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Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

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  1. Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor Dagobert Duck 03.09.10 - 09:56

    Der Verzicht auf Farbdruck und die damit gewonnenen knappen Abmessungen halte ich für den Privatgebrauch für sinnvoll. Wobei 1 cm mehr in der Höhe für ein grösseres Papierfach durchaus vertretbar wäre.

    Was mich aber bei diesem Drucker ebenso wie bei vielen anderen sehr günstigen Druckern stört, ist dieser Trend zu den halbleeren und im Ersatz sehr teuren Tonerkartuschen.

    Die sehr günstigen Preise merkt man an der Verarbeitung und Konstruktion der Drucker leider auch. Ich habe seit ca. 2 Jahren den HP ColorLaserjet 1515n (Kaufpreis 230,- €). Vorher hatte ich lange Zeit den sehr verbreiteten HP Laserjet 1100 (Kaufpreis 800,- DM). Natürlich sieht man schon am Preis, dass diese Geräte eigentlich kaum vergleichbar sind. Man kann mir berechtigt vorwerfen, dass ich bei dem Preisverfall nicht mehr mit der damaligen Qualität rechnen darf. Der springende Punkt ist, dass auch der alte Drucker damals einer der günstigsten Drucker von HP war.

    Der alte SW-Laserdrucker machte einen deutlich wertigeren Eindruck als der moderne günstige Farblaser. Ich finde die Entwicklung nicht sehr schön, denn gerade z.B. Drucker oder auch Monitore möchte ich nicht alle 3 Jahre austauschen müssen, da diese Dinge für IT-Verhältnisse zum Glück noch einigermassen langlebig sind.

    Und wenn man sich bei einem Toner-Nachkauf schon die Frage nach einen komplett neuen Drucker stellen kann (und diese Rechnung auch noch aufgeht), dann läuft da etwas in die falsche Richtung.

  2. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor Daisy Duck 03.09.10 - 11:19

    Dem kann ich nur zustimmen. Mit Vollgass in die Wegwerfgesellschaft ist wahrscheinlich keine gute Idee.

  3. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor Gustav Ganz 03.09.10 - 11:27

    Die Nachfrage regelt das Angebot. Die Billigdrucker verkaufen sich eben gut. Und der Kunde nimmt die Nepperei mit den überteuerten Kartuschen ja hin.

  4. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor Gustav Gans 03.09.10 - 11:33

    Es ist allgemein ein gesellschaftliches Problem. Wer so wenig druckt, dass sich für ihn kein guter Drucker lohnt, der braucht auch keine eigenen Drucker. Drucken kann man gut und günstig im Copy-Shop. Wenn man bedenkt, dass man erst wieder den Drucker einrichten muss oder die Patronen tauschen, weil sie mittlerweile eingetrocknet sind, so würde ich den Gang zum Copy-Shop sogar als bequemer empfinden. Aber die Leute gehen halt nicht gerne aus dem Haus und wollen immer alles gestern haben, aber erst morgen erledigen. Ich weiß auch nicht, wo das Problem ist die 10 Blätter im Jahr auf Arbeit zu drucken, meist liegt es im ignoranten Ausnutzen der Möglichkeiten Einzelner. Wie halt auch bei den Kopierschutzsystemen auf Medien.
    Ich kaufe mir zumindest keinen eigenen teuren Drucker, nur weil ich nicht warten kann, bis ich am nächsten Tag im Büro bin.
    Btw wird auch keine Arbeitskraft, die man braucht, wegen einer Bulette oder ein paar Blatt Papier gefeuert. Also deswegen muss man sich keinen Kopf machen, wenn man dich loswerden will, findet man schon Gründe.

  5. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor Jahklar 03.09.10 - 11:35

    Gustav Ganz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Nachfrage regelt das Angebot. Die Billigdrucker verkaufen sich eben
    > gut. Und der Kunde nimmt die Nepperei mit den überteuerten Kartuschen ja
    > hin.

    Nö. Der 0815 Mediamarkt Kunde denkt sich: "Wow, ein Laserdrucker, so klein und für nur 180 Euro!!11"

    Dieser hat keine Ahnung, das die Kartuschen anschließend auch so teuer sind, weil er davon ausgeht, das er alles Geschenkt bekommt und "Tintenpreise" erwartet.

