Als nächstes dürfen wir den Beamten dann noch den Schlüssel zu unseren Wohnungen geben und ein Durchsuchungsbeschluss wird als 'Behinderung der Staatsgewalt' erkannt.
Wir könnten ja alle Terroristen sein, die Atombomben bauen.
Ich bin mir zwar über die derzeitige rechtliche Lage nicht im klaren, aber ich würde ja vermuten, dass die Polizei bei dringendem Tatverdacht ohnehin an die Daten gelassen werden muss.
Wofür also die Passwörter? Um die juristische Hürde eines Gerichtsbeschlusses umgehen zu können?
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Erstmal kommt der Zwischenschritt mit SSH- bzw. VPN-Zugängen für die lokalen Netzwerke sowie die PCs und Server hinter Router und Firewall.
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Die Rechtsauffassung der Polizei ist eine ganz andere, als unsere private.
Für uns sind die Fernmeldeleitungen eine "geheime" Verbindung und jede Mailbox ist ebenfalls privat und unterliegt dem Fernmeldegeheimnis.
Für die Polizei ist das Leitungsnetz eine "öffentliche Straße" und jede Mailbox eine Art öffentlicher Parkplatz.
Das erinnert an den Verstand eines Vopos, der einen Satz mit Gänsefleisch sagen soll: "Gänse fleisch mal ihren Kofferraum öffnen..."
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das können sie doch schon lägst.
die firma bei der du deinen wohnungsschlüssel gekauft hast (oder deine baufirma etc.) hat alles notwendige dazu und kann auf anfrage der polizei (bei ensprechenden rechten/befehlen) jederzeit denen einen solchen schlüssel geben.
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Ganz davon abgesehen, dass ich hoffe, dass die Schlüsselfirma (ich nenne sie jetzt einfach mal so) _keinen_ Schlüssel für meine Wohnung hat, den man als Muster für die Polizei nutzen kann, sollten die auch keine Adresse von mir haben.
Ebenso wenig sollte die Polizei wissen, wo ich meinen Schlüssel habe machen lassen, ohne dabei in meine Unterlagen schauen zu müssen, die IN meiner Wohnung sind.
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Die können auch einfach klingeln und sagen lassen sie uns rein. Und wenn du sagst nein, bekommst du eine geballert, eine Anzeige wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und noch eine oben drauf, weil du natürlich zuerst versucht hast, den Beamten zu schlagen. Sein Kollege hats auch gesehen.
Und damit haben sie auch gleich ihren dringenden Verdacht der Gefahr in Verzug und die Tür ist ja schon offen.
Ist schonmal so passiert (und bekannt geworden) finde aber gerade keinen Link dazu. Unter anderem deshalb hab ich eine gut versteckte Kamera auf meine Tür gerichtet.
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enteKross schrieb:
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> Link dazu. Unter anderem deshalb hab ich eine gut versteckte Kamera auf
> meine Tür gerichtet.
Ja aber das wissen die doch nun - haben die gleich in der Akte neben der Adresse der Schlüsselfirma vermerkt!
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enteKross schrieb:
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> Die können auch einfach klingeln und sagen lassen sie uns rein. Und wenn du
> sagst nein, bekommst du eine geballert, eine Anzeige wegen Widerstand gegen
> die Staatsgewalt und noch eine oben drauf, weil du natürlich zuerst
> versucht hast, den Beamten zu schlagen. Sein Kollege hats auch gesehen.
> Und damit haben sie auch gleich ihren dringenden Verdacht der Gefahr in
> Verzug und die Tür ist ja schon offen.
Bei meinem Kollegen haben sie wegen angeblich massenhaften Ebay
Betrug (am Ende wars sein lächerlich geschütztes WLAN, aber so ist es halt)
auch um 6.00 Uhr an der Wohnung geklingelt. Sie hatten einen Durchsuchungs-
befehl, waren aber gewillt zu Warten dass er (s)einen Anwalt herholt (was
natürlich Bullshit war, da er keinen Stammanwalt hatte und schon gar nicht
um 6 Uhr morgens).
Dann kamen sie rein und nahmen NAS, WLAN, zwei Laptops und einen Desktop
mit, aber keine Peripherie. Nach drei Tagen war der Desktop zurück, die Laptops
nach sechs Wochen. Sie hatten aber auf den WLAN Connections einer anderen
Person gefunden und deswegen bekam er den WLAN-Router nicht zurück. Und
auf das (verschlüsselte) NAS wartet er bis heute (ohne Angaben von Gründen).
Er bekam irgendwann eine Ausgleichszahlung die in etwas dem Verkehrswert
entsprach. Enteignung by Planlosigkeit.
Sein Anwalt meinte, dass passiert ständig. Deswegen sollte man alles abfotografieren und sich die Kopie der Beschlagnahmungsliste auch unterschrieben geben lassen.
