>Hier scheinen einige auch z.B. schwarz Bus & Bahn zu fahren..
>Die kostet nämlich auch einen fixen Betrag, sowohl in Herstellung/Unterhalt als auch bei der Nutzung. Da könnte man genau so argumentieren, dass man ja niemanden was wegnimmt, wenn man sich ohne zu bezahlen auf einen leeren Platz setzt.
Eben: Hier gilt das Gesetz des kategorischen Imperativs. Je mehr Leute eine kostenpflichtige Leistung kostenlos in Anspruch nehmen, desto mehr müssen die treuen Zahler für die Leistung zahlen, damit dem Anbieter dadurch keine Einnahmeausfälle entstehen. Deshalb hat die "Privatkopie" im Zeitalter der Audio- und Videokassette auch noch funktioniert, denn von einem Original konnte man nur eine sehr begrenzte Anzahl an Kopien herstellen und verteilen. Ganz im Gegensatz zur digitalen Kopie, bei der aus einem Exemplar verlustfrei unzählige Kopien erstellt und übers Netz an Millionen andere verteilt werden können. Das Prinzip der Privatkopie hat vor der menschlichen Gier nicht bestehen können.
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Trollversteher schrieb:
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> >Hier scheinen einige auch z.B. schwarz Bus & Bahn zu fahren..
> >Die kostet nämlich auch einen fixen Betrag, sowohl in
> Herstellung/Unterhalt als auch bei der Nutzung. Da könnte man genau so
> argumentieren, dass man ja niemanden was wegnimmt, wenn man sich ohne zu
> bezahlen auf einen leeren Platz setzt.
>
> Eben: Hier gilt das Gesetz des kategorischen Imperativs. Je mehr Leute eine
Den kategorischen Imperativ sollten sich mal die Labels zu Herzen nehmen, die die bettelarmen Künstler mit Knebelverträgen an sich binden und ausquetschen.
> kostenpflichtige Leistung kostenlos in Anspruch nehmen, desto mehr müssen
> die treuen Zahler für die Leistung zahlen, damit dem Anbieter dadurch keine
> Einnahmeausfälle entstehen. Deshalb hat die "Privatkopie" im Zeitalter der
> Audio- und Videokassette auch noch funktioniert, denn von einem Original
> konnte man nur eine sehr begrenzte Anzahl an Kopien herstellen und
> verteilen. Ganz im Gegensatz zur digitalen Kopie, bei der aus einem
> Exemplar verlustfrei unzählige Kopien erstellt und übers Netz an Millionen
> andere verteilt werden können. Das Prinzip der Privatkopie hat vor der
> menschlichen Gier nicht bestehen können.
Guck dir mal die Wachstumsraten der Musikindustrie an, und dann erklär mir wie du auf solchen Unsinn kommst.
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Weil sie deine Einstellung vertreten...
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Stellt sich halt die Frage wie viel von dem was kopiert wird tatsächlich gekauft werden würde, wenn es nicht möglich wäre es zu kopieren.
Und die Menge wird weit geringer sein, als es die Contentmafia bereit ist zuzugeben. Ich hab beispielsweise erst begonnen mich für Musik zu interessieren, als ich Internet hatte. Vorher war mir das alles egal.
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>Den kategorischen Imperativ sollten sich mal die Labels zu Herzen nehmen, die die bettelarmen Künstler mit Knebelverträgen an sich binden und ausquetschen.
Knebelverträge mag sein, aber bettelarm? Normalerweise verkaufen die Künstler ihre Seele für ordentlich Schotter. Aber das ist ein anderes Thema, und auch hier gibt es Gesetze, die, wenn sie von den Labels verletzt werden eingeklagt werden können.
>Guck dir mal die Wachstumsraten der Musikindustrie an, und dann erklär mir wie du auf solchen Unsinn kommst.
