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bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

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  1. bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor junger musiker 04.01.10 - 20:56

    dadurch dass wir unsere CD, die uebrigens absichtlich nicht gema geschuetzt ist und komplett in eigenregie finanziert und produziert wurde, nachdem die produktionskosten gedeckt waren, frei herausgaben und ueberall geshared haben ohne ende haben wir ne masse an auftritten in ganz deutschland bekommen (natuerlich mit ordentlicher gage). das waere mit gema schutz, nem sponsor der nur die hand aufhaelt und ohne filesharing nie gegangen.

  2. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor iLOL 04.01.10 - 20:58

    *lach* Nee, klar. Und ihr heißt? Das wäre doch jetzt noch erwähnenswert. Name der Band, Homepage, Downloadlink ...

    Komm Baby, gibs mir. Du willst es doch auch *lol*

    Nicht ein Wort davon glaube ich Dir!

  3. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor junger musiker 04.01.10 - 21:10

    glaubst du nicht, dass es einen grund hat GERADE in diesem forum den name/link nicht anzugeben? ;-)

  4. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor iLOL 04.01.10 - 21:30

    Nein! Vor allem nicht, bei dem Getöse zuvor ..! Wenn Du nicht mit gutem Beispiel voran gehen willst, warum also überhaupt die Mühe mit dem Spruch "Filesharing ist gut für Musiker"?! Alles Blödsinn.

  5. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor junger musiker 04.01.10 - 21:44

    ich wollte nur mal ein statement abgeben wie ich es erlebt habe. ob du mir das glaubst oder nicht ist fuer mich absolut unwichtig. was du da als "getoese" bezeichnest sind einfach fakten aus meinem leben. :-)

    ausserdem habe ich nie behauptet, dass filesharing gut ist fuer alle arten von musikern in allen arten von musikrichtungen, die auf alle arten von publikum abzielen. ich habe nur gesagt, dass es fuer uns so besser funktioniert hat, als wenn wir vertraege gehabt haetten und gema schutz and andere hindernisse sich frei zu entfalten. ausserdem kommt es noch drauf an was man unter "akzeptable gage" versteht. bei uns waren es sicher keine mehreren tausend euro wie bei anderen ("kommerziellen") bands, aber es hat gereicht und wir mussten davon nix abgeben an leute die nur die hand aufhalten.

    ausserdem haetten wir ohne filesharing wohl kaum fans in russland, japan usw. weil kein deutscher verleger uns dort vermarktet haette (immerhin deutsche musik) und uns kaum erlaubt haette das zeug dorthin frei zu verschicken. dank filesharing konnten es sich die leute einfach runterladen. wir hatten davon vorteile.

    nochmal zu dem name/link: da ich taeglich schon genug spam von leuten bekomme, die sich auf deinem level bewegen habe ich auch weiterhin keine lust den hier anzugeben (unser gaestebuch ist bereits offline wegen zuviel "kommentaren"). seht meinen post einfach als erfahrungsbericht - ob ihr glaubt oder nicht es ist so.

  6. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor iLegal 04.01.10 - 23:34

    Ich bitte hier eines zwingend zu unterscheiden: Filesharer, die davon leben, raubkopierte Inhalte in großer Zahl anzubieten ... und Filesharer, die sich speziell auf die Unterstütung junger Musiker/Bands/Künstler eingestellt haben. Letzteres verdient vollen Support. Ersteres, und darum geht es hier schlussendlich, gehört an die ganz kurze Leine genommen und deren Nutzer vom Netz.

    Ja, ich bin für Netzsperren bei Personen, die massiv und wiederholt gegen geltendes Urheberrecht verstoßen. Ich bin für härtere Strafen. Denn die Streichelzoo-Methode mit Zuckerbrot funktioniert heute leider nicht mehr.

    Ich sehe das Thema durchaus differenziert. Aber für dieses Forum reichen auch die direkten Töne!

  7. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor ruelps 05.01.10 - 01:08

    iLegal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bitte hier eines zwingend zu unterscheiden: Filesharer, die davon
    > leben, raubkopierte Inhalte in großer Zahl anzubieten ... und Filesharer,
    > die sich speziell auf die Unterstütung junger Musiker/Bands/Künstler
    > eingestellt haben.

