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Inkassounternehmen haben keine Daseinsberechtigung

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  1. Inkassounternehmen haben keine Daseinsberechtigung

    Autor Elvenpath 29.07.10 - 09:55

    Ich kenne Inkassounternehmen von beiden Seiten. Von mir wurde schon Geld verlangt, und ich habe auch schon selber (versucht) Inkassounternehmen einzusetzen.
    Mein Fazit: Inkassounternehmen bringen nichts, sondern zocken Schuldner, als auch Auftraggeber gnadenlos ab.

    Dem Auftraggeber bringt Inkasso nichts, weil die Inkassounternehmen ewig lange versuchen, an das Geld zu kommen. Denn sie wissen: weigert sich der mutmaßliche Schuldner, bleibt nur der Weg über den Mahnbescheid. Dann aber muss der Schuldner die Inkassokosten nicht tragen, sondern nur die Rechtsanwalts- und Gerichtskostenkosten.

    Wenn der Schuldner dann per Mahnbescheid endlich zahlt (oder auch nicht), aber eben nur inklusive der zulässigen Gebühren, holt sich das Inkassounternehmen seine Kosten und Auslagen vom Auftraggeber. Unterm Strich oft ein Verlustgeschäft.

    Mein Tip: Gleich einen Rechtsanwalt beauftragen und Mahnbescheid beantragen. Das ist schnell, rechtlich einwandfrei und auch fair gegenüber dem Schuldner (die meisten Schuldner sind entgegen landläufiger Meinung nicht Zahlungsunwillig aus Boshaftigkeit, sondern sondern sind einfach nur in finanzielle Schwierigkeiten geraten).
    Inkassounternehmen braucht kein Mensch, denn inzwischen weiß jeder, dass sie nichts machen können, wenn der Schuldner sie einfach ignoriert.


    So long...

    So long...

  2. Re: Inkassounternehmen haben keine Daseinsberechtigung

    Autor Schuldnerausquetscher 29.07.10 - 12:06

    Nö, Zweispruch!
    Reine Inkassounternehmen sind überflüssig, wie ein Kropf. Das ist richtig.
    Aber wenn Du z.B. bei Creditreform, Schimmelpfeng... bist, dann hast Du gegenüber der Anwaltslösung schon einen Vorteil.
    Erstens kannst Du vor Lieferung schon Kunden auf Bonität abklopfen (ja, ok, mit mittelmäßiger Trefferquote).
    Aber zweitens gucken die sich im Inkassofall halt an, ob "Negativmerkmale" vorliegen. Was machste denn, wenn Du mit Deinem Anwalt was startest, der Schuldner aber schon 3 EV geleistet hat? Dem Anwalt darfste erstmal die Kosten erstatten, bei Crefo etc. geht das in die "Überwachung". Das kostet Dich als Mitglied keinen Cent, und wenn der Schuldner wieder Kohle hat, werden Deine Euronen reingeholt.

    Außerdem entscheidest Du ja selbst, was Du wem gegenüber startest. Und wenn Du den Eindruck hast "Das ist ein armes Schwein, gerade arbeitslos geworden...", dann steht es Dir ja eh frei, Dich menschlich und ohne Rechtsgedöns mit ihm zu einigen (komm, zahl mir 60% in Raten und gut ist...).

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