Ich lese hier etwas von einer Erweiterung des SSE-Befehlssatzes. Da stellt sich mir die Frage, wieviel Platz denn noch im x86-Befehlssatz drin ist. Kann man endlos viele neue Befehle einführen, ohne dass es zu Inkompatibilitäten mit bestehendem (32-/64-Bit-)Code kommt? Wie lang müssen denn dann die Befehle sein? Als ich noch 16-Bit-Assembler gelernt habe, war ein Befehl ein bis zwei Bytes lang, und es gab nicht mehr viel Platz im Befehlsraum.
Wenn das korrekt gemacht wurde, läuft es vielleicht so: zwei spezielle Bytes zur Kennzeichnung "neuer SSE-Befehl", dann noch zwei Bytes zur Bestimmung, welcher Befehl kommt. Danach die Daten (Register etc.) Das ermöglicht über 65000 Befehle / Befehl-Register-Kombinationen. Sollte eigentlich für 20 Jahre ausreichen.
Aber ich glaube, so weit im Voraus wurde nicht gedacht, oder? Wird vielleicht mal Zeit für ein gründliches Ausrümpeln dieser 35 Jahre alten Architektur ...
"Ausrümpeln" geht ohne Kompatibilitätsbruch nicht - das legendäre A20-Gate kann man in modernen BIOSen ja immerhin abschalten ;)
Platz ist so viel, wie es Tranistoren gibt - beim Nehalem-EX sind das 2,3 Milliarden. Was man fest verdrahten kann, oder per Microcode emulieren, lässt sich auch als Erweiterung definieren.
Nico Ernst
Redaktion Golem.de
SSE Befehle funktionieren ohnehin nur auf Systemen die dies auch unterstuetzen.
Von kompatibel kann da so und so nicht die Rede sein.
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