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Toll nur bis zum Controllerausfall

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  1. Toll nur bis zum Controllerausfall

    Autor knips 24.01.11 - 08:53

    Solche Lösungen wirken nur solange sicher, bis der Raidcontroller in der Schachtel seinen Dienst versagt. In dem Moment entscheidet es sich, ob die gespiegelten Platten an einem anderen Controller einzeln oder im Verbund bereitwillig Ihre Daten wieder hergeben.

    Fällt man dabei auf die Nase, ist´s Essig mit der Datensicherheit durch Raid. Denn ein baugleiches Gehäuse mit gleichem Firmwarestand wird kaum einer im Regal haben.

    Da mir persönlich schön mehrere (Nicht-Raid-)Controller in externen Gehäusen versagt haben, würde ich auf derlei Lösungen nicht viel geben. Der Datensicherheitsgewinn ist ggf. bedeutend kleiner als es aussieht.

  2. RAID != Backup

    Autor Brainfreeze 24.01.11 - 09:17

    knips schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solche Lösungen wirken nur solange sicher, bis der Raidcontroller in der
    > Schachtel seinen Dienst versagt. In dem Moment entscheidet es sich, ob die
    > gespiegelten Platten an einem anderen Controller einzeln oder im Verbund
    > bereitwillig Ihre Daten wieder hergeben.
    >
    > Fällt man dabei auf die Nase, ist´s Essig mit der Datensicherheit durch
    > Raid. Denn ein baugleiches Gehäuse mit gleichem Firmwarestand wird kaum
    > einer im Regal haben.
    >
    > Da mir persönlich schön mehrere (Nicht-Raid-)Controller in externen
    > Gehäusen versagt haben, würde ich auf derlei Lösungen nicht viel geben. Der
    > Datensicherheitsgewinn ist ggf. bedeutend kleiner als es aussieht.

    Natürlich hast Du mit deinem Einwand recht, aber ein RAID-System ersetzt kein Backup. Wer (wichtige) Daten nur an einem Ort speichert, ist bei Hardwareausfällen meiner Meinug nach selber schuld.

  3. Wo ist das Problem?

    Autor Horst-Kevin 24.01.11 - 09:18

    JBD und Software-Raid, dann klappt's auch ohne Controller.

  4. Re: Wo ist das Problem?

    Autor ichbinswersonst 24.01.11 - 09:32

    JBD?

    Ich bin nicht so bewandert, ich dachte ein Raid-1 speichert Informationen immer auf alle Platten gleichermaßen. Warum kann man, beim Ausfall des Raid-Controllers, die Platten nicht einfach in ein neues Gerät stecken und verwenden?

  5. Re: Wo ist das Problem?

    Autor Horst-Kevin 24.01.11 - 09:35

    Just a Bunch of Disks, also alle Disks einzeln.

    Einem anderen Controller muss man dem erst einmal beibringen, dass dort auf den Platten schon ein Raid1 ist und wenn der Controller das Raid neu initialisieren will und evtl. Murks in die Header der Platten schreibt, gibt's halt ein Problem.

    Für den Einsatzzweck dieser externen Platten würd's aber vermutlich auch ein Software-Raid tun, dann ist man auf der sicheren Seite.

  6. Kein Problem bei RAID1

    Autor DrAgOnTuX 24.01.11 - 09:42

    Warum sollte es auch? Bei RAID1 werden die Daten 1:1 gespiegelt, fällt also eine Festplatte oder der Controller aus, sind die Daten normal auslesbar indem man die funktionstüchtige Festplatte an den Computer anschliesst and backupt was nicht eh schon gebackupt wurde :)

  7. Re: Kein Problem bei RAID1

    Autor SFNr1 25.01.11 - 14:01

    DrAgOnTuX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte es auch? Bei RAID1 werden die Daten 1:1 gespiegelt, fällt also
    > eine Festplatte oder der Controller aus, sind die Daten normal auslesbar
    > indem man die funktionstüchtige Festplatte an den Computer anschliesst and
    > backupt was nicht eh schon gebackupt wurde :)

    Das Problem ist dann nur herauszufinden welche Platte nun die aktuellere ist ;-). Darüber hinaus gibt es lustige Controller die in Containern schreiben, so das die Platte irgendwo ausserhalb des Controllers nicht mehr lesbar ist, bootbar schon gar nicht (hier wird gern der MBR geändert).

