>Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, AMD würde die
>Produktionsausbeute seiner Prozessoren erhöhen, indem CPUs mit
>einem oder zwei defekten Kernen als X3 oder X2 verkauft würden.
>Böse Zungen nennen die Triple-Cores daher auch "Cripple-Cores".
>AMD wiederum betont stets, diese Versionen gebe es, weil
>PC-Hersteller verschiedene Preispunkte und
>Diversifikationsmöglichkeiten verlangen.
Die Wahrheit kann doch in der Mitte liegen. Bei den X2/X3-Produkten muss man die anderen Kerne vielleicht nicht testen - bei X4 kann man die fehlerhaft getesteten vielleicht wieder abschalten.
Ich habe schon öfters gelesen, dass AMD dies mit voller absicht macht.
Ich finde dies auch sinnvoll.
Wenn in einer CPU ein Kern nicht funktionieren sollte, kann man diesen ja deaktivieren und als tripple-core verkaufen.
Das erhöht die Ausbeute und es müssen die defekten CPUs nicht weggeworfen werden.
Die CPU hat dann mehr Cache für die anderen Kerne und die normale Gewährleistung :P
Die Frage ist doch, warum AMD es nicht tun sollte.
Solange die freigeschalteten Kerne auf der CPU genau das tun, was sie sollten, ist es doch völlig belanglos, mit wievielen Cores der Produktionsprozess ursprünglich anfing.
Das grunsätzliche Verfahren, einzelne fehlerhafte Funktionseinheiten abzuschalten, ist doch z.B. bei Grafik-Prozessoren üblich.
Aus Kundensicht ist das ganze sogar sehr positiv zu sehen.
Jede verkaufte CPU erhöht die Ausbeute des Gesamtprozesses. Dadurch können die CPUs wesentlich preiswerter und in wesentlich größerer Menge verkauft werden, als wenn nur die höchste Selektionsstufe in den Markt käme. Damit haben wir als Kunden Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit gewährleistet.
Das Freischalten von Kernen, die der Hersteller deaktiviert hat, erachte ich hingegen als hochriskant. Die Chance, dass die freigeschalteten Kerne gravierende Fehler haben ist schliesslich extrem hoch, wobei viele Fehler u.U. auch nicht offensichtlich zu Tage treten.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx schrieb:
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> >Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, AMD würde die
> >Produktionsausbeute seiner Prozessoren erhöhen, indem CPUs mit
> >einem oder zwei defekten Kernen als X3 oder X2 verkauft würden.
> >Böse Zungen nennen die Triple-Cores daher auch "Cripple-Cores".
> >AMD wiederum betont stets, diese Versionen gebe es, weil
> >PC-Hersteller verschiedene Preispunkte und
> >Diversifikationsmöglichkeiten verlangen.
>
> Die Wahrheit kann doch in der Mitte liegen. Bei den X2/X3-Produkten muss
> man die anderen Kerne vielleicht nicht testen - bei X4 kann man die
> fehlerhaft getesteten vielleicht wieder abschalten.
Das ist keine Gerücht sondern eine Tatsache, die aber auch nicht negativ zu bewerten ist.
Ein nativ gefertigter Dual- oder Triple-Core zieht vllt. weniger Strom(was aber nicht in der TDP unterschlagen wird),
sonst gibt es aber keine Unterschiede zwischen "Triple-Cores" und "Cripple-Cores", außer dass man das Glück haben kann ihn freizuschalten.
Neutronium schrieb:
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> Das Freischalten von Kernen, die der Hersteller
> deaktiviert hat, erachte ich hingegen als hochriskant.
Was soll daran riskant sein? Der Rechner fährt nach Konfiguration im BIOS entweder gar nicht erst richtig hoch oder schmiert spätestens bei Stresstests ab. Man setzt dann die Einstellungen zurück und nutzt die CPU so, wie sie deklariert wurde.
> Die Chance, dass die freigeschalteten Kerne
> gravierende Fehler haben ist schliesslich extrem
> hoch
Sie ist, ganz im Gegenteil, sehr gering. Wenn eine produzierte Palette bei Stichproben einen geringen Prozentsatz an Fehlern aufweist, werden alle CPUs dieser Palette umdeklariert, und zwar zum einen deshalb, weil es kritischer wäre, mit defekten Vierkernern aufzutreten und weil es teurer wäre, einzelne Exemplare zu selektieren und zum anderen, weil ohnehin ein breiteres Portfolio gewünscht wird. AMD kann gar nicht so viele Vierkerner verkaufen, wie man bei voller Auslastung produzieren würde, aber man braucht volle Auslastung, um überhaupt wirtschaftlich produzieren zu können.
Das alles sind gute Gründe, um leichten Herzens durchaus große Chargen potentieller Freischaltkandidaten zu vermarkten. Und der Endkunde hat die Wahl, ob er eine Freischaltung stillgelegter Kerne versucht oder es bleiben lässt.
MrNice schrieb:
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> Wenn in einer CPU ein Kern nicht funktionieren sollte,
> kann man diesen ja deaktivieren und als tripple-core
> verkaufen. Das erhoeht die Ausbeute und es muessen die
> defekten CPUs nicht weggeworfen werden.
Und das ist gut (bzw. weniger schaedlich) fuer die Umwelt.
Ja, Computer sind dreckig (CO2 + giftige Stoffe)
bei der Herstellung
Django79 schrieb:
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> Neutronium schrieb:
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> > Das Freischalten von Kernen, die der Hersteller
> > deaktiviert hat, erachte ich hingegen als hochriskant.
>
> Was soll daran riskant sein? Der Rechner fährt nach Konfiguration im BIOS
> entweder gar nicht erst richtig hoch oder schmiert spätestens bei
> Stresstests ab. Man setzt dann die Einstellungen zurück und nutzt die CPU
> so, wie sie deklariert wurde.
Nein, dass ist leider nun total falsch. Es nennt sich 'kritische Pfade' und die kennt nur der Hersteller. Was passieren kann ist dass wenn Operation A gefolgt von Operation B in Kombination mit Operation C das Ergebnis nicht das ist was es sein sollte.
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> > Die Chance, dass die freigeschalteten Kerne
> > gravierende Fehler haben ist schliesslich extrem
> > hoch
>
> Sie ist, ganz im Gegenteil, sehr gering. Wenn eine produzierte Palette bei
> Stichproben einen geringen Prozentsatz an Fehlern aufweist, werden alle
> CPUs dieser Palette umdeklariert,
Chips werden nicht in Paletten verteilt sondern schon auf dem Wafer getestet und kein Hersteller wirft einen Wafer wegen mangelhafter Chips weg.
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