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Der Konsument ist Mitschuld!

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  1. Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor fork 28.04.12 - 13:07

    Ich lese hier viele Beiträge, die ausdrücken: Der Konsument ist unschuldig an der Tatsache, dass diese Müllberge in anderen Ländern wachsen.

    Begründung: Er kann sich sein Produkt nicht so aussuchen, dass es verantwortlich entsorgt wird, weil es im Moment keine Möglichkeiten dafür gibt.

    Die Aussage der Begründung ist wohl richtig. Aber was hat das mit der Schuld oder mit einem anderen Wort genannt, Verantwortung zu tun? Nichts. Wenn ich etwas kaufe und weiss, dass das zu dieser schrecklichen Müllmisere führt(lt. Artikel mit 75% Wahrscheinlichkeit), dann bin ich dafür mitverantwortlich. Da ändert die Tatsache nur wenig oder gebraucht zu kaufen auch nichts. Gebrauchtgüter zu nutzen ist zwar gut, doch selbst wenn man Gebrauchtgüter nutzt führt das dazu, dass man Geräte von einem Markt nimmt, die zumindest teilweise dann von anderen wiederrum mangels Gebrauchtgeräten durch Neugeräte ersetzt werden Die Schuld wird dadurch wohl reduziert; aber immer noch trägt man durch die Nutzung zum Müllberg bei. Das einzige was man tun kann um nicht dafür verantwortlich zu sein, ist nichts zu kaufen/nutzen!

    Doch das geht natürlich nicht. Auch ich selbst möchte nicht auf meinen Computer, mein Handy u. a. verzichten. Aber es geht mir hier nicht darum, mich komplett frei
    von dieser Schuld zu machen. Es geht mir darum diese Schuld anzuerkennen, die durch meinen Lebenswandel verursacht wird. Das ist nicht leicht, vor allem weil es ja noch so viele andere Bereich gibt, in denen vor allem die industrialisierte Welt durch Konsum Schuld auf sich lädt. Das Bewusstsein wird durch die Klarheit über die Konsequenzen der eigenen Handlungen verändert und ich suche automatisch in allen Bereichen nach Lösungen, die ich als besser empfinde.

    Leicht ist es dagegen, die Schuld auf andere zu schieben oder zu sagen, dass es gar nicht anders möglich ist zu leben und dass man deswegen frei von der Verantwortung für sein Handeln ist!

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  2. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor fork 28.04.12 - 13:11

    Der Strom kommt nicht aus der Steckdose!
    Die Milch wird nicht im Supermarkt erschaffen!
    Die Wasserleitung geht weiter, nachdem sie in der Wand verschwindet!
    Auf der anderen Seite der Welt gibt's auch noch Menschen!

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  3. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor petergriffin 28.04.12 - 13:12

    man kann ja wenigstens versuchen verantwortungsvoll mit Elektronikgütern umzugehen und nicht alle nase lang das smartphone/flatscreen/PC auszutauschen und wegzuwerfen. Befreit einen nicht von der Verantwortung aber hält den Schaden wenigstens so klein wie es einem möglich ist.

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  4. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor Helicon 28.04.12 - 13:47

    "Leicht ist es dagegen, die Schuld auf andere zu schieben oder zu sagen, dass es gar nicht anders möglich ist zu leben und dass man deswegen frei von der Verantwortung für sein Handeln ist!"

    Sehe ich genauso !

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  5. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor ed_auf_crack 28.04.12 - 13:59

    Helicon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Leicht ist es dagegen, die Schuld auf andere zu schieben oder zu sagen,
    > dass es gar nicht anders möglich ist zu leben und dass man deswegen frei
    > von der Verantwortung für sein Handeln ist!"
    >
    > Sehe ich genauso !

    So ist es leider so

    Staatlich geprüfter Crackkocher und Nadelputzer

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  6. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor irgendwersonst 28.04.12 - 14:41

    Es ist natürlich richtig, daß der Konsument mitschuld ist, allerdings trifft die Industrie die größere Schuld.
    Der Konsument ist hier "nur" Mitläufer, er konsumiert halt was er bekommen kann und denkt nicht über die Folgen nach, aber selbst wenn er die Folgen kennt, ist er relativ machtlos.
    Die Industrie hingegen entscheidet was passiert, sie weiß genau was mit dem Müll geschieht, sie weiß genau unter welchen Bedingungen ihre Güter hergestellt und entsorgt werden. Die Industrie bestimmt diese Vorgänge und ist damit Hauptschuldiger.

