1.) Finde ich es falsch geheime Dokumente an Aussenstehende weiter zu geben.
2.) Finde ich es ebenso falsch sich zu wundern wenn man hart dran genommen wird, wenn man erwischt wird diesen Verrat zu begehen.
3.) Finde ich es richtig das solche Dinge aufgedeckt werden und die entsprechenden Stellen bestraft werden. Dafür gabs bei uns bei der Bundeswehr den Generalinspekteur an den man sich wenden konnte - gibt es sowas in der USA nicht?
4.) Finde ich es falsch jemanden zu foltern. Das Ansprechen alle 5 Minuten ist Folter. Ein Mensch kann ohne REM Schlaf nicht richtig leben. Und das ist Körperverletzung. Ebenso tat dies gar nicht not. Daher fordere ich in dem Fall den Entscheidungsträger der diese Haftbedingungen befohlen (war ja ein Militärgefängnis) hat hart zu bestrafen. Und wenn das der Präsident selber war.
5.) Ist die Vorverurteilung der Amerikaner wieder so wie man es sich vorstellt. So staatstreu das ich würgen muss. Ich finde mein Land auch toll - aber halt nicht so toll das ich jemanden anderen verletzen muss der nicht meiner Meinung ist.
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Mit solchen Foltern setzt sich die USA in die Zeit Heinrich des 8. zurück. Schlimm ist nur, dass sie darauf auch noch stolz sind.
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> 1.) Finde ich es falsch geheime Dokumente an Aussenstehende weiter zu
> geben.
Auch wenn darin Kriegsverbrechen beschrieben bzw. damit belegt werden? Was ist wichtiger?
> 2.) Finde ich es ebenso falsch sich zu wundern wenn man hart dran genommen
> wird, wenn man erwischt wird diesen Verrat zu begehen.
Muss man das also folglich rechtfertigen? Siehe Punkt 4.)!
> 3.) Finde ich es richtig das solche Dinge aufgedeckt werden und die
> entsprechenden Stellen bestraft werden.
Problem ist nur, dass die Führung diese Art von Verhalten bisher nicht nur offensichtlich ermutigt, sondern auch gedeckt hat. Es ist naiv zu glauben, das wären alles nur "Einzelfälle".
> Dafür gabs bei uns bei der Bundeswehr den Generalinspekteur an den man sich wenden
> konnte - gibt es sowas in der USA nicht?
Offensichtlich ging Manning nicht davon aus, dass so diese Verbrechen an die Öffentlichkeit kommen. Und vermutlich zurecht. Im besten Fall hätte man ihn abgewimmelt, im schlechtesten unehrenhaft entlassen und dann wohl als "Sicherheitsrisiko" ins Gefängnis gesteckt. Oder schlimmer.
> 4.) Finde ich es falsch jemanden zu foltern. Das Ansprechen alle 5 Minuten
> ist Folter. Ein Mensch kann ohne REM Schlaf nicht richtig leben. Und das
> ist Körperverletzung. Ebenso tat dies gar nicht not. Daher fordere ich in
> dem Fall den Entscheidungsträger der diese Haftbedingungen befohlen (war ja
> ein Militärgefängnis) hat hart zu bestrafen. Und wenn das der Präsident
> selber war.
Dann musst Du Punkt 1.) und 2.) relativieren.
> 5.) Ist die Vorverurteilung der Amerikaner wieder so wie man es sich
> vorstellt.
Immer an Volker Pispers denken - die meisten Resentiments gegen die Politik dieses Landes sind gar nicht unbegründet.
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1+ Kann nur zustimmen. Sehr schwieriges Thema.
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StefanGrossmann schrieb:
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> 1.) Finde ich es falsch geheime Dokumente an Aussenstehende weiter zu
> geben.
> 2.) Finde ich es ebenso falsch sich zu wundern wenn man hart dran genommen
> wird, wenn man erwischt wird diesen Verrat zu begehen.
Das Aufdecken von Kriegsverbrechen sollte weder begründet werden müssen, noch bestraft werden, sondern lobend und belohnend dankbar aufgenommen werden. Deine Einstellung ist mir unverständlich.
