Geschichtsrevisionismus am Beispiel einer Veröffentlichung des GVE-Verlages
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Wenn einer eine Bahnhofsbuchhandlung besucht, dann kann er was lesen ! Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) „Die Rundköpfe der Berliner S-Bahn" stolperte ich erst mal über einen weit aufgeblähten Teil zur Raketentechnik in Peenemünde und zu verschiedenen Raketenabschüssen unter anderem der V2 Massenvernichtungswaffe aus dem 2.Weltkrieg.
Überdimensionale V2 Illustrationen sorgen für entsprechende Aufmerksamkeit beim Leser. Und dies ist wohl auch beabsichtigt.
Ein Wirrwarr von verantwortlichen Konstrukteuren und Befehligern der V2-Raktenangriffe wird hierin beschrieben.
Meine Deutsch- oder auch die Geschichtslehrerin hätten mir bei so einem Einschub in einen Aufsatz zur Technikgeschichte der Berliner S-Bahn drunter geschrieben: Leider Thema verfehlt. 5 ! Aber es wird noch schlechter ! Nicht nur das lauter hakenkreuzbeflaggte S-Bahnen auf Fotos zu sehen sind.
Auch da, wo der Buchtext auf S-Bahnen Bezug nimmt, wird’s peinlich.
Ein nicht mehr rechtzeitig als Kriegsverbrecher angeklagter Reichsverkehrsminister Dorpmüller (NSDAP) wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf alten Fotos präsentiert und darüber sinniert, ob er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe. Dann gibt’s noch Fotos von seiner Villa in Grunewaldnähe.
Wieso packt man hier in Deutschland Lesern und Technikfreaks einen getarnten Zug zum Basteln mit KZ-Bezug (TYP Original-Peenemünde mit Reichsadler ) in an sich harmlos scheinende Technikgeschichtsbücher oder Berliner S-Bahn-Bastel-Sets und versucht dies über den Buchhandel oder das Internet an die deutsche und internationale Jugend (unsere Zukunft) gelangen zu lassen ?
Nein, es geht nicht um einen sattsam bekannten Verlag aus dem NS-Dunstkreis.
Bisher trat der Verlag wenig spektakulär in Erscheinung und ist eher dem linken Spektrum zuzurechnen gewesen.
Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) „Die Rundköpfe der Berliner S-Bahn" stösst einem im hinteren Teil auf, dass in einem Sensationsbericht für „private Geschichtsforscher" der Streifzug über das gesperrte Peenemünder Gelände schmackhaft gemacht wird. Angeblich sei die Suche nach den richtigen Farben der alten Peenemünder Züge der Grund für die Missachtung der Zutrittsverbote (Hausfriedensbruch). Die gefundene Tür und ein nicht näher vorgestelltes Horn eines Zuges sollen dann der „ journalistische Lohn" für die Mühe der Suche auf dem gefährlichen verwilderten Gelände sein.
Da die Redaktion unter Dr. Michael Braun und Dieter Kaddoura (letzterer übrigens Bundestagsmitarbeiter von Die Linke bei der verkehrspolitischen Sprecherin D. Menzner) sich der Rechtswidrigkeit des Vorgehens sehr wohl bewusst war, beruft sie sich offenkundig auf das Redaktionsgeheimnis und lässt nur verlauten, der Name des „Geschichtsforschers" sei der Redaktion bekannt (abweichend zur Praxis, sonst die Klarnamen anzugeben). Es stellt sich wirklich die Frage, ob dies für die Recherche der Farben des Peenemünder Werkbahnzuges als Bastelbogen von Oliver Wilking notwendig war.
Diese Leute können einem bei ihrer Sensationshascherei wirklich leid tun ! Fragt sich nur, ob sie damit nicht noch Nachahmer herausfordern und jemand dann auf dem munitionsverseuchten Gelände durch Sprengkörper verunglückt.
Der eingeheftete und mittlerweile auch wohl separat erhältliche Bastelbogen des NS-Zuges der Werkbahn Peenemünde mit aufgedrucktem Reichsadler ist in meinen Augen NS-Verherrlichung pur und eine echte Schande. Der Redaktion war doch wohl bewusst, dass diese Züge auch vor einem KZ hielten.
Die Linienbeschreibung war schliesslich im Buch eingeheftet. Später wurden einige Züge auch noch Richtung KZ Dora in Thüringen umgesetzt.
Wieviel politische und historische Instinktlosigkeit darf man sich in Deutschland eigentlich leisten ? Kannt man das irgend jemandem plausibel erklären ?
Mich widert es an, wenn ich sehe , wie aus Polen Hitlers ostpreussisches Hauptquartier Wolfsschanze als Bastelbogen hier in Deutschland bei Ebay zum Schaden unserer Jugend eingestellt wird. Es gibt die halbe Wehrmacht und Waffen-SS Fahrzeugpalette zum Basteln.
Und da will dieser Verlag wohl auch einen „unpädagogischen" Beitrag leisten ?
Hier wäre wohl auch mal ein Betätigungsfeld für enagierte Leute aus der Linken ! Stellen Sie doch mal Ihren Genossen Kaddoura zur Rede , was er zum Zustandekommen dieser abwegig organisierten und peinlichen Publikation beigetragen hat !
S.Neuner
S.Neuner schrieb:
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> Geschichtsrevisionismus am Beispiel einer
> Veröffentlichung des GVE-Verlages
>
> Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was
> erleben. Wenn einer eine Bahnhofsbuchhandlung
> besucht, dann kann er was lesen ! Im Buch des GVE
> -Verlages (IGEB) „Die Rundköpfe der Berliner
> S-Bahn" stolperte ich erst mal über einen weit
> aufgeblähten Teil zur Raketentechnik in Peenemünde
> und zu verschiedenen Raketenabschüssen unter
> anderem der V2 Massenvernichtungswaffe aus dem
> 2.Weltkrieg.
> Überdimensionale V2 Illustrationen sorgen für
> entsprechende Aufmerksamkeit beim Leser. Und dies
> ist wohl auch beabsichtigt.
> Ein Wirrwarr von verantwortlichen Konstrukteuren
> und Befehligern der V2-Raktenangriffe wird hierin
> beschrieben.
> Meine Deutsch- oder auch die Geschichtslehrerin
> hätten mir bei so einem Einschub in einen Aufsatz
> zur Technikgeschichte der Berliner S-Bahn drunter
> geschrieben: Leider Thema verfehlt. 5 ! Aber es
> wird noch schlechter ! Nicht nur das lauter
> hakenkreuzbeflaggte S-Bahnen auf Fotos zu sehen
> sind.
> Auch da, wo der Buchtext auf S-Bahnen Bezug nimmt,
> wird’s peinlich.
> Ein nicht mehr rechtzeitig als Kriegsverbrecher
> angeklagter Reichsverkehrsminister Dorpmüller
> (NSDAP) wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf
> alten Fotos präsentiert und darüber sinniert, ob
> er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe. Dann
> gibt’s noch Fotos von seiner Villa in
> Grunewaldnähe.
> Wieso packt man hier in Deutschland Lesern und
> Technikfreaks einen getarnten Zug zum Basteln mit
> KZ-Bezug (TYP Original-Peenemünde mit Reichsadler
> ) in an sich harmlos scheinende
> Technikgeschichtsbücher oder Berliner
> S-Bahn-Bastel-Sets und versucht dies über den
> Buchhandel oder das Internet an die deutsche und
> internationale Jugend (unsere Zukunft) gelangen zu
> lassen ?
> Nein, es geht nicht um einen sattsam bekannten
> Verlag aus dem NS-Dunstkreis.
> Bisher trat der Verlag wenig spektakulär in
> Erscheinung und ist eher dem linken Spektrum
> zuzurechnen gewesen.
> Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) „Die Rundköpfe
> der Berliner S-Bahn" stösst einem im hinteren Teil
> auf, dass in einem Sensationsbericht für „private
> Geschichtsforscher" der Streifzug über das
> gesperrte Peenemünder Gelände schmackhaft gemacht
> wird. Angeblich sei die Suche nach den richtigen
> Farben der alten Peenemünder Züge der Grund für
> die Missachtung der Zutrittsverbote
> (Hausfriedensbruch). Die gefundene Tür und ein
> nicht näher vorgestelltes Horn eines Zuges sollen
> dann der „ journalistische Lohn" für die Mühe der
> Suche auf dem gefährlichen verwilderten Gelände
> sein.
> Da die Redaktion unter Dr. Michael Braun und
> Dieter Kaddoura (letzterer übrigens
> Bundestagsmitarbeiter von Die Linke bei der
> verkehrspolitischen Sprecherin D. Menzner) sich
> der Rechtswidrigkeit des Vorgehens sehr wohl
> bewusst war, beruft sie sich offenkundig auf das
> Redaktionsgeheimnis und lässt nur verlauten, der
> Name des „Geschichtsforschers" sei der Redaktion
> bekannt (abweichend zur Praxis, sonst die
> Klarnamen anzugeben). Es stellt sich wirklich die
> Frage, ob dies für die Recherche der Farben des
> Peenemünder Werkbahnzuges als Bastelbogen von
> Oliver Wilking notwendig war.
> Diese Leute können einem bei ihrer
> Sensationshascherei wirklich leid tun ! Fragt sich
> nur, ob sie damit nicht noch Nachahmer
> herausfordern und jemand dann auf dem
> munitionsverseuchten Gelände durch Sprengkörper
> verunglückt.
> Der eingeheftete und mittlerweile auch wohl
> separat erhältliche Bastelbogen des NS-Zuges der
> Werkbahn Peenemünde mit aufgedrucktem Reichsadler
> ist in meinen Augen NS-Verherrlichung pur und eine
> echte Schande. Der Redaktion war doch wohl
> bewusst, dass diese Züge auch vor einem KZ
> hielten.
> Die Linienbeschreibung war schliesslich im Buch
> eingeheftet. Später wurden einige Züge auch noch
> Richtung KZ Dora in Thüringen umgesetzt.
> Wieviel politische und historische
> Instinktlosigkeit darf man sich in Deutschland
> eigentlich leisten ? Kannt man das irgend
> jemandem plausibel erklären ?
> Mich widert es an, wenn ich sehe , wie aus Polen
> Hitlers ostpreussisches Hauptquartier Wolfsschanze
> als Bastelbogen hier in Deutschland bei Ebay zum
> Schaden unserer Jugend eingestellt wird. Es gibt
> die halbe Wehrmacht und Waffen-SS Fahrzeugpalette
> zum Basteln.
> Und da will dieser Verlag wohl auch einen
> „unpädagogischen" Beitrag leisten ?
> Hier wäre wohl auch mal ein Betätigungsfeld für
> enagierte Leute aus der Linken ! Stellen Sie doch
> mal Ihren Genossen Kaddoura zur Rede , was er zum
> Zustandekommen dieser abwegig organisierten und
> peinlichen Publikation beigetragen hat !
> S.Neuner
>
>
Sehr geehrter Herr Neuner,
ich identifiziere mich als der Vorsitzende des Vereins Historische S-Bahn e.V., Berlin; das ist der Verein, der so rührige Mitglieder hat, die sich in ehrenamtlicher Arbeit und mit Unterstützung der S-Bahn Berlin GmbH dem Erhalt historischer Berliner S-Bahnfahrzeuge widmen.
Ich möchte mich sehr herzlich für Ihr Interesse an unserem Buch bedanken, das übrigens schon im 4. Quartal des Jahres 2003 erschienen ist. Wir haben, wie Ihnen offensichtlich auch aufgefallen ist, mit viel Mühe Interessantes über ein schon altes deutsches Verkehrsmittel zutage gefördert und es mit diesem Buch (aber nicht nur mit diesem Buch) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir bemühen uns bei derartigen Aktivitäten um höchstmögliche Autentizität - auch das ist Ihnen nicht entgangen.
Ich darf Ihnen versichern, dass wir bei all unseren historischen Recherchen jedoch nie eine Verklärung oder Verniedlichung der wohl schlimmsten Zeit in der deutschen Geschichte im Sinn hatten. Sollte das bei Ihnen so angekommen sein - dann bitte ich Sie meine Entschuldigung zu akzeptieren. Aber eines wissen wir auch: es ist eine Illusion, diesen Teil deutscher Geschichte durch Nichtzeigen oder Nichtdokumentieren verdrängen zu können. Und ein diffenrenzierter, aber auch genauer Blick ist immer besser als gar keiner.
Übrigens ist in besagtem Buch der Teil, der sich mit der S-Bahn in Ost-Berlin beschäftigt auch unverschämt groß geraten. Wir sind deswegen aber auch keine träumerisch-verklärten DDR-Fans. Wir sind Menschen, die ihre S-Bahn ganz besonders mögen.
Ich hoffe, Sie mal bei uns begrüßen zu können, um Ihnen zu zeigen, wie großartig die Leistung der Menschen ist, die S-Bahn möglich gemacht haben und machen. Ich lade Sie ganz herzlich am 17. oder 18. Mai 2008 nach Erkner ein, wenn wir beim Tag der Offenen Tore in der Triebwagenhalle am Bahnhof die vielleicht schönsten Züge der Welt zeigen können.
Bleiben Sie bitte gesund - und weiter neugierig auf die S-Bahn.
Mit freundlichem Gruß
Walied Schön
Tel.: 0177/ 475 612 8
Sehr geehrter Herr Neuner,
mein Name ist Maik Müller und ich bin Mitautor zu dem von ihnen angesprochenen Buch "Züge der Berliner S-Bahn- Die eleganten Rundköpfe. Ich selbst bin Jahrgang 1975 und in der DDR groß geworden. Es ist mir also durchaus bewußt, welche Folgen der Faschischmus hatte.
Leider habe ich auch nach mehrmaligem Lesen ihres Beitrages noch nicht verstanden, worum es ihnen eigentlich geht. Neben der technischen Darstellung zu den Fahrzeugen, war es uns wichtig die Entwicklung der Fahrzeuge in Bezug zum Zeitgeschehen darzustellen. Und dabei haben wir mit Sicherheit keine hakenkreuzbeflaggten Fahrzeuge oder V2 Raketen in den Vordergrund gestellt. Auch gehen wir sehr wohl auf das Vorhandensein von Konzentrationslagern und den Irrsinn der faschistischen Wirtschaft ein. Hier gilt es genau zu lesen! Und genau dieser Zusammenhang ist wichtig, um die Jugend (wie sie es schreiben), aber auch die vorgeschrittene Generation über diese Zusammenhänge aufzuklären. Es gibt noch immer Bahnfans, die bis heute keinen klaren Blick auf die Ereignisse der Zeit haben, sondern lediglich das "tolle" Fahrzeug sehen. Ich kann in keinem Artikel eine Verherrlichung des Faschischmus oder seiner Symbole erkennen. Das Buch ist allerdings auch kein politisches Buch. Daher wurden die damals handelnden Personen ohne weitere Kommentare erwähnt oder abgebildet. Allerdings war es nach unserem Ermessen wichtig, genau diese Personen zu nennen, um die Zusammenhänge darzustellen. Zu ihrer Meinung das Thema sei verfehlt, nur soviel; die Überschrift im Kapitel 4 lautet: "S-Bahnzüge und Raketen- Die Peenemünder Schnellbahnwagen". warum sollte man hier nicht die Verantwortlichen und handelnden Personen nennen? Sind sie vielleicht von der Detailtiefe, mit der auf dieses Thema eingegangen wird überfordert? Bisher konnte man nur oberflächliche Artikel zu diesen Themen lesen. Nun noch kurz zu der Bauteilsuche auf dem Gelände der Triebwagenhalle Karlshagen. Würden die Menschen nicht permanent versuchen die Fragen der Vergangenheit zu klären und oft auch danach graben, dann wären viele Museen diese Welt, die Exponate der Antike ausstellen, sehr leer oder würden überhaupt nicht existieren. Ob sie es glauben oder nicht, die Besichtigung diese Geländes offenbarte die beschriebenen Funde. Das sich damit die Farbgebung dieser Wagen klären ließ, war ein großartiges Ergebnis. Aber wie sooft, sind es die zufälligen Funde, die einen besonderen Stellenwert einnehmen. Die Annahme, sie wären für das Buch provoziert worden oder es handele sich um Sensationshascherei, sind leider nicht richtig.