Wachstumsraten? Wo? Lies mal ein wenig nach. Noch 1999 hatte die Musikindustrie sich auf einen Rekord-Umsatz gesteigert, dann ging mit Napster die erste große Tauschbörse ans Netz und dann ging es steil bergab - 2006 war der Tonträgermarkt auf 45% geschrumpft. Erst seit dem Apple legale Downloads zu moderaten Preisen im großen Stile eingeführt hat, steigen die Umsätze wieder moderat, und gerade beginnt sich die Unterhaltungsindustrie vom Raubkopiererschock zu erholen - wobei dadurch immer noch Schaden entsteht. Zudem muß man sich anschauen, WER hier der große Absahner ist, von DEM monolithischen Block "Musikindustrie" kann man ganz bestimmt nicht sprechen. Ein Bohlen wird sicher immer Abnehmer für seine Fließbandproduktionen finden...
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Sollte man jetzt nun den Leuten mehr Geld für ihre Arbeit geben oder ihnen den Medienkonsum kostenlos zur Verfügung stellen?
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>Stellt sich halt die Frage wie viel von dem was kopiert wird tatsächlich gekauft werden würde, wenn es nicht möglich wäre es zu kopieren.
Ja, aber das muß man noch nicht mal: Leute sind auch bereit, einen Spottpreis für Hehlerwahre zu bezahlen, wie man an den Umsätzen von Schmitz & Co sieht...
>Und die Menge wird weit geringer sein, als es die Contentmafia bereit ist zuzugeben. Ich hab beispielsweise erst begonnen mich für Musik zu interessieren, als ich Internet hatte. Vorher war mir das alles egal.
Aha. Und wie alt warst Du, bevor Du internet hattest?
Und ich habe die Zeiten vor dem Internet erlebt, als man noch für Musik bezahlen mußte, da war sowohl die Wertschätzung der Fans für die Musik größer, als auch die Energie und Anstreung, die bestimmte Künstler in die Fertigstellung eines einzigen Albums gesteckt haben.
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>Weil sie deine Einstellung vertreten...
Menschen, die aus Vernunft und Einsicht handeln haben aber seit jeher eine klitzekleine Minderheit dargestellt, von der eine ganze Industrie ganz sicher nicht überleben kann...
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Man sollte sie dazu bringen, Geld schneller auszugeben, aber sie davon abhalten, Schulden zu machen. Umso weniger weit von 0 entfernt die Kontostände einer Gesellschaft insgesamt sind, desto besser geht es ihr auf Dauer. Wenn sie von 0 entfernt, aber darunter sind, geht es ihr kurzzeitig sogar besser, aber eben nur kurzzeitig.
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dossy86 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
>
> Man lädt doch nicht blind das ganze Internet herunter, Hauptsache man hat
> es! Das ist ja Daten-Messie-Syndrom oder nicht?
Kannte mal jemanden der das gemacht hat. Hat sich unmengen an Conten runtergezogen. Angeguckt hat er sich aber nur die wenigsten. Wenn man ihn mal darauf ansprach, meinte er "Wenn mich jemand danach fragt, dann habe ich es".
Dabei ging es also nur um das reine Ansehen seiner Person.
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lottikarotti schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> > Und??? Heisst dass nun dass die Firmen die Filme gratis verschenken
> sollen?
> > Wer soll dann noch Filme produzieren, distribuieren etc.wenn alle
> klauen??
> > sollen nur die 30% der restilchen Weltbevölkerung Geld ausgeben????
> In Afrika (ver)hungern die Menschen.. soll ich denen nun Essen schenken,
> welches ich von meinem hart verdienten Geld bezahlt habe? Wer kein Geld
> hat, der hat einfach Pech gehabt! Danke für diese Erkenntnis :-)
>
> >Wenn ich mir ein Auto nicht leisten kann, dann kann ich
> > es ja auch nicht einfach klauen oder???
> Kannst du schon..
Wer kein Geld hat der kann sich nehmen was er will??? Du kannst gerne Essen in Afrika verteilen ist wohl wertvoller als Urheberrechtsverletzung zu begehen, aber eigentlich spreche ich auch nicht von der Hungernden Leute die Essen klauen um nicht zu krepieren... sondern von leuten die sich "unterhaltunsmedien" nicht leisten können und es sich dann einfach nehmen können weil sie ja ein gott gebenes Recht darauf haben sollen. Medienkonsum ist kein Menschenrecht... !!!