    Nun argumentieren viele BWLer häufig mit: "Wenn eine Firma aber jetzt mehr investiert um eben menschen- und umweltgerechter zu agieren, dann muss sie die Preise erhöhen und die Kunden gehen zur Konkurrenz, also sind die Kunden schuld."

    Der Preis ist aber nicht immer ausschlaggebender Punkt für den Erwerb von Gütern, gerade bei Luxusgütern oder Grundbedarfsgütern (Energie, Grundnahrung) spielt der Preis eine untergeordnete Rolle, sonst würde niemand Audi, Mercedes oder Porsche fahren, und Smartphones wären dann auch nicht so verbreitet. Tatsächlich kann die Industrie die Preise bei Luxusgütern und Grundbedarfsgütern (z.B. auch Treibstoff) diktieren und die Konsumenten sehen sich "gezwungen" die Preise zu zahlen.

    https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account

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  7. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor mochiman 28.04.12 - 15:38

    irgendwersonst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > allerdings trifft die Industrie die größere Schuld.

    Konsumenten = Industrie.

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  8. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor RheinPirat 28.04.12 - 15:47

    Der Konsument ist NICHT daran Schuld dass Kühlschränke, PC's unsw. in Afrika landen!

    Ich kaufe ein E-Artikel. Im E-Artikel ist die Vorgezogene Recyclinggebühr mit im Preis enthalten (Ist zumindest in der Schweiz so). Wenn der E-Artikel nun Defekt ist, bringe ich diesen in den Laden zurück. Auf das was mit dem Artikel anschliessend passiert habe ich als Konsument keinen Einfluss.

    Mit gutem Gewissen bringe ich den Artikel zurück und werfe ihn nicht in den Wald.

    Ich bin auch nicht derjenige der sein Defekten E-Artikel in einen Container stellt und ihn nach Afrika schickt.

    Und BTW, die Korrupten Firmen (Recycler) gibt es auch in Afrika, denn ohne Empfänger würde es keine Lieferung/Empfänger geben ;-)

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  9. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor Wander 28.04.12 - 16:08

    Die Industrie ist genauso wenig daran interessiert woher ihre Auftragsfertiger ihre Waren beziehen, hauptsache sie liefern sie zu einem bestimmten Preis. Genauso wie der Konsument wegsieht, tut dies auch die Industrie.
    Am Ende der Kette werden die Menschen dann immer ärmer und perspektivloser wodurch es irgendwann zu Kinderarbeit, katastrophalen Arbeitsbedingungen und Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umwelt kommt. Keiner will das, kein Manager, kein BWLer, kein Ingenieur, kein Konsument, aber keinen interssiert es.

    Warum sollen die Entscheidungsträger in Unternehmen bessere Menschen sein als wir?

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  10. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor mochiman 28.04.12 - 16:58

    RheinPirat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Konsument ist NICHT daran Schuld dass Kühlschränke, PC's unsw. in
    > Afrika landen!

    Doch, leider ist er das. Im letzten oder vorletzten Jahrhundert hätte man teilweise noch so argumentieren können, aber wir leben jetzt in einer globalisierten Welt in der alles mit allem Zusammenhängt. Und es sollte eigentlich jedem inzwischen hinlänglich bekannt sein, dass man der Politik und Industrie nicht mehr vertrauen kann, nachhaltig und ethisch zu handeln.

    Darum, auch wenn das unbequem ist und viele es deswegen nicht wahrhaben wollen, stehen wir in der direkten Verantwortung welche Folgen unser Lebensstil / Konsum hat.
    Oder im Detail, es liegt absolut an uns und jedem selbst, sich zu informieren wie Produkte hergestellt werden, welche Folgen die Produktion und Nutzung hat und wie man diese, wenn denn nötig, möglichst nachhaltig entsorgen kann. Tun wir das nicht, machen wir uns direkt mitschuldig an den Folgen.

    Natürlich ist ein 100%iger Lebensstil praktisch kaum umsetzbar, aber wenn wir bei allein schon 60% darauf achten würden oder es dann eben nicht kaufen, dann wäre schon sehr viel getan. Das ist auch nicht sonderlich schwer, wir haben alle Informationen mit ein paar klicks zu Hand. Und, weil ich das selber so praktiziere, kann ich sagen, dass man vieles nicht wirklich vermisst. Das gute Gewissen ist dann doch schon sehr viel positiver im Effekt.

    Mal ganz davon abgesehen, dass unreflektierter Konsum sowieso schädlich ist, siehe: http://www.treehugger.com/economics/materialism-leads-to-depression.html

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  11. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor RheinPirat 28.04.12 - 17:20

    mochiman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >(...)

    Hier geht es um die Entsorgung. Nicht um die Herstellung.

