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Dafür kriegt man auch einen Microserver

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  1. Dafür kriegt man auch einen Microserver

    Autor Casandro 23.03.13 - 17:05

    Und der ist bei deutlich geringerem Preis auch fast so schnell.

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  2. Re: Dafür kriegt man auch einen Microserver

    Autor Tzven 23.03.13 - 17:12

    Stimmt schon, aber sobald Rack ein wichtiges Krieterium ist wird das Angebot meist spärlich.

    Oder gibts da günstige Alternativen?

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  3. Re: Dafür kriegt man auch einen Microserver

    Autor Cordesh 23.03.13 - 17:34

    Wer basteln mag und Zeit für sowas hat entscheidet sich für nen Microserver, wer ein System will wo man nur noch Platten reinsteckt und das dann funktioniert für ein QNAP NAS.
    Nicht für jeden ist der Preis entscheidend.

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  4. Re: Dafür kriegt man auch einen Microserver

    Autor zacha 23.03.13 - 18:25

    Die Frage ist wofür man sowas wirklich gebrauchen kann. Das Teil duerfte fuer ernsthafte Anwendungen deutlich zu geringe IOP/s Performance bieten und hat zudem keinerlei Moeglichkeit, eine Ausfallsicherheit bereit zu stellen. Sprich wenn das Netzteil stirbt oder der Controller oder die interne Software dann steht man auf verlorenem Posten und wer will sowas schon bei Anwendungen, auf die eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern oder gar Kunden tagtaeglich angewiesen sind- auch hat man keine Möglichkeit, das Ding an zwei Stromversorgungen anzuschließen- man kann nur hoffen, dass die beiden Ethernet Controller sich wenigstens in einen LACP oder ähnlichen Bond- Modus versetzen lassen.

    Als Datenhalde fuer Zuhause braucht wohl keiner ein Rackmount- faehiges System. Bleibt im Zweifel noch der Einsatz als Backup- oder Archiv- Medium... dass dafür allerdings vier Festplatten reichen, dürfte meist nicht der Fall sein, zumindest wenn wir von Firmen sprechen, die Ihre IT in Racks organisieren.

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  5. eine Frage der Konfiguration

    Autor f0x7c 23.03.13 - 18:37

    Sofern man RAID5 mit 3 + 1 Spare konfiguriert und die Fehlerlogs im Auge behält ist das mit der Ausfallsicherheit kein Thema. Jedoch wird das Ding nicht sonderlich flott, zumal der Marvell ARM Prozessort so ziemlich alle Operationen (RAID, Netzwerk, etc.) schaukelt.
    Das Unix basierte OS greift im übrigen auf MDAM zurück. Es gibt also keinen Hardware Controller, wodurch die Performance nochmal nachgibt.

    Ich hab vor ein paar Monaten auf dem TS-412 Debian Squeeze installiert - eine echte Geduldübung, und mit der Leistung eines echten Servers absolut nicht vergleichbar.

    Die Ethernet-Slots lassen sich über Bonding zusammenschalten ; ) ...
    Eins darf man aber nicht vergessen: man kauft die Lizenz für das QNAP OS mit und das ist mMn. recht gut und stabil. Erweiterungen gibt es en massé und das mitgelieferte OS im ROM harmoniert mit der Hardware recht flüssig.

    Für mich als Performance Junkie wäre es allerdings einfach zu schwach, wobei man ja für dieses Geld auch vernünftige Hardware bekommen kann.

