"Tom Dolan wirft den Angehörigen von Aaron Swartz vor, nicht darauf einzugehen, dass seine Frau Swartz angeboten habe, seine Haftstrafe auf sechs Monate zu reduzieren, sollte er sich schuldig bekennen"
Macht die Justiz so viel einfacher, wenn sich jeder, der angeklagt wird, einfach schuldig bekennt. Wieso haben er und seine Familie das nicht eingesehen?
wenn ich darüber "Ehemann der Staatsanwältin setzt sich zur Wehr" lese, frage ich mich, wieso er sich selber nicht einfach als irgendwie schuldig bekennt?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.13 10:15 durch Endwickler.
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Sehr wahrscheinlich wird der Selbstmord auch seine Frau (die Staatsanwältin) sehr mitgenommen haben. Die wird sich bestimmt auch Vorwürfe machen, ob sie das nicht irgendwie hätte verhindern können. Darum wird der Mann sich wohl öffentlich dazu geäussert haben.
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Paule schrieb:
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> Sehr wahrscheinlich wird der Selbstmord auch seine Frau (die
> Staatsanwältin) sehr mitgenommen haben. Die wird sich bestimmt auch
> Vorwürfe machen, ob sie das nicht irgendwie hätte verhindern können. Darum
> wird der Mann sich wohl öffentlich dazu geäussert haben.
Dann ist der Artikel hier aber nonsens, denn dann müsste es nicht heißen, dass er sich wehrt, sondern, dass er irgend etwas, seine Frau oder so, verteidigt. Im Text heißt es zwar so, aber die Abschnittsüberschrift ist dann sowas von daneben, dass ich keine Worte dafür finde. Aber darum ging es mir nicht, sondern eben nur darum, dass so ein Schuldbekenntnisangebot bei einer Tat, die eben übermäßig hart verfolgt wird, weil da keine Menschenwürde mehr beachtet wird, schon sehr höhnisch rüberkommt.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.13 12:07 durch Endwickler.
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Endwickler schrieb:
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> Dann ist der Artikel hier aber nonsens, denn dann müsste es nicht heißen,
> dass er sich wehrt, sondern, dass er irgend etwas, seine Frau oder so,
> verteidigt. Im Text heißt es zwar so, aber die Abschnittsüberschrift ist
> dann sowas von daneben, dass ich keine Worte dafür finde.
er setzt sich zu wehr das behauptet wird die staatsanwaltschaft habe ihn in den tod getrieben, dabei wollte sie ihn nur für 6 monate hinter gitter bringen.
hätte er sich noch einmal mit der staatsanwaltschaft zusammen gesetzt wär vielleicht noch ne geringe strafe drin gewesen. alternativ hätt er auch nen prozess riskieren, öffentlich staub aufwirbeln können und wär vielleicht sogar straffrei davon gekommen. naja, hätte würde könnte :(
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Seine Anwälte werden ihm schon glaubhaft versichert haben, dass ein Prozess bei der derzeitigen Rechtslage mit einem Schuldspruch endet.
Scheint mir zumindest die einzige logische Erklärung, dass er lieber den Freitod gewählt hat.
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Endwickler schrieb:
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> Macht die Justiz so viel einfacher, wenn sich jeder, der angeklagt wird,
> einfach schuldig bekennt. Wieso haben er und seine Familie das nicht
> eingesehen?
Es ist in den USA sehr üblich, bei publikumswirksamen, karrierefördernden Prozessen Deals auszuhandeln. Dort geht es nur um die Verurteilung, die Schuldfrage; das Argument dass man immer sagen kann: "jeden" den wir in die Finger gekriegt haben, wurde verurteilt.
Damit das Argument stimmt muss auch *jeder* Verurteilt werden. Dass die dann evtl. nur 6 Monate sitzen (unter 6 Monate ist glaube ich immer Bewährung möglich) spielt für das Argument keine Rolle.
Man sieht wie kaputt das System in dieser Hinsicht ist. Wegen immer mehr drakonischen Strafen werden immer mehr schmierige Deals gemacht, die aber immer mit dem Schuldeingeständnis beginnen müssen. Es gibt sogar ein höchstrichterliches Urteil, dass man gegen so einen Deal nicht mehr klagen kann (um dann nachträglich seine Unschuld zu beweisen). Somit ist diese Routine praktisch juristisch zementiert.
Entweder Knast und Gang durch die Instanzen, oder Schuldeingeständnis.
Der hätte hier die Chance gehabt dass dies nicht unter das Gesetz fällt. Sich dagegen wehren hätte er aber nur gehabt, wenn er in den Knast gegangen wäre. Das muss man halt wissen ob man vielleicht 20 Jahre seines Lebens mit dieser Schlacht gegen ein schlecht gebauten Lobbygesetz schlagen will.
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