Anstelle in ausgewählten Ballungszentren immer wildere Ziele und Visionen verwirklichen zu wollen, sollte man sich vielmehr mal um deutschlandweite Versorgung mit inzwischen *notwendiger* Bandbreite kümmern.
In zeiten von VoIP, Flash-überladenen Internetseiten und 10MB PPT Files als Attachment, Fotoentwicklung via Internet etc. halte ich 6MBit für ein Minimum, wenn man private & gewerbliche Nutzung des Webs sinnvoll ermöglichen will & nicht als Gemeinde mit Standortnachteil angesehen werden möchte.
Ich schreibe hier gerade aus dem östlichen Rhein-Main gebiet, wo ich alternativlose DSL384 verwende. Für ein Kartenupdate meines Navis fahre ich zu Bekannten, da dieses bisweilen nicht zwischen zwei zwangstrennungen der Telekom herunterladbar ist.
Und um hier mal etwas Entwicklung voranzutreiben, stehen minimalistische Töpfe zur Verfügung. Echt armselig.
Und dass die Zugangsprovider in einer Zeit wo Abmahnungen wegen Zoll-Angaben auf Monitoren möglich sind, für weniger Leistung (384 kbit/s) bei beworbenen "bis zu 6000 / 16000 kbit/s" das volle Geld verlangen dürfen wie für die volle leistung sehe ich als extrem Ausbauhemmend an ... würden sie für 1/16tel der Geschwindigkeit nur 1/16tel des geldes bekommen, würden ruck-zuck schonmal die uralt-DSLAMs ausgetauscht werden ....
Aber so ist die situation unheimlich dankbar - langsame Surfer verursachen weniger Kosten bei vollem Ertrag.
Da wäre regierungsseitig ein Hebel anzusetzen !!!
Zieh halt in die Stadt - ach stimmt die Mieten sind da hoeher
Eben.
Sollen doch alle Geweerbetreibenden vom land in die Stadt ziehen. Dann ist alles viel besser...
navitrolla schrieb:
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> Aber so ist die situation unheimlich dankbar - langsame Surfer verursachen
> weniger Kosten bei vollem Ertrag.
>
> Da wäre regierungsseitig ein Hebel anzusetzen !!!
In den Wirtschaftskolumnen steht dann:
"Die Anleger durften sich im letzten Jahr über eine positive Entwicklung der Ertragssituation freuen."
Zu deutsch: Auf Grund einer Monopolstellung und Kopf-in-den-Sand-Verhalten der Politik konnte die hemmungslose Abzocke weiter betrieben werden.
Das gilt für:
Rosa Riese (hier: ebenfalls 384KBit/s ohne Alternative)
Gasanbieter (trotz Kaminofen: Sparen hat Grenzen)
Stromanbieter (trotz Stromsparen: ohne geht nicht mehr)
Pharmaindustrie (die Zahl der Apotheken in D und deren luxoriöse Ausstattung sagt alles: in der Umgebung fast jeder popeligen Arztgemeinschaftspraxis kann sich mindestens eine Apotheke halten))
warum sollten wir euch, in allen winden zerstreuten, landeiern dicke internetleitungen subventionieren?
seid kreativ und schließt euch zusammen, dann könnt ihr vlt druck ausüben oder euer eigenes ding durchziehen. nur meckern nützt keinem was.
Tjoa... in Zeiten von Geldmangel und Hochverats am REchtsstaaat durch die Regierung selbst, um ein paar Millionen extra zu kassieren, sind Investitionen halt immer so eine Sache.
Das man sich damit langfristig keinen gefallen tut, sehen sie erst einmal nicht. Aber da sind die Politiker nicht die einzigen die damit Probleme haben.
ceejay schrieb:
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> warum sollten wir euch, in allen winden zerstreuten, landeiern dicke
> internetleitungen subventionieren?
> seid kreativ und schließt euch zusammen, dann könnt ihr vlt druck ausüben
> oder euer eigenes ding durchziehen. nur meckern nützt keinem was.
Ja stimmt. Und warum sollten wir euch Städter mit Obst, Gemüse, Salat und Fleisch versorgen? Könnt ihr ja alles auf dem Balkon züchten.
Ach ja, "wächst" ja alles im Supermarkt. Und Strom kommt aus der Steckdose.
Schon mal ein Kraftwerk in der City gesehen? Oder einen Tagebau? Ach, und Ölplattformen habt's ihr auch in der City?
Klugscheisser.
ceejay schrieb:
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> warum sollten wir
Warum sollte der Westen Jahrelang Ostdeutschland subventionieren?
Warum sollten wir Entwicklungshilfe in 3.Welt-Länder schicken?
Warum sollte man für die Erdbebenopfer in Haiti spenden?
Warum sollte man Oma Erna helfen den Einkauf ins Haus zu schleppen?
Weil hier überall Menschen betroffen sind. Solange du nicht zu sozialem Denken und Verhalten fähig bist wünsche ich dir einmal ein Erlebnis, dass dich von anderen Menschen und deren Solidarität abhängig macht.
Die Betrachtungsweise hängt halt immer davon ab, auf welcher Seite des Schwertes man steht.
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