Meine Mutter hatte zeitweilig einen Kabel Deutschland HiSpeed-Internetanschluss - bis die Hauseigentümerversammlung beschloss: Die Störungen des Fernsehempfangs sind nicht tragbar - Kabel Deutschland mußte die Anlage wieder in den Ursprungszustand bringen.
Glasfasernetz:
Das ist das Problem - die Privatisierung der Post hat nichts gebracht (nur ein paar teure Frührentner). Sollen die Vodafon-Jungs doch für EURO 200 monatlich so einen Service einführen - rein ohne staatliche Unterstützung wird keine gute Infrastruktur gebildet (schon deshalb wäre eine staatliche Organisation für das Glasfasernetz, genauso für Bahnverkehr und Stromversorgung, die bessere Lösung).
Es ist meiner Meinung nach dreist von den Politikern der Telekom das eigene Versagen anzuhängen (SPD, FDP und CDU gehören schon irgendwie wegen Lobby-Crime verboten :)))
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Wenn jemand versagt hat, dann die Telekom, die damals Kupferleitungen gelegt hat anstatt es vernünftig zu machen... Jetzt haben die ihren eigenen Fehler auszubaden.
Die Telekom hat genug mist gebaut bei der Infrastruktur.
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Ich habe nun seit 7 Jahren Internet über das Fernsehkabel und kann mich nicht beschweren. Die einzigen Ausfälle, die ich bisher hatte waren durch Gewitter oder Stromausfall verursacht. Finde die Idee ökonomisch und logisch am sinnvollsten: Man benutzt einfach ein bereits vorhandenes Netz, um Breitbandinternet an den Kunden zu bringen. Mein fundiertes Halbwissen darüber besagt, dass das Fernsehkabel weit mehr Kapazität hat als im Moment von Unitymedia und Kabel Deutschland und Co benutzt werden kann, weil die dinosaurieralte Technik fürs Fernsehen besagt, dass alle Kanäle per Broadcast an den Kunden gebracht werden und der dann an seinem Fernseher entscheidet, was gesehen wird. Würde man nur Datendienste anbieten und das Fernsehen auch zu einem Datendienst auf Anfrage machen (IPTV on demand) könnte man noch höher hinaus als im Moment schon. Wie weit sind die bei Kabel Deutschland? 128 MBit Leitungen in Großstädten? Ohne neue Kabel zu verlegen, nur weil man sich drauf einigt mehr Freuqenzen in den bisher verlegten Kabeln fürs Internet zu reservieren?
Wenn ich dünnes laber bitte korrigieren aber ich verstehe diese ganze Idee nicht so recht, weshalb man neue und teure Glasfaser-Kabel verbuddeln will, wenn das gute alte Fernsehkabel es doch auch tut?
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TV ist ein zweischneidiges Schwert.
Zum Vergleich mal das normale Internet.
Hier ist es unwahrscheinlich, dass ich grade die selben Daten anfordere, wie mein Nachbar, und die Person gegenüber.
Also fordert jeder Client die Daten, die er grade braucht, einzeln an.
Hier wäre Broadcast absoluter Schwachsinn.
Bei TV ist das jetzt aber so eine Sache.
Wir haben nur eine feste Anzahl an Sendern, und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mein Nachbar auch, so wie ich, um 20:00 die Tagesschau schaut um ein Vielfaches
Per Broadcast wäre das eine einfache Belegung.
Muss aber jeder Receiver die Sendung dann einzeln anfordern, haben wir Sendung x Zuschauer = Belegte Bandbreite.
Ganz so blöd ist es auch weiterhin nicht, TV über Broadcast rauszujagen.
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rein hypothetisch:
was wäre wenn man TV nun statt Broadcast als Multicast verteilt. Damit würde man die Bereiche des Netzes entlasten, die um 20 Uhr keine Tagesschau angeschaltet haben aber stattdessen zB eine Videokonferenz fahren möchten. Ich meine nur, dass es bessere Möglichkeiten gibt das bisherige TV Netz zu nutzen als es im Moment geschieht. Und ich verstehe nicht, warum man das nicht macht.
