egal wie oft ein Produkt verwendet oder verkauft wird. Das ist der Fluch des Arbeitnehmers:)
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Vergleichst du immer Bananen mit Birnen?
AG Dokumentarfilm ist ein eigenständiges Unternähmen und ZDF ist eine Vertriebsplattform wie der Einzelhandel bei den Lebensmitteln.
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>egal wie oft ein Produkt verwendet oder verkauft wird. Das ist der Fluch des Arbeitnehmers:)
Du hast nur eine einzige Gehaltszahlung erhalten? Und wenn Du mal einen Tag frei nimmst, krank bist, oder gerade wenig zu tun ist bekommst Du auch nichts ausgezahlt?
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IEdI schrieb:
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> Vergleichst du immer Bananen mit Birnen?
>
> AG Dokumentarfilm ist ein eigenständiges Unternähmen und ZDF ist eine
> Vertriebsplattform wie der Einzelhandel bei den Lebensmitteln.
Und wie oft kannst du dieselbe Banane verkaufen? Gerade einmal...
--
Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.
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>Und wie oft kannst du dieselbe Banane verkaufen? Gerade einmal...
Und wenn Du die Banane kaufst, sind sämtliche Produktionskosten, Steuern, Zoll und Gewinnaufschläge im Preis enthalten. Wenn Du also ein paar Millionen für eine aufwendige Medienproduktion in der Tasche hast, kannst Du diese auch einmalig exklusiv erwerben, ohne dass diese nochmal an jemanden anderen verkauft werden muss...
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Trollversteher schrieb:
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> >Und wie oft kannst du dieselbe Banane verkaufen? Gerade einmal...
>
> Und wenn Du die Banane kaufst, sind sämtliche Produktionskosten, Steuern,
> Zoll und Gewinnaufschläge im Preis enthalten. Wenn Du also ein paar
> Millionen für eine aufwendige Medienproduktion in der Tasche hast, kannst
> Du diese auch einmalig exklusiv erwerben, ohne dass diese nochmal an
> jemanden anderen verkauft werden muss...
Und wo liegt also das Problem? Wenn diese "Kreativen" ihr Zeugs unter Produktionswert verkaufen ist das gut für den ÖR. Dann sollen diese "Kreativen" halt sich nicht mehr so über den Tisch ziehen lassen.
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Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.
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>Und wo liegt also das Problem? Wenn diese "Kreativen" ihr Zeugs unter Produktionswert verkaufen ist das gut für den ÖR. Dann sollen diese "Kreativen" halt sich nicht mehr so über den Tisch ziehen lassen.
In einem Markt, in dem monopolistische Strukturen vorherrschen bleibt aber nichts anderes übrig, als entweder zu gehen oder sich über den Tisch ziehen zu lassen. Besonders, wenn wie in diesem Fall auch noch die Politik mitspielt, weil sie direkt in die Entscheidungsprozesse involviert ist. Es gibt hierzulande nun mal keinen privaten seriösen Dokusender. Und komm mir nicht mit N24 o.Ä. - die Frau eines guten Freundes von mir hat dort mal gearbeitet, da regiert der Werbekunde, und zwar direkt in die politische Berichterstattung hinein, dagegen sind die Klüngeleien bei den ÖRs Kinderkram.
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Trollversteher schrieb:
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> als entweder zu gehen oder sich über den Tisch ziehen
> zu lassen.
Und wo ist da das Problem?
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Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.
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>Und wo ist da das Problem?
Dass man das als Anfang zwanzig Jähriger ohne Verpflichtungen mal eben locker machen kann, aber der Mittvierziger mit Familie und finanziertem Haus an der Backe nicht mal so einfach alles fallen läßt um sich in der Volkshochschule zum erfolgreichen IT-Profi umschulen zu lassen, bzw. die Füße hochlegt um auf den gerecht bezahlten Auftrag zu warten?
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Trollversteher schrieb:
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> >Und wo ist da das Problem?
>
> Dass man das als Anfang zwanzig Jähriger ohne Verpflichtungen mal eben
> locker machen kann, aber der Mittvierziger mit Familie und finanziertem
> Haus an der Backe nicht mal so einfach alles fallen läßt um sich in der
> Volkshochschule zum erfolgreichen IT-Profi umschulen zu lassen, bzw. die
> Füße hochlegt um auf den gerecht bezahlten Auftrag zu warten?
Also hat man 20 Jahre lang sich der Realität verweigert?
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Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.
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>Also hat man 20 Jahre lang sich der Realität verweigert?
