Und das ist ein "One Time Pad".
Hier wird aus einer realen Zufallsquelle eine Zufallszahlenfolge generiert, die dem Sender und dem Empfänger bekannt ist (z. B. über zwei identische Schlüssel DVD).
Wenn man nun die Nachrichten sukzessive mit dem Inhalt der DVDs verschlüsselt kann man solange Nachrichten austauschen, bis der Inhalt der DVD "verbraucht" ist.
Wenn es in den Nachrichten nur um Text geht, kann man da schon ganze Bücher übertragen, ohne eine neue DVD zu benötigen.
Die einzige Möglichkeit, den Code zu knacken, ist dem Boten mit der DVD eins über die Rübe geben...
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
DVD? WTF?!
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Die DVD war nehme ich an nur ein Beispiel, man könnte das natürlich genauso gut mit einer CD, Diskette oder was auch immer machen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.12 16:05 durch FedoraUser.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
und das kann man nicht bruteforcen weil...?
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
...weil du je ein Bit der Nachricht mit einem Bit des One Time Pad verschlüsselst und das One Time Pad dann nie wieder verwendest (daher _One Time_ Pad ;)). Selbstverständlich davon ausgehend, dass das One Time Pad ein absolut zufälliges Bitmuster ist.
Hauptproblem ist der Gegenstelle das Onetimepad zukommen zu lassen, ohne dass der Gegner es abfängt.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Wie willst du denn One-Time-Pad bitteschön bruteforcen?
Bsp:
- Geheimer Buchstabe D
- Schlüssel: F
- Verschlüsselungsverfahren: Positionen im Alphabet addieren
--> Verschlüsselter Text: D + F = J ( 4 + 6 = 10)
Jetzt bruteforce mal bitte den Ciphertext: J
Da hilft dir auch kein Quantencomputer der Welt ;-) Ohne Kenntnis des Schlüssels F kannst du niemals herausfinden, was der ursrüngliche Buchstabe war.
Leider ist OTP in der Praxis wenig nützlich, denn wie schon erwähnt müssen beide Partner einen riesigen Schlüssel im Vorhinein austauschen (genauso lang wie die eigtl. Nachricht).
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
OK, für's Digitalzeitalter ist die Methode dann wohl weniger geeignet, aber im Analogzeitalter könnte sie ganz praktisch gewesen sein, weil es auch nicht unbedingt auffällt, dem künftigen Verschlüsselungspartner etwa einen Wälzer getarnt als Geschenk zukommen zu lassen.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Vereinfacht:
Das Problem bei einem One Time Pad ist, daß der Schlüssel verbraucht wird.
Deshalb braucht man eine Schlüssellänge, die genau so lang ist, wie die Nachrichten.
Nun schreibt man zwei identische DVDs mit Zufallsfolgen (echte!) voll.
Der Sender und der Empfänger bekommen die DVDs, und bei der Nachrichtenübermittlung muss der Empfänger seine Nachricht mit der Zufallsfolge auf der DVD ab der letzten "verbrauchten" Position XOR-verknüpfen, und der Empfänger bekommt die Nachricht wieder zurück, indem er mit dem Chiffrat mit seiner DVD das selbe macht.
Eventuell kann man noch im Klartext die zu wählende Start-Position auf der DVD voranstellen.
Solange die beiden DVDs nicht in fremde Hände fallen und dupliziert werden konnte, oder der verwendete Zufallszahlengenerator nicht "zufällig genug" ist, sollte das gehen.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
regiedie1. schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> OK, für's Digitalzeitalter ist die Methode
Warum nicht?
Wahrscheinlich reicht eine mit Zufallszahlen vollgeschriebene Blueray für die wirklich schützenswerte Kommunikation eines ganzen Lebens...
Dumm ist nur, daß man natürlich für jeden Kommunikationspartner eine Blueray vorhalten müsste...
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
regiedie1. schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> OK, für's Digitalzeitalter ist die Methode dann wohl weniger geeignet, aber
> im Analogzeitalter könnte sie ganz praktisch gewesen sein, weil es auch
> nicht unbedingt auffällt, dem künftigen Verschlüsselungspartner etwa einen
> Wälzer getarnt als Geschenk zukommen zu lassen.
IMHO kann OTP immer noch bei sensiblen Bereichen wie beispielsweise Botschaften genutzt werden. Mit einem langsamen aber vertrauenswürdigen Kurier werden die Schlüssel auf Vorrat übertragen. Ist Not am Mann, wird die dringende Nachricht per OTP über einen unsicheren - aber schnellen - Kanal versendet.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
wenn wir mal von einem fall der wirklichen welt ausgehen wird kaum einer einzelne buchstaben verschlüsseln. und einen text kann ich entschlüsseln, wenn ich solange alle möglichen schlüsselkombinationen durchprobiere bis etwas sinnvolles rauskommt. bruteforce eben: du probierst alle möglichen schlüssel aus, inklusive dem richtigen.
*ich sage nicht dass es praktisch ist, aber theoretisch möglich, ich dachte das war klar.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Das ist leider nicht richtig... Wenn du beispielsweise das Wort BOMBE verschlüsselst und dann als Code HSQEN rauskommt, kannst du so viel bruteforcen wie du willst. Denn wenn du alle Schlüssel durchprobierst, kommen auch Wörter wie LIEBE raus ;)
Deswegen ist OTP garantiert sicher. Du kannst zwar alle Schlüssel durchprobieren, bekommst aber auch alle möglichen Nachrichten mit gleicher Länge raus. Und da dann die tatsächliche Nachricht rauszusuchen ist ja unmöglich, da hättest du auch gleich sagen können. Okay das Wort hat 5 Buchstaben, wird also BOMBE gewesen sein.
Aber im Artikel ging es ja eigentlich um PGP bzw. RSA, was ja die Technik dahinter ist. Und ich halte die Aussage der Bundesregierung nicht gerade für interessant. Man hat bewiesen, dass RSA zwar gebrutforced werden kann, aber es keine andere Möglichkeit gibt, an den Schlüssel zu kommen. Das heißt, bei ausreichend großer Schlüssellänge ist RSA sicher. Mathematisch bewiesen. Aber natürlich kann man sagen, okay wir können PGP teilweise knacken, weil wir alle Nachrrichten mit ausreichend kurzem Schlüssel knacken können. Und wie lang diese maximale Schlüssellänge ist, hängt nur von der Rechenleistung des Computers ab, mit dem man das versucht.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Aha....
1) Ohne jetzt auf die Längen zu achten, nur als Beispiel:
Der Text "Kendon ist voreilig" wird zuerst mit dem Text "Bier schmeckt lecker" und dann mit dem Text "Morgen wird es regnen" XOR verknüpfe.
Weiterhin noch mit dem OTP-Zufallszahlenschlüssel ein XOR.
Die Verschleierungstexte kann man bereits vorher in die OTP-Zufallszahlenschlüssel einbauen.
Wie willst Du bei Auftauchen von etwas sinnvollem Herausbekommen, ob Du die Nachricht hast, oder einen Verschleierungstext?
2) Der Aufwand für 1 sollte eigentlich unnötig sein, denn:
Es ist bei einem OTP-Schlüssel genauso wahrscheinlich, daß Du ein beliebiges Wort aus dem Chiffrat liest, wie das "richtige".
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Whatsapp in Deutschland immer beliebter
Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"
Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille
Jolla stellt "The Other Half" vor
Wenn Social Networks zum Schützengraben werden
Kommentare: 180 | letzter Beitrag 17:33 Uhr
Kommentare: 135 | letzter Beitrag 19:11 Uhr
Kommentare: 134 | letzter Beitrag 18:44 Uhr
Kommentare: 119 | letzter Beitrag 19:23 Uhr
Kommentare: 119 | letzter Beitrag 18:15 Uhr
E-Mail an news@golem.de

