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Ende des Urheberrechts

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  1. Ende des Urheberrechts

    Autor: couchpotato 19.01.13 - 14:00

    Diseser Dienst bietet doch nichs anderes als andere Sharhoster auch, nur eben in noch größerem Umfang.

    Ein Urheberrecht das nicht existieren kann wenn Nutzer unkontrolliert Daten übers Internet austauschen können, darf nicht existiern und MUSS scheitern. Und das ist verdammt gut so!

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  2. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: aktenwaelzer 19.01.13 - 15:44

    couchpotato schrieb:

    > Ein Urheberrecht das nicht existieren kann wenn Nutzer unkontrolliert Daten
    > übers Internet austauschen können, darf nicht existiern und MUSS scheitern.
    > Und das ist verdammt gut so!

    -1



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.13 15:46 durch aktenwaelzer.

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  3. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: pholem 19.01.13 - 15:57

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Urheberrecht das nicht existieren kann wenn Nutzer unkontrolliert Daten
    > übers Internet austauschen können, darf nicht existiern und MUSS scheitern.
    > Und das ist verdammt gut so!

    Du bist also der Meinung, dass ein Gesetz, welches nur sagt "Man darf xy nicht", statt präventiv gegen xy vorzugehen, nicht existieren darf?
    Unsere gesamte Gesellschaft basiert auf solchen Gesetzen!
    Man könnte hier jetzt einen Haufen Analogien ziehen zu anderen Gesetzen, die etwas unter Strafe stellen, aber nicht von Vornherein verhindern, aber ich sehe schon, dass da nur "Apfel vs. Birne" als Antwort kommt.
    Verallgemeinert sei gesagt: Unsere Gesetze und Gesellschaft basieren auf einem Vertrauen auf Vernunft der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft. Diesen Mitgliedern wird damit eine grundsätzliche Freiheit gewährt. Eingegriffen wird dann, wenn Schranken überschritten werden.

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  4. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: azeu 19.01.13 - 16:03

    > Verallgemeinert sei gesagt: Unsere Gesetze und Gesellschaft basieren auf einem Vertrauen auf Vernunft der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft. Diesen Mitgliedern wird damit eine grundsätzliche Freiheit gewährt. Eingegriffen wird dann, wenn Schranken überschritten werden.

    Klingt ja erst mal schön und gut. Nur, wenn man an die Gesetze denkt, die z.B. Frauen das Autofahren verbieten, Männern das Knutschen in der Öffentlichkeit etc. dann erscheint das nicht mehr immer ganz so vernünftig.

    Gesetze werden nicht nur von vernünftigen Menschen gemacht die an das Wohl der Gesellschaft denken. Gesetze werden leider nicht selten von Menschen gemacht, die nur an sich selbst denken. Mir ist z.B. kein Persönlichkeitstest für Politiker bekannt, der verhindert, dass jemand mit einem charakterlichen/psychischen Schaden an die Macht kommen kann.

    Gruss an die NS of America

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  5. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: StefanKehrer 19.01.13 - 16:05

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > couchpotato schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein Urheberrecht das nicht existieren kann wenn Nutzer unkontrolliert
    > Daten
    > > übers Internet austauschen können, darf nicht existiern und MUSS
    > scheitern.
    > > Und das ist verdammt gut so!
    >
    > Du bist also der Meinung, dass ein Gesetz, welches nur sagt "Man darf xy
    > nicht", statt präventiv gegen xy vorzugehen, nicht existieren darf?
    > Unsere gesamte Gesellschaft basiert auf solchen Gesetzen!
    > Man könnte hier jetzt einen Haufen Analogien ziehen zu anderen Gesetzen,
    > die etwas unter Strafe stellen, aber nicht von Vornherein verhindern, aber
    > ich sehe schon, dass da nur "Apfel vs. Birne" als Antwort kommt.
    > Verallgemeinert sei gesagt: Unsere Gesetze und Gesellschaft basieren auf
    > einem Vertrauen auf Vernunft der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft.
    > Diesen Mitgliedern wird damit eine grundsätzliche Freiheit gewährt.
    > Eingegriffen wird dann, wenn Schranken überschritten werden.