Unsinn. Wer hat denn behauptet, die Verhältnisse seien seit 20 Jahren so? Soweit ich weiß, ging es den Dokementarfilmern früher bei den ÖRs ziemlich gut. Wenn Softwareentwicklungsprojekte nach China oder Indien "outsourced" werden, und mit dem Argument, "nimm's hin oder wir verlagern auch Deinen Job nach China" hierzulande Lohndumping betrieben wird, dann beschweren sich "IT Profis" auch (zu Recht), wieso anderen dieses Recht absprechen? Ist der doofe ITler doch selbst Schuld, wenn er vor zehn Jahren Informatik studiert hat, statt etwa Jura, um gut verdienender Abmahnanwalt zu werden...
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Trollversteher schrieb:
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> >Also hat man 20 Jahre lang sich der Realität verweigert?
>
> Unsinn. Wer hat denn behauptet, die Verhältnisse seien seit 20 Jahren so?
> Soweit ich weiß, ging es den Dokementarfilmern früher bei den ÖRs ziemlich
> gut.
Dann passt man sich halt den neuen Gegebenheiten an oder man such was anderes... den "Beruf" gibt es nicht mehr... nur noch Jobs.
--
Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.
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>Dann passt man sich halt den neuen Gegebenheiten an oder man such was anderes... den "Beruf" gibt es nicht mehr... nur noch Jobs.
Ich gönne es ja keinen, aber so manchem, der hier so überheblich besserwisserisch über das Thema daherredet möchte ich doch gerne mal in derselben Situation seine eigenen Worte um die Ohren hauen (und dafür vermutlich zu Recht eine in die Fresse kriegen). Du bist vermutlich noch ziemlich jung, früher hätte ich vermutlich auch so ahnungslos dahergeplappert. Und nein, ich bin NICHT in der Situation, aber schon lange genug im Arbeitsleben um zu erkennen, daß diese Deine Aussage der Probaganda von Leuten entspringt, die damit sehr reich werden, daß Andere diesen Unsinn glauben und nachplappern. Was meinst Du wohl was für einen "Fachkräftemangel" wir erst bekämen, wenn jeder nur als Universalhilfsarbeiter von einem Job zum nächsten springen würde, ohne sich auf ein Gebiet zu spezialisieren? Wozu dann eigentlich noch studieren?
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SJ schrieb:
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> IEdI schrieb:
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> > Vergleichst du immer Bananen mit Birnen?
> >
> > AG Dokumentarfilm ist ein eigenständiges Unternähmen und ZDF ist eine
> > Vertriebsplattform wie der Einzelhandel bei den Lebensmitteln.
>
> Und wie oft kannst du dieselbe Banane verkaufen? Gerade einmal...
ow man ..., bei dem Beispiel ging es nur um das Verhältnis zwischen den beiden Parteien. Es ist einfach was anderes wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Stell dir vor, der Einzelhandel kauft eine Ware ein, dupliziert sie (Filme, Spiele, Musik, ...) und behält den Gewinn für sich selber ohne etwas an den Entwickler weiter zu geben und verbietet gleichzeitig dem Entwickler seine Ware anderweitig zu vertreiben. Sprich er nimmt sich sämtliche Rechte auf die er keinen Anspruch hat.
Kommt es jetzt langsam?
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Trollversteher schrieb:
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> Ich gönne es ja keinen, aber so manchem, der hier so überheblich
> besserwisserisch über das Thema daherredet möchte ich doch gerne mal in
> derselben Situation seine eigenen Worte um die Ohren hauen
JA. Diese Empathielosigkeit bei manchen geht mir mal WIRKLICH auf den Sack. Immer ist man selbst schuld. Tönt Ihr auch so, wenn's Euch auch mal erwischt?
> (und dafür vermutlich zu Recht eine in die Fresse kriegen).
NÖ, so jemand soll dann gefälligst zu seinen hochheiligen Prinzipien stehen.
> Was meinst Du wohl was für einen "Fachkräftemangel" wir erst bekämen, wenn
> jeder nur als Universalhilfsarbeiter von einem Job zum nächsten springen würde,
> ohne sich auf ein Gebiet zu spezialisieren? Wozu dann eigentlich noch studieren?
Nicht nur das. Bei diesem "jeder für sich" geht jede Mitmenschlichkeit, jede Solidarität, jedes für-den-anderen-einstehen über Bord. Ellenbogenverhalten. Amüsanterweise genau das, was man meinem Berufsstand (BWL) gerne vorwirft.
Ich geh dann mal strahlkotzen.
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So etwas wie Solidarität gibt es sowieso nicht mehr. Wir kriegen den Kapitalismus solange vorgelebt bis auch der letzte Depp es verinnerlicht.