Hieß es nicht immer, SSDs würden jetzt unter 1$/GB fallen?
Alles viel zu teuer so, insbesondere zeigen die benchmarks ja, daß man in praktischen Anwendungen gerade mal eine Verdoppelung der Geschwindigkeit bekommt gegenüber HDDs, was soll das ganze also?
2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.12 12:26 durch MKar.
MKar schrieb:
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> Hieß es nicht immer, SSDs würden jetzt unter 1$/GB fallen?
> Alles viel zu teuer so, insbesondere zeigen die benchmarks ja, daß man in
> praktischen Anwendungen gerade mal eine Verdoppelung der Geschwindigkeit
> bekommt gegenüber HDDs, was soll das ganze also?
Hör doch auf zu jammern wenn sie *Dir* zu teuer sind. Man würde das Zeug kaum zu den Preisen herstellen wenn es keinen gäbe der es dafür auch kaufen würde.
Ich finde den Preis zwar auch relativ gesehen hoch überlege aber gerade die 240gb Version zu kaufen oder eine andere in der Größe von einem anderen Hersteller.
Wenn Du eh der Meinung bist das es "nur" eine Verdoppelung ist, dann kauf Dir doch eine normale HD mit SSD-Cache wie es sie inzwischen von einigen Herstellern gibt die aber wohl schon gut was bringen nach einer weile wenn die häufig genutzten Daten im Cache liegen.
Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.
Davon ab ist eine Verdoppelung doch wohl auch nicht zu verachten ? ^^
Ich finde eine Verdoppelung generell gut, aber schwach in Anbetracht dessen, daß es sich um rein elektrischen RAM-Speicher handelt anstatt um magnetischen Speicher mit mechanisch beweglichen/rotierenden Teilen.
Ich würde gerne mal technisches Hintergrundwissen erwerben, wieso das nicht eher z.B. eine verzwanzigfachung der Performance mit sich zieht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.12 12:58 durch MKar.
MKar schrieb:
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> Ich würde gerne mal technisches Hintergrundwissen erwerben
Was hindert dich daran?
burzum schrieb:
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> Hör doch auf zu jammern
Er hat doch nur seine Meinung kund getan.
Hab mir die Tage ne Vertex2 besorgt (hab nur sata2) und das Teil hat so viel Geschwindigkeitszuwachs gebracht wie nichts was ich sonst in den Rechner gebaut habe.
Bootzeit von debian6 ist auf ~10Sekunden gesunken und außer meiner Entwicklungsumgebung (IntelliJ) brauch kein Programm mehr als 2Sekunden zum starten.
Später hab ich dann noch in diversen Ordnern tmpfs gemountet. Das minimiert die schreibenden Zugriffe auf die Platte und steigert die Lesezugriffe auf die Ordner drastisch.
MKar schrieb:
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> Ich finde eine Verdoppelung generell gut, aber schwach in Anbetracht
> dessen, daß es sich um rein elektrischen RAM-Speicher handelt anstatt um
> magnetischen Speicher mit mechanisch beweglichen/rotierenden Teilen.
> Ich würde gerne mal technisches Hintergrundwissen erwerben, wieso das nicht
> eher z.B. eine verzwanzigfachung der Performance mit sich zieht.
Auch wenn's Chips sind: die Speicherung von Daten geschieht im Grunde "analog" in Form von elektrischer Ladung. Sehr vereinfacht ausgedrückt wird zum Beschreiben einer Flash-Zelle in ein Stück Leiterbahn Elektronen reingedrückt und dann hinter ihnen die Tür zugemacht. Will man sie auslesen, öffnet man die Tür wieder und misst, wieviel Elektronen dabei herausströmen. Danach müssen diese Elektronen wieder zurückgestopft werden, um die Zelle auch später noch auslesen zu können. Anders als bei Festplatten, wo durch Lesen die Magnetisierung nicht verloren geht, impliziert also jeder Lesevorgang automatisch einen anschließenden Schreibvorgang.
Zweites Problem ist die physikalische Eigenschaft von Elektronen sich gegenseitig abzustoßen. Bis so eine Leiterbahn mit ausreichend Ladung gefüllt ist, dass man hinterher noch was messen kann, dauert es halt einfach seine Zeit, weil die Menge an "Druck", mit denen man die Elektronen in die Zellen stopfen kann durch die Materialeigenschaften begrenzt ist.
Danke, eine sehr hilfreiche Antwort, die mir viel Zeit spart.
Außerdem würde mich mal interessieren, wie SSDs sich im Vergleich zu richtigen RAM-Disks schlagen. Aber ich hab nicht genug RAM für solche Scherze.