Warum erwähnen sie für den redaktionellen Teil lediglich Herrn Kaddoura und Herrn Braun? Wie steht es um das weitere Redaktionsteam von Herrn Hiller, Herrn Pank, Herrn Seifert, Herr Michael Müller und um meine Person? Herr Neuner (oder wie auch immer ihr Klarname ist), haben sie eventuelle persönliche Probleme mit diesen beiden Herren?
Abschließend möchte ich sie, wie auch schon Herr Schön, zum Tag der "Offenen Tore" nach Erkner einladen. Sprechen sie uns an und wir diskutieren gern mit ihnen über die von ihnen angesprochenen Themen. Ich freue mich sie kennenzulernen.
Maik Müller
S.Neuner schrieb:
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> Geschichtsrevisionismus am Beispiel einer
> Veröffentlichung des GVE-Verlages
>
> Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was
> erleben. Wenn einer eine Bahnhofsbuchhandlung
> besucht, dann kann er was lesen ! Im Buch des GVE
> -Verlages (IGEB) „Die Rundköpfe der Berliner
> S-Bahn" stolperte ich erst mal über einen weit
> aufgeblähten Teil zur Raketentechnik in Peenemünde
> und zu verschiedenen Raketenabschüssen unter
> anderem der V2 Massenvernichtungswaffe aus dem
> 2.Weltkrieg.
> Überdimensionale V2 Illustrationen sorgen für
> entsprechende Aufmerksamkeit beim Leser. Und dies
> ist wohl auch beabsichtigt.
> Ein Wirrwarr von verantwortlichen Konstrukteuren
> und Befehligern der V2-Raktenangriffe wird hierin
> beschrieben.
> Meine Deutsch- oder auch die Geschichtslehrerin
> hätten mir bei so einem Einschub in einen Aufsatz
> zur Technikgeschichte der Berliner S-Bahn drunter
> geschrieben: Leider Thema verfehlt. 5 ! Aber es
> wird noch schlechter ! Nicht nur das lauter
> hakenkreuzbeflaggte S-Bahnen auf Fotos zu sehen
> sind.
> Auch da, wo der Buchtext auf S-Bahnen Bezug nimmt,
> wird’s peinlich.
> Ein nicht mehr rechtzeitig als Kriegsverbrecher
> angeklagter Reichsverkehrsminister Dorpmüller
> (NSDAP) wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf
> alten Fotos präsentiert und darüber sinniert, ob
> er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe. Dann
> gibt’s noch Fotos von seiner Villa in
> Grunewaldnähe.
> Wieso packt man hier in Deutschland Lesern und
> Technikfreaks einen getarnten Zug zum Basteln mit
> KZ-Bezug (TYP Original-Peenemünde mit Reichsadler
> ) in an sich harmlos scheinende
> Technikgeschichtsbücher oder Berliner
> S-Bahn-Bastel-Sets und versucht dies über den
> Buchhandel oder das Internet an die deutsche und
> internationale Jugend (unsere Zukunft) gelangen zu
> lassen ?
> Nein, es geht nicht um einen sattsam bekannten
> Verlag aus dem NS-Dunstkreis.
> Bisher trat der Verlag wenig spektakulär in
> Erscheinung und ist eher dem linken Spektrum
> zuzurechnen gewesen.
> Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) „Die Rundköpfe
> der Berliner S-Bahn" stösst einem im hinteren Teil
> auf, dass in einem Sensationsbericht für „private
> Geschichtsforscher" der Streifzug über das
> gesperrte Peenemünder Gelände schmackhaft gemacht
> wird. Angeblich sei die Suche nach den richtigen
> Farben der alten Peenemünder Züge der Grund für
> die Missachtung der Zutrittsverbote
> (Hausfriedensbruch). Die gefundene Tür und ein
> nicht näher vorgestelltes Horn eines Zuges sollen
> dann der „ journalistische Lohn" für die Mühe der
> Suche auf dem gefährlichen verwilderten Gelände
> sein.
> Da die Redaktion unter Dr. Michael Braun und
> Dieter Kaddoura (letzterer übrigens
> Bundestagsmitarbeiter von Die Linke bei der
> verkehrspolitischen Sprecherin D. Menzner) sich
> der Rechtswidrigkeit des Vorgehens sehr wohl
> bewusst war, beruft sie sich offenkundig auf das
> Redaktionsgeheimnis und lässt nur verlauten, der
> Name des „Geschichtsforschers" sei der Redaktion
> bekannt (abweichend zur Praxis, sonst die
> Klarnamen anzugeben). Es stellt sich wirklich die
> Frage, ob dies für die Recherche der Farben des
> Peenemünder Werkbahnzuges als Bastelbogen von
> Oliver Wilking notwendig war.
> Diese Leute können einem bei ihrer
> Sensationshascherei wirklich leid tun ! Fragt sich
> nur, ob sie damit nicht noch Nachahmer
> herausfordern und jemand dann auf dem
> munitionsverseuchten Gelände durch Sprengkörper
> verunglückt.
> Der eingeheftete und mittlerweile auch wohl
> separat erhältliche Bastelbogen des NS-Zuges der
> Werkbahn Peenemünde mit aufgedrucktem Reichsadler
> ist in meinen Augen NS-Verherrlichung pur und eine
> echte Schande. Der Redaktion war doch wohl
> bewusst, dass diese Züge auch vor einem KZ
> hielten.
> Die Linienbeschreibung war schliesslich im Buch
> eingeheftet. Später wurden einige Züge auch noch
> Richtung KZ Dora in Thüringen umgesetzt.
> Wieviel politische und historische
> Instinktlosigkeit darf man sich in Deutschland
> eigentlich leisten ? Kannt man das irgend
> jemandem plausibel erklären ?
> Mich widert es an, wenn ich sehe , wie aus Polen
> Hitlers ostpreussisches Hauptquartier Wolfsschanze
> als Bastelbogen hier in Deutschland bei Ebay zum
> Schaden unserer Jugend eingestellt wird. Es gibt
> die halbe Wehrmacht und Waffen-SS Fahrzeugpalette
> zum Basteln.
> Und da will dieser Verlag wohl auch einen
> „unpädagogischen" Beitrag leisten ?
> Hier wäre wohl auch mal ein Betätigungsfeld für
> enagierte Leute aus der Linken ! Stellen Sie doch
> mal Ihren Genossen Kaddoura zur Rede , was er zum
> Zustandekommen dieser abwegig organisierten und
> peinlichen Publikation beigetragen hat !
