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Strafe viel zu niedrig

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  1. Strafe viel zu niedrig

    Autor Harri 28.12.12 - 13:41

    Die 55 Mios zahlen die Sender doch aus der Portokasse. Die Strafe sollte sich an den Jahresumsaetzen orientieren. Prosiebensat1 machte allein 2011 ein Umsatz von 2.75 Mrd. Euro. Ueber RTL schweigt sich Wikipedia diesbezueglich leider aus, aber http://www.presseportal.de/ zufolge hat RTL einen annaehernd gleich grossen Marktanteil. Demnach betrug die Strafe fuer die wettbewerbswidrigen Absprachen von 2006 bis 2012 lediglich 1% des Umsatzes aus 2011. Wo bleibt denn da der Anreiz, solche Absprachen in Zukunft zu unterlassen?

    Bleibt nur zu hoffen, dass das Bundeskartellamt die Absprachen bzgl HD+ ebenso gruendlich untersucht.

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  2. Strafbare Handlung mit Erfolg

    Autor Crass Spektakel 28.12.12 - 14:45

    Die Infrastruktur haben die doch längst durchgedrückt, man bekommt in ganz Deutschland kein Gerät mehr ohne Verschlüsselungsinfrastruktur. Seien wir mal ehrlich, eine Kartellstrafe die nicht weh tut ist nur eine Erfolgsgewinnbeteiligung am illegalen Handeln für den Staat.

    Nein, die Strafe hätte lauten müssen "Finanzierung der Umstellung ALLER deutschen Empfangsgeräte auf rein unverschlüsselte Darstellung und totales Verbot von Verschlüsselung und Verschlüsselungshardware".

    Das hätte sie Mores gelehrt.

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  3. Re: Strafbare Handlung mit Erfolg

    Autor KillerJiller 28.12.12 - 14:48

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nein, die Strafe hätte lauten müssen "Finanzierung der Umstellung ALLER
    > deutschen Empfangsgeräte auf rein unverschlüsselte Darstellung und totales
    > Verbot von Verschlüsselung und Verschlüsselungshardware".
    >

    Und wie genau tut dir ein CI-Slot weh? Ich will keinen schrottigen FTA-Receiver, was soll ich damit? Privatsender? Niveaulos. ÖR? Genauso niveaulos, dazu noch Brechreiz.

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  4. Re: Strafbare Handlung mit Erfolg

    Autor TTX 28.12.12 - 15:46

    Man muss ihn kaufen, und schon hat er weh getan.

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  5. Re: Strafe viel zu niedrig

    Autor JulesCain 29.12.12 - 19:28

    Harri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die 55 Mios zahlen die Sender doch aus der Portokasse. Die Strafe sollte
    > sich an den Jahresumsaetzen orientieren. Prosiebensat1 machte allein 2011
    > ein Umsatz von 2.75 Mrd. Euro. Ueber RTL schweigt sich Wikipedia
    > diesbezueglich leider aus, aber www.presseportal.de zufolge hat RTL einen
    > annaehernd gleich grossen Marktanteil. Demnach betrug die Strafe fuer die
    > wettbewerbswidrigen Absprachen von 2006 bis 2012 lediglich 1% des Umsatzes
    > aus 2011. Wo bleibt denn da der Anreiz, solche Absprachen in Zukunft zu
    > unterlassen?
    >
    > Bleibt nur zu hoffen, dass das Bundeskartellamt die Absprachen bzgl HD+
    > ebenso gruendlich untersucht.

    Ich bin definitiv FÜR drakonische Strafen von Konzernen, wenn die denn mal Mist verzapfen (Betonung: Wenn die Mist verzapfen). Ist mir auch egal, welcher Konzern. Ein Anzugsträger mit ein paar Millionen/Milliarden auf dem Konto, braucht mir nicht zu klagen, wenn er "ein paar Euro" abzudrücken hat. Weh tut es, wenn er direkt in das Existenz-Minimum gedrückt wird, und die Gelder dann fein den Steuerzahlern zurück geführt werden. Kann man ja mal 4-5 neue Unis für bauen, neue Kitas erreichten usw usf.

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