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Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du damit jetzt sagen möchtest...
Das es besser ist, wenn man Geld ausgibt, stimmt natürlich. Aber das hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun.
Hier geht es darum, ob man Armen Leutem mehr Geld geben sollte oder ihnen Content kostenlos zur Verfügung stellen sollte.
Wobei das ja dann doch die Frage beantwortet:
Geld ausgeben ist besser > also sollte man den Leuten mehr Geld für ihre Arbeit geben.
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Da wiederum stellt sich die Frage nach Ursache und Wirkung...
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yeppi1 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Wenn ich das Auto kopieren kann, würde ich es tun. Also was soll hier im
> Golem Forum immer der Vergleich mit materiallen Gütern? Es ist kein
> Diebstahl (es ist ja nichts weg), es ist eine Kopie. Das heißt aber, dass
> ich für diese Kopie nicht bezahle. Die Content Industrie sagt nun, ich habe
> die 10¤ für diese Kopie nicht bezahlt und behauptet, ihr fehlen diese 10¤.
> Ich behaupte, ich hätte die Kopie (Anm.: Privatkopie, in Österreich, andere
> Rechtsgrundlage) niemals gemacht, wenn es nicht möglich gewesen wäre. Wenn
> 80% kopieren, dann zahlen 20%, denen es Wert ist.
> Das könnte aber nur belegt werden, wenn es kein file sharing mehr gibt.
> Deswegen fände ich es auf der einen Seite auch schön, wenn es keine
> Raubkopien mehr gibt, damit die Industrie das endlich versteht, dass
> schlechtes Zeug nicht gekauft wird, maximal kopiert.
Du würdest also eine Straftat begehen. Du würdest ein auto das garantiert (außer es ist irgendeine 50 Jahre alte Kiste) patentbehaftet ist nachbauen? das wäre auch eine Raubkopie. Nur mit dem unterschied, dass bei dem Auto im Gegensatz zu einem film der Anteil an den Produktionskosten in der Vervielfältigung viel höher ist. Geringe Entwicklungskosten im vergleich zum materialwert beim Auto und hohe Entwicklungskosten (in dem falle die kosten der Filmproduktion) im vergleich zu den kosten für das pressen der BluRay und das Cover beim Film.
Du darfst dir auch keinen IKEA-stuhl nachzimmern und verkaufen. Allerdings darfst du dir einen eigenen Stuhl schnitzen und auch ein eigenes auto bauen, dies aber dann, wenn es patente oder design von einem Möbel-oder Autohersteller verwendet nicht veröffentlichen. Genausowenig darfst du ein Nachgebautes auto oder einen nachgezimmerten Stuhl kaufen oder eben einen Urheberrechtlich geschützten Film herunterladen ohne den Urheber dafür zu bezahlen.
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Warwolf Pr1me schrieb:
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> Wenn ich mir ein Auto nicht leisten kann, dann kann ich es ja auch nicht einfach
> klauen oder???
Klauen ist aber was anderes als kopieren.
Beim einen hat jemand einen direkten VERLUST, beim anderen wird höchstens verhindert, dass ein GEWINN zustandekommt. Und das eben auch nur wenn man das Produkt wirklich gekauft hätte, wenn man es nicht runtergeladen hätte. Und das hätten die wenigsten Leute behaupte ich einfach mal, die laden nur runter weil sie es können, nicht weil sie unbedingt auf alle Fälle das Produkt haben wollen.
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cware schrieb:
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> Ich frage mich, wozu man überhaupt noch solche illegalen Angebote braucht.
> Für 20-25¤ im Monat kriegt man inzwischen eine Musikflatrate (Simfy, sogar
> auf mobilen Endgeräten) und zusätzlich eine Film- und Serienflatrate
> (Maxdome). Sicher, dort gibt es nicht ALLES. Das liegt daran, dass die
> Abspielrechte erst einmal beschafft (und bezahlt!) werden wollen.