> S.Neuner
>
>
Walied Schön schrieb:
-------------------------------------------------------
> S.Neuner schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Geschichtsrevisionismus am Beispiel
> einer
> Veröffentlichung des GVE-Verlages
>
> Wenn einer eine Reise tut, dann kann er
> was
> erleben. Wenn einer eine
> Bahnhofsbuchhandlung
> besucht, dann kann er
> was lesen ! Im Buch des GVE
> -Verlages (IGEB)
> „Die Rundköpfe der Berliner
> S-Bahn" stolperte
> ich erst mal über einen weit
> aufgeblähten
> Teil zur Raketentechnik in Peenemünde
> und zu
> verschiedenen Raketenabschüssen unter
> anderem
> der V2 Massenvernichtungswaffe aus dem
>
> 2.Weltkrieg.
> Überdimensionale V2
> Illustrationen sorgen für
> entsprechende
> Aufmerksamkeit beim Leser. Und dies
> ist wohl
> auch beabsichtigt.
> Ein Wirrwarr von
> verantwortlichen Konstrukteuren
> und
> Befehligern der V2-Raktenangriffe wird hierin
>
> beschrieben.
> Meine Deutsch- oder auch die
> Geschichtslehrerin
> hätten mir bei so einem
> Einschub in einen Aufsatz
> zur
> Technikgeschichte der Berliner S-Bahn drunter
>
> geschrieben: Leider Thema verfehlt. 5 ! Aber
> es
> wird noch schlechter ! Nicht nur das
> lauter
> hakenkreuzbeflaggte S-Bahnen auf Fotos
> zu sehen
> sind.
> Auch da, wo der Buchtext
> auf S-Bahnen Bezug nimmt,
> wird’s
> peinlich.
> Ein nicht mehr rechtzeitig als
> Kriegsverbrecher
> angeklagter
> Reichsverkehrsminister Dorpmüller
> (NSDAP)
> wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf
>
> alten Fotos präsentiert und darüber sinniert,
> ob
> er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe.
> Dann
> gibt’s noch Fotos von seiner Villa
> in
> Grunewaldnähe.
> Wieso packt man hier
> in Deutschland Lesern und
> Technikfreaks einen
> getarnten Zug zum Basteln mit
> KZ-Bezug (TYP
> Original-Peenemünde mit Reichsadler
> ) in an
> sich harmlos scheinende
>
> Technikgeschichtsbücher oder Berliner
>
> S-Bahn-Bastel-Sets und versucht dies über den
>
> Buchhandel oder das Internet an die deutsche
> und
> internationale Jugend (unsere Zukunft)
> gelangen zu
> lassen ?
> Nein, es geht
> nicht um einen sattsam bekannten
> Verlag aus
> dem NS-Dunstkreis.
> Bisher trat der Verlag
> wenig spektakulär in
> Erscheinung und ist eher
> dem linken Spektrum
> zuzurechnen gewesen.
>
> Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) „Die
> Rundköpfe
> der Berliner S-Bahn" stösst einem
> im hinteren Teil
> auf, dass in einem
> Sensationsbericht für „private
>
> Geschichtsforscher" der Streifzug über das
>
> gesperrte Peenemünder Gelände schmackhaft
> gemacht
> wird. Angeblich sei die Suche nach
> den richtigen
> Farben der alten Peenemünder
> Züge der Grund für
> die Missachtung der
> Zutrittsverbote
> (Hausfriedensbruch). Die
> gefundene Tür und ein
> nicht näher
> vorgestelltes Horn eines Zuges sollen
> dann
> der „ journalistische Lohn" für die Mühe der
>
> Suche auf dem gefährlichen verwilderten
> Gelände
> sein.
> Da die Redaktion unter Dr.
> Michael Braun und
> Dieter Kaddoura (letzterer
> übrigens
> Bundestagsmitarbeiter von Die Linke
> bei der
> verkehrspolitischen Sprecherin D.
> Menzner) sich
> der Rechtswidrigkeit des
> Vorgehens sehr wohl
> bewusst war, beruft sie
> sich offenkundig auf das
> Redaktionsgeheimnis
> und lässt nur verlauten, der
> Name des
> „Geschichtsforschers" sei der Redaktion
>
> bekannt (abweichend zur Praxis, sonst die
>
> Klarnamen anzugeben). Es stellt sich wirklich
> die
> Frage, ob dies für die Recherche der
> Farben des
> Peenemünder Werkbahnzuges als
> Bastelbogen von
> Oliver Wilking notwendig
> war.
> Diese Leute können einem bei ihrer
>
> Sensationshascherei wirklich leid tun ! Fragt
> sich
> nur, ob sie damit nicht noch
> Nachahmer
> herausfordern und jemand dann auf
> dem
> munitionsverseuchten Gelände durch
> Sprengkörper
> verunglückt.
> Der
> eingeheftete und mittlerweile auch wohl
>
> separat erhältliche Bastelbogen des NS-Zuges
> der
> Werkbahn Peenemünde mit aufgedrucktem
> Reichsadler
> ist in meinen Augen
> NS-Verherrlichung pur und eine
> echte Schande.
> Der Redaktion war doch wohl
> bewusst, dass
> diese Züge auch vor einem KZ
> hielten.
>
> Die Linienbeschreibung war schliesslich im
> Buch
> eingeheftet. Später wurden einige Züge
> auch noch
> Richtung KZ Dora in Thüringen
> umgesetzt.
> Wieviel politische und
> historische
> Instinktlosigkeit darf man sich
> in Deutschland
> eigentlich leisten ? Kannt
> man das irgend
> jemandem plausibel erklären
> ?
> Mich widert es an, wenn ich sehe , wie aus
> Polen
> Hitlers ostpreussisches Hauptquartier
> Wolfsschanze
> als Bastelbogen hier in
> Deutschland bei Ebay zum
> Schaden unserer
> Jugend eingestellt wird. Es gibt
> die halbe
> Wehrmacht und Waffen-SS Fahrzeugpalette
> zum
> Basteln.
> Und da will dieser Verlag wohl auch
> einen
> „unpädagogischen" Beitrag leisten
> ?
> Hier wäre wohl auch mal ein Betätigungsfeld
> für
> enagierte Leute aus der Linken ! Stellen
> Sie doch
> mal Ihren Genossen Kaddoura zur Rede
> , was er zum
> Zustandekommen dieser abwegig
> organisierten und
> peinlichen Publikation
> beigetragen hat !
> S.Neuner
>
> Sehr geehrter Herr Neuner,
>
> ich identifiziere mich als der Vorsitzende des
> Vereins Historische S-Bahn e.V., Berlin; das ist
> der Verein, der so rührige Mitglieder hat, die
> sich in ehrenamtlicher Arbeit und mit
> Unterstützung der S-Bahn Berlin GmbH dem Erhalt
> historischer Berliner S-Bahnfahrzeuge widmen.
> Ich möchte mich sehr herzlich für Ihr Interesse an
> unserem Buch bedanken, das übrigens schon im 4.
> Quartal des Jahres 2003 erschienen ist. Wir haben,
> wie Ihnen offensichtlich auch aufgefallen ist, mit
> viel Mühe Interessantes über ein schon altes
> deutsches Verkehrsmittel zutage gefördert und es
> mit diesem Buch (aber nicht nur mit diesem Buch)
> der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir bemühen
> uns bei derartigen Aktivitäten um höchstmögliche
> Autentizität - auch das ist Ihnen nicht
> entgangen.