    So wie er es geschrieben hat, ist es natürlich missverständlich, wenn nicht sogar falsch gemeint.

    Es sollte heißen "Ein Urheberrecht, das nur durchgesetzt werden kann, durch die totale Kontrolle des Datenverkehrs im Internet, der per se dadurch als öffentlich definiert wird, ist unverhältnismäßig, und darf nicht existieren.

    Der Eingriff muss verhältnismäßig sein, ich sehe hier keinen Grund der solche Eingriffe rechtfertigt. Gesetze die nicht durchsetzbar sind, sind unnütz.

    Das heißt nicht, das man ganz auf ein Urheberrecht verzichten soll, aber die Grenzen sind halt eng gesetzt. Wobei ja auch strittig ist, wie sinnvoll ein Urheberrechtsgesetz im kulturellen Kontext überhaupt ist.

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  6. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: couchpotato 19.01.13 - 16:06

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > couchpotato schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein Urheberrecht das nicht existieren kann wenn Nutzer unkontrolliert
    > Daten
    > > übers Internet austauschen können, darf nicht existiern und MUSS
    > scheitern.
    > > Und das ist verdammt gut so!
    >
    > Du bist also der Meinung, dass ein Gesetz, welches nur sagt "Man darf xy
    > nicht", statt präventiv gegen xy vorzugehen, nicht existieren darf?

    Nein, das habe ich nicht gemeint.
    Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass das Urheberrecht so wie es jetzt ist nicht in dem Maße kontrolliert werden kann wie es die Contentmafia (und scheinbar auch die Politik) gerne möchte, ohne die gesamte Kommunikation zu kontrollieren.
    Dieses Problem ist aber ja auch hinreichend bekannt.

    Wenn das Urheberrecht also, wie in dem Titel erwähnt tatsächlich zu Ende geht, weil es möglichkeiten des Datenaustausches ohne totalitäre Kontrolle gibt, dann soll es auch Untergehen.

    Das versucht wird gegen Urheberrechtsverstöße vorzugehen ist mir klar, das will ich auch nicht grundsätzlich in Frage stellen. Bloß letztenendes kann das Urheberrecht im Digitalem Zeitalter nicht wirksam durchgesetzt werden. Daher muss es angepasst werden oder wird eben wie erwähnt bedeutungslos. Passt man dagegen die möglichkeiten der digitalen Kommunikation an, ende es zwangsläufig in eine totalen Überwachung/Kontrolle, wie warscheinlich auch teilweise misslingen wird, aber eben alle Menscherechte mit ins Grab nimmt. Und das ist das Urheberrecht insgesamt nicht wert.

    Kommunikationsfreiheit > Urheberrecht

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  7. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: couchpotato 19.01.13 - 16:09

    @ pholem: Das Missverständniss möge man mir verzeihen, es ist wie StefanKehrer schon sagte.

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  8. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: aktenwaelzer 19.01.13 - 16:13

    StefanKehrer schrieb:

    > Es sollte heißen "Ein Urheberrecht, das nur durchgesetzt werden kann, durch
    > die totale Kontrolle des Datenverkehrs im Internet, der per se dadurch als
    > öffentlich definiert wird, ist unverhältnismäßig, und darf nicht
    > existieren.

    Das wäre genauso verkehrt. Wie pholem schon schrieb: Es gibt sehr viele Gesetze, die dann hinfällig wären, z.B. das Gesetz, das Morde verbietet, denn die kann man nur durchsetzen, wenn wir in Deutschland einen Orwellschen Überwachungsstaat haben. Aber noch nicht mal dann! Folge: §211 StGB abschaffen? Das kann es wohl kaum sein. Deshalb greift diese Argumentation auch nicht, wenn es um das Urheberrecht geht, das seinen Sinn hat, weil es die Rechte von Urhebern schützt.

    > Gesetze die nicht durchsetzbar sind, sind unnütz.

    Bitte denke ein paar Sekunden länger nach.

