Ich weiß, dass es noch einige idiotische Firmen gibt, die die tatsächlich Passwörter im Klartext speichern, jedoch sollten im Normalfall doch Hashs abgespeichert sein. Und aus einem (entsprechend starkem) Hash kann man ein Passwort nicht direkt ableiten. Was soll das also? Abseits von Pins und Puks sollte damit ein brute foce auf die Hashs wenig erfolgreich sein.
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Wer sagt denn, dass die Authentifizierung über Benutzername / Passwort die einzige Möglichkeit ist, an den Inhalt eines Postfachs zu kommen? Denn dieser wird ja logischerweise im Klartext gespeichert und wäre anders von deinem Client gar nicht abrufbar.
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Genau das ist das Problem: Kommt das Gesetz durch, *MÜSSEN* Firmen die Passwörter im Klartext speichern, da sie sonst nicht in der Lage wären die Passwörter heraus zu geben und dieses Versäumnis wird ihnen dann angerechnet, d.h. sie werden dann dafür zur Rechenschaft gezogen.
/Mecki
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Wenn so ein Gesetz erst einmal durch ist, müssen die Anbieter eben die technischen Voraussetzungen schaffen, ergo die PIN und Pass in Plain_Text oder in entschlüsselbarer Form für diesen Zweck vorhalten. Da sehe ich keine Probleme aus Sicht der Initiatoren dieses Vorhabens.
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Wie gesagt: Niemand sagt, dass es für den Zugriff auf ein Postfach nur ein Passwort geben kann ;-)
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Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Wer sagt denn, dass die Authentifizierung über Benutzername / Passwort die
> einzige Möglichkeit ist, an den Inhalt eines Postfachs zu kommen?
Niemand, aber im Gesetz geht es explizit um die Herausgabe von Passwörtern und nicht um Zugriff auf die Mailbox. Zugriff auf die Mailbox könnte man auch ganz ohne Passwort erhalten, denn der Provider kann ja direkt auf die Dateien zugreifen, dafür wird ja lokal kein Passwort gebraucht. Das Passwort dient nur zur Authentifizierung eines Nutzers, der von außen kommt.
> Denn
> dieser wird ja logischerweise im Klartext gespeichert und wäre anders von
> deinem Client gar nicht abrufbar.
Ähhmm... ich will dir ja nicht deine Illusion rauben, aber S/MIME Mails liegen verschlüsselt auf dem Server und werden nur zum betrachten lokal im Client entschlüsselt. Diese entschlüsselte Version wird aber nur im Speicher gehalten, nie auf die Platte geschrieben und auch nie zurück auf dem Server. Das kaum jemand S/MIME benutzt um Mails zu verschlüsseln, dafür kann ja keiner was, jedoch jeder bessere Mail Client kann damit seit Jahren umgehen. Natürlich ist der Mail Header nicht verschlüsselt, der Mailserver muss den ja lesen können, aber der komplette Inhalt der Mail besteht nur aus einem MIME Attachment (ähnlich einer angehängter Datei) und dabei handelt es sich um verschlüsselte Daten.
/Mecki
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Ja, oder so. Eine einzige Master-Überwachungs-Backdoor für alle Dienste. Das hält auch den Aufwand für die Betreiber in Grenzen... ;)
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Aber genau das haben sie aktuell schon.
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/mecki78 schrieb:
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> Genau das ist das Problem: Kommt das Gesetz durch, *MÜSSEN* Firmen die
> Passwörter im Klartext speichern, da sie sonst nicht in der Lage wären die
> Passwörter heraus zu geben und dieses Versäumnis wird ihnen dann
> angerechnet, d.h. sie werden dann dafür zur Rechenschaft gezogen.
Totaler Quatsch. Das steht nicht im Entwurf. Aus dem Entwurf ergibt sich keine Verpflichtung Passwörter im Klartext zu speichern. Passwörter und PINs werden im Entwurf erwähnt, weil sie gewöhnlich nicht zu den Bestandsdaten zählen. Deshalb wird deren Rausgabe mit eingeschlossen. Das Format ist nicht spezifiziert. Und wenn es später noch spezifiziert wird, würde der Entwurf gleich ganz in der Tonne landen, weil dann die meisten TK/IT-Unternehmen dichtmachen können, weil sie die Sicherheit ihrer Kundendaten nicht mehr garantieren können. Das geht so weit, dass Unternehmen ihren Versicherungsschutz verlieren oder Rückversicherungskosten explodieren, mit denen Kundengeschäfte und Risiken abgesichert werden.
Immer diese Panikmache.
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> Totaler Quatsch. Das steht nicht im Entwurf. Aus dem Entwurf ergibt sich
> keine Verpflichtung Passwörter im Klartext zu speichern. Passwörter und
> PINs werden im Entwurf erwähnt, weil sie gewöhnlich nicht zu den
> Bestandsdaten zählen. Deshalb wird deren Rausgabe mit eingeschlossen. Das
> Format ist nicht spezifiziert. Und wenn es später noch spezifiziert wird,
> würde der Entwurf gleich ganz in der Tonne landen, weil dann die meisten
> TK/IT-Unternehmen dichtmachen können, weil sie die Sicherheit ihrer
> Kundendaten nicht mehr garantieren können. Das geht so weit, dass
> Unternehmen ihren Versicherungsschutz verlieren oder
> Rückversicherungskosten explodieren, mit denen Kundengeschäfte und Risiken
> abgesichert werden.
>
> Immer diese Panikmache.
Alles korrekt. Aber es ist doch keine einfache Panikmache, wenn man bei solchen Gesetzen die Kurzsichtigkeit und die nicht vorhandene Kompetenz der "Erfinder" auf diese Weise verdeutlicht. Solche Gesetze erfordern eben entweder fachkompetente Juristen oder eben entsprechende Berater.
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_HeadCrash schrieb:
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> > Immer diese Panikmache.
>
> Alles korrekt. Aber es ist doch keine einfache Panikmache, wenn man bei
> solchen Gesetzen die Kurzsichtigkeit und die nicht vorhandene Kompetenz der
> "Erfinder" auf diese Weise verdeutlicht. Solche Gesetze erfordern eben
> entweder fachkompetente Juristen oder eben entsprechende Berater.
Stimmt. Panik!
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