    Was Backup betrifft, dafür tut's das Ding allemal, für Einsteiger die Ihre Daten in die Ecke stellen wollen is es okay.

    lG

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  6. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor zacha 23.03.13 - 18:47

    Ich sprach ja auch nicht von der Plattenausfallwahrscheinlichtkeit. Dafuer ist Raid 5 + HS uebrigens gar nicht so gut, wie es sich auf den ersten Blick anhoert. Denn gerne sterben (weitere) Platten gerade beim Rebuild, wenn sie mal so richtig unter Stress geraten. Aber da das Ding auch Raid 6 kann, gar kein Punkt zum meckern. Aber was wie kommst Du an Deine Daten ran, wenn irgend eine andere HW Komponente die Hufe reisst. Dann musst Du zumindest erstmal die Ersatzhardware ans Laufen bringen- aber wer NAS Server fuer den Produktiveinsatz in der Preisklasse kauft, hat sowas wie Ersatzhardware auch nicht unbedingt da. Ich weiss nicht wie das bei QNAP ist- aber ich kann mich an einen Fall zurueck erinnern, da hatte der Kunde alle Moeglichen Daten auf irgend ein Billig NAS Marke Baumarkt archiviert. Obwohl alle Platten intakt waren, bootete das Teil aus irgendwelchen Gruenden nicht mehr. Vermutlich nur ein Fehler in der Konfiguration oder im Dateisystem der Systempartition. Die Software neu flashen war nicht drin, da laut Hersteller damit alle Daten verloren gehen (Neupartitionierung). Also haben wir die Platten ausgebaut und geschaut was man damit anfangen kann. Dass es irgendwie ein MD Raid 5 war, was da angelegt wurde, liess sich noch heraus finden und auch, dass der Hersteller (Ac*r) da irgendeine Abwandlung von XFS draufgelegt hatte. Aber leider konnten wir beim besten willen das Dateisystem nicht irgendwo gemountet bekommen auch mit allen Tricks und kniffen die man irgendwo in Foren fand. Als Ergebnis stand dann fuer uns die Aussage- Wegwerfen oder fuer mehrere Tausend Euro Datenretterfirma einschalten. Der Kunde hat sich dann zaehneknirschend fuer Wegwerfen entschieden, weil die Daten nicht SOOO vital waren- aber man stelle sich vor, da ist etwas drauf, was man unbedingt braucht, um die naechste Monatsabrechnung zu machen oder Die Umsatzsteueranmeldung.

    Fuer unseren Produktiveinsatz setzen wir daher voll auf ein SAN Target welches wird komplett im Eigenbau aufgebaut haben und welches auf Standard- Opensource Software basiert und natuerlich mit vernuenftiger redundanter Server Hardware. Im Fehlerfall kommt man so zumindest IMMER an die Daten ran.

    Und was die Performance angeht- so stelle man sich z.B. vor, das Ding waere fuer eine Virtualisierung als Storage angebunden und es laufen nur DREI virtuelle Maschinen- und alle drei machen I/O. Dann sind wir bei 4 Sata Platten im Raid 6 bei Write Penalty von 6 bei 25 IO/s pro VM. Da fuehlt man sich ins Jahr 2000 zurueck katapultiert. Aber auch als Ablage fuer z.B. ein CMS taugt das wohl eher wenig.

    Wie gesagt als Ablage fuer Backups koennte ich mir das noch vorstellen- da wir da ja von Sequiental Write sprechen und man es i.d.R. auch mal problemlos uebersteht, wenn das Backup mal drei Tage nicht verfuegbar ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.13 18:56 durch zacha.

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  7. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor f0x7c 23.03.13 - 18:52

    also RAID6 bei 4 Platten, sei mir nicht bös, das find ich einfach nur pervers ; )
    sowas macht man auch nicht!!

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  8. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor zacha 23.03.13 - 19:03

    Depends. Wenn die Daten absolut vital sind, macht man Raid 6. Ob man dazu nun eine Maschine grade hernimmt, die nur 4 Platten beherbergen kann, ist sicherlich fraglich.