Ich finde, die Preise sind schon gut gefallen. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hat ne 120 GB HDD rund 120 ¤ gekostet. Neue Technologien sind anfangs teuer. Dadurch, dass die Preise für HDDs derzeit auch nicht niedrig sind, werden die SSD Preise auch noch gestützt.
Zum Thema, warum SSDs "nur" eine Verdoppelung der Geschwindigkeit bringen:
1. Oftmals ist es mehr als nur eine Verdoppelung
2. Schlecht Programmierte Software oder Abhängigkeiten innerhalb von Programmabläufen oder auf externe Hardware.
Beispiel:
Beim Booten wird die Zeit auf 50% reduziert. Es könnte ggf. noch schneller gehen, aber das OS muss auch alle Hardwaretreiber z.B. für Grakas und USB-Geräte laden. Diese wiederum müssen mit ihrer Hardware kommunizieren und diese ggf. initialisieren was seine Zeit beim Bootvorgang benötigt.
Ein weiteres Beispiel:
Beim Booten muss oftmals ein bestimmter Treiber/Bootabschnitt fertig geladen/ausgeführt sein, bevor der Bootvorgang fortgesetzt werden kann. Selbst wenn alle Komponenten (Prozi, Speicher, SSD) nicht ausgelastet sind, dauert sowas immer eine gewisse Zeit, teils wegen fest einprogrammierter "Wartezeiten", teils weil ein Hardwarecheck abhängig von der Hardware nunmal eine gewisse Zeit brauchen kann. So kann Komponente 2 (z.B. Treiber eines USB-Geräts) erst geladen werden, weil sie auf Komponente 1 (Treiber des USB-Controllers) aufbaut, obwohl theoretisch genug Ressourcen vorhanden wären, um sie gleichzeitig auszuführen.
3. Ist auch möglicherweise dann nicht mehr die Massenspeicher der "Flaschenhals" im System, sondern, Prozi, Hauptspeicher, Graka, Netzwerk-/Internetverbindung,... was auch immer.
So on...
Hm, solange braucht mein BIOS/UEFI bis es den Bootloader lädt... Trotz "Quickboot" und wie sich das alles schimpft...
So on...
Naja, die mit der Geschwindigkeit von vor früher halt...
Vergiss nicht, dass das 6G-Laufwerke sind. Natürlich lassen sich die Firmen das gut bezahlen von den Kunden.
Billiger werden die erst, wenn mal wieder irgendein Kartellamt auf die Idee kommt, nach Preisabsprachen zu ermitteln bei Flashspeicherherstellern.
Dass mit der Verdoppelung ist Quatsch, wo hast du das denn gelesen? Die Unterschiede bei den IOPS zu den Drehtellern sind gewaltig und das merkt man auch beim Booten, beim Starten von großen Anwendungen oder bei den Ladezeiten von Spielen.
http://www.youtube.com/results?search_query=ssd+starting+applications&aq=f
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.12 13:37 durch Raketen angetriebene Granate.
Ja, die Zeit die man beim Booten im BIOS verbringt wurde irgendwie länger seit dem letzten Mainboardtausch. Aber nicht SO schlecht :\
Dazu kommt noch, dass das Debian diverse Fehler beim Booten meldet, was vermutlich mit einigen Programmen, die ich "einfach so" rausgeschmissen habe, liegt. Mal sehen wie schnell das Ding anspringt, wenn ich fertig mit optimieren bin. Dadurch wird hibernation obsolet :D
Das ist nicht wirklich einen Vergleich wert, da die Einsatzzwecke meist sehr unterschiedlich sind. Die RAM-Disk ist ein flüchtiger Speicher, eignet sich also ausschließlich für temporäre Dateien - die SSD hingegen ist ein dauerhafter Speicher. Geschwindigkeitstechnisch schaffen aktuelle RAM-Module mehrere GB/s - die RAM-Disk ist also nochmal um einiges schneller als eine SSD.
Ich persönlich nutze beides in Kombination, um die Vor- und Nachteile beider Varianten zu optimieren: Als Systemplatte habe ich eine SSD - das ermöglicht mir sehr schnelles Booten, sehr schnelle Programmstarts und allgemein eine sehr hohe Reaktionsfreudigkeit meines Rechners - siehe [youtu.be]. Da aber die Anzahl von Schreibzyklen der SSDs begrenzt sind, habe ich für temporäre Dateien eine 1GB RAM-Disk eingerichtet - bei 4GB RAM unter Linux sehr empfehlenswert und obendrein extrem einfach (/tmp mit Dateisystem tmpfs +Option "size=1G" mounten). Zusätzlich beschleunigt natürlich auch die RAM-Disk das System in bestimmten Situationen.
edit:typo
1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.12 10:21 durch Der Kommunist.
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