schrieb:
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> Ein wirklich sparsamer K10- oder K8-Kern kombiniert mit einer abgespeckten
> und dadurch sparsamen Radeon der neusten Generation, das alles zusammen in
> einem Chip, 1-2 CPU-Kerne und ein GPU-Kern, das haette 2009 als Atom- und
> Centrino-Killer einschlagen koennen.
>
> Wie gesagt steht sich AMD hier selbst im Weg, Intels Atom wurde von AMD nie
> ernst genug genommen, als dass man hier in Konkurrenz getreten waere, dabei
> haben "Basteleien" von div. Technik-Webseiten bereits gezeigt, dass ein
> untertakteter Athlon in Kombination mit AMD-IGP, zumindest im
> HTPC-/Nettop-Segment in direkte Konkurrenz (Energieverbrauch) zu einem Atom
> treten kann und diesen in Sachen Rechenleistung locker schlaegt.
Genau da würde ich so eine APU sehen. Im High End Markt hat so ein Ding nix verloren und würde es auch nie schaffen
Fusion ist vor allem für Laptops und netbooks geeignet.
die meisten arbeiten ja noch mit langsamer intel chipsatzgrafik.
Auch die neue Grafik die die neue Core reihe eingebaut wird ist nicht so berauschend.
wenn jetzt da eine etwas stärkere Chipsatzgrafik verbaut wird sind die AMD Laptops mit weitaus besserer Grafikleistung als die Intel Lösungen.
Und dem gemeinen (nicht high-end Nutzer) Compernutzer fehlt in Laptops eher die Grafik- als die CPU-Leistung.
Desweiteren kann man wenn man in den Prozessor immer mehr Funktionen einbaut auf dem Mainboard Komponenten einsparen.
Diese Komponenten brauchen dann auch kein Strom. bei Mobilgeräten ist so etwas auch nützlich, denn dadurch erhöht sich die Laufzeit.
Und der Hersteller (AMD/INTEL) kann auch so Mitbewerber die selber auch Grafiklösungen anbieten über Bord werfen.
Suomynona schrieb:
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> Wie gesagt steht sich AMD hier selbst im Weg, Intels Atom wurde von AMD nie
> ernst genug genommen, als dass man hier in Konkurrenz getreten waere, dabei
> haben "Basteleien" von div. Technik-Webseiten bereits gezeigt, dass ein
> untertakteter Athlon in Kombination mit AMD-IGP, zumindest im
> HTPC-/Nettop-Segment in direkte Konkurrenz (Energieverbrauch) zu einem Atom
> treten kann und diesen in Sachen Rechenleistung locker schlaegt.
Hast du dafür mal ein Beispiel? Würde mich interessieren.
AMD Athlon II X4 620 2.6GHZ läuft auf 1,1V einwandfrei deswegen hab ich ihn mir gekauft.
Suomynona schrieb:
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> Stellen wir uns also eine APU des Jahres 2009 vor: Ein Phenom II mit 2-4
> Kernen und 1-2 drangeschraubten Radeon-Kernen (Generation HD5000)
Du gehst von völlig falschen Voraussetzungen aus.
Eine Highend-GPU in die Highend-CPU zu integrieren war niemals Ziel. Stattdessen soll die IGP der Northbridge in einem Büro- oder Mobile-PC Herstellungskosten sparen weil sie (immer theoretisch) im Verbund billiger Herzustellen und durch die direktere Kopplung deutlich leistungsfähiger ist.
>Fuer Fusion gibt zur Zeit
> keinen Markt, den man nicht einfacher mit anderen Mitteln (CPU+IGP)
> bedienen koennte.
Doch, gibt es. Den Massenmarkt jenseits aller Highend-Technobrabbelei. Wo buchstäblich an jedem Cent geknausert wird.
>> Meiner Meinung nach besitzt man mit ATI mehr GPU-Knowhow als Intel
>> besitzt, und was CPUs angeht weiss man genug, ist ja immerhin das
>> Kerngeschaeft. Also, wo war das Problem AMD?
Das Problem dürfte sein das auch wenn Boing VW kauft die Entwicklung eines fliegenden Autos dadurch nicht zum Kinderspiel wird :-)
> Ein wirklich sparsamer K10- oder K8-Kern kombiniert mit einer abgespeckten
> und dadurch sparsamen Radeon der neusten Generation, das alles zusammen in
> einem Chip, 1-2 CPU-Kerne und ein GPU-Kern, das haette 2009 als Atom- und
> Centrino-Killer einschlagen koennen.
Aber da sind wir ja wieder zusammen. Wie kommst Du denn darauf das das nicht das Ziel ist?
> Wie gesagt steht sich AMD hier selbst im Weg, Intels Atom wurde von AMD nie
> ernst genug genommen, als dass man hier in Konkurrenz getreten waere
..oder AMD hatte schlicht nicht die Ressourcen zusätzlich zum ServerProzessor Opteron, dem Desktop-Ableger Phenom und dem Mobil-Zweig Turion (war ein eigenes Design, ist seit neuestem nur noch ein selektierter K10 X2) und den Chipsätzen und Fusion noch ein weiteres Design nur für den LowPower-Bereich aufzulegen.
> dabei haben "Basteleien" von div. Technik-Webseiten bereits gezeigt, dass ein untertakteter Athlon in Kombination mit AMD-IGP, zumindest im
> HTPC-/Nettop-Segment in direkte Konkurrenz (Energieverbrauch) zu einem Atom treten kann
Da wird sich AMD aber freuen wenn sie hören das ein Athlon einem Atom Paroli bieten konnte. Dumm nur das AMD darauf angewiesen wäre mehrere zehntausend derartiger Prozessoren zu liefern. Zum gleichen Preis wie der Atom, mit deutlich höheren Herstellungskosten und nochmal deutlich höheren Selectionskosten.
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