    Besonders, wenn er mit dem Drucker doch noch seine 3000 bis 5000 Seitend druckt und anschließend nach 3 Monaten eine neue Tonerkartusche für 180 € anfällig wird. Was? Auf einen schlag 180 EURO?!!?!?!

    Da ist der Tintenstrahldrucker, der nur 300 Seiten erreicht, aber anschließend die Patronen "nur" 30 bis 50 Euro kosten, gefühlt günstiger - obwohl das dem nicht so ist.

    Besonders sobald mal ein neuer Druckkopf fällig wird oder die "Druckerkopfreinigung" 1/4 der Tinte verbraucht.

  6. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor melog1 03.09.10 - 12:01

    Hab immer noch den Laserjet 1000 mit Scanneraufsatz (1000 A). Top Produkt. Hat mich damals als Schüler gewaltig viel Geld gekostet (~730 DM). Mit dem habe ich mittlerweile so einige meiner Abschlussarbeiten ausgedruckt. Und das Ding tut immer noch.

  7. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor Print and Fire 03.09.10 - 16:21

    Der Herr Gans,

    klar wird man nicht wegen "ein paar Blatt Papier" gefeuert, aber die Arbeitszeit, die dabei draufgeht, die zählt! Und zwar gewaltig. Wer mir erzählen will, dass "die 10 Seiten" mal schnell "auf Arbeit" ausgedruckt sind, der lügt sich aber sowas von selbst in die Tasche!

  8. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor karl987 04.09.10 - 07:22

    Lol. Mein Beileid für einen Job, bei dem es statt auf Ergebnisse darauf ankommt x Stunden auf dem Stuhl zu sitzen. Wenn ausschließlich die Arbeitszeit bei den Ergebnissen entscheidend ist, kann es sich nur um einen "Fließbandjob" bzw. einen Job ohne intellektuellen Anspruch handeln. Meine Empfehlung: Immer genau machen, was der Chef sagt und ansonsten Hirn ausschalten.

    Print and Fire schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Herr Gans,
    >
    > klar wird man nicht wegen "ein paar Blatt Papier" gefeuert, aber die
    > Arbeitszeit, die dabei draufgeht, die zählt! Und zwar gewaltig. Wer mir
    > erzählen will, dass "die 10 Seiten" mal schnell "auf Arbeit" ausgedruckt
    > sind, der lügt sich aber sowas von selbst in die Tasche!

  9. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor ovcgjhvbghv 04.09.10 - 08:21

    In insolvenzshops gibts firmendrucker. Meist wohl mit besserer wertigkeit.

    Handbücher, treiber usw muss man sich aus dem internet holen.
    Wichtiger ist natürlich, die preise für tonerkartzschen oder nachfülltoner (achtung krebsgefahr bei einatmen oder staubsaugen=nachfolgend einatmen) vorher herauszufinden.

    Ich empfehle dringendst duplex!
    Auch als hilfe für kompakten ausdruck (2x2 Seiten pro blatt also 1*2 seiten pro vorder und rückseite) wenn man kein bonzo ist. Papier ist nicht billig und hal so viele aktenordner kosten weniger wohnraum-kosten und platz im schrank oder keller.

    Verbeaucherschützer kümmert abzocke leider weniger als ihr facebookaccount.

  10. Re: Die Unsitte mit den halbvollen Tonerkartuschen

    Autor Chrissie 04.09.10 - 16:37

    karl987 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lol. Mein Beileid für einen Job, bei dem es statt auf Ergebnisse darauf
    > ankommt x Stunden auf dem Stuhl zu sitzen. Wenn ausschließlich die
    > Arbeitszeit bei den Ergebnissen entscheidend ist, kann es sich nur um einen
    > "Fließbandjob" bzw. einen Job ohne intellektuellen Anspruch handeln. Meine
    > Empfehlung: Immer genau machen, was der Chef sagt und ansonsten Hirn
    > ausschalten.
    >
    > Print and Fire schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Herr Gans,
    > >
    > > klar wird man nicht wegen "ein paar Blatt Papier" gefeuert, aber die
    > > Arbeitszeit, die dabei draufgeht, die zählt! Und zwar gewaltig. Wer mir
    > > erzählen will, dass "die 10 Seiten" mal schnell "auf Arbeit" ausgedruckt
    > > sind, der lügt sich aber sowas von selbst in die Tasche!


    Solche Leute laufen aber am schnellsten die Karriereleiter hoch ;-)

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