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  9. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: couchpotato 19.01.13 - 16:25

    aktenwaelzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    >
    > > Es sollte heißen "Ein Urheberrecht, das nur durchgesetzt werden kann,
    > durch
    > > die totale Kontrolle des Datenverkehrs im Internet, der per se dadurch
    > als
    > > öffentlich definiert wird, ist unverhältnismäßig, und darf nicht
    > > existieren.
    >
    > Das wäre genauso verkehrt. Wie pholem schon schrieb: Es gibt sehr viele
    > Gesetze, die dann hinfällig wären, z.B. das Gesetz, das Morde verbietet,
    > denn die kann man nur durchsetzen, wenn wir in Deutschland einen
    > Orwellschen Überwachungsstaat haben. Aber noch nicht mal dann! Folge: §211
    > StGB abschaffen? Das kann es wohl kaum sein. Deshalb greift diese
    > Argumentation auch nicht, wenn es um das Urheberrecht geht, das seinen Sinn
    > hat, weil es die Rechte von Urhebern schützt.

    Eigentlich ist das ein super Beispiel:

    Wenn man die Forderungen der Contentmafia auf "Mord" bezieht, muss überalle, an jeder Straßenecke und in jeden Schlafimmer überwachungskamers, Selbstschussanlagen etc. stehen.

    Trotzdem ist selbst bei Mord jedem Klar das die Verhinderung nicht alle Mittel rechtfertigt. Nur bei Urheberrecht ist das anscheinend für manche was anderes.

    Im Falle von Mord gibt es außerdem keine Alternative zu einem Gesetz das nicht absolut durchführbar ist. Ein Geschäftskonzept kann deher nicht existieren das eine absolute "Lebensversicherung" verspricht.
    Wenn also weiterhin ein Geschäftsmodell mit Urheberrecht existieren soll, muss sich etwas ändern, nicht nur weil die Umsätze (angeblich) wegbrechen, sondern auch weil es bereits eine unverhältnissmißige Verfolgung der "Gesetzesbrecher gibt"

    Obskure Urteilsvergleiche wie: "3 Jahre Haft für 20 Vergewaltigungen und 10 Morde, 20 Jahre Haft wegen 10 Songs hochladen." gibt es ja leider genug.

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  10. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: pholem 19.01.13 - 16:27

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Verallgemeinert sei gesagt: Unsere Gesetze und Gesellschaft basieren auf
    > einem Vertrauen auf Vernunft der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft.
    > Diesen Mitgliedern wird damit eine grundsätzliche Freiheit gewährt.
    > Eingegriffen wird dann, wenn Schranken überschritten werden.
    >
    > Klingt ja erst mal schön und gut. Nur, wenn man an die Gesetze denkt, die
    > z.B. Frauen das Autofahren verbieten, Männern das Knutschen in der
    > Öffentlichkeit etc. dann erscheint das nicht mehr immer ganz so
    > vernünftig.
    >
    > Gesetze werden nicht nur von vernünftigen Menschen gemacht die an das Wohl
    > der Gesellschaft denken. Gesetze werden leider nicht selten von Menschen
    > gemacht, die nur an sich selbst denken. Mir ist z.B. kein
    > Persönlichkeitstest für Politiker bekannt, der verhindert, dass jemand mit
    > einem charakterlichen/psychischen Schaden an die Macht kommen kann.

    Mit "unserer Gesellschaft" bezog ich mich auf Deutschland. Dass es Staaten gibt, in denen es nicht vertretbare Gesetze gibt (Islamischer Gottesstaat mit Scharia als Gesetz -> Hände abhacken etc.), ist ein ganz anderes Thema.