    Was in der News nicht steht ist WIE das Teil die RAIDlevel macht. Ist das über einen Hardwareschalter gelöst?

  8. Re: Kein Problem bei RAID1

    Autor DrAgOnTuX 26.01.11 - 17:41

    SFNr1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrAgOnTuX schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum sollte es auch? Bei RAID1 werden die Daten 1:1 gespiegelt, fällt
    > also
    > > eine Festplatte oder der Controller aus, sind die Daten normal auslesbar
    > > indem man die funktionstüchtige Festplatte an den Computer anschliesst
    > and
    > > backupt was nicht eh schon gebackupt wurde :)
    >
    > Das Problem ist dann nur herauszufinden welche Platte nun die aktuellere
    > ist ;-).
    Die, welche noch funktioniert, bzw. keine SMART-Fehler ausweist!?

    > Darüber hinaus gibt es lustige Controller die in Containern
    > schreiben, so das die Platte irgendwo ausserhalb des Controllers nicht mehr
    > lesbar ist, bootbar schon gar nicht (hier wird gern der MBR geändert).
    Das ist in der Tat ärgerlicher Schwachsinn (nicht deine Ausführungen, sondern der Umstand, dass gewisse "HW"-Controller sowas machen). Einer der Gründe warum ich nur noch auf Linux SW RAIDs setze.

  9. Re: Kein Problem bei RAID1

    Autor SFNr1 27.01.11 - 13:21

    DrAgOnTuX schrieb:

    > Die, welche noch funktioniert, bzw. keine SMART-Fehler ausweist!?
    In der Theorie, ja :-). Wie so oft ist das aber nicht immer die Realität. Es muss ja nicht unbedingt ne Platte abruachen, es reicht doch schon aus wenn die Platte durch ein Timeout (TLER, Treiberproblem, etc) aus dem Raid fliegt oder die Konsistenz einfach durch Treiberfehler nicht mehr da ist (ok, betrifft hier mehr Softwareraid [hatte ich schon bei Intels Matrixraid]). Dann hast du zwei funktionierende Platten, jedoch weißt du nicht welche nun OK sind. Hatte sowas auch schon bei SCSI Raid1, sehr lustig. Ohne Prüfsummen kommst du dann kaum weiter.
    > > Darüber hinaus gibt es lustige Controller die in Containern
    > > schreiben, so das die Platte irgendwo ausserhalb des Controllers nicht
    > mehr
    > > lesbar ist, bootbar schon gar nicht (hier wird gern der MBR geändert).
    > Das ist in der Tat ärgerlicher Schwachsinn (nicht deine Ausführungen,
    > sondern der Umstand, dass gewisse "HW"-Controller sowas machen). Einer der
    > Gründe warum ich nur noch auf Linux SW RAIDs setze.
    Jep, das ist schon mal ne gute Idee. ZFS mit Prüfsummen wär toll, da wird dann nicht auf Blocklevel sinder auf Filelevel gespiegelt und rückkopiert. Gespiegelter Datenmüll ist nun mal auch nur Datenmüll ;-).

    So, hier noch zwei kleine Anekdoten.

    Intel Matrix Raid > Platte wurde beim booten zu spät erkannt und Raid1 war nicht mehr sync. Ok, neu gesynct. ZACK, Bluescreen. Eine der Platten hatte nämlich im freien Bereich (deshalb nicht bemerkt) einen Sektorfehler. Welche Platte das war, konnte ich nur "offline" Feststellen, da der StorageManager von Intel dies nicht zulässt.

    Oder HArdwareraid mit SCSI > Server abgestürzt, bootet, ok. Beim zweiten Mal einen Tag drauf > "kein Bootmedium gefunden". Fehler? Platte war im Eimer. Hardwarecontroller sagte "alles ok", 500 Euro Intelcontroller.

    Oder noch einer. Wieder ein Intelcontroller (alter srczcrx), machte patrol read > Zack Server finster. Raid5 kaputt, Daten weg. Der Controller hat sich nämlich durch die erhöhte Last des scannens verabschiedet (lief über Jahre stabil).

    Also, Raid ist generell nett aber nur bei wirklichen Hardwareausfällen (Platte wird anhand Smartwerten/P oder G-lists aus dem Raid geworfen), kein Backup ;-)

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