> Ich darf Ihnen versichern, dass wir bei all
> unseren historischen Recherchen jedoch nie eine
> Verklärung oder Verniedlichung der wohl
> schlimmsten Zeit in der deutschen Geschichte im
> Sinn hatten. Sollte das bei Ihnen so angekommen
> sein - dann bitte ich Sie meine Entschuldigung zu
> akzeptieren. Aber eines wissen wir auch: es ist
> eine Illusion, diesen Teil deutscher Geschichte
> durch Nichtzeigen oder Nichtdokumentieren
> verdrängen zu können. Und ein diffenrenzierter,
> aber auch genauer Blick ist immer besser als gar
> keiner.
> Übrigens ist in besagtem Buch der Teil, der sich
> mit der S-Bahn in Ost-Berlin beschäftigt auch
> unverschämt groß geraten. Wir sind deswegen aber
> auch keine träumerisch-verklärten DDR-Fans. Wir
> sind Menschen, die ihre S-Bahn ganz besonders
> mögen.
> Ich hoffe, Sie mal bei uns begrüßen zu können, um
> Ihnen zu zeigen, wie großartig die Leistung der
> Menschen ist, die S-Bahn möglich gemacht haben und
> machen. Ich lade Sie ganz herzlich am 17. oder 18.
> Mai 2008 nach Erkner ein, wenn wir beim Tag der
> Offenen Tore in der Triebwagenhalle am Bahnhof die
> vielleicht schönsten Züge der Welt zeigen können.
> Bleiben Sie bitte gesund - und weiter neugierig
> auf die S-Bahn.
>
> Mit freundlichem Gruß
> Walied Schön
>
> Tel.: 0177/ 475 612 8
>
>
Antwort an Walied Schön (Walied Lorenz im Buch)
Sehr geehrter Herr Vereinsvorsitzender Schön,
es ist immer gut, wenn konkret zur Sache argumentiert wird, sonst setzt man sich dem Verdacht aus, ein Schönredner zu sein. Sie outen sich, sagen Sie ?
Wurde das Buchmanuskript denn bei Ihnen im Verein Historische S-Bahn erstellt ? Im Buch fand ich mit dem Vornamen nur einen Herrn Walied Lorenz, aber ich gehe von einer Personenidentität und Namenswechsel durch Heirat aus.
Das wurde von Ihnen bei Ihrer Outung nicht erwähnt, daher frage ich nochmal nach.
Ihr Verein wurde eigentlich gar nicht genannt von mir, obwohl der grüne Schriftzug als Herausgeber auf dem Umschlag und der Deckblattseite des Buches prangt.
Ich staune etwas, denn es klingt ja gerade so, als übernehmen Sie dafür die verlegerische Verantwortung. Ich staune auch deshalb, denn
DTP-Programme sind teuer und es ist ungewöhnlich, daß Vereine, die Fahrzeuge unterhalten und aufarbeiten, noch verlegerisch in großem Stil tätig sein können.
Wenn es dagegen so sein sollte, daß der Verein Historische S-Bahn nur Empfänger vom Herausgeberhonorar war - dieser praktizierte Ablauf ist nichts Außergewöhnliches bzw. Anrüchiges und wird zehntausende Male im Buchhandel so gemacht - hätten Sie dies in Ihrer Antwort erwähnen müssen.
Dann hätte es etwas Distanz zwischen ihrem Verein und dem Verlag GVE (IGEB) deutlich gemacht. Ist dem denn so ?
Im Buch fehlt der im Verlagswesen typische Satz: Nicht namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.Hier im Buch hat sich aber niemand distanziert. Das ist ein unumstößlicher Fakt !
Ihre Feststellungen bezüglich des Engagements der Vereinsmitglieder sind bestimmt richtig und bedürfen eigentlich keiner Erörterung
im Zusammenhang mit dem Vorwurf des Geschichtsrevisionismus an den Verlag GVE und die verantwortlichen Redakteure, Macher und (nur die betroffenen) Autoren.
Ich verstehe zwar, daß Sie als Vorsitzender sich nun angesprochen fühlen und Sie nun glauben, eine Lanze für Ihre fleißigen Vereinsmitglieder brechen zu müssen. Leider haben Sie sehr wenig zu
den berechtigten Vorwürfen verschiedener Leser gesagt. Und die betreffen keineswegs die konkreten musealen Erhaltungsarbeiten an ihren echten Zügen. Und von daher würde ich Sie bitte, nur zu den bemängelten Tatsachen zu argumentieren !
Leider sind die Macher in einen großgeratenen Fettnapf getreten und wenn man sich die beanstandeten Stellen dann anschaut, kommt man doch zu dem Schluß, daß dies kein Zufall war bei dieser Konzeption.
NS- Geschichte verkauft sich offenbar gut, je geheimnisvoller und reißerischer, um so voller die Kassen.
Die DDR-Zeit ist durch Beendigung der staatlichen Existenz des zweiten deutschen Staates ein separat abgrenzbarer Geschichtsteil geworden. Die Reichsbahn der DDR; Direktion Berlin unternahm aber
auch ziemlich viel, um Hakenkreuzverschmierte S-Bahn-Züge - seit dem Überschwappen der Skinhead - Bewegung auch in Ostberlin durchaus keine Seltenheit - dem Publikum aus Pietäts-, Geschichts- und Sicherheitsgründen nicht mehr zugänglich zu machen.
Es wurden nach heute allgemein zugänglichen Informationen betroffene Züge ausgetauscht oder der betreffende Waggon im Zugverband gesperrt. Ein Zeichen dafür, daß es schon mal Leute gab, die dafür sensibilisiert waren und die das Thema Verantwortung für das Geschichtsbewußtsein nicht auf die leichte Schulter nahmen.
Wie verhielt es sich damals oder auch heute bei den historischen Vorbildzügen?
Ein historischer S-Bahnzug der Baureihe ET 165 wurde zum Stichtag 750 Jahre Berlin extra im DRG-Design präsentiert, selbstverständlich
ohne Reichsadler in NS-Version.
Die in den letzten Jahren von Ihnen im Verein fertiggestellten echten Züge der „Rundkopf"-Serie, aber auch der Bankierzug im Deutschen Technikmuseum tragen gar keine NS-Hoheitssymbol-Dekorierung.
Ich nehme mal an, aus gutem und wohlüberlegtem Grund.
Ein Beweis, daß es auch neutral geht.
Um farbliche Rekonstruktion eines NS-Zuges hat sich in der DDR-Zeit auch aus nachvollziehbaren Gründen niemand bemüht.
Auch kam zur DDR-Zeit niemand auf die Idee, die Farbe des NS-Werkbahnzuges recherchieren zu wollen, um a) Bastelbögen für Kinder und Jugendliche dafür zu fertigen, b) Ansichtspostkarten mit genau diesem Zug vor einer im Hintergrund abgedruckten Linie mit KZ Halt fertigen zu lassen und im Souvenirverkauf der Deutschen Bahn anzubieten (Bspw. Berlin-Ostbahnhof). Letzteres fiel mir erst letzte Woche auf, als ich vor einem Souvenirregal stand.
Ihr Verein ist auf der Rückseite der Postkarte aufgedruckt, obwohl das typographische Design scheinbar mit anderen Karten des GVE-Verlags vollständig harmoniert.
Also den Zug gibt’s auch außerhalb des Buches als Ansichts-Souvenirpostkarte !!!!!!!
Zurück zum Buch: Ein nicht mehr rechtzeitig als Kriegsverbrecher angeklagter Reichsverkehrsminister Dorpmüller (NSDAP) wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf alten Fotos im Buch präsentiert und darüber sinniert, ob er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe (S.242). Ob der Dorpmüller die S-Bahn jemals privat nahm oder nicht, hat den Berliner damals soviel interessiert, als ob in China ein Sack Reis umfällt. Es fällt einem auch kein Grund ein, warum uns das heute mehr interessieren sollte. Fragen Sie denn heute, ob´s Mehdorn weit zur S-Bahn hat ?