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Vom Rest der Welt ja, vom eigenen Land eher nicht. Er hat Landesverrat begangen und er ist beim Militär genau diesen Landes.
Auch wenn ich nicht gut heiße was die USA gemacht hat, das hätte er sich vorher ausmalen können. Er ist beim Militär und kennt die Strafen dafür. Er muss sogar froh sein, wenn er nicht öffentlich hingerichtet wird ( nicht das ich das befürworte, aber so sind die Strafen in "God's own Country" )
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KleinerWolf schrieb:
> Er muss sogar froh sein, wenn er nicht öffentlich hingerichtet wird ( nicht
> das ich das befürworte, aber so sind die Strafen in "God's own Country" )
Es gibt in den USA keine öffentlichen Hinrichtungen.
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Na, wenn man nur umgebracht wird und das Land, in dem man lebt, somit Eigentümer des eigenen Lebens ist, na dann ...
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__destruct() schrieb:
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> Na, wenn man nur umgebracht wird und das Land, in dem man lebt, somit
> Eigentümer des eigenen Lebens ist, na dann ...
Ich wollte nur etwas richtigstellen und keine Diskussion über Sinn und Unsinn von Hinrichtungen entfachen.
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Charles Marlow schrieb:
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> > 1.) Finde ich es falsch geheime Dokumente an Aussenstehende weiter zu
> > geben.
>
> Auch wenn darin Kriegsverbrechen beschrieben bzw. damit belegt werden? Was
> ist wichtiger?
Und hier liegt der Teufel in der Masse und mal nicht im Detail. Hätte der gute Mann nur Material über Kriegsverbrechen veröffentlicht, wie die Videos oder ein paar Dokumente, wäre die Situation für die Anklage deutlich schwieriger.
So aber hat Manning es den Anklägern verflucht leicht gemacht. Sie müssen sich nur auf irgendein klassifiziertes Dokument stützen, in dem es beispielsweise um Truppenbewegungen oder Taktiken geht. Dies hat nichts mit Kriegsverbrechen zu tun und spielt dem Feind in die Hände. Und fertig ist der Landesverräter.
> Offensichtlich ging Manning nicht davon aus, dass so diese Verbrechen an
> die Öffentlichkeit kommen. Und vermutlich zurecht. Im besten Fall hätte man
> ihn abgewimmelt, im schlechtesten unehrenhaft entlassen und dann wohl als
> "Sicherheitsrisiko" ins Gefängnis gesteckt. Oder schlimmer.
Das ist erst einmal reine Mutmaßung. Er hat es nicht einmal versucht, zumindest hat er weder selber einen solchen Versuch angesprochen noch ist er anderswo dokumentiert. Stattdessen hat er Massen an Dokumenten veröffentlicht. Und eben nicht nur welche, die um Kriegsverbrechen gehen.
Seine Absicht mag ehrenhaft sein, sein Vorgehen was unüberlegt und er hat damit seinem Land und auch seinen Kameraden geschadet, die keine Kriegsverbrechen begehen.
Zusammengefasst, er ist ein Idiot. Ein ehrenhafter vielleicht, aber ein Idiot.
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Dann hätte er aber auch nur explizit die Kriegsverbrechen veröffentlichen dürfen.
Was an den hundertausend Seiten geschnatter der Diplomaten hatte denn irgendwas mit Kriegsverbrechen zu tun?
Es wirkt eher so als hätte er einfach alles was irgendwie in die Richtung "Geheim" geht genommen und verschickt und "glücklicherweise" waren da auch Kriegsverbrechen dabei.
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wmayer schrieb:
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> Dann hätte er aber auch nur explizit die Kriegsverbrechen veröffentlichen
> dürfen.
> Was an den hundertausend Seiten geschnatter der Diplomaten hatte denn
> irgendwas mit Kriegsverbrechen zu tun?
> Es wirkt eher so als hätte er einfach alles was irgendwie in die Richtung
> "Geheim" geht genommen und verschickt und "glücklicherweise" waren da auch
> Kriegsverbrechen dabei.
Das ist trotzdem keine Rechtfertigung ihn zu Foltern und alle Menschenrechte mal schnell übern Haufen zu schmeißen.
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