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Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

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  1. Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor KleinerWolf 18.05.12 - 08:20

    oder ergibt das noch einen anderen Sinn?

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  2. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor dynAdZ 18.05.12 - 08:30

    Wenn das LKA vor der Tür steht evtl.

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  3. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Bouncy 18.05.12 - 08:32

    KleinerWolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder ergibt das noch einen anderen Sinn?
    Das ist durchaus ein legitimer Sinn, nicht nur für Raubkopierer, auch für Leute die sensible Geschäfte führen und ungerechtfertigte Durchsuchungen fürchten müssen (wie kürzlich im Gebrauchtsoftware-Prozess von MS). Oder Blogger in Ländern, in denen man keine Meinungsfreiheit genießt. Oder Untergrundorganisationen, die von der Regierung Repressalien fürchten müssen, weil sie Flüchtlingen helfen. Oder Militär-Laptops, die nicht in Feindeshand geraten sollen. Oder Leute, die etwa beim Einreisen in die USA ihre Firmengeheimnisse offenlegen müßten. Genug Sinn? Die Welt ist groß - und böse...

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  4. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Hopes 18.05.12 - 08:35

    Der Einsatzzweck ist meiner Meinung nach hauptsächlich für Militärs und Geheimdienste usw., falls mal die Gefahr besteht, dass der Laptop o.ä. in die Hände der "Feinde" fallen könnte. Wobei ich bezweifle, dass diese Organisationen nicht schon längst solche Maßnahmen für sich entwickelt haben. Für Privatanwender höchstens, wenn sie kriminell sind und sensible Daten innerhalb einer Sekunde löschen müssen ;).

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  5. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Korashen 18.05.12 - 08:44

    Hopes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Für Privatanwender höchstens, wenn sie kriminell sind _ODER_ sensible
    > Daten innerhalb einer Sekunde löschen müssen ;).


    Habs eben korrigiert. ;-)


    Punkt ist, wenn ich mir privat ne neue Festplatte zulege und die Alte entsorge, dann befinden sich auf der alten Platte nicht nur nutzlose Savegames von irgendwelchen Spielen, sondern ich hab auch steuerrelevante Dokumente, private Fotos, etc. darauf abgelegt. Auch wenn die Gefahr bei mir zwar äußerst gering ist, so will ich doch nicht, dass diese privaten Daten in die Hände von anderen gelangen.
    Bisher hab ich die alten Platten immer aufgeschraubt und schön auf den Scheiben rumgefingert und mit meinem Taschenmesser meine Initialen eingeritzt :D
    Damit tuts für mich auch ein einfacher Knopfdruck.

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  6. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor wirehack7 18.05.12 - 08:46

    Per Remote wäre auch toll. Dann könnte man die Daten löschen wenn der Laptop geklaut wurde. man denke nur an sensible Daten von Geschäftsleuten in sensiblen Positionen ;)

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  7. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor einglaskakao 18.05.12 - 09:06

    wirehack7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Per Remote wäre auch toll. Dann könnte man die Daten löschen wenn der
    > Laptop geklaut wurde. man denke nur an sensible Daten von Geschäftsleuten
    > in sensiblen Positionen ;)

    Super Idee ;-)

    Da solche Remote-UIs auch keinerlei Sicherheitslücken haben ;-)

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  8. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Geistesgegenwart 18.05.12 - 09:07

    Auf keinen Fall darfst du die SSD grillen, wenn das BKA vor der Tür steht. Die "Beweisvereitelung" deinerseits kann und darf in D vom Gericht als Indiz deiner Schuld verwendet werden. Sicherer ist eine verschlüsselte Platte - das Schweigen bezüglich der Passwortherausgabe fällt unter dein Schweigerecht und darf im Strafprozess dagegen nicht gegen dich verwendet werden.

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  9. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Mingfu 18.05.12 - 09:08

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist durchaus ein legitimer Sinn, nicht nur für Raubkopierer, auch für
    > Leute die sensible Geschäfte führen und ungerechtfertigte Durchsuchungen
    > fürchten müssen (wie kürzlich im Gebrauchtsoftware-Prozess von MS).