In dem Fall waren die Polizisten gelangweilt-professionell, zeigten keine großen Emotionen, dass war halt ein 0815 Tag für sie. Als gehirngewaschene Shooter-Bösewicht-Pappkameraden taugten sie nicht mal im Ansatz - die waren beim Kumpel sogar während der Durchsuchung noch am Diskutieren wie "ihr" Fussballteam am Tag zuvor so unglaublich versagt hat.
Das klingt irgendwie nicht nach den semifaschistischen Paramilitärs in dunkler Montur die gerne Leute verprügeln und dafür sich gefakte Untersuchungsbeschlüsse besorgen. Davon lese ich auch nur in komischen Foren - oder bei Indy-Media Kolumbien-Ausgabe.
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Das ist ja noch "human", früher kam die Polizei mit dem Vorschlaghammer, weil sie mehr von Computern nicht verstanden, haben sie eben alles kurz und klein geschlagen.
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Genau so wenig wie ich einen einzigen Fall pauschalisieren kann, kannst du das auch nicht. Ich habe nicht behauptet, dass dieses Verhalten üblich ist. Nur weil du aber jemanden kennst, bei dem schon mal eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde, kannst du aber nicht behaupten, dass es immer so ist und andere Vorfälle damit ausgeschlossen sind. Oder was versuchst du mir klar zu machen?
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Trockenobst schrieb:
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> Sein Anwalt meinte, dass passiert ständig. Deswegen sollte man alles
> abfotografieren und sich die Kopie der Beschlagnahmungsliste auch
> unterschrieben geben lassen.
Netter Tipp, aber womit abfotografieren? Die Kamera und das Telefon werden ja garantiert auch beschlagnahmt? Vorher fotografieren wird auch nichts bringen, da das nicht beweist, dass du die Sachen immer noch in deinem Besitz hattest.
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enteKross schrieb:
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> durchgeführt wurde, kannst du aber nicht behaupten, dass es immer so ist
> und andere Vorfälle damit ausgeschlossen sind. Oder was versuchst du mir
> klar zu machen?
Das ständige Behaupten dass **ALLE** Polizisten gehirngewasche Pseudo-
Faschisten in dunkler Ledermontur mit Helm aus einem schlechten Scifi-Roman
sind, die mit Elektrostäben nichts besser zu tun haben als unschuldige Bürger
zu zappen - ich weiß nicht in welchem Rausch man sich das einredet, aber
das habe ich noch nie erlebt.
Ich wüsste auch nicht wer sie gehirnwaschen sollte und was die Botschaft ist,
die man in ihre Köpfe rein prügelt. Oder die Strömung. Oder wie immer man
das nennen möchte, was da bald angeblich auf uns zukommt. Alles so
wischi-waschie Behauptungen ohne Nachweis, ohne Links, ohne Substanz.
Letztens haben sich zwei besoffene auf dem Bahnsteig einer Großstadt
10minuten lang angespuckt, angeschrien und auch mal eine reingedüffelt.
Die ganze Zeit haben die "Sondereinheit" der U-Bahnwächter nicht viel
gemacht als dumm rumgestanden und versuchten die beiden mit
Worten! zu trennen.
Wenn ich gewisse Foren lese, hätte ich die abgeseilte SWAT Einheit mit
Maschinenpistolen erwartet, die zur Beruhigung Nervengas verteilt und
200 Leute zum Schlafen schickt. Und gelegentlich gegen die schlafenden
Köpfe tritt, weil **alle** fiese psychopathische Sadisten sind die man aus
den übelsten Gefängnissen rausgeholt und zu "Sonderpolizisten" gemacht hat.
In meiner Erfahrung mit allen Behörden in +10 Ländern wars immer gleich:
sei Freundlich, dann wirst praktisch immer Freundlich behandelt. Naja,
außer Du stehst mit der Kalaschnikov vor dem Zugwagon voller Menschen
mit denen Du handelst. Dann könnten andere Argumente "zählen".
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Kein Grund sich so aufzuregen :)
Klar sind die meisten Polizisten / Beamten nett und verprügeln einen nicht, sollte man sich nicht vor ihnen verbeugen. Das will ich auch gar nicht behaupten. Aber ich hab halt auch schon mal (EIN mal) schlechte Erfahrung mit Polizisten gemacht. Ich will auch gar nicht von erzählen, weil man eh nur zu hören bekommt "so kanns ja nicht gewesen sein, du bist bestimmt selber schuld". Ich will auch nichts nicht verallgemeinern und kein Mitleid. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, wenn so etwas passiert, sitzen die am längeren Hebel und ohne Video oder Zeugen kannst du wenig dagegen machen.
Und ob sich ab und zu auch ein Beamter falsch verhält (und evtl. ungerechtfertigt gewalttätig wird), darüber müssen wir uns nicht streiten oder?
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