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  11. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: StefanKehrer 19.01.13 - 16:34

    aktenwaelzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    >
    > > Es sollte heißen "Ein Urheberrecht, das nur durchgesetzt werden kann,
    > durch
    > > die totale Kontrolle des Datenverkehrs im Internet, der per se dadurch
    > als
    > > öffentlich definiert wird, ist unverhältnismäßig, und darf nicht
    > > existieren.
    >
    > Das wäre genauso verkehrt. Wie pholem schon schrieb: Es gibt sehr viele
    > Gesetze, die dann hinfällig wären, z.B. das Gesetz, das Morde verbietet,
    > denn die kann man nur durchsetzen, wenn wir in Deutschland einen
    > Orwellschen Überwachungsstaat haben. Aber noch nicht mal dann! Folge: §211
    > StGB abschaffen? Das kann es wohl kaum sein. Deshalb greift diese
    > Argumentation auch nicht, wenn es um das Urheberrecht geht, das seinen Sinn
    > hat, weil es die Rechte von Urhebern schützt.
    >
    Schön wenn man Kapitalverbrechen und Lappalien in einen Topf wirft. Auch das Verhindern von Morden rechtfertigt keine Totalüberwachung. Der Nutzen eines Gesetzes gegen Mord ist aber unmittelbar erkennbar, und die Strafverfolgung funktioniert auch ohne Überwachung ganz gut. All das und noch einiges mehr, unterscheidet dein Beispiel vom Urheberrecht.

    > > Gesetze die nicht durchsetzbar sind, sind unnütz.
    >
    > Bitte denke ein paar Sekunden länger nach.

    Ich bleibe dabei, Durchsetzbarkeit bedeutet im Übrigen nicht, dass man Straftaten verhindern, sondern sie entsprechend sanktionieren kann, ohne andere Rechte unverhältnismäßig einzuschränken und das auch Wirkung zeigt. Beim Mord könnte man hier übrigens tendenziell weiter gehen, was die Einschränkung der Rechte geht, aber komischerweise wird es dort überhaupt nicht gefordert.

    Morde werden übrigens auch nicht durch Gesetze verhindert, sondern durch das soziale Gefüge einer Gesellschaft, oder überleg mal warum in einer anonymen Großstadt die Anzahl der Morde üblicherweise höher ist, als auf dem Land, obwohl dort die gleichen Gesetze gelten.

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  12. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: pholem 19.01.13 - 16:34

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich ist das ein super Beispiel:
    >
    > Wenn man die Forderungen der Contentmafia auf "Mord" bezieht, muss
    > überalle, an jeder Straßenecke und in jeden Schlafimmer überwachungskamers,
    > Selbstschussanlagen etc. stehen.
    >
    > Trotzdem ist selbst bei Mord jedem Klar das die Verhinderung nicht alle
    > Mittel rechtfertigt. Nur bei Urheberrecht ist das anscheinend für manche
    > was anderes.

    Deine Argumentation klingt, als wenn du lediglich überzogene Mittel zur DURCHSETZUNG des Urheberrechts beklagst, was durchaus verständlich und vernünftig ist. Aber was ist dann am Urheberrecht selbst falsch?
    Nur weil überzogene Maßnahmen zur Verhinderung von einem Verbrechen (Beispiel Mord) schlecht sein können, macht es doch nicht das Verbot des Verbrechens überflüssig!

    > Obskure Urteilsvergleiche wie: "3 Jahre Haft für 20 Vergewaltigungen und 10
    > Morde, 20 Jahre Haft wegen 10 Songs hochladen." gibt es ja leider genug.
    Solche Aussagen werden am Leecher-Stammtisch getätigt... zeig mir das Urteil mit 20 Jahren Haft für 10 hochgeladene Songs!

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  13. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: StefanKehrer 19.01.13 - 16:36

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > azeu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Verallgemeinert sei gesagt: Unsere Gesetze und Gesellschaft basieren
    > auf
    > > einem Vertrauen auf Vernunft der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft.
    > > Diesen Mitgliedern wird damit eine grundsätzliche Freiheit gewährt.
    > > Eingegriffen wird dann, wenn Schranken überschritten werden.
    > >
    > > Klingt ja erst mal schön und gut. Nur, wenn man an die Gesetze denkt,
    > die
    > > z.B. Frauen das Autofahren verbieten, Männern das Knutschen in der
    > > Öffentlichkeit etc. dann erscheint das nicht mehr immer ganz so
    > > vernünftig.
    > >
    > > Gesetze werden nicht nur von vernünftigen Menschen gemacht die an das
    > Wohl
    > > der Gesellschaft denken. Gesetze werden leider nicht selten von Menschen
    > > gemacht, die nur an sich selbst denken. Mir ist z.B. kein
    > > Persönlichkeitstest für Politiker bekannt, der verhindert, dass jemand
    > mit
    > > einem charakterlichen/psychischen Schaden an die Macht kommen kann.
    >
    > Mit "unserer Gesellschaft" bezog ich mich auf Deutschland. Dass es Staaten
    > gibt, in denen es nicht vertretbare Gesetze gibt (Islamischer Gottesstaat
    > mit Scharia als Gesetz -> Hände abhacken etc.), ist ein ganz anderes Thema.