    Aber ich bin nicht deiner Meinung. Denn was soll der Konsument denn tun? Keine Produkte kaufen? Geht nicht....

    Bei der Entsorgung ist der Staat - nicht der Konsument gefordert. Der Staat, der ja die Entsorgungsgesetze schriebt, soll auch dafür sorgen dass diese eingehalten werden. Denn ich als Konsument handle mit bestem Wissen und Gewissen wenn ich den defekten E-Artikel zurück gebe. Auf den Rest habe ich keinen Einfluss.

    Ich kann nichts daran ändern das gewisse Geräte in Afrika landen. Und würde ich auf solche Produkte verzichten - dann kauft es halt eine andere Person...

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  12. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor cry88 28.04.12 - 17:23

    Was hilft es dir wenn du es nem vertrauenswürdigen Entsorger überlässt und er es weiterverkauft und das zeug dann trotzdem über 20 Ecken in Ghana landet. Das Problem sind die Länder in denen so etwas zugelassen wird.

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  13. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor fork 28.04.12 - 17:24

    RheinPirat schrieb:

    > Und BTW, die Korrupten Firmen (Recycler) gibt es auch in Afrika, denn ohne
    > Empfänger würde es keine Lieferung/Empfänger geben ;-)

    Ich absolut Deiner Meinung. Es liegt nicht ausschließlich bei jedem selbst. In der Kiste haben viele Ihre Finger drin und es passieren Dinge, die unsereins niemals im Leben tun würde. Doch das Grauen ist nur weiter weg. Mit jedem Menschen und jedem Kilometer zwischen uns und dem, der die grössten Schandtaten vollbring, steht, wird das Grauen weniger schlimm. Wir, am anderen Ende der Welt sehen es schon fast gar nicht mehr. Nichtsdestotrotz ist es da und die Menschen, die gewissenlos handeln, bekommen Ihr Geld und Sie bekommen es auf langen und nicht nachvollziehbaren Pfaden von UNS!

    > Der Konsument ist NICHT daran Schuld dass Kühlschränke, PC's unsw. in
    > Afrika landen!
    >
    > Ich kaufe ein E-Artikel. Im E-Artikel ist die Vorgezogene Recyclinggebühr
    > mit im Preis enthalten (Ist zumindest in der Schweiz so). Wenn der
    > E-Artikel nun Defekt ist, bringe ich diesen in den Laden zurück. Auf das
    > was mit dem Artikel anschliessend passiert habe ich als Konsument keinen
    > Einfluss.

    Nach meinem Verständnis trägt der Konsument eine Mitschuld.

    Grund:

    Es gibt nach Deinem Beispiel eine Recyclinggebühr. Du als bewusst lebender Bürger strebst nach Wissen und Wahrheit und erfährst also, dass Deine Elektrogeräte also nicht wie vom Gesetz her vorgesehen ordnungsgemäß recycelt werden, sondern in Ghana zu einem neuen Schrott-Everest gestapelt werden. Du hast weiterhin erfahren, dass es keine Möglichkeit gibt, zu garantieren dass Dein Elektrogerät ordnungsgemäß recycled wird. Wenn Du also ein Elektrogerät kaufst, dann gehst Du als Käufer bewusst das Risiko ein bzw. lebst mit der Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät auf besagtem Müllberg landet. Wenn Du es nicht kaufen würdest, dann wäre die Wahrscheinlichkeit für Dein Gerät 0% dass es dort landet, weil Du nichts gekauft hast. Wenn weniger gekauft wird, wird weniger produziert und weniger weggeworfen.

    Keine Verantwortung?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.04.12 17:32 durch fork.

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  14. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor RaupenKopie 28.04.12 - 17:29

    fork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Wasserleitung geht weiter, nachdem sie in der Wand verschwindet!

    Wasser sparen schadet mehr, als es hilft. Das Wasser kommt so oder so an den Staudämmen an, ob du willst oder nicht. Es kommt in Deutschland verdammt viel Wasser aus der Erde. Und es kommt eben hier aus der Erde. Du kannst noch so viel Wasser sparen, die flüsse bewegen sich trotzdem nicht nach Afrika. Noch dazu schadest du unseren Rohrleitungen, die darauf ausgelegt sind, eine bestimmte durchfluss-menge zu haben. Sinkt die Menge unter das Minimum (was in vielen Deutschen Städten seit den ersten Aufrufen zum Wassersparen so ist), dann steigen die Kosten für die Wartung der Leitungen ins unermessliche. Da müssen Leute tief in die Scheiße greifen und den ganzen Mist mit Chemie und jeder menge Wasser freispülen. Teilweise gehen die Wasserwerke schon dazu über, einfach stumpf klares Leitungswasser in die Kanalisation zu leiten, um den Durchfluss zu erhöhen und die Wartungskosten zu senken. Stattdessen kann man das Wasser auch zwischendurch irgendwie gebrauchen. Ob es nun notwendig ist (Hygiene, Trinken, whatever) oder zum Vergnügen ist da Wumpe. Ich dusche Lieber ne stunde, als das die gleiche Menge ohne nutzen durch die Rohre geleitet wird.