    Wieviele derer, die da verknackt werden, sind denn der Menge zuzuordnen, die du mit "Filesharer, die davon leben, raubkopierte Inhalte in großer Zahl anzubieten" beschreibst? Es gibt ein paar wenige zwilichtige Firmen, die eh schon Probleme mit dem Verbraucherschutz und dem Gericht haben und dann noch eine nicht zu verachtende Menge Privatanwender, die vielleicht wirklich mal was runtergeladen haben, was eigentlich zu vernachlässigen ist, aber dadurch, dass man einfach Geld einklagen kann im grossen Stil werden sie alle verklagt. Im schlimmsten Fall ist die Existenz bereits in jungen Jahren vernichtet für eine dumme Jugendsünde wie ein paar illegale MP3 die man weitergegeben hat. Wenn man ein "bisschen Dope" dabei hat wird das Verfahren eingestellt, aber wenn $Sohn Pr0n downloaded, dann kost das mal mindestens 50000 Euro und man muss auf jeden Fall dafür sorgen, dass man auch Daddy belangen kann, weil er es "hätte unterbinden können". Sorry, aber ich verstehs noch nicht.

    Ich glaub Internetrecht und das normale Strafrecht ist ungefähr so vergleichbar wie die Alchemie des Mittelalters mit der heutigen Wissenschaft.

  8. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor Slusher 05.01.10 - 06:40

    junger musiker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dadurch dass wir unsere CD, die uebrigens absichtlich nicht gema geschuetzt
    > ist und komplett in eigenregie finanziert und produziert wurde, nachdem die
    > produktionskosten gedeckt waren, frei herausgaben und ueberall geshared
    > haben ohne ende haben wir ne masse an auftritten in ganz deutschland
    > bekommen (natuerlich mit ordentlicher gage).

    Das glaube ich euch aufs Wort, ich kenne ja selbst auch ein paar Bands denen es nicht anderst ging. Wenn man mal kurz darüber nachdenkt ergibt das auch sinn. Denn wenn aus dem nichts plötzlich eine CD von einer Band von der man vorher nie was gehört hat im Laden steht wird sich wohl kaum was tun weil niemand so eine CD kauft.

    Grade solche Leute wie Bono die vollgesaugt sind mit Geld sollten sowas nicht äusern, sie sollten selbst wissen dass das der falsche Weg ist. Denn Filesharing kurbelt den Musikverkauf sogar noch an und schwächt ihn nicht ab wie immer behauptet wird. Sehr gut dabei auch das statement von Dieter Bohlen:
    http://www.youtube.com/watch?v=qpUESyh1L9I
    Ich mag ihn zwar nicht, aber er hat verdammt recht!

  9. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor rincewind25 05.01.10 - 09:48

    dem kann ich nur zustimmen.

    Wenn jemand wie Bono eine Satz wie diesen in den Raum stellt:

    "in diesem Fall die jungen, aufstrebenden Liederkomponisten, die nicht von den Verkäufen und Eintrittskarten und T-Shirts leben können".

    muß ich mich ernsthaft fragen, wie viel Ahnung der Mann noch von Musikgeschäft hat oder jemals hatte. Geld wurde früher, und heute noch viel mehr, mit Auftritten verdient. Der reine CD-Verkauf bringt gerade jungen Bands vermutlich nicht viel mehr als die Kosten der Produktion rein.
    Aber sie sind notwendig um die Musik zu verbreiten.. bekannt zu machen. Nicht zuletzt um mehr Eintrittskarten zu verkaufen.

    der Nachsatz:

    "umgekehrten Robin-Hood-Methode" profitierten die "reichen Diensteanbieter, deren dicke Profite genau die verlorenen Einkünfte der Musikindustrie widerspiegeln"

    unterstreicht nur diesen Eindruck. Wieviele Millionäre gibt es in der Musikindustrie? Wieviele bei den Dienstanbietern? So ein Spruch ist einfach nur Dumm und Dreist um nicht stärkere Worte zu verwenden.