    Bei deinen restlichen Punkten würde ich dir Recht geben. Aber der Tipp hier ist nicht ganz ungefährlich. Solange es sich um pure strafrechtliche Ermittlungen handelt, ist es kein Problem als Beschuldigter Beweise zu vernichten, wenn man die Gelegenheit dazu hat (schlimmstenfalls droht Untersuchungshaft wegen Verdunklungsgefahr). Was der Staatsanwalt nicht findet, kann er einfach nicht verwenden bei seiner Anklage.

    Die Prozesse hier haben aber so einen halben zivilrechtlichen Touch. Beim Zivilrecht kannst du genötigt werden auch Beweise vorzulegen, die zu deinem eigenen Ungunsten ausfallen, sofern die Gegenpartei glaubhaft machen kann, dass sich diese Beweise in deinem Besitz befinden müssten (z. B. auf Grund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten u. ä.) und es keine andere Möglichkeit der Vorlage gibt. Solltest du diese dann (auf Grund der Vernichtungsaktion) nicht vorlegen können oder wollen, dann erhält die Gegenseite mit ihren Ausführungen automatisch Recht, egal was sie sagt. Die Firmenunterlagen zu "sprengen" ist eventuell also keine gute Idee, wenn man zivilrechtlichen Auseinandersetzungen ausgesetzt ist.

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  10. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Mingfu 18.05.12 - 10:30

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf keinen Fall darfst du die SSD grillen, wenn das BKA vor der Tür steht.
    > Die "Beweisvereitelung" deinerseits kann und darf in D vom Gericht als
    > Indiz deiner Schuld verwendet werden.

    Doch, selbstverständlich darf man die SSD abrauchen lassen. Wenn die Anklage keine weiteren Fakten auf den Tisch legen kann, dann wird dieses Indiz allein keinem Richter ausreichen, um eine Verurteilung auszusprechen. Denn das kann man mit so vielen Sachen erklären - Panik (BKA-Besuch wird für die wenigsten gewöhnlich sein), Verhinderung des Zugriffs der Ermittlungsbehörden auf private Daten, die zum Kernbereich der privaten Lebensführung zählen, ...

    Da gibt es einfach zu viele plausible Erklärungen als dass das als alleiniges Indiz herhalten kann.

    Aber es ist in der Tat einfach Overkill. Eine verschlüsselte Festplatte tut es auch, hat sogar den Vorteil, dass man nicht nur eine Stelle zum Deaktivieren hat, sondern viele (Rechner ausschalten, Stecker ziehen, Sicherung auslösen). Damit dürfte man im Fall der Fälle deutlich flexibler sein.

    Wobei man der Ehrlichkeit halber sagen muss: Eine verschlüsselte Festplatte tut es auch in Deutschland. Im Vereinigten Königreich kann dagegen mehrmonatige Erzwingungshaft zur Herausgabe des Passworts angeordnet werden, weil dort auch der Angeklagte zur Herausgabe von Passwörtern verpflichtet ist (zumindest im Moment, mal schauen, was der EGMR dazu sagt). Von anderen Bananenrepubliken gar nicht zu reden...

    Die "Abrauchlösung" kann in gewissen Rechtskreisen also der sicherere Weg sein, weil so auch Folter u. ä. nicht mehr zum Erfolg führen kann.

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  11. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Kugelfisch_dergln 18.05.12 - 11:09

    Korashen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bisher hab ich die alten Platten immer aufgeschraubt und schön auf den
    > Scheiben rumgefingert und mit meinem Taschenmesser meine Initialen
    > eingeritzt :D
    Ehm ? 2x Platte überschreiben und da kommt keiner mehr ran.
    Das läuft 1-2 Tage und du kannst das Ding verkaufen.

    .............................................................................................................................................
    Burps. Ülps.

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  12. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Fotobar 18.05.12 - 11:41

    Es muss nicht unbedingt nur für Raubkopierer nützlich sein.

    Es gibt viele Länder in denen die freie Meinung im Internet unterdrückt wird, sobald sich jemand negativ über deren Politik bzw. Diktatur äußert derjenige mit ´nem Hausbesuch zu rechnen hat.