    TL;DR: Unsere Kanalisation braucht Wasser um zu funktionieren. Das Wasser kommt hier aus der erde, nicht in Afrika - das kann niemand ändern.

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  15. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor cyro 28.04.12 - 17:34

    Wer nicht lebt, schadet niemandem.

    Toller Vergleich und nicht im Geringsten zielführend. Es geht darum, für eine ordentliche Entsorgung und ein Recycling zu sorgen und nicht um einen Konsumverzicht.

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  16. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor fork 28.04.12 - 17:54

    Es geht mir darum...

    ...öffentliche Klarheit über das Problem zu haben, denn dann tut SICH etwas. Es fällt immer schwerer sich dieser Wahrheit zu entziehen und wegzuschauen.
    ...die eigene Verantwortung und Schuld anzuerkennen/aufzuzeigen, denn dann bin ich/ist jeder einzelne bereit etwas zu tun.

    Natürlich ist totaler Konsumverzicht nicht meine Absicht. Ich konsumiere selber. Doch Konsumeinschränkung dagegen schon. Das Beispiel mit dem Verzicht dient nur der Veranschaulichung der eigenen Verantwortung.

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  17. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor cyro 28.04.12 - 18:43

    fork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...öffentliche Klarheit über das Problem zu haben, denn dann tut SICH
    > etwas. Es fällt immer schwerer sich dieser Wahrheit zu entziehen und
    > wegzuschauen.
    > ...die eigene Verantwortung und Schuld anzuerkennen/aufzuzeigen, denn dann
    > bin ich/ist jeder einzelne bereit etwas zu tun.

    Ich bin aber nicht schuld daran, dass die Recycler in Ghana den Schrott so billig aufkaufen, dass sie eine ordentliche Verwertung überhaupt nicht gewährleisten können. Wenn ich mich für die Entsorgung von Giftmüll bezahlen lassen würde und das Zeug statt dessen im Garten verbudel, dann bekomm doch auch ich den Ärger und nicht derjenige, der mir den Müll verkauft hat.

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  18. Re: Der Konsument ist Mitschuld!

    Autor fork 28.04.12 - 19:22

    cyro schrieb:

    > Ich bin aber nicht schuld daran, dass die Recycler in Ghana den Schrott so
    > billig aufkaufen, dass sie eine ordentliche Verwertung überhaupt nicht
    > gewährleisten können. Wenn ich mich für die Entsorgung von Giftmüll
    > bezahlen lassen würde und das Zeug statt dessen im Garten verbudel, dann
    > bekomm doch auch ich den Ärger und nicht derjenige, der mir den Müll
    > verkauft hat.

    Du hast Recht: Derjenige der Scheiße baut ist primär dafür verantwortlich. Doch meine Ansicht ist, dass es nicht einen Schuldigen gibt, sondern viele, weil viele Menschen beteilligt sind. Es gibt z. B. den Primärtäter der Giftmüll in die Nordsee verklappt. Es gibt diejenigen, die Ihn unmittelbar kennen, es wissen und denen's egal ist. Dann gibt's ein paar hundert, die's lieber gar nicht wissen wollen usw. Am Ende stehe ich, der im Edeka mit reinem Gewissen seine Zahnpastatube kauft. Die ersten beiden in der Kette bekommt man noch per Gesetz dran. Alles weitere ist eine Frage der Ethik.

    Das richtig grosse Dilemma in der Globalisierung ist, dass sich die Schuld über soviele Indirektionen auf so viele Menschen verteilt, dass für diejenigen am Ende nur noch ein μ an Schuld übrig bleibt und dass das ganz gut zu ertragen ist. Z. B.: Ich bin zu einem Milliardstel Teil Schuld daran, dass Deepwater Horizon in die Luft geflogen ist.

    Wenn ich weiss, dass mein Vertrag mit einem anderen Menschen nicht dazu führt, dass das, was ich mir wünsche wirklich passiert(ordnungsgemässes Recycling), bin ich dann nicht mitverantwortlich? Ich weiss es vorher und tues trotzdem!



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 28.04.12 19:32 durch fork.

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