  10. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor Dr. Rooney 05.01.10 - 10:16

    rincewind25 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dem kann ich nur zustimmen.
    >
    > Wenn jemand wie Bono eine Satz wie diesen in den Raum stellt:
    >
    > "in diesem Fall die jungen, aufstrebenden Liederkomponisten, die nicht von
    > den Verkäufen und Eintrittskarten und T-Shirts leben können".
    >
    > muß ich mich ernsthaft fragen, wie viel Ahnung der Mann noch von
    > Musikgeschäft hat oder jemals hatte. Geld wurde früher, und heute noch viel
    > mehr, mit Auftritten verdient. Der reine CD-Verkauf bringt gerade jungen
    > Bands vermutlich nicht viel mehr als die Kosten der Produktion rein.
    > Aber sie sind notwendig um die Musik zu verbreiten.. bekannt zu machen.
    > Nicht zuletzt um mehr Eintrittskarten zu verkaufen.
    Ob Konzerte so viel abwerfen, wage ich mal zu bezweifeln, gerade bei unbekannteren Bands kommt da nicht so viel rein.

    >
    > der Nachsatz:
    >
    > "umgekehrten Robin-Hood-Methode" profitierten die "reichen Diensteanbieter,
    > deren dicke Profite genau die verlorenen Einkünfte der Musikindustrie
    > widerspiegeln"
    >
    > unterstreicht nur diesen Eindruck. Wieviele Millionäre gibt es in der
    > Musikindustrie? Wieviele bei den Dienstanbietern? So ein Spruch ist einfach
    > nur Dumm und Dreist um nicht stärkere Worte zu verwenden.

    Es sind gar nicht so viele Millionäre in der Musikindustrie. Du siehst nur die eine handvoll Stars, die reich sind, weil sie aus den unterschiedlichsten Gründen weltbekannt sind. Denkst du, die oberen Etagen bei der Telekom bekommen nur ein Butterbrot?

  11. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor rincewind25 05.01.10 - 11:32

    Dr. Rooney schrieb:

    > Es sind gar nicht so viele Millionäre in der Musikindustrie. Du siehst nur
    > die eine handvoll Stars, die reich sind, weil sie aus den
    > unterschiedlichsten Gründen weltbekannt sind. Denkst du, die oberen Etagen
    > bei der Telekom bekommen nur ein Butterbrot?

    wie kommst du darauf? alleine in England sind es weit mehr als 50. Davon dürften nur einige weltbekannt sein. Die oberen Etagen der Telekom bekommen sicher nicht nur ein Butterbrot... es dürfte aber sehr sehr sehr weit von dem entfernt sein, was z.B. ein Paul McCartney einstreicht.

    Und vor allem: die Telekom Bosse bekommen ihr Geld bestimmt nicht, weil sie so hohe Profite mit der Bereitstellung von privaten Internetzugägnen machen.. im Gegenteil, wenn sie nur dieses Geschäft hätte, könnte sie einpacken.

  12. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor Dr. Rooney 05.01.10 - 12:01

    rincewind25 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dr. Rooney schrieb:
    >
    > > Es sind gar nicht so viele Millionäre in der Musikindustrie. Du siehst
    > nur
    > > die eine handvoll Stars, die reich sind, weil sie aus den
    > > unterschiedlichsten Gründen weltbekannt sind. Denkst du, die oberen
    > Etagen
    > > bei der Telekom bekommen nur ein Butterbrot?
    >
    > wie kommst du darauf? alleine in England sind es weit mehr als 50. Davon
    > dürften nur einige weltbekannt sein. Die oberen Etagen der Telekom bekommen
    > sicher nicht nur ein Butterbrot... es dürfte aber sehr sehr sehr weit von
    > dem entfernt sein, was z.B. ein Paul McCartney einstreicht.

