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Das hat mit einem Rechtsstaat nichts zu tun

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  1. Das hat mit einem Rechtsstaat nichts zu tun

    Autor /mecki78 29.10.09 - 02:06

    "Zuerst würden die Rechteinhaber die IP-Adresse eines unrechtmäßigen Hochladers ermitteln und dem Internetprovider mitteilen."

    Oder man kann auch schreiben:

    Zuerst würde der Rechteinhaber, oder der, der sich für so einen hält, der vielleicht auch gar keine Rechte hat, der glaubt welche zu haben oder einfach nur welche erfindet, die IP Adresse eines unrechtmäßigen Hochladers, der vielleicht doch das Recht dazu hat, was der angebliche Rechteinhaber auch gar nicht wissen kann, ermitteln, oder auswürfeln oder sich sonswie aus der Nase ziehen, Zahlhendreher nicht ausgeschlossen oder sogar beabsichtigt, und dem Internetprovider mitteilen.

    Genau aus dem Grund bin ich dagegen. Ein Normalnutzer kann gar nicht wissen ob er Rechte hatte oder nicht, ob der andere Rechte hat oder nicht (dessen Identität wohl nicht genannt wird), er kann auch nicht beweisen, dass er das nicht getan hat, was ihm vorgeworfen wird, was sowieso lächerlich ist, weil Menschen selten ihre Unschuld beweisen können, weswegen im Strafrecht auch die Schuld bewiesen werden muss und nicht umgekehrt.

    Ich bin nicht dagegen, dass unrechtmäßiges Filesharing bestraft wird, aber das ist ja wohl lächerliche Willkür. Irgendwer behauptet irgend jemand anders habe angeblich irgendwas getan und der andere gilt dadurch als schuldig und wird ermahnt. Wenn er nicht bestraft werden will muss *ER* Einspruch einlegen... das hat mit Rechtsstaat nichts zu tun.

    /Mecki

  2. Re: Das hat mit einem Rechtsstaat nichts zu tun

    Autor Trockenobst 29.10.09 - 05:23

    /mecki78 schrieb:
    --
    > vielleicht auch gar keine Rechte hat, der glaubt

    Das ist der Grund warum so viele TV-Serien und DVDs und
    Games noch auf Freehostern rumkrebsen: es muss halt
    wirklich der RECHTEINHABER die Löschung beantragen.

    Dazu muss der Wissen was der TUT. In den USA kriegt man
    richtig Ärger, wenn das DCMA-Gesetz missbraucht wird.
    Sehr viele DCMA-Löschanträge tut man mit einem Gegen-DCMA
    schon abwehren; z.B. Russischer DVDRip auf einem US-Hoster.
    Russische DVD-Version des Films ist in der Verwertung eines
    chinesischen Filmkonglomerats. D.h. nicht mal das US-Film-
    studio kann den runterschießen, sie müssen ihren Lizenznehmer
    in China darauf aufmerksam machen :)

    Tja, so Pervers ist das. Das ist aber kein Schutzmechanismus.
    Wenn es z.B. um schmutzigste/billigste Pornos geht, ist meist
    sehr klar wer die weltweiten Rechte hat. Und der verklagt
    dich in die Puppen, das ist ein recht einträgliches Geschäft
    in Deutschland. (Böse Zungen behaupten, überaus billigste
    Schmutzpornos werden überhaupt nur deswegen hergestellt...)

    > auch die Schuld bewiesen werden muss und nicht umgekehrt.

    Ich würde vorsichtig sein mit diesen "Hürden". Wenn die
    Schuld nur durch eine Hausdurchsuchung, sagen wir mal bei
    "100x ist diese IP aufgefallen" stattfinden kann, dann wird
    das eben durchgezogen. Man muss nur die 100x oder 200
    oder 500 abwarten. Irgendwo gibt es immer eine Grenze und
    viele werden diese einfach reißen.

    Und das willst Du nicht wirklich, dass sie bei den Terabyte
    Platten die einige daheim schon Stapeln dann wirklich klein-
    krämerisch jede einzelne Datei in eine Excelsheet eintragen
    und das rechnen anfangen.

    Mir fällt auf: Bei einigen harten Filesharern mag man sich
    an irre Rebellen erinnert fühlen. Da fehlt es gerade noch,
    dass man seinem Rechtsanwalt einen qm im Zimmer vermietet
    wo der Rechner steht und dann behauptet, da wären geschützte
    Daten die im Anwaltsverhältnis niemanden was anzugehen haben.

    Gerade das man sich nicht mit der Kalaschnikov in der Hand
    im Kindergarten vor den Raketen versteckt. Irgendwann wirds
    echt albern. Es sind nur dumme Games, dumme Musik, dume
    Filme. Irgendwo muss es noch was anderes geheben als "DAS".

    Trockenobst

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