Ich nehme mal stark an, Dorpmüller ließ sich standesgemäß mit dem Auto abholen, denn Automobile gab´s ab den 30-ern bereits reichlich.
Die künstlich gestellte Frage ist albern, denn man sieht, es ist ein gestelltes Propagandafoto mit seinem Reichsbahn-Führungszirkel.
Dann gibt’s noch Fotos von Dorpmüllers Villa in Grunewaldnähe (Zehlendorf) .
Ob man die Ansicht der Villa zum näheren Verständnis der S-Bahn -Konstruktionen braucht, erscheint mir doch fraglich. Ist sie ein technisches Denkmal oder ging der Gleisanschluß bis in Dorpmüllers Garten? Oder soll man dort hinpilgern ?
Dies ist schlechteste Stil im Sinne der schlechtesten Traditionspflege der alten Kader der Deutschen Bahn bzw. der Deutschen Bundesbahn.
Wer soll das als „Souvenir" kaufen ? Ehemalige Zwangsarbeiter ?
Überlebende KZ-Häftlinge ? Die deutschen Angehörigen von im Zusammenhang wegen Flüsterpropaganda,"Feindbegünstigung" und „Geheimnisverrat" hingerichteten oder treffender ausgedrückt, ermordeten Angestellten des Peenemünder Rüstungs-Komplexes ?
Dies ist ja kein Gedenksticker für die Greuel, die diese Personengruppen zu erleiden hatten (also kein Gedenktreffen-Souvenir).
Man kann auch anders fragen: Und warum ist statt dem Nazi-Zug aus Peenemünde kein neu erbauter bzw. umgebauter Panorama-Zug der S-Bahn zum Basteln im Buch drin? Der ist gegenwärtig präsent, ihn sollen doch viele benutzen, er würde noch Reklame vertragen, warum von ihm kein Souvenir-Bastelbogen ? Warum kein polnischer Zug der 70-er Jahre zum Basteln stattdessen?
Und was sagen Sie hierzu: auf S. 54 kommt dann eine großformatige Werbung, die es in sich hat:
www.epoche2.de hält dann auch was für den NS-Nostaliker und auch den Revanchisten parat. Eine unglaubliche „Inszenierung" - das muß ich sagen. Und intelligent verlinkt und versteckt. Aber auch für dafür gilt: Veritatem dies aperit!
Sie haben wenig aktuelle Werbung im Buch, aber www.epoche2.de scheint es Ihnen angetan zu haben. (Oder sind Sie und Ihr Verein dafür doch nicht verantwortlich? Und es gibt Verlagsverantwortliche, die dies zusammengerührt, haben ?)
Was soll das denn ? Oder wissen Sie nicht, was dort versteckt ist ?
Ich distanziere mich hiermit von den Links, aber Sie auch im Buch ?
http://www.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/rv/e2r_vbos.html
zu den Olympischen Spielen 1936 Wiedergabe eines Faltblattes
http://www.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/rv/e2r_vbhe.html
http://www.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/za/e2z_ej35.html
(Lok mit riesigem Hakenkreuz)
Man kann sich auch hinter Nostalgie verstecken.
Ich glaube, Sie sollten Ihren Verlagsleiter von GVE, Herrn Dieter Kaddoura (Mitarbeiter Bundestag Die Linke - Büro Menzner) mal langsam aber sicher zur Rede stellen !
S.Neuner
Walied Schön schrieb:
-------------------------------------------------------
> S.Neuner schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Geschichtsrevisionismus am Beispiel
> einer
> Veröffentlichung des GVE-Verlages
>
> Wenn einer eine Reise tut, dann kann er
> was
> erleben. Wenn einer eine
> Bahnhofsbuchhandlung
> besucht, dann kann er
> was lesen ! Im Buch des GVE
> -Verlages (IGEB)
> „Die Rundköpfe der Berliner
> S-Bahn" stolperte
> ich erst mal über einen weit
> aufgeblähten
> Teil zur Raketentechnik in Peenemünde
> und zu
> verschiedenen Raketenabschüssen unter
> anderem
> der V2 Massenvernichtungswaffe aus dem
>
> 2.Weltkrieg.
> Überdimensionale V2
> Illustrationen sorgen für
> entsprechende
> Aufmerksamkeit beim Leser. Und dies
> ist wohl
> auch beabsichtigt.
> Ein Wirrwarr von
> verantwortlichen Konstrukteuren
> und
> Befehligern der V2-Raktenangriffe wird hierin
>
> beschrieben.
> Meine Deutsch- oder auch die
> Geschichtslehrerin
> hätten mir bei so einem
> Einschub in einen Aufsatz
> zur
> Technikgeschichte der Berliner S-Bahn drunter
>
> geschrieben: Leider Thema verfehlt. 5 ! Aber
> es
> wird noch schlechter ! Nicht nur das
> lauter
> hakenkreuzbeflaggte S-Bahnen auf Fotos
> zu sehen
> sind.
> Auch da, wo der Buchtext
> auf S-Bahnen Bezug nimmt,
> wird’s
> peinlich.
> Ein nicht mehr rechtzeitig als
> Kriegsverbrecher
> angeklagter
> Reichsverkehrsminister Dorpmüller
> (NSDAP)
> wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf
>
> alten Fotos präsentiert und darüber sinniert,
> ob
> er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe.
> Dann
> gibt’s noch Fotos von seiner Villa
> in
> Grunewaldnähe.
> Wieso packt man hier
> in Deutschland Lesern und
> Technikfreaks einen
> getarnten Zug zum Basteln mit
> KZ-Bezug (TYP
> Original-Peenemünde mit Reichsadler
> ) in an
> sich harmlos scheinende
>
> Technikgeschichtsbücher oder Berliner
>
> S-Bahn-Bastel-Sets und versucht dies über den
>
> Buchhandel oder das Internet an die deutsche
> und
> internationale Jugend (unsere Zukunft)
> gelangen zu
> lassen ?
> Nein, es geht
> nicht um einen sattsam bekannten
> Verlag aus
> dem NS-Dunstkreis.
> Bisher trat der Verlag
> wenig spektakulär in
> Erscheinung und ist eher
> dem linken Spektrum
> zuzurechnen gewesen.
>
> Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) „Die
> Rundköpfe
> der Berliner S-Bahn" stösst einem
> im hinteren Teil
> auf, dass in einem
> Sensationsbericht für „private
>
> Geschichtsforscher" der Streifzug über das
>
> gesperrte Peenemünder Gelände schmackhaft
> gemacht
> wird. Angeblich sei die Suche nach
> den richtigen
> Farben der alten Peenemünder
> Züge der Grund für
> die Missachtung der
> Zutrittsverbote
> (Hausfriedensbruch). Die
> gefundene Tür und ein
> nicht näher
> vorgestelltes Horn eines Zuges sollen
> dann
> der „ journalistische Lohn" für die Mühe der
>
> Suche auf dem gefährlichen verwilderten
> Gelände
> sein.
> Da die Redaktion unter Dr.
> Michael Braun und
> Dieter Kaddoura (letzterer
> übrigens
> Bundestagsmitarbeiter von Die Linke
> bei der
> verkehrspolitischen Sprecherin D.
> Menzner) sich
> der Rechtswidrigkeit des
> Vorgehens sehr wohl
> bewusst war, beruft sie
> sich offenkundig auf das
> Redaktionsgeheimnis
> und lässt nur verlauten, der
> Name des
> „Geschichtsforschers" sei der Redaktion
>
> bekannt (abweichend zur Praxis, sonst die
>
> Klarnamen anzugeben). Es stellt sich wirklich
> die
> Frage, ob dies für die Recherche der
> Farben des
> Peenemünder Werkbahnzuges als
> Bastelbogen von
> Oliver Wilking notwendig
> war.
