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Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

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  1. Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

    Autor samy 01.06.12 - 12:36

    Das eigentlich Problem ist: Niemand - außer dem Staat - ist anscheinend bereit für Dokumfilme zu zahlen. Also werden die Quasi vom Staat subventioniert, da sie im freien Markt wohl niemand dafür bezahlt.

    Der ÖR wird von uns - den GEZ-Zahlen - finanziert. Und ich bin einer der nicht gerne (wer gibt schon gerne Geld her?) aber bereitwillig die GEZ zahlt und sich nicht dafür drückt.

    Aber alle müssen sparen, und jetzt sollen alle, also auch die 400 Euro-Kräfte bei Schlecker und Co, noch mehr GEZ zahlen, damit die Dokufilmer mehr Geld bekommen oder wie??

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    Für offene Standards
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  2. Re: Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

    Autor e_fetch 02.06.12 - 00:30

    ...das eigentliche Problem ist, dass überall in der TV-Branche den Medienschaffenden, egal ob Dokumentarfilmer, Kameraleute im Studio oder Standfotografen, seit Jahren immer mehr Rechte genommen werden.
    Gewinnmaximierung heißt die Devise.

    Und weil man als Freier erpressbar ist, weil man noch ein bisschen weiter arbeiten muss, nimmt man das hin.
    (Kommentare von Angestellten mit bezahltem Urlaub, man dürfe sich das nicht gefallen lassen, bitte nicht posten)

    Wenn Ex-ZDF-Chef Schächter dann noch ACTA toll findet, weil er das Urheberrecht toll findet, könnte man eine Therapie für angemessen halten.

    Das Angebot einer Fernsehproduktion auf einer bekannten Kontaktseite für Medienschaffende: Aufnahmeleiter-Assistent gesucht. Für 650 ¤ im Monat...

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  3. Re: Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

    Autor serra.avatar 02.06.12 - 08:35

    und das sieht anderswo anders aus ? sry aber dann nimm dir doch mal den gemeien Arbeiter unter die Lupe ... 400¤ & 1 ¤ Jobs ... Lohnsklaverei (ups sry ... Leiharbeit)
    und die langjährig erstritten Arbeitnehmerrechte die ständig unterminiert werden ...

    ach ne ist das alles nun auch bei den "Künstlern" angekommen ?

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  4. Re: Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

    Autor idmoa 02.06.12 - 10:51

    samy schrieb:
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    > Das eigentlich Problem ist: Niemand - außer dem Staat - ist anscheinend
    > bereit für Dokumfilme zu zahlen. Also werden die Quasi vom Staat
    > subventioniert, da sie im freien Markt wohl niemand dafür bezahlt.
    Doch, nennt sich Discovery Channel und ist vom Niveau natürlich ein wenig tiefer angesiedelt als die meisten Dokus auf Phoenix. Aber wer mehr wissen will, sollte sowieso lieber etwas lesen und keine Dokus schauen. Fernsehen ist und war nie ein gutes Medium für Bildung. Die ganzen Hitler-Dokus kommen sowieso auch auf den Privaten und vieles auf Phoenix ist jetzt schon aus ausländischer Produktion.

    Wenn man einmal mit Subventionen angefangen hat, kommen immer mehr dazu! Es gibt kein Ende und jede davon scheint einmal sinnvoll gewesen zu sein: Kohle, Photovoltaik, Holzmann, Pendlerpauschale, staatlich finanzierte Kunst, Bankenrettung. Wo willst du aufhören? Soll es bald auch noch staatlich finanzierte Pornos geben, weil dafür auch niemand mehr zahlen will?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.06.12 10:52 durch idmoa.

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  5. Re: Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

    Autor e_fetch 02.06.12 - 11:22

    Mein Gott, was soll das: Habe ich gesagt, dass Lohndumping mit all den schlimmen Folgen (gerade für die Niedriglohnjobber) ok ist? Hat irgendjemand gesagt, dass "Freie" etwas Besseres sind? Habe ich gejammert, dass "die Künstler" die einzigen Opfer dieses kranken Systems sind?
    Aber soziale Gerechtigkeit neu zu definieren, indem nur der zu den Guten gehört, der auch zu wenig bekommt, hilft niemandem.
    Es geht doch auch darum, dass _alle_ angemessen für ihre Arbeit entlohnt werden und die Rechte nicht immer weiter beschnitten werden.





    serra.avatar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und das sieht anderswo anders aus ? sry aber dann nimm dir doch mal den
    > gemeien Arbeiter unter die Lupe ... 400¤ & 1 ¤ Jobs ... Lohnsklaverei (ups
    > sry ... Leiharbeit)
    > und die langjährig erstritten Arbeitnehmerrechte die ständig unterminiert
    > werden ...
    >
    > ach ne ist das alles nun auch bei den "Künstlern" angekommen ?

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  6. Re: Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

    Autor samy 02.06.12 - 14:18

    idmoa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > samy schrieb:

    > Wenn man einmal mit Subventionen angefangen hat, kommen immer mehr dazu! Es
    > gibt kein Ende und jede davon scheint einmal sinnvoll gewesen zu sein:
    > Kohle, Photovoltaik, Holzmann, Pendlerpauschale, staatlich finanzierte
    > Kunst, Bankenrettung. Wo willst du aufhören? Soll es bald auch noch
    > staatlich finanzierte Pornos geben, weil dafür auch niemand mehr zahlen
    > will?

    Genau meine Meinung. Du hast mich glaub ich falsch verstanden. Ich will keiner weiteren/höheren Subventionierung das Wort reden. Ich zahle freiwillig meine GEZ und finde sie auch ganz gut eingesetzt. Aber ich bin nicht dafür noch mehr Geld auszugeben, damit die Dokufilmer mehr Geld bekommen.

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  7. Re: Eigentliches Problem: Dokufilmer können nicht ohne Subventionen leben...

    Autor Trollversteher 02.06.12 - 15:18

    >Genau meine Meinung. Du hast mich glaub ich falsch verstanden. Ich will keiner weiteren/höheren Subventionierung das Wort reden. Ich zahle freiwillig meine GEZ und finde sie auch ganz gut eingesetzt.

    Du meinst so gut eingesetzt wie hier:

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/staatsanwaltschaft-erhebt-weitere-anklagen-im-kika-betrugsskandal-a-822851.html

    oder hier:

    http://www.online-boykott.de/de/nachrichten/21-20-jahre-mdr-ein-jubilaeum-zwischen-skandalen-quelle-quotenmeterde

    oder hier:

    http://www.zeit.de/2011/39/S-MDR-CDU

    oder hier:

    http://www.welt.de/fernsehen/article12520393/ARD-Fernsehlotterie-zahlt-Lierhaus-450-000-Euro.html

    und davon gibt es unendliche viel mehr Beispiele. Ich bin auch FÜR einen ÖR, und wenn das Geld halbwegs effizient und vor allem rechtmässig eingesetzt würde, hätte ich auch überhaupt nichts dagegen GEZ zu zahlen. Aber solange Millionen in den Taschen von irgendwelchen Apparatschiks verschwinden, oder an anderer Stelle eine halbe Millionen Jahresgehalt für einen 2x5Minuten-pro-Woche Job herausgeblasen werden, kann man sicher nicht davon sprechen, das Geld sei gut angelegt...

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