    Ui, mehr als 50. Wie gesagt, nicht wirklich viele.
    >
    > Und vor allem: die Telekom Bosse bekommen ihr Geld bestimmt nicht, weil sie
    > so hohe Profite mit der Bereitstellung von privaten Internetzugägnen
    > machen.. im Gegenteil, wenn sie nur dieses Geschäft hätte, könnte sie
    > einpacken.
    Sie verkaufen (u.a.) Traffic und die notwendige Infrastruktur. Dass sie nicht ganz böse um den ständig steigenden Bandbreitenbedarf sind, dürfte offensichtlich sein. Ohne die vielen privaten Internetanschlüsse wäre die geschäftliche Nachfrage auch weit weniger groß, also liegt das alles schon im Interesse von Providern. Oder meinst du, die privaten Anschlüsse würden die aus reiner Nächstenliebe anbieten?

  13. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor rincewind25 05.01.10 - 12:38

    > Ui, mehr als 50. Wie gesagt, nicht wirklich viele.

    nicht wirklich viele?? das dürften schon mal mehr sein, als alle europäischen Providermillionäre zusammengenommen..

    > >
    > > Und vor allem: die Telekom Bosse bekommen ihr Geld bestimmt nicht, weil
    > sie
    > > so hohe Profite mit der Bereitstellung von privaten Internetzugägnen
    > > machen.. im Gegenteil, wenn sie nur dieses Geschäft hätte, könnte sie
    > > einpacken.
    > Sie verkaufen (u.a.) Traffic und die notwendige Infrastruktur. Dass sie
    > nicht ganz böse um den ständig steigenden Bandbreitenbedarf sind, dürfte
    > offensichtlich sein. Ohne die vielen privaten Internetanschlüsse wäre die
    > geschäftliche Nachfrage auch weit weniger groß,

    ich meinte damit weniger die Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Internetzugängen. Sondern ehr zwischen Internetzugängen und den übrigen Geschäftsfeldern.

    >also liegt das alles schon
    > im Interesse von Providern. Oder meinst du, die privaten Anschlüsse würden
    > die aus reiner Nächstenliebe anbieten?

    nein, aber du meinst hoffentlich auch nicht, dass die privaten Internetanschlüsse ursächlich nur dafür angeschafft werden illegales Material runter zu laden.

  14. Re: bei uns hat gerade das frei sharen den erfolg gebracht...

    Autor Schallplattenkäufer 07.01.10 - 09:34

    Falls ich es heute noch nicht häufig genug getan habe: Ihr Schergen von Gorny und der GEMA sterbt bitte schneller. Tim Renner hat das schon vor sechs Jahren kapiert und Euch den Rücken zukehrt.

    Ihr Lobbyisten werdet kurzfristig vielleicht Gesetze gegen das Volk durchgesetzt bekommen, aber auf mittlere Sicht sind Eure Major-Labels ohnehin entwertet - oder mit Tim Renner: "der Tod ist gar nicht so schlimm"...

    Die großen Künstler gehen heute wieder mehr auf Konzerttour als früher und Ihr verdient weniger und die Künstler mehr. Schön. Dazu gibt es dann die Musik legal kostenlos im Internet (siehe Radiohead, Coldplay, Saul Williams etc.).

    Die kleinen Künstler gehen gleich zu Indy-Labels, weil die wissen, wie man (Nischen-) Märkte gezielt entwickeln kann.

    Also sterbt mal schneller. Das Geheule kann sich ja keiner mehr anhören. Hier wird keiner die Uhr auf 1970 zurückdrehen, wo es kein Internet gab. "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", gell?




    iLegal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bitte hier eines zwingend zu unterscheiden: Filesharer, die davon
    > leben, raubkopierte Inhalte in großer Zahl anzubieten ... und Filesharer,
    > die sich speziell auf die Unterstütung junger Musiker/Bands/Künstler
    > eingestellt haben. Letzteres verdient vollen Support. Ersteres, und darum
    > geht es hier schlussendlich, gehört an die ganz kurze Leine genommen und
    > deren Nutzer vom Netz.
    >
    > Ja, ich bin für Netzsperren bei Personen, die massiv und wiederholt gegen
    > geltendes Urheberrecht verstoßen. Ich bin für härtere Strafen. Denn die
    > Streichelzoo-Methode mit Zuckerbrot funktioniert heute leider nicht mehr.
    >
    > Ich sehe das Thema durchaus differenziert. Aber für dieses Forum reichen
    > auch die direkten Töne!

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