    Backups sind immer schoen und gut- aber verklicker mal Deinem Kunden, dass Du seinen X TB Datenbestand vom Backup zurueck spielen musst, weil eine Festplatte kaputtgegangen ist und dass er dafuer 2 Tage warten muss und auf die Daten der letzten X Stunden verzichten muss. Da sollte man schon ein wirklich gutes Argument fuer haben- das vielleicht lauten kann "der Serverraum ist abgebrannt", "die Polizei hat alle Server beschlagnahmt" oder "es ist eine Bombe explodiert" oder der grantige Abteilungsleiter mit Rechten auf allen Verzeichnissen zu schreiben hat alles geloescht aber sicher nicht, dass eine Festplatte kaputt gegangen ist. Nach meinem professionellen Verstaendnis wuerde sich der Kunde dann zurecht einen anderen Dienstleister suchen- zumindest, wenn er vorher deutlich gemacht hat, dass seine Kernprozesse von der Verfuegbarkeit eben dieser Daten abhaengen.

    Wir betreiben auch kein Raid 6 mit nur vier Spindeln- das ist natuerlich (write) Performance maessig der absolute Todbringer- aber wir betreiben durchaus Raid 6 Arrays fuer die absolut vitalen Daten unserer Kunden- UND- diese haben wir auch noch synchron auf ein zweites SAN Target gespiegelt- sozusagen RAID 1 over RAID 6- das hoert sich krank an aber wir haben schon Pferde kotzen sehen.. und unsere Kunden tolerieren fuer diese Systeme keinen Ausfalls von mehreren Tagen. Das heisst bei einem Fehler muss im schlimmsten Fall nach zwei nis drei Stunden alles wieder rennen.

    Die herangehensweise "ich habe vier Platten und Raid 6 ist zu langsam" ist m.E. voellig die falsche. Das ist eine Bottom- up- Problemloesung- es muss aber anders herum laufen- ich muss mich fragen was fuer eine Performance brauche ich, was fuer eine Ausfallsicherheit brauche ich und wenn das heraus kommt Performance mindestens 1000 random io/s und Ausfallsicherheit sehr hoch- dann brauche ich eben Raid 6 mit 24 15k Spindeln oder SSDs. Und wenn der Kunde das nicht zahlen will, dann muss er eben mit seinen Anforderungen zurueck schrauben oder seinen Geschaeftsprozess ueberdenken- manchmal faellt damit vielleicht sogar die Entscheidung ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung anzubieten. Aber besser so als wenn man spaeter ins kalte Wasser faellt, weil man feststellen muss- die Perfomance reicht nicht und ich muss Verluste machen, weil ich noch mal Nachinvestieren muss oder im schlimmsten Fall sind die Daten weg und ich kann den Ladfen dicht machen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.13 19:13 durch zacha.

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  9. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor belugs 23.03.13 - 20:32

    Hi,

    also ich weiß ja nicht - aber natürlich kannst Du das Teil nicht mit einem wirklichem SAN Storage vergleichen. Das dürfte hier auch gar nicht der Ansatz sein. So was wäre z.B. als backup device oder NFS Server für Daten die keine große Disk I/O brauchen. Wenn das "verfügbar" sein muss, dann kauf 2 und spiegle das. Disk I/O lebt sowieso von der Anzahl der Spindeln (klassische HDs) oder braucht eben SSDs.
    Ein Fiberchannel SAN koste aber sicher Faktor 20 aufwärts (wenns reicht). Und mit 30 Watt wirst Du da sicher auch nicht hinkommen :-).
    Und falls die Hardware wirklich mal abraucht - danke Software-RAID kannst du das einfach in einer Linuxkiste zusammen mounten und die Daten retten. Habe ich schon einmal gemacht - kein Hexenwerk.
    Ein RAID 6 mit 4 HDs ist IMHO dämlich. Ein RAID 10 wäre da, meine ich, sinnvoller.
    SSDs kann man auch einbauen. Ich weiß nicht ob das bei dem Modell unterstützt wird. Eine Anfrage beim Support kann da vielleicht weiter helfen.

    Noch eine Anmerkung:
    Bei Qnap gibt es auch noch andere Modell - mit redundanten Netzteilen usw. usw. Aber das ist dann auch da deutlich teurer. An ein SAN mit redundant von allem Möglichen pi pa po ist das dann sicher auch nicht, aber schon ganz ok.
    Es muss ja nicht immer eine Netapp, 3par, Lefthand oder oder sein. Alles auch eine Frage von was will ich machen und was darf es kosten.

    Grüße

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  10. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor zacha 23.03.13 - 20:57

    Ja das war auch gar nicht meine Intention das Ding mit einem richtigen SAN zu vergleichen. Mein Eingangsposting beschaeftigte sich mit der Frage, ob es denn einen wirklichen Einsatzzweck fuer so ein Teil gibt und ich sehe ihn eben nicht- das ist eben in meinen Augen nichts halbes und nichts ganzes. Wenn man mal von der Performance absieht wuerde ich eben auf so ein Teil nicht wirklich Daten packen, die wichtig sind- weil ich nicht dafuer garantieren kann, dass die dann auch verfuegbar bleiben. Software RAID schoen und gut dann hast Du vielleicht nach ein paar Stunden die Daten aber wie stellst Du die dann zur Verfuegung? Der Service geht eben einfach nicht weiter bis Du neue Hardware hast- wobei der Kunde eben meist erst dann merkt, dass er eben NICHT ein paar Stunden auf die Daten verzichten kann, wenn es so weit ist Deshalb wuerde ich soetwas niemandem empfehlen- zumindest nicht, ohne wenigstens noch eine zweite Kiste im Schrank liegen zu haben.

    Dass ein RAID 10 besser ist- stimmt aus Datensicherheitsaspekten heraus nicht. Bei einem RAID 10 duerfen eben NICHT zwei beliebige Festplatten sterben. RAID 10 hat insofern gegenueber RAID 5 nur den Vorteil, dass bei einem Rebuild immer nur eine Spindel benoetigt wird und somit die Ausfallwahrscheinlichkeit fuer diesen Fall geringer ist. Aber RAID 10 + HS geht in dem Teil schon wieder nicht, weil ich max 4 Spindeln rein bekomme. Natuerlich ist RAID 10 von der Performance her besser. Aber um die Platten ging es mir ja wie gesagt gar nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.13 20:59 durch zacha.

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  11. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor Paritz 23.03.13 - 21:23

    > UND-
    > diese haben wir auch noch synchron auf ein zweites SAN Target gespiegelt-
    > sozusagen RAID 1 over RAID 6- das hoert sich krank an aber wir haben schon
    > Pferde kotzen sehen..

    Wie macht man so was eigentlich am dümmsten? So was Ähnliches habe ich hier auch, allerdings eher RAID-1 over RAID-1 (nicht einmal diesen ganzen stripe sets traue ich wirklich) und nur mit asynchronem Abgleich (schlicht per rsync). Hatte mal mit DRBD gespielt, aber das war alles andere als überzeugend.

    Die jetzige Lösung ist mehr dafür gedacht, im worst case ggf. aus Hawaii die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, wegen des asynchronen Abgleichs natürlich mit n Stunden Datenverlust. In der konkreten Umgebung ist das tolerierbar, wenn man trotzdem vollständige Synchronisierung bei brauchbarer leistung hinbekommen kann, wäre es natürlich schön.

    Microsoft Server 2012 soll diesem Zustand mit recht geringem Aufwand sehr nahe kommen (Synchronisierungsraster 5 Minuten per Journal), aber mehr als diese unverbindliche Info kenne ich noch nicht.

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  12. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor tobzn 23.03.13 - 21:52

    Paritz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > UND-
    > > diese haben wir auch noch synchron auf ein zweites SAN Target
    > gespiegelt-
    > > sozusagen RAID 1 over RAID 6- das hoert sich krank an aber wir haben
    > schon
    > > Pferde kotzen sehen..
    >
    > Wie macht man so was eigentlich am dümmsten? So was Ähnliches habe ich hier
    > auch, allerdings eher RAID-1 over RAID-1 (nicht einmal diesen ganzen stripe
    > sets traue ich wirklich) und nur mit asynchronem Abgleich (schlicht per
    > rsync). Hatte mal mit DRBD gespielt, aber das war alles andere als
    > überzeugend.
    >
    > Die jetzige Lösung ist mehr dafür gedacht, im worst case ggf. aus Hawaii
    > die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, wegen des asynchronen Abgleichs
    > natürlich mit n Stunden Datenverlust. In der konkreten Umgebung ist das
    > tolerierbar, wenn man trotzdem vollständige Synchronisierung bei
    > brauchbarer leistung hinbekommen kann, wäre es natürlich schön.
    >
    > Microsoft Server 2012 soll diesem Zustand mit recht geringem Aufwand sehr
    > nahe kommen (Synchronisierungsraster 5 Minuten per Journal), aber mehr als
    > diese unverbindliche Info kenne ich noch nicht.

    DRBD und rsync sind ja schonmal zwei ganz verschiedene Ansätze. Das Problem wird bei dir vermutlich die Geschwindigkeit der WAN Verbindung sein nehme ich an? Mit DRBD wäre das auch möglich abhängig welchen Modus ich einstelle. (http://www.drbd.org/users-guide/s-replication-protocols.html)

    Mit einem DRBD Proxy wäre es möglich das im Endeffekt gut umzusetzen, dann bedarf es aber wahrscheinlich viel RAM, natürlich abhängig der zu synchronisierenden Datenmenge und der Geschwindigkeit des Uploads.

    http://www.drbd.org/users-guide/s-drbd-proxy.html

    Und bei Microsoft ist das ganze auch kein Hexenwerk. Die kochen auch nur mit Wasser ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.13 21:52 durch tobzn.

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  13. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor euroregistrar 23.03.13 - 21:54

    zacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Depends. Wenn die Daten absolut vital sind, macht man Raid 6. Ob man dazu
    > nun eine Maschine grade hernimmt, die nur 4 Platten beherbergen kann, ist
    > sicherlich fraglich.
    >
    > Backups sind immer schoen und gut- aber verklicker mal Deinem Kunden, dass
    > Du seinen X TB Datenbestand vom Backup zurueck spielen musst, weil eine
    > Festplatte kaputtgegangen ist und dass er dafuer 2 Tage warten muss und auf
    > die Daten der letzten X Stunden verzichten muss. Da sollte man schon ein
    > wirklich gutes Argument fuer haben- das vielleicht lauten kann "der
    > Serverraum ist abgebrannt", "die Polizei hat alle Server beschlagnahmt"
    > oder "es ist eine Bombe explodiert" oder der grantige Abteilungsleiter mit
    > Rechten auf allen Verzeichnissen zu schreiben hat alles geloescht aber
    > sicher nicht, dass eine Festplatte kaputt gegangen ist. Nach meinem
    > professionellen Verstaendnis wuerde sich der Kunde dann zurecht einen
    > anderen Dienstleister suchen- zumindest, wenn er vorher deutlich gemacht
    > hat, dass seine Kernprozesse von der Verfuegbarkeit eben dieser Daten
    > abhaengen.

    wenn deine kunden so wichtig sind, dann sollten sie auf was sinnvolles setzen und keine bastellösung von euch.


    > Wir betreiben auch kein Raid 6 mit nur vier Spindeln- das ist natuerlich
    > (write) Performance maessig der absolute Todbringer- aber wir betreiben
    > durchaus Raid 6 Arrays fuer die absolut vitalen Daten unserer Kunden- UND-
    > diese haben wir auch noch synchron auf ein zweites SAN Target gespiegelt-
    > sozusagen RAID 1 over RAID 6- das hoert sich krank an aber wir haben schon
    > Pferde kotzen sehen.. und unsere Kunden tolerieren fuer diese Systeme
    > keinen Ausfalls von mehreren Tagen. Das heisst bei einem Fehler muss im
    > schlimmsten Fall nach zwei nis drei Stunden alles wieder rennen.

    spiegeln? so was können gute storages out of the box. blockbasierte replikation auf ein 2tes storage.

    > Die herangehensweise "ich habe vier Platten und Raid 6 ist zu langsam" ist
    > m.E. voellig die falsche. Das ist eine Bottom- up- Problemloesung- es muss
    > aber anders herum laufen- ich muss mich fragen was fuer eine Performance
    > brauche ich, was fuer eine Ausfallsicherheit brauche ich und wenn das
    > heraus kommt Performance mindestens 1000 random io/s und Ausfallsicherheit
    > sehr hoch- dann brauche ich eben Raid 6 mit 24 15k Spindeln oder SSDs.

    mit 24 spindeln bekommst du keine 1000 random i/os. nicht, wenn da mehr als ein user/dienst draufzugreift.

    > Und
    > wenn der Kunde das nicht zahlen will, dann muss er eben mit seinen
    > Anforderungen zurueck schrauben oder seinen Geschaeftsprozess ueberdenken-
    > manchmal faellt damit vielleicht sogar die Entscheidung ein bestimmtes
    > Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung anzubieten. Aber besser so als
    > wenn man spaeter ins kalte Wasser faellt, weil man feststellen muss- die
    > Perfomance reicht nicht und ich muss Verluste machen, weil ich noch mal
    > Nachinvestieren muss oder im schlimmsten Fall sind die Daten weg und ich
    > kann den Ladfen dicht machen.

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  14. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor euroregistrar 23.03.13 - 21:59

    drbd ist sicher ok, habe damit selber gute erfahrungen gemacht. wenns bisschen was kosten darf,
    dann einen premium anbieter laufen ´. netapp mit syncmirror bzw. snapmirror. so ne kleine box
    kostet gar nicht so die welt. wenns grad ne promo gibt, dann kostet ne netapp 2240er mit
    12x 600 gb sas platten und allen features ca 15-16k.

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  15. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor zacha 23.03.13 - 22:08

    Drbd, datacore oder mdraid over remote targets (iscsi, fc) fallen mir ein, wenns synchron sein muss. Drbd proxy ist nur asynchron aber sicher eine gute sache fuer wan verbindungen. Bei uns ist das aus meiner sicht nicht so sehr darauf abgezielt weitere plattenausfaelle abzudecken als einen ganzen san ausfall. Da gibts natuerlich von den ueblichen verdaechtigen die ueblichen ansaetze mit redundanten san controllern an ein und dem gleichen plattengehaeuse. Da kann man natuerlich das raid level jeweils mit nested raids noch verbessern, z.b. Raid 60 usw.. Was natuerlich immer nicht gegen einen ausfall des controllers hilft. Aber drbd geht schon ganz gut du kannst dir von den linbit leuten auch consulting einkaufen und performance tuning machen lassen.

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  16. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor zacha 23.03.13 - 22:25

    >
    > wenn deine kunden so wichtig sind, dann sollten sie auf was sinnvolles
    > setzen und keine bastellösung von euch.

    Bestimmst jetzt du welche Kunden wichtig sind und welche nicht? Es ist doch scheiss egal ob der Kunde in Deinen Augen oder auch volkswirtschaftlich gesehn wichtig ist oder nicht. Es geht doch darum, wie wichtig dem Kunden die Daten sind und dass er eine Loesung bekommt, die er benoetigt, damit seine Prozesse funktionieren. Und wenn der Kunde meint er kann keinen Tag ausfall ueberleben, dann bekommt er eine Loesung, die das ermoeglicht.

    Und warum soll der Kunde nun unsere Loesung nicht nehmen? Kennst Du die denn, deren Schwachstellen oder die Anforderungen des Kunden? Oder sein Budget? Vielleicht hast Du ja noch ein paar gute Vorschlaege, die ich dem Kunden dann gleich auf den Weg mitgeben kann. Aber uebrigens die Kataloge von NetApp oder EMC vorlegen kann jeder.

    > spiegeln? so was können gute storages out of the box. blockbasierte
    > replikation auf ein 2tes storage.

    Ja und? Unsere Loesung kann das auch. Und nun? Denkst Du ich kenne die gaengigen Loesungen von den entsprechenden Anbieter nicht? Mit einer passenden Lizenz bekommt man sowas da natuerlich auch- hat doch auch niemand was anderes behauptet. Es ging doch hier nur um die Frage welches Raid Level sinnvoll ist und welches nicht. Und meine Antwort darauf war, es haengt davon ab- und das was ich schrieb ist nur ein Beispielt.

    > mit 24 spindeln bekommst du keine 1000 random i/os. nicht, wenn da mehr
    > als ein user/dienst draufzugreift.

    Wer die random i/os generiert ist mal sowas von scheiss egal deshalb sind die ja random. Eine akuelle 15k platte schafft ca. 250 random i.os. Das sind bei 24 spindeln 6000 und bei einem write penalty von 6 dann 1000. War also gar nicht so schlecht meine Schaetzung ins blaue hinein- ich habe das naemlich nur einfach so als Beispiel geschrieben und es war jetzt nicht genau ausgerechnet. Weil es auch voellig wurscht is ob man mit 24 spindeln 1000 i/os schafft, das kann sich jeder gerne selber ausrechnen- sondern weil es nur darum ging, meine Aussage zu unterfuettern, dass die Anforderung das RAID Level und die Wahl der Speicher bestimmen sollen und nicht umgekehrt.

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  17. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor msdong71 23.03.13 - 23:23

    ich frag mal doof weil es nicht wirklich meine baustelle ist aber wird das ganze (bei dem gerät) nicht eher durch die netzwerkanbindung gebremst als durch die HD Technik?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.13 23:23 durch msdong71.

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  18. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor Drag_and_Drop 24.03.13 - 00:38

    Prinzipiell jaein XD

    Im Normalfall sind die IOPS das entschiedene für ISCSI und co (z.B. für VMs)
    Ich komme regelmäßig eher an die IOPS grenze, ehe die Maximale Übertragungsrate des Netzwerks auch nur zu 50% ausgelastet ist^^

    Wenn du das ganze allerdings als Backuplager oder Sonstige große datenmengen nehmen willst ist beim Netzwerk schneller Schluss^^
    Dafür haben die größeren QNAPs aber auch Steckplätze für 10 Gbit Karten, was Brutto ca. 1333 MB/s sind (je nachdem wie die Intern angebunden sind, kann das natürlich Netto deutlich weniger sein^^
    Dann kann man die 2 x 1 Gbit ports noch als Teaming Ports konfigurieren und so verhalten die sich als 1 x 2 Gbit, was hier gemacht wurde, damit die 200 Mb/s möglich sind.


    @Topic

    Prinzipell gibt es nix besseres wie Fertig Ware, gerade im Small Business Sektor.
    Man muss ja bedenken, mit einem Server hab ich wieder Installationsaufwand, muss schauen, das alles alles läuft usw.
    Bei Fertig NAS Systemen drücke ich einmal auf Aktuallisiren und eine Neue Fimware ist drauf.

    P.S.
    Wie sieht es eigentlich mit Support bei den QNAPs aus? Gibt es da mittlerweile Vorort Service? Ich stelle mir das sonst nicht gerade praktikabel vor, wenn man das Ding erst mal 4 Wochen lang einschicken muss^^



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.13 00:38 durch Drag_and_Drop.

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  19. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor belugs 24.03.13 - 02:45

    gibt 24h vorab tausch. Sprich du bekommst ein Ersatzgerät gestellt und schickst dann deins ein.
    Wie gut das klappt kann ich aber nicht sagen :-)
    Grüße

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  20. Re: eine Frage der Konfiguration

    Autor belugs 24.03.13 - 03:58

    HI,

    wenn 2 Platten sterben dann hilft Raid5 nicht weiter .... Raid 6 natürlich schon. Aber ICH finde das bei 4 HDs gesamt einfach nicht sinnvoll. Alleine schon das die Performance lausig ist. Aber egal - kann ja jeder halten wie er will. Und klär mich nicht über die Raid level auf - ich kenn das - wirklich ;-)
    ICH (meine Meinung) finde eben Raid6 mit 4 HDs Unfug. Du darfst das gerne anders halten, mir wirklich egal.
    Wofür kann man nun so ein Gerät verwenden? z.B.
    - Backup-to-Disk als ZWEITES Medium um im Falle eines Falles nicht erst die Bänder raus zu fummeln. Egal welches Raid - ein Backup ersetzt das ja nie.
    - Daten die wenig bis selten bewegt und verändert werden aber online sein sollen
    - Replikations Medium zum zweiten Standort; einer superduper was auch immer und der zweite (dort z.B. die qnap) als zusätzliche Sicherheit oder aus Performancegründen (kommt auf die Daten und das Szenario an ... gibts aber durchaus)
    - als Datengrab für alte Sachen die zusätzlich auf Tape existieren und hier nur read-only liegen
    - Daten die NICHT unersetzbar sind bzw. wieder beschafft werden können und NICHT super kritisch was Verfügbarkeit betrifft (fallen dann in "nice-to-have-it-quick") wie z.B. iso Images, Software etc.

    Fallen mir durchaus noch ein paar andere Sachen ein ....
    Nicht alle Daten sind ja überlebens-wichtig. Die Dinger sind günstig und brauchen wenig Strom.

    Nochmal: wer auf eine 600€ Kiste unternehmenskritische Daten legt, ist entweder naiv oder unwissend. Für einiges Andere aber kann ich mir das schon vorstellen.

    Wie ich im dem Fall der mir passiert ist (allerdings bei einer Synology) die Daten zur Verfügung gestellt habe?
    Rackserver mit 6 HD Einschüben (Linux war schon drauf auf 2 HDs)
    -> die 4 HDs reinpacken von der syno (ging da hot-plug)
    -> md raid zusammen bauen (mit ein wenig Ahnung ca. 15 Minuten vielleicht gehts auch schneller ....)
    -> NFS oder SMB oder was auch immer Freigaben erstellen
    -> evtl. noch IPs anpassen
    -> fertig
    -> iSCSI hat dann nochmal ca. 1h verschlungen. Musste erst ein wenig googlen .... :-/
    Nach grob 3,5h lief alles wie es sollte. Schön war daran, dass ich in Bayern war und die besagte Kiste in Amsterdam stand. Aber der Service vom ISP dort war wirklich sensationell auf zack (HDs umbauen usw.)! In dem Fall wäre es aber egal gewesen, selbst wenn es 2 Tage gedauert hätte.

    Grüße



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.13 04:00 durch belugs.

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    Für iOS 8.1 soll es mit Pangu 1.0.1 einen Jailbreak geben, der aus China stammt. Er nutzt eine Lücke aus, die es ermöglicht, iPhones, iPads und den iPod touch zu entsperren, um Software installieren zu können, die nicht von Apple abgesegnet wurde.

  2. Gratiseinwilligung für Google: Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein
    Gratiseinwilligung für Google
    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

    Es war kaum anders zu erwarten: Die meisten in der VG Media organisierten Verlage wollen keine verkürzte Darstellung ihrer Links bei Google hinnehmen. Der Konzern lehnte zuvor eine Bitte um "Waffenruhe" ab.

  3. John Riccitiello: Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies
    John Riccitiello
    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

    Der Engine-Hersteller Unity Technologies steht unter neuer Führung: Gleichzeitig mit dem Rücktritt von Mitgründer David Helgason als CEO gibt das Unternehmen die Berufung von John Riccitiello als Nachfolger bekannt, dem ehemaligen Chef von Electronic Arts.


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