In der geschichte der Menscheit gab es über 130 Sozialistische Staaten. Kein einzigster von ihnen war Demokratisch, die meisten hatten eine strenge Zensur (Ausnahme: Titos Jugoslavien).
Sozialismus und Freiheit sind zwei Modelle die Inkompatibel zueinander sind. Denn Im Sozialismus ist alles im Staatsbesitz, von der Presse, Fabriken Dienstleistungsunternehmen. Wenn du in der Marktwirtschaft deinen Arbeitgeber kritisierst dann fliegst du, kannst dir aber in der nächsten Firma einen neuen Job suchen. Im Sozialismus gibt es nur einen Arbeitgeber, nämlich den Staat der dann von der Wirtschaft bis zu den Gedanken alles kontrolliert. In dieser Hinsicht ähneln sich Sozialismus und Faschismus sehr.
Chavez braucht die Zensur, der Sozialistische Staat lässt sich nur aufbauen wenn es ein gleichgeschaltetes Einheitsdenken gibt und die Leute sich bereitwillig Staat und Führer unterordnen. Die Freiheit bleibt dann zugunsten einer gefühlten sozialen Sicherheit auf der Strecke.
Laut Karl Marx sollen die Arbeiter über die Produktionsmittel d.h die Fabriken verfügen. Im Kapitalismus ist das nicht der Fall da die Fabriken dem Kapitalisten/Bourgeois gehören. Im Sozialismus ist das ebenfalls nicht der Fall da dort die Produktiosmittel ebenfalls nicht nicht im Besitz der Arbeiter sind sondern im Staatsbesitz. Und an der Staatsspitze des Sozialistischen Staates steht ein Führer, Mao, Stalin, Pol Pot, Fidel Castro, Kim Jong Il oder eben Chavez der dann die gewinne die die Arbeiter hart erarbeitet haben für ihren eigenen Luxus oder Spinnerte ideologische Pläne verschwenden.
In Sofern unterscheiden sich Kapitalismus und Sozialismus nicht voneinander, beide Systeme beruhen darauf die Arbeitskraft der Menschen auszubeuten um daraus ihren Profit zu schlagen.
Worauf ich hinauswill ?
Ganz einfach lasst euch nicht von den Lügen der Sozialisten
(SED-Linkspartei), Faschisten oder Kapitalisten (CDU FDP CSU) einlullenn. Alle wollen sie nur Macht bzw ökonomischen Einfluss um ihre Ziele zu verwirklichen die aber nicht unbedingt zu eurem Vorteil sein müssen. Denkt selbst, handelt für euch selbst und lasst euch nicht durch irgendwelche anderen Leute vertreten. Der Kapitalismus kann letztendlich nur in einer Basisdemokratie überwunden werden in der die Menschen regieren und nicht die Partei oder der Staat.
http://deu.anarchopedia.org/Anarcho-Kommunismus
> Der Kapitalismus kann letztendlich nur in einer Basisdemokratie
> überwunden werden in der die Menschen regieren und nicht die
> Partei oder der Staat.
Damit bin ich komplett einverstanden...
Aber wenn du "Sozialismus = Zensur + Diktatur" sagst, dann bist du Teil der Propaganda die seit Jahrzehnten versucht uns diese Gleichung einzuprägen.
Die Diktaturen die sich als kommunistisch oder sozialistisch bezeichnet hatten, waren alles nur nicht kommunistisch oder sozialistisch... Das sieht man, sobald man die Begriffe Kommunismus und Sozialismus nachschlägt...
Man hat sich mit den Begriffen geschmückt um an der Macht zu kommen, aber das erste was dann passierte war die Zerschlagung der Arbeiter Komitees die ihre Betriebe selbst verwalten wollten.
Man wollte alles Zentral kontrollieren, nicht mehr Freiheit für die Menschen - wie in jede Diktatur.
Selbst Marx wollte Arbeiter-Kontrolle der Betriebe (Produktionsmitteln), alles andere als was in der UDSSR vorzufinden war.