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IlRe schrieb:
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> Wenn jemand versagt hat, dann die Telekom, die damals Kupferleitungen
> gelegt hat anstatt es vernünftig zu machen... Jetzt haben die ihren eigenen
> Fehler auszubaden.
> Die Telekom hat genug mist gebaut bei der Infrastruktur.
Das war ja wohl schon damals politisch gewollt - ich denke an den damaligen Postminister Schwarz-Schilling (ein echter Saubermann).
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Tja, und wenn Kabel Deutschland es nicht schafft ihr Kabel vom Nachbarhaus ins nächste zu verlängern - welchen anderen Kabelanbieter soll ich dann damit beauftragen ?
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MarioWario schrieb:
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> IlRe schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Wenn jemand versagt hat, dann die Telekom, die damals Kupferleitungen
> > gelegt hat anstatt es vernünftig zu machen... Jetzt haben die ihren
> eigenen
> > Fehler auszubaden.
> > Die Telekom hat genug mist gebaut bei der Infrastruktur.
> Das war ja wohl schon damals politisch gewollt - ich denke an den damaligen
> Postminister Schwarz-Schilling (ein echter Saubermann).
Hmm, bezieht sich das auf die alte Geschichte, dass die Familie Schwarz-Schilling eine Kupferkabelfabrik gehabt hätte, und deswegen Kupferkabel bevorzugt hätte?
Ich hatte mir vor eine Weile mal den Spass gemacht und versucht, der Behauptung nachzuforschen (die ja regelmäßig in Internetforen auftaucht):
Man findet bei Google seitenweise Links auf Foren (u.A. auch Golem.de) in denen Forenschreiber diese Behauptung aufstellen. Die Suche nach "Schwarz-Schilling Kupferkabel" liefert auch Artikel aus SPIEGEL, Zeit etc. aus den 80er Jahren, in denen die damals aktuelle Entscheidung kritisiert wurde (z.B. [1]). Komischerweise wird die angeblich Kupferkabelfabrik da nie erwähnt, obwohl das doch ein ziemlich offensichtlicher Aufhänger wäre...
Schwarz-Schilling war damals tatsächlich wegen der wirtschaftlichen Tätigkeit seiner Familie (und damit verbundenen Interessenkonflikten) umstritten. Seine Familie besaß eine Akku- und Batteriefabrik, die Geschäftsbeziehungen zur Deutschen Bundespost hatte. Und er besaß (oder war Teilhaber oder ähnliches) einer Projektgesellschaft, die Kabelnetzwerke plante. Aber die ominöse Kupferkabelfabrik scheint mir eine Urban Legend zu sein. Oder hast Du irgendwelche belastbaren Quellen dafür?
Ich frage mich auch, ob ein Glasfaserausbau in den 80ern so erfolgreich gewesen wäre. Zum einen war die Technik extrem teuer. Und ob das, was man damals gebaut hätte, den heutigen Anforderungen genügen würde, ist mir auch nicht klar. Andere Länder wollten es in den 80ern besser machen und hatten hochfliegende Glasfaserpläne, z.B. Frankreich. Das hat sich auch als nicht so einfach herausgestellt (z.B. Zeit-Artikel von 1989 [2]). Ich kann mich nicht erinnern, dass Frankreich in den letzten Jahren, als FTTH für Internet zum non-plus-ultra wurde, damit von sich reden machte, schon aus den 80ern ein entsprechendes Netz zu haben...
[1] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14018341.html
[2] http://www.zeit.de/1989/08/glas-schlaegt-kupfer/seite-1
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Das sind die gleichen Leute, die behaupten, ohne die Öl-Multis hätten wir längst solargetriebene Flugautos die uns in unter einer Stunde zum Mars bringen würden.
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KabelTV gibt es nicht überall.