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

Im Iran werden kurz vor der Wahl verstärkt ausländische Webseiten gefiltert und die ohnehin langsame Surfgeschwindigkeit nochmals gedrosselt. Damit sei das iranische Intranet - auch Halal genannt - weitgehend fertig, sagen Aktivisten.

Wirtschaftsminister Rösler bekennt sich bei einer Gaming-Veranstaltung im Bundestag ausdrücklich zu Großproduktionen aus Deutschland - und erzählt, welchen Heimcomputer-Klassiker er als Jugendlicher hatte.

Jolla hat unter dem Namen "The Other Half" (Die andere Hälfte) sein erstes Smartphone mit dem Meego-Nachfolger Sailfish OS vorgestellt. Die Entwickler von Nokias einzigem Meego-Smartphone N9 bieten "Die andere Hälfte" mit 4,5-Zoll-Display ab sofort zur Vorbestellung an.

Wer heute Soldat ist, ist mit dem Netz aufgewachsen und füllt es mit eigenem Erleben. Armeen ist das nicht recht, dabei nutzen sie das Netz für sich.

Die Zahl der Whatsapp-Nutzer in Deutschland ist laut einem Medienbericht innerhalb von sechs Monaten um 4,4 Millionen gestiegen. Der Dienst kommt dem Konkurrenten Facebook gefährlich nahe.