Chavez ist sicherlich ein Idealist der davon überzeugt ist das beste für die Menschen zu tun. Aber Macht verändert eben einen Menschen, er beginnt sich zu überschätzen und regiert zunehmend an den Interessen der Menschen vorbei.
z.B. das geplannte Killerspieleverbot das Chavez durchdrücken will (nachdem eine US Firma ein Propagandaspiel veröffentlicht hat das auf seiten der USA in venezuela spielt). Ok Solchen US Army Propagandaspielen kann man zurecht sehr kritisch gegenüber stehen, aber wenn man da anfängt dann ist es auch nicht mehr weit bis die ersten Bücher und Filme verboten werden. Die regierung Chavez hat einfach zuviel Macht und wo viel Macht ist da besteht auch immer die Ambition diese weiter auszubauen.
Da finde ich das Basisdemokratisch organisierte revolutionäre Vereinigungen wie die EZLN theorethisch mehr Potential haben da sie der Machtkonzerntration in händen weniger entgegenstehen.
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ej%C3%A9rcito_Zapatista_de_Liberaci%C3%B3n_Nacional
http://en.wikipedia.org/wiki/Zapatista_Army_of_National_Liberation
> Chavez ist sicherlich ein Idealist der davon überzeugt ist das
> beste für die Menschen zu tun. Aber Macht verändert eben einen
> Menschen, er beginnt sich zu überschätzen und regiert zunehmend
> an den Interessen der Menschen vorbei.
In Moment finde ich immer noch das seine Amtszeit überwiegend positiv zu bewerten ist. Nichts kann perfekt sein, man kann nur nach ein Ideal streben; erreicht wird es nie.
Als es Rede der Zensur der Medien war (weil Chavez die Lizenzen für einige private Sende nicht erneuern wollte) wurden Medien-Lizenzen an assoziative Medien verteilt. Also die Kontrolle über die Berichterstattung abgegeben... Weil man kann ein Staatsmedium kontrollieren kann, aber nicht eine Wolke aus unabhängigen Medien (wie im Internet).
Damit verliert er die Kontrolle über die Bewertung seiner Politik. An den Tag wo seine Politik der Mehrheit der armen Menschen nicht mehr gefällt, wir er die Kritik nicht stoppen können.
Das ist mehr Macht für die Basis, Berichterstattung ist Macht (wie man im Westen sieht, wo Chavez so unbeliebt ist).
Bei den Killerspielen, handelte es nur um dieses US Army Spiel. Was in meinen Augen gerechtfertigt ist: was würde Deutschland sagen wenn Russland ein "Stürzt die deutsche Regierung" Spiel rausbringen würde... Und die USA sahen dieses Spiel nicht als Fiktion sondern als Wunsch...
Aus den paar realexistierenden Sozialismen, die es bisher gegeben hat, einen Pauschalvorwurf zu bauen, ist Kapitalistenpropaganda, über die sich jeder Statistiker kranklachen muss.
Mit anderen Worten: wenn einer zehnmal versucht hat, mit dem Schraubenzieher einen Nagel in die Wand zu schlagen, und sich und Umstehende dabei verletzt hat – ist es dann ein richtiger Schluss, dass jeder Versuch, einen Nagel in die Wand zu schlagen, nur mit diesem Ergebnis möglich sein kann?
Nein, das Problem liegt vielmehr daran, dass es weder Sozialismus noch Kommunismus geben kann, solange der Profitzwang nicht beseitigt ist, sprich solange Volkswirtschaften profitbasiert Erträge produzieren müssen, damit Mensch und Gesellschaft materiell existieren können. Daraus folgt die systemische Notwendigkeit zur Ausbeutung. Und deswegen müssen Ressourcenverteilung, Produktion und Güterverteilung völlig anders organisiert werden – eben sozialistischer, als die gescheiterten Realsozialismen das versucht haben. (Anarchosyndikalistische Ansätze in der Richtung wären übrigens in der Tat schon mal ein Fortschritt.)
Cheers,
d. d.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.10 17:43 durch demon driver.
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