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aiQon schrieb:
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> Ich habe nun seit 7 Jahren Internet über das Fernsehkabel und kann mich
> nicht beschweren. Die einzigen Ausfälle, die ich bisher hatte waren durch
> Gewitter oder Stromausfall verursacht. Finde die Idee ökonomisch und
> logisch am sinnvollsten: Man benutzt einfach ein bereits vorhandenes Netz,
> um Breitbandinternet an den Kunden zu bringen.
Die Bauen aber auch nur aus, weil sie Verträge mit den Gebäudeinhabern schließen, die über Jahrzehnte gehen. Hinzu kommt noch, dass das Kabelkartell sich keine Gedanken um Reseller machen muss.
Wenn die Telekom ausbaut, möchten die ganzen Aasgeier wie 1&1 und co. auch an den Anschluss.
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Ganz unterschiedlich, also wie überall.
[Signatur]
"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."
Du fühlst dich durch einen meiner Beiträge provoziert oder persönlich angegriffen? -> ¯\_(ツ)_/¯ 
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Bitte nicht vergessen, wie DOCSIS (Internet via TV-Kabel) funktioniert. Auf dem Land ja noch aktuell ganz schön, ist es in Ballungsgebieten bereits seit Jahren oft ein Desaster. Je mehr Leute IP over DOCSIS innerhalb eines DS nutzen, desto so mehr muss man hoffen entgegen sich anders als die übrigen Nutzer des gleichen DS zu verhalten...
Wenn sich 300-500 Kunden mit je 100mbit/s 200 mbit/s (abzgl. 5-20mbit/s Overhead) teilen, wie gut kann das dann wohl gehen?! Die Lösung mehr Channel zu bündeln und somit mehr Spielraum zu schaffen, ist aufgrund des bösen Verhältnisses langfristig auch keine Lösung. Wem nützt es, wenn 1k Kunden mit je 100mbit/s auf ein 360 mbit/s Puffer zurückgreifen können... Natürlich saugt nicht jeder gleichzeitig, aber bei diesen Zahlen...
Und eine Entwicklung zu mehr Datenbandbreite je Hertz (bzw. MHz) blieb seit DOCSIS 1.1 aus. Auch das aktuelle und die künftigen DOCSIS 3.x sowie 4er Versionen können nur noch mehr Channels bündeln, wobei die mögliche Bandbreite je Channel konstant bei 50/55 mbit/s bleibt. Nur die Werbeaussagen zu den gigabit-Tests lassen da Neuerung vermuten, unabhängig davon, dass die Tests so lange nicht real werden, wie Kabel Deutschland nicht alle TV-Pakete abschaltet... Denn 20 Channel zu bündeln bedeutet auch anstelle der 12 aktuellen Channel/Transpondern für TV nur noch 4 zur Verfügung stellen zu können...
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Genau, bei so vielen wichtigen Sendern kann man natürlich nicht einfach mal 50 abschalten!
oh wait...
Ein ganzschöner Scheißdreck ist das.
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@aiQon
Das im Netz noch Power & Ressourcen stecken möchte ich nicht abstreiten, aber die Möglichkeit sie zu nutzen ist nicht verfügbar.
Stellen wir uns ein Auto vor, kennt ja jeder, das hat einen Motor, ein Getriebe und hoffentlich vier Reifen. Nehmen wir an der Motor hat 650 PS das Getriebe ist aber ein billiges Import Modell von Playmobil aus China. Dann würde ich mit Sicherheit niemals diesen Motor starten...
Also der Motor stellt hier Kabel da und das Getriebe sind die Knotenpunkte im Netz...
Ein Knotenpunkt für ein Dorf oder eine kleine Stadt wird vermutlich niemals ausgelastet aber die Knotenpunkte um Großstädte wie Berlin, München oder Hamburg können zu Spitzenzeiten wie 20:00 während der Olympiade schnell Überlastet sein, das ist der Flaschenhals in unserem Netz. Als Tipp kontrolliere mal deine Bandbreite an verschiedenen Zeiten während und nach der Olympiade, du wirst Unterschiede feststellen.