    Die gibt es auch in Deutschland, nur fallen die Folgen meist nicht so drastisch aus. Bei den Menschenrechten schneidet Deutschland im Übrigen auch nicht so gut ab, wie man es manchmal gern hätte. :)

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  14. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: aktenwaelzer 19.01.13 - 16:37

    couchpotato schrieb:

    > Trotzdem ist selbst bei Mord jedem Klar das die Verhinderung nicht alle
    > Mittel rechtfertigt.

    Nicht alle, aber z.B. auch die Tötung von Menschen ist gerechtgertigt, wenn Leben anderer geschützt werden sollen. Hast Du schon mal erlebt, dass jemand wegen des Urheberrechts umgebracht wurde?

    > Nur bei Urheberrecht ist das anscheinend für manche was anderes.

    Du willst Dich offensichtlich gegen eine Vollüberwachung aussprechen, was ich durchaus verstehe. Dafür muss aber das Urheberrecht nicht abgeschafft werden, denn das Urheberrecht gewährleistet erst den Schutz von Urhebern und ermöglicht durch seine Schrankenbestimmung auch Rechte von Konsumenten. Das Urheberrecht ist eines von vielen guten Gesetzen in Deutschland, denn es wägt ab zwischen berechtigten Interessen von Urhebern und berechtigten Interessen von Konsumenten.

    Im Urheberrecht steht aber nichts von Überwachung.

    Kunststück, denn eine Überwachung (z.B. von öffentlichen Plätzen) ist Folge der Begehung von Delikten ALLER ART, die nichts mit Urheberrecht zu tun haben. Du irrst, wenn Du glaubst, dass Regelungen im Internet nur wegen Kopierbetrügern stattfinden sollen.

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  15. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: aktenwaelzer 19.01.13 - 16:43

    StefanKehrer schrieb:

    > Auch das Verhindern von Morden rechtfertigt keine Totalüberwachung.

    Eben. Aber die Nichtdurchsetzbarkeit von Mordverboten rechtfertigt auch nicht die Abschaffung des Mordparagraphen. Darum ging es.

    > Morde werden übrigens auch nicht durch Gesetze verhindert

    Das hat zwar niemand behauptet, aber auch das sehe ich anders.

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  16. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: couchpotato 19.01.13 - 16:45

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Argumentation klingt, als wenn du lediglich überzogene Mittel zur
    > DURCHSETZUNG des Urheberrechts beklagst, was durchaus verständlich und
    > vernünftig ist. Aber was ist dann am Urheberrecht selbst falsch?
    > Nur weil überzogene Maßnahmen zur Verhinderung von einem Verbrechen
    > (Beispiel Mord) schlecht sein können, macht es doch nicht das Verbot des
    > Verbrechens überflüssig!

    Das momentane Urheberrecht an sich ist so genommen nicht falsch, sondern nutzlos. Was man ja auch nicht unbedingt will.

    Doch durch die "Beeinflussungen" der Contentmafia wird eben das Urheberrecht als Vorwand genutzt um totalüberwachung zu fordern. Zumindest im Endeffekt.

    Daher halte ich es für eine mögliche Lösung das Urheberrecht so zu ändern, das es weder massenhaft menschen kriminalisiert noch die Contentmafia dazu bringt totalüberwachung zu fordern.