> Diese Leute können einem bei ihrer
>
> Sensationshascherei wirklich leid tun ! Fragt
> sich
> nur, ob sie damit nicht noch
> Nachahmer
> herausfordern und jemand dann auf
> dem
> munitionsverseuchten Gelände durch
> Sprengkörper
> verunglückt.
> Der
> eingeheftete und mittlerweile auch wohl
>
> separat erhältliche Bastelbogen des NS-Zuges
> der
> Werkbahn Peenemünde mit aufgedrucktem
> Reichsadler
> ist in meinen Augen
> NS-Verherrlichung pur und eine
> echte Schande.
> Der Redaktion war doch wohl
> bewusst, dass
> diese Züge auch vor einem KZ
> hielten.
>
> Die Linienbeschreibung war schliesslich im
> Buch
> eingeheftet. Später wurden einige Züge
> auch noch
> Richtung KZ Dora in Thüringen
> umgesetzt.
> Wieviel politische und
> historische
> Instinktlosigkeit darf man sich
> in Deutschland
> eigentlich leisten ? Kannt
> man das irgend
> jemandem plausibel erklären
> ?
> Mich widert es an, wenn ich sehe , wie aus
> Polen
> Hitlers ostpreussisches Hauptquartier
> Wolfsschanze
> als Bastelbogen hier in
> Deutschland bei Ebay zum
> Schaden unserer
> Jugend eingestellt wird. Es gibt
> die halbe
> Wehrmacht und Waffen-SS Fahrzeugpalette
> zum
> Basteln.
> Und da will dieser Verlag wohl auch
> einen
> „unpädagogischen" Beitrag leisten
> ?
> Hier wäre wohl auch mal ein Betätigungsfeld
> für
> enagierte Leute aus der Linken ! Stellen
> Sie doch
> mal Ihren Genossen Kaddoura zur Rede
> , was er zum
> Zustandekommen dieser abwegig
> organisierten und
> peinlichen Publikation
> beigetragen hat !
> S.Neuner
>
> Sehr geehrter Herr Neuner,
>
> ich identifiziere mich als der Vorsitzende des
> Vereins Historische S-Bahn e.V., Berlin; das ist
> der Verein, der so rührige Mitglieder hat, die
> sich in ehrenamtlicher Arbeit und mit
> Unterstützung der S-Bahn Berlin GmbH dem Erhalt
> historischer Berliner S-Bahnfahrzeuge widmen.
> Ich möchte mich sehr herzlich für Ihr Interesse an
> unserem Buch bedanken, das übrigens schon im 4.
> Quartal des Jahres 2003 erschienen ist. Wir haben,
> wie Ihnen offensichtlich auch aufgefallen ist, mit
> viel Mühe Interessantes über ein schon altes
> deutsches Verkehrsmittel zutage gefördert und es
> mit diesem Buch (aber nicht nur mit diesem Buch)
> der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir bemühen
> uns bei derartigen Aktivitäten um höchstmögliche
> Autentizität - auch das ist Ihnen nicht
> entgangen.
> Ich darf Ihnen versichern, dass wir bei all
> unseren historischen Recherchen jedoch nie eine
> Verklärung oder Verniedlichung der wohl
> schlimmsten Zeit in der deutschen Geschichte im
> Sinn hatten. Sollte das bei Ihnen so angekommen
> sein - dann bitte ich Sie meine Entschuldigung zu
> akzeptieren. Aber eines wissen wir auch: es ist
> eine Illusion, diesen Teil deutscher Geschichte
> durch Nichtzeigen oder Nichtdokumentieren
> verdrängen zu können. Und ein diffenrenzierter,
> aber auch genauer Blick ist immer besser als gar
> keiner.
> Übrigens ist in besagtem Buch der Teil, der sich
> mit der S-Bahn in Ost-Berlin beschäftigt auch
> unverschämt groß geraten. Wir sind deswegen aber
> auch keine träumerisch-verklärten DDR-Fans. Wir
> sind Menschen, die ihre S-Bahn ganz besonders
> mögen.
> Ich hoffe, Sie mal bei uns begrüßen zu können, um
> Ihnen zu zeigen, wie großartig die Leistung der
> Menschen ist, die S-Bahn möglich gemacht haben und
> machen. Ich lade Sie ganz herzlich am 17. oder 18.
> Mai 2008 nach Erkner ein, wenn wir beim Tag der
> Offenen Tore in der Triebwagenhalle am Bahnhof die
> vielleicht schönsten Züge der Welt zeigen können.
> Bleiben Sie bitte gesund - und weiter neugierig
> auf die S-Bahn.
>
> Mit freundlichem Gruß
> Walied Schön
>
> Tel.: 0177/ 475 612 8
>
>
Anfrage zum Thema Urheberrecht im Buch : Züge der Berliner S-Bahn , Verlag GVE (IGEB e V); speziell falscher Zeichnerangabe auf S.24 !
Maik Müller will/ oder soll die abgebildeten Zeichnungen auf S. 24(wohlgemerkt es wird von der Mehrzahl gesprochen ) gemacht haben, so ist es linksseitig gedruckt im Buch.
Mitabgedruckt unten ein verräterischer Stempel des Reichsbahn Maschinenamtes Berlin 4. Laut Selbstvorstellung Ihres Herrn Maik Müllers ist der aber zu jung, um im Reichsbahn-Maschinenamt gearbeitet zu haben. Zu DDR-Reichsbahnzeiten gab´s die Institution nicht mehr und auf Stempeln verwendete man keine Runenschrift.
Wie hält man es prinzipiell mit dem Urheberrecht bei Ihnen, Herr Schön?
Oder ist da im Verlag doch irgend jemand kompetenter ?
S.Neuner schrieb:
-----------------------
> Wie verhielt es sich damals oder auch heute bei
> den historischen Vorbildzügen?
> Ein historischer S-Bahnzug der Baureihe ET 165
> wurde zum Stichtag 750 Jahre Berlin extra im
> DRG-Design präsentiert, selbstverständlich
> ohne Reichsadler in NS-Version.
> Die in den letzten Jahren von Ihnen im Verein
> fertiggestellten echten Züge der „Rundkopf"-Serie,
> aber auch der Bankierzug im Deutschen
> Technikmuseum tragen gar keine
> NS-Hoheitssymbol-Dekorierung.
> Ich nehme mal an, aus gutem und wohlüberlegtem
> Grund.
> Ein Beweis, daß es auch neutral geht.
Hallo Herr Neuner,
ich bin ebenfalls Mitglied des Vereins Historische S-Bahn e.V. und möchte einige Anmerkungen zur Authenzität unserer Museumsfahrzeuge vorbringen.
Zunächst sprechen Sie den zur 750-Jahr-Feier Berlins in seinem Anlieferungszustand restaurierten Zug der BR 165 an. Dieses Fahrzeug wurde anno 1928 ausgeliefert, die ganze Bauserie im Zeitraum 1927-1931. Wie sie sicherlich selbst wissen, war das NS-Regime zu jener Zeit noch nicht Inhaber der Macht in Deutschland.
Desweiteren nennen Sie die anno domini 2002 in Betrieb genommenen restaurierten Viertelzüge der Bauart 1937-41 (BR 167). Einer der beiden Viertelzüge wurde im Zustand der 60er Jahre rekonstruiert. Warum hier kein NS-Hoheitssymbol angebracht ist, versteht sich daher von selbst. Der zweite Viertelzug stellt den Auslieferungszustand dieser Baureihe dar. Das Fahrzeug selbst ist Baujahr 1938, der Reichsadler an Eisenbahnfahrzeugen wurde aber erst 1939 eingeführt (vgl. Abb. S.56 mit Abb. S.70)
Als drittes führen Sie den Triebwagen der BR 125 des Deutschen Technikmuseums an. Hier sei erwähnt, dass dieser seinen letzten Einsatzzustand um 1988 darstellt. Es erübrigt sich auch hier die Frage nach einem NS-Symbol.