B2T: Aus meiner Sicht sind Leitungen >32MBit unnötig, sie werden nie komplett ausgelastet, ein Großteil der Bevölkerung benutzt das Internet zwar aber versteht es nicht daher würden 32MBit bei weitem ausreichen, 50Mbit Leitungen und mehr machen im Otto-normal-Haushalt keinen Sinn.
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Kabel Deutschland ist nicht Kabel oder Telekom.
Das ist dir klar oder?
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Eheran schrieb:
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> Genau, bei so vielen wichtigen Sendern kann man natürlich nicht einfach mal
> 50 abschalten!
> oh wait...
> Ein ganzschöner Scheißdreck ist das.
Gut, da sind dann also am Ende noch die 8 Analog-Sender übrig :D
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aiQon schrieb:
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> rein hypothetisch:
> was wäre wenn man TV nun statt Broadcast als Multicast verteilt. Damit
> würde man die Bereiche des Netzes entlasten, die um 20 Uhr keine Tagesschau
> angeschaltet haben aber stattdessen zB eine Videokonferenz fahren möchten.
> Ich meine nur, dass es bessere Möglichkeiten gibt das bisherige TV Netz zu
> nutzen als es im Moment geschieht. Und ich verstehe nicht, warum man das
> nicht macht.
Wie soll Multicast bei Anschlüssen funktionieren, die nur als reiner Fernsehanschluss genutzt werden? Für Multicast müsste jeder Anschluss mit einem Rückkanal versehen werden, nicht nur wie momentan diejenigen, die auch Internet nutzen. Außerdem bräuchte es dafür neue Endgeräte ... denn die müssten ja dem Sender mitteilen, was der Kunde gerade sehen will.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.12 09:26 durch Andreas_B.
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ICTler schrieb:
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> Wenn sich 300-500 Kunden mit je 100mbit/s 200 mbit/s (abzgl. 5-20mbit/s
> Overhead) teilen, wie gut kann das dann wohl gehen?!
Ich habe eine Berechnung gelesen, nach der aktuell mit Euro DOCSIS 3.0 und QAM256 ca. 1 GBit/s neben DVB-C und Analog-TV zur Verfügung steht. Anders kann ich mir schwer erklären, weshalb ich mitten in Münster eigentlich immer die 100MBit/s schaffe, zumindest bei speedtest.net oder entsprechend leistungsfähigen Servern.
Die Kabelanbieter haben natürlich weiterhin die Möglichkeit, ihre Baumstruktur bei entsprechender Nachfrage weiter zu untergliedern. Und wenn dann mal die 37 analogen Programme nicht mehr wie aktuell Unmengen an Bandbreite verschwenden, kommt da nochmal ein gutes Stück Luft dazu.
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smarty79 schrieb:
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> Ich habe eine Berechnung gelesen, nach der aktuell mit Euro DOCSIS 3.0 und
> QAM256 ca. 1 GBit/s neben DVB-C und Analog-TV zur Verfügung steht. Anders
> kann ich mir schwer erklären, weshalb ich mitten in Münster eigentlich
> immer die 100MBit/s schaffe, zumindest bei speedtest.net oder entsprechend
> leistungsfähigen Servern.
>
Das sind ohne Upload 20 Downstream-Channels, alleine das ist leider heute in keinem Netz möglich. Dazu kommen dann noch die Upstream-Channels und die Deaktivierten aufgrund von Störer etc. Das Abschalten des analogen Programms würde noch einmal Reserven frei machen, jedoch waren die beiden größten Kabelnetzbetreiber der Meinung, noch einmal in die Analog-Technik investieren zu müssen, damit diese auch nach der Analog-Sat-Abschaltung weiterläuft. Zumindest Kabel Deutschland will bis 2020 Analog nicht abschalten, wie es beim Texaner aussieht k.A.
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