    Allerdings halte ich es nicht für logisch das die Contentmafia, solange sie sich Gewinn davon erhofft, davon ablässt für den kleinsten Versoß die Todestrafe für Kleinkinder zu fordern.
    PS. ja das ist ne Matapher ;)



    > > Obskure Urteilsvergleiche wie: "3 Jahre Haft für 20 Vergewaltigungen und
    > 10
    > > Morde, 20 Jahre Haft wegen 10 Songs hochladen." gibt es ja leider genug.
    > Solche Aussagen werden am Leecher-Stammtisch getätigt... zeig mir das
    > Urteil mit 20 Jahren Haft für 10 hochgeladene Songs!


    http://www.compiware-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=12346

    Ok sind nur 15 Jahre Haft, aber eben auch nur 6 Werke ;)
    Und das ist nur das erste was Google ausspuckt

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  17. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: aktenwaelzer 19.01.13 - 16:46

    couchpotato schrieb:

    > Das momentane Urheberrecht an sich ist so genommen nicht falsch, sondern
    > nutzlos.

    Kannst Du das kurz begründen?

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  18. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: SeveQ 19.01.13 - 16:49

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diseser Dienst bietet doch nichs anderes als andere Sharhoster auch, nur
    > eben in noch größerem Umfang.
    >
    > Ein Urheberrecht das nicht existieren kann wenn Nutzer unkontrolliert Daten
    > übers Internet austauschen können, darf nicht existiern und MUSS scheitern.
    > Und das ist verdammt gut so!

    +1

    Allerdings unter der Bedingung, dass ein Urheberrecht geschaffen wird, das diesem Umstand Rechnung trägt und für alle Seiten positiv ist (außer für leistungslose Rechteverwerter; eben jene, die momentan am meisten rumjammern).

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  19. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: cry88 19.01.13 - 16:52

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gesetze werden nicht nur von vernünftigen Menschen gemacht die an das Wohl
    > der Gesellschaft denken. Gesetze werden leider nicht selten von Menschen
    > gemacht, die nur an sich selbst denken. Mir ist z.B. kein
    > Persönlichkeitstest für Politiker bekannt, der verhindert, dass jemand mit
    > einem charakterlichen/psychischen Schaden an die Macht kommen kann.

    unser system ist nicht ohne grund so ausgelegt das einer alleine niemals die volle macht hat. entscheidungen gehen fast immer über mehrere instanzen. wenn mehrheitlich idioten gewählt werden bringt natürlich selbst das nichts.

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  20. Re: Ende des Urheberrechts

    Autor: couchpotato 19.01.13 - 16:52

    aktenwaelzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > couchpotato schrieb:
    >
    > > Trotzdem ist selbst bei Mord jedem Klar das die Verhinderung nicht alle
    > > Mittel rechtfertigt.
    >
    > Nicht alle, aber z.B. auch die Tötung von Menschen ist gerechtgertigt, wenn
    > Leben anderer geschützt werden sollen. Hast Du schon mal erlebt, dass
    > jemand wegen des Urheberrechts umgebracht wurde?
    >

    Die Tötung von Unbeteiligten ist dagegen verboten, egal ob dadurch ein Mord verhindert wird oder nicht. Und darum geht es hier. Die Forderungen der Contentmafia nach Überwachung beziehen sich auf alle Menschen.



    > Dafür muss aber das Urheberrecht nicht abgeschafft
    > werden, denn das Urheberrecht gewährleistet erst den Schutz von Urhebern
    > und ermöglicht durch seine Schrankenbestimmung auch Rechte von Konsumenten.
    > Das Urheberrecht ist eines von vielen guten Gesetzen in Deutschland, denn
    > es wägt ab zwischen berechtigten Interessen von Urhebern und berechtigten
    > Interessen von Konsumenten.

    Selten so gelacht. :D

    Nicht das ich den generellen Sinn des Urheberrechts völlig in Frage stelle, aber ein "gutes Gesetz (in Deutschland)" ? muhahaha wie geil is das denn.

    Es gibt wohl kein Gesetz das so viele Kolleteralschäden verurschacht und dabei so hoffnungslos veraltet ist wie das deutsche Urheberrecht.

    Ganz ehrlich du willst mir nicht erzählen das dir nicht spontan massenhaft dinge einfallen die daran geändert werden sollten.

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