Zur Thematik im Allgemeinen:
Verherrlichung der NS-Diktatur äußert sich meines Erachtens nach im Leugnen der Verbrechen und Verbreiten propagandistischer Parolen und nationalsozialistischer Wertvorstellungen. Nichts von alledem wird durch unseren Verein und das von ihnen kritisierte Buch getan. Die Darstellung hoheitlicher Symbole auf authentischen Fotos dieser Zeit kann genausowenig verherrlichend gewertet werden wie die Ausstellung einer Lokomitive dieser Zeit im Dt. Technikmuseum, die das Hoheitssymbol trägt. Es dient nur der authentischen Darstellung der Fahrzeuge dieser Epoche. Falls es ihnen entgangen ist, der Reichsadler auf dem Bastelbogen trägt KEIN Hakenkreuz.
Sollten Sie der Einladung Walied Schöns und Maik Müllers folgen, freue auch ich mich auf eine sachliche Debatte zu dem Thema.
Bis dahin wünsche ich Ihnen eine angenehme Zeit.
Mit den besten Grüßen
Matthias Demba
Lieber Herr Demba, also Sie haben ja nun die Kritik äußerst verkürzt wiedergegeben und reden um den heißen Brei herum. Der GVE-Verlag hat schon öfter solche "Schoten" losgelassen.
Er erhebt mit IGEB gemeinsam, also als IGEB/GVE 1988 das Copyright auf ein und dasselbe Buch: 150 Jahre Eisenbahnstadt Berlin - Vergangenheit-Gegenwart-Perspektiven mit diversen Bildbeiträgen . Verantwortlich für die Redaktion: Udo Dittfurth und E.Schulze. Im Buch ist dann auf S. 8 ganzseitig das komplette Vorwort der nazistischen Reichsbahn-Festschrift vom 22.September 1938 mit Lobhudelung des „Führers" in Runenschrift abgedruckt ! Auf der S. 34 wird noch unkommentiert und ziemlich zusammenhanglos ein bildlicher Auszug aus der „Allgemeinen Dienstanweisung für die Reichsbahnbeamten (ADA), Stand 1940 zur „Nationalsozialistischen Haltung" gebracht. Ansonsten fehlt im diesem GVE/IGEB- Buch der gesamte Bildnachweis. Die Bildunterschriften weisen nirgendwo im gesamten Buch einen Fotografen aus (Lediglich ganz vorn sind unzugeordnet einige Leute als Bildautoren zusammengefaßt und die Landesbildstelle erwähnt).
Auch irgendwie nicht das Übliche bei Verlagen und sicher nicht urheberrechtlich unproblematisch.
Die wesentlichsten Kritikpunkte haben Sie völlig übergangen, Herr Demba.Warum soll uns heute beispielsweise Herr Reichsverkehrsminister Dorpmüller von der NSDAP interessieren oder unsere Kinder Peenemünder S-Bahn-Züge aus der NS-Zeit basteln ?
Das bleibt wohl ein Geheimnis des GVE-Verlags.
Ralf Müller
Matthias Demba schrieb:
-------------------------------------------------------
> S.Neuner schrieb:
> -----------------------
> > Wie verhielt es sich damals oder auch heute
> bei
> den historischen Vorbildzügen?
> Ein
> historischer S-Bahnzug der Baureihe ET 165
>
> wurde zum Stichtag 750 Jahre Berlin extra im
>
> DRG-Design präsentiert, selbstverständlich
>
> ohne Reichsadler in NS-Version.
> Die in den
> letzten Jahren von Ihnen im Verein
>
> fertiggestellten echten Züge der
> „Rundkopf"-Serie,
> aber auch der Bankierzug im
> Deutschen
> Technikmuseum tragen gar keine
>
> NS-Hoheitssymbol-Dekorierung.
> Ich nehme mal
> an, aus gutem und wohlüberlegtem
> Grund.
>
> Ein Beweis, daß es auch neutral geht.
>
> Hallo Herr Neuner,
>
> ich bin ebenfalls Mitglied des Vereins Historische
> S-Bahn e.V. und möchte einige Anmerkungen zur
> Authenzität unserer Museumsfahrzeuge vorbringen.
>
> Zunächst sprechen Sie den zur 750-Jahr-Feier
> Berlins in seinem Anlieferungszustand
> restaurierten Zug der BR 165 an. Dieses Fahrzeug
> wurde anno 1928 ausgeliefert, die ganze Bauserie
> im Zeitraum 1927-1931. Wie sie sicherlich selbst
> wissen, war das NS-Regime zu jener Zeit noch nicht
> Inhaber der Macht in Deutschland.
>
> Desweiteren nennen Sie die anno domini 2002 in
> Betrieb genommenen restaurierten Viertelzüge der
> Bauart 1937-41 (BR 167). Einer der beiden
> Viertelzüge wurde im Zustand der 60er Jahre
> rekonstruiert. Warum hier kein NS-Hoheitssymbol
> angebracht ist, versteht sich daher von selbst.
> Der zweite Viertelzug stellt den
> Auslieferungszustand dieser Baureihe dar. Das
> Fahrzeug selbst ist Baujahr 1938, der Reichsadler
> an Eisenbahnfahrzeugen wurde aber erst 1939
> eingeführt (vgl. Abb. S.56 mit Abb. S.70)
>
> Als drittes führen Sie den Triebwagen der BR 125
> des Deutschen Technikmuseums an. Hier sei erwähnt,
> dass dieser seinen letzten Einsatzzustand um 1988
> darstellt. Es erübrigt sich auch hier die Frage
> nach einem NS-Symbol.
>
> Zur Thematik im Allgemeinen:
>
> Verherrlichung der NS-Diktatur äußert sich meines
> Erachtens nach im Leugnen der Verbrechen und
> Verbreiten propagandistischer Parolen und
> nationalsozialistischer Wertvorstellungen. Nichts
> von alledem wird durch unseren Verein und das von
> ihnen kritisierte Buch getan. Die Darstellung
> hoheitlicher Symbole auf authentischen Fotos
> dieser Zeit kann genausowenig verherrlichend
> gewertet werden wie die Ausstellung einer
> Lokomitive dieser Zeit im Dt. Technikmuseum, die
> das Hoheitssymbol trägt. Es dient nur der
> authentischen Darstellung der Fahrzeuge dieser
> Epoche. Falls es ihnen entgangen ist, der
> Reichsadler auf dem Bastelbogen trägt KEIN
> Hakenkreuz.
>
> Sollten Sie der Einladung Walied Schöns und Maik
> Müllers folgen, freue auch ich mich auf eine
> sachliche Debatte zu dem Thema.
>
> Bis dahin wünsche ich Ihnen eine angenehme Zeit.
>
> Mit den besten Grüßen
>
> Matthias Demba
Ist schon interessant,
irgend ein Schlaumeier kozt sich mal wieder über das bestimmte Thema aus,wirft mit unqualifizierten Behauptungen um sich und alle anderen meinen sich rechtfertigen zu müssen.
Sehr geehrter Herr N., wen interessiert eigentlich ihre unqualifizierte Meinung? Wahrlich eine große Leistung Herr N.!
Machen Sie weiter so und Sie bekommen sicherlich das Bundesverdienstkreuz.
Ohne Gruß
R.R.
Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51
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Kommentare: 64 | letzter Beitrag 26.05. 17:51
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