handelt es sich nicht um freiwillig eingestellte Daten, sondern um die amtlichen Daten, die früher auf dem Arbeitsamtscomputer lagen, wenn jemand bei der Behörde einen Antrag stellte. Anscheinend bleiben diese Daten auch noch Jahrzehnte lang gespeichert.
Wenn jetzt die BA so entsetzt tut ,ist das natürlich völlig glaubwürdig, werden doch die offenen Stellen auch durch Anträge für 1Eurojobs aufgehübscht, bevor jemand diese Stelle besetzen darf. Aber da hat ja wohl die BA Gestaltungsspielraum- sonst hätte das der Bundesdatenschläfer, wenn es gut kommt, moniert. Außerdem sind dort Stellen, gerade von kleinen Arbeitgebern, mehrfach ausgeschrieben. Offenbar weil das bei dem zig-Millionen teuren Arbeitsagentursystem schneller geht, als sich durch deren Onlineinterface zu kämpfen. Da gibt es dann wirklich anscheinend unterschiedliche Stellenangebote, bei denen im Laufe der Zeit immer mehr Details zur gleichen Stelle auftauchen.
Beispiele zu finden ist allerdings sehr schwer weil das System wohl andere Existenzgründe hat, als wirklich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenzuführen. Durch einen Link in einem anderen Form wurde aufgezeigt, dass z.B. meinestadt.de die gleichen Arbeitsamtsagenturdaten besser präsentiert als die Behörde selbst. Offene Stellen kann man dort eher finden und auch feststellen, was für fachlich beschlagenes Personal direkt bei der Arbeitsagentur die Amtsdaten erfasst.(das sind all jene Daten bei denen ein Kontakt nur über die Behörde möglich ist)
Beispiele , was die dort so eingeben?
http://jobs.meinestadt.de/x/job.php/jobid=5625525
Chiffreanziege mit Nennung des Arbeitgebers
http://jobs.meinestadt.de/x/job.php/jobid=6226434
6h-Job - gilt auch als offene Stelle
http://jobs.meinestadt.de/x/job.php/jobid=5745883
Arbeitsamtsrubrik Abteilungsleiter & Bereichsleiter
Mir fallen dazu Stellenangebote von privaten Arbeitsvermittlungs- und Personaldienstleistungsunternehmen (Zeitarbeitsfirmen) ein, bzw. Stellenangebote von auch einzelnen selbständigen privaten Arbeitsvermittlern und Personaldienstleistern: Die sollten in der staatlichen Jobbörse nichts zu suchen haben. Bzw. sollten sie von den konkreten Arbeitgebern mit ihren konkreten Stellenangeboten getrennt werden. Von mir aus in einer Datenbank für private Arbeitsvermittler und private Personaldienstleister, die von den "unfreiwillig Betreuten" (der AfA oder Jobcenter) nicht genutzt werden müßten (keine Pflichtauflage).
Viele Arbeitsvermittler geben vor, konkrete Stellenangebote zu haben, und Personaldienstleister (die Personalrekruiting betreiben), dass sie über passende Bewerber verfügen oder diese "liefern". Es gibt so einige private Arbeitsvermittler und Personaldienstleister, die zusammenarbeiten. Oder in einer Person ein Personaldienstleister und Arbeitsvermittler sich "vereinigt", was, glaube ich, nicht erlaubt ist. Und die verfügen dann noch über eine Datenbank im Netz, in der dann Bewerberprofile, ob legal erworben oder (mittels Täuschung) nicht legal, gespeichert und gesammelt werden. Und oft sind die Inhaber der Datenbank (meist eine weitere, scheinbar unabhängige Person) noch Kooperationspartner der Bundesagentur für Arbeit. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Ich kann nicht behaupten und tue es auch nicht, dass alle privaten Arbeitsvermittler und Personaldienstleister unseriös arbeiten, aber es gibt ne Menge schwarze Schafe unter ihnen.
Und dann gibt es in der Jobbörse auch noch private andere Unternehmen, die Stellenangebote schalten, nicht weil sie eine freie Stelle zu vergeben haben, sondern um für ihre Produkte zu werben. Du bekommst, wenn du ihre angegebene Internetseite anklickst, oft Werbung ihrer Produkte zu sehen. Darunter sind z. B. gern auch Firmen, Internetfirmen, die Software und Hardware verkaufen oder auch Musik CDs etc.
Und mehrere Stellenangebote sind schlicht veraltet.
Eine Zertifizierung und bessere bzw. professionelle Überprüfung und mehr Handlungsbefugnisse für Datenschützer ist notwendig, aber eben nur ein Teil der möglichen Lösungen, um mehr Sicherheit und Datenschutz zu erlangen, bzw. Missbrauchsrisiken einzudämmen. Auch wir Bürger müssen dazu beitragen, dass unsere Daten besser geschützt werden. Die Verantwortung liegt auch, aber nicht nur bei uns.
Klingt alles glaubwürdig bzw. nachvollziehbar, aber ohne konkrete Beispiele oder Ansätze (die man überprüfen kann) macht kein Journalist 'ne Story draus...
Klingt glaubwürdig, sagst du. Stimmt, warum wohl? Weil ich das, was ich hier wiedergebe, bereits geprüft habe. Nur meine konkreten Ergebnisse werde ich hier nicht niederschreiben, da sonst jeder Journalist diese ohne Mühe übernehmen könnte. Journalisten können sich aber gern an mich wenden, hier einen Vermerk des Interesses machen.
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