    Dies kann auch beispielsweise Blogger oder Nachrichtenagenturen in deren Krisenländern betreffen.

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  13. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Trollfeeder 18.05.12 - 12:48

    Also für das von dir beschriebene Szenario sollte Wipe reichen.
    Wipe

    Sollten es etwas "schutzbedürftigere" Daten sein nimm blancco:
    blancco

    Aber hör auf Platten zu zerkratzen. Wer die Daten trotz der beiden o.g. Tools wiederherstellen kann, der lacht über deine Kratzer. Sollten die Platten nicht mehr ansprechbar sein kostet eine solche Wiederherstellung schnell mal mehrere Tausend Euro. Frag dich vor der nächsten "Paranoiaattacke" wem deine Daten soviel wert wären.

    .

    --------------------------------------------------------------------------------
    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
    ----------------------------------------

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  14. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor randomOppinion 19.05.12 - 12:55

    Wenn der Staat vor der Tür steht.

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  15. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Ampel 19.05.12 - 22:35

    Hopes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Einsatzzweck ist meiner Meinung nach hauptsächlich für Militärs und
    > Geheimdienste usw., falls mal die Gefahr besteht, dass der Laptop o.ä. in
    > die Hände der "Feinde" fallen könnte. Wobei ich bezweifle, dass diese
    > Organisationen nicht schon längst solche Maßnahmen für sich entwickelt
    > haben. Für Privatanwender höchstens, wenn sie kriminell sind und sensible
    > Daten innerhalb einer Sekunde löschen müssen ;).

    Naja . bei den Mechanschen Kollegen war das nicht soo einfach wie bei der SSD (siehe Bericht. Bei Gebrannten Medien tat es auch eine Mikrowelle :-) . Bei alten Festplatten konnte ich das nur mit einem starken Elektromagnet realisieren und damals musste man die Platte noch ausbauen. Also wenn wer nicht will das seine Daten jemand anderes liest wäre diese Funktione eine Interessante alternative. Dumm nur wenn man was vergessen hat noch zu sichern bevor die SSD sich in Rauch auflöst :-)

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  16. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor serra.avatar 20.05.12 - 21:33

    ******************************
    Es gibt viele Länder in denen die freie Meinung im Internet unterdrückt wird, sobald sich jemand negativ über deren Politik bzw. Diktatur äußert derjenige mit ´nem Hausbesuch zu rechnen hat.
    *****************************
    und die schaun dann seelenruhig zu wie du am Rechner nen Knöpfchen drückst ?

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  17. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Anonymouse 21.05.12 - 08:15

    NAja, das werden die unter umständen ja nicht verhindenr können. ISt ja nun kein riesen Akt, dnopf zu drücken.

    Aber die Frage ist: Würde man in solch einem Staat denn überhaupt diese "Beweise" brauchen um jemanden zu verurteilen?

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  18. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Trollfeeder 21.05.12 - 08:28

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die Frage ist: Würde man in solch einem Staat denn überhaupt diese
    > "Beweise" brauchen um jemanden zu verurteilen?

    Wohl eher um noch andere zu verurteilen/zu finden. Deshalb wäre es schon sinnvoll die Beweise zu zerstören.

    --------------------------------------------------------------------------------
    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
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  19. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Anonymouse 21.05.12 - 08:47

    Ja richtig, Einen selbst wird das dann aber wahrscheinlich nicht helfen.

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  20. Re: Einsatzzweck "Wenn das BKA vor der Tür steht".

    Autor Trollfeeder 21.05.12 - 10:35

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja richtig, Einen selbst wird das dann aber wahrscheinlich nicht helfen.

    Stimmt! Wenn man das in China macht, werden einem die Untersuchungsbehörden sicher eine neue SSD einbauen. Kostenlos und unverbindlich, mit den passenden Daten natürlich.

    Das erinnert mich an ein Zitat von Putin. Der hat damals, als die USA die WMO im Irak gesucht haben, sagte: "Wenn ich die Amerikaner wäre, ich würde welche finden."^^

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    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
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