Microsoft will immer die Zukunft erfinden, hinkt bisher aber meist hinterher -- in den allerwenigsten Bereichen hat Microsoft eine bahnbrechende Technologie selbst erfunden und nicht nur nacherfunden oder aufgekauft.
Eine der "bahnbrechenden" Technologien waren die Menuepunkte, die staendig verschwunden sind. Je nach Benutzerverhalten werden Menues auf das "wesentliche" gekuerzt um dem Anwender eine einfachere Bedienoberflaeche vorzugaukeln.
Allerdings sorgen solche Spielereien bei den meisten Anwendern nur fuer Frust -- weil Menuepunkte verschwinden oder dort auftauchen, wo sie nicht erwartet wurden. Deshalb ist die wichtigste Einstellung beim heutigen Office, diese Funktion abzuschalten. Inzwischen hat sich das wieder ueberholt, da Office ja immer wieder umgestaltet wird -- damit der Umstellungsaufwand zwischen Office 2010 und 2011 mindestens genauso gross ausfaellt, wie wenn man gleich auf ein guenstigeres Office umsteigen wuerde ;-) (das schreibe ich nur, weil ein Hauptargument der Umstiegsgegner immer war und ist, dass man fuer den Umstieg auf die inzwischen ausreichend guten Alternativen ja seine ganze Mannschaft neu schulen muesste ....)
Ich nehme an, dass bei diesem werbewirksamen NUI-Projekt letztlich auch wieder nur verschwindende Menuepunkte und vielleicht der eine oder andere nette Gag abfallen wird -- der dann in den naechsten Windogs oder Offices verwurstelt wird ...
Just,
2CentsOfWisdom.de
... Nachtrag:
Was ich vergass zu schreiben:
An dem genannten Beispiel kann man sehr gut sehen, was passiert, wenn man denkt, der Computer muesste intelligenter als der Anwender davor sein (das mag bei manchen Beispielen zutreffen -- aber es gibt auch andere Anwender, die nicht entmuendigt werden wollen!)
Just,
2CentsOfWisdom.de
2CentsOfWisdom.de schrieb:
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> Microsoft will immer die Zukunft erfinden, hinkt bisher aber meist
> hinterher --
stimmt wohl meist
> in den allerwenigsten Bereichen hat Microsoft eine
> bahnbrechende Technologie selbst erfunden und nicht nur nacherfunden oder
> aufgekauft.
das allerdings ist kein prinzipieller Mangel, denn es gibt kein Gesetzt das sagt das Unternehmen innovative Technologieentwickler sein MÜSSEN, MS ist augenscheinlich besser darin Ideen anderer zu vermarkten.
> Eine der "bahnbrechenden" Technologien waren die Menuepunkte,
Nein, weder hat das MS noch sonstwer behauptet, sie waren allerdings ein sehr logischer SChritt
> die staendig
> verschwunden sind. Je nach Benutzerverhalten werden Menues auf das
> "wesentliche" gekuerzt um dem Anwender eine einfachere Bedienoberflaeche
> vorzugaukeln.
>
> Allerdings sorgen solche Spielereien bei den meisten Anwendern nur fuer
> Frust -- weil Menuepunkte verschwinden oder dort auftauchen, wo sie nicht
> erwartet wurden. Deshalb ist die wichtigste Einstellung beim heutigen
> Office, diese Funktion abzuschalten. Inzwischen hat sich das wieder
> ueberholt, da Office ja immer wieder umgestaltet wird --
Es gibt wohl dutzende Beispiele wo MS 'Quatsch' gemacht hat und Du suchst Dir eines der Beispiel aus wo MS mal richtig gehandelt hat.
ES war richtig zu versuchen die variablen Menüs zu nutzen, weil man es schlicht versuchen mußte, denn man konnte nicht vom grünen Tisch aus sagen das es sich nicht als gut erweisen wurde.
MS hat zusätzlich zum Zeitpunkt der Einführung von Ribbon sehr offen eingeräumt das man mit dem Versuch der variablen Menüs gescheitert ist.
Die jetzige Einführung von Ribbons ist ebenfalls ein Versuch von Verbesserungen und es bleibt abzuwarten ob das letztlich von den Anwendern akzeptiert wird oder nicht.
Eines jedoch kann man MS, HIER IM KONKRETEN, ausnahmsweise mal nicht vorwerfen, nämlich sich auf EREreichtem ausgeruht zu haben, denn man hat versucht etwas zu verbessern und der versuch bedingt nun einmal die Möglichkeit des Scheiterns, für MS wie für jeden anderen.
> damit der
> Umstellungsaufwand zwischen Office 2010 und 2011 mindestens genauso gross
> ausfaellt, wie wenn man gleich auf ein guenstigeres Office umsteigen wuerde
ob das wohl stimmt?
> ;-) (das schreibe ich nur, weil ein Hauptargument der Umstiegsgegner immer
> war und ist, dass man fuer den Umstieg auf die inzwischen ausreichend guten
> Alternativen ja seine ganze Mannschaft neu schulen muesste ....)
Naja, ich bin beruflich mit der Umstellung von MS Office zu OPenOffice.org befasst und da geht es eigentlich nur um die KOstenfrage d.h. sind Umschulungen, Vorlagenkonvertuierungen und Makro-Umstellungen aus den Lizenzkosteneinsparungen heraus finanzierbar bzw. erhofft man sich Vorteile die ggf. sogar kurzfristig höhere Kosten rechtfertigen.
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