Ausnahmslos alle mir bekannten legalen Filmdienste haben sowohl ein mehr als schlechtes Angebot, als auch absolut keine attraktiven Konditionen.
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Die legalen Alternativen zum Serienstreamen suche ich schon lange - erfolglos.
Ich hab echt keine kleine DVD/BR/CD-Sammlung. Was Musik und Filme angeht bin ich rundum versorgt, für neue Filme wird auch ins Kino gegangen.
Nur bei Serien gibts nunmal keine derartigen Möglichkeiten.
TV kommt sowieso nicht in Frage, allein weil ichs kaum hinbekomme da was durchgehend regelmäßig zu verfolgen, was für Serien essentiell ist. Als Student oder je nach Beruf hat man nicht jeden Tag oder Woche gleich viel und zur gleichen Uhrzeit die Zeit dazu. Und Originalsprachen gibts da nicht, was das nächste KO-Kriterium wäre.
Sprich, es ist absolut null flexibilität vorhanden.
Die Serien auf DVD/BR zu kaufen geht zwar, allerdings gibts die dann entweder irgendwann mal Jahre später in DE zu kaufen und sind exorbitant teurer als Importe. Oder man greift eben zu Importen. Da fehlt dann wieder die Syncro, die grad beim gemeinsamen Schauen mit Familie/Freunden etc. dann doch (manchmal) nützlich wäre. Zudem kommen die auch meist erst Monate später in den Handel. Verglichen mit Musik, die meisten Leute kaufen sich doch auch die Musik die gerade aktuell ist, und nicht erst 1-2 Jahre nachdem sie schon im Radio hoch und runtergelaufen ist weil sie vorher nicht zum Kauf verfügbar war. Serien, abgesehen natürlich vom richtig seichten Mist, können auch an Aktualität verlieren. "Neu ist immer besser".
Streaming-Angebot gibt es zwar einige wenige, aber dann gibts bei Anbieter A wieder nur eine handvoll interessante Serien und Unmengen an (aus meiner Sicht) Schrott.
Bei Pauschalangeboten bezahl ich den Schrott trotzdem mit.
Anbieter B und C haben dann jeweils auch wieder nur bestimmte Serien im Angebot, sodass ich für eine für mich optimale Versorgung mich an mehrere Anbieter binden muss. Und vor allem dann wieder das meiste syncronisiert und nicht aktuell...
Gestaffelte Preise je nach Anzahl an "abonierten" Serien wär für mich das brauchbarste Modell.
Ich schau dem Ganzen nun wirklich schon einige Jahre zu, aber eine brauchbare legale Möglichkeit gibts nach meinem Ermessen bisher in Deutschland keine.
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Und was machen die Leute wie ich, die gar kein Laufwerk haben?
Streaming von Serien ist in Deutschland eher die Ausnahme.
Nicht jeder will SAT1, RTL/RTL2 Eigenproduktionen anschauen.
--
http://www.heise.de/open/meldung/Linux-auf-dem-Desktop-Europa-fuehrt-1243708.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Immer-mehr-Linux-auf-dem-Desktop-1404775.html
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cware schrieb:
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> Ich frage mich, wozu man überhaupt noch solche illegalen Angebote braucht.
> Für 20-25¤ im Monat kriegt man inzwischen eine Musikflatrate (Simfy, sogar
> auf mobilen Endgeräten) und zusätzlich eine Film- und Serienflatrate
> (Maxdome). Sicher, dort gibt es nicht ALLES. Das liegt daran, dass die
> Abspielrechte erst einmal beschafft (und bezahlt!) werden wollen.
Viele Leute sehen Urheberrechtsabgaben als unangebracht an und laden sich deswegen Musik und Filme 'runter. Es geht nicht darum dass alles zu teuer ist, sondern dass man zum Zahlen gezwungen wird. Ohne dass man etwas davon hat.
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miauwww schrieb:
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> für geschätzte 70% der Weltbevölkerung sind 20 Euro im Monat zu viel.
Geschätzte 90 % der Weltbevölkerung haben gar keinen PC, Laptop oder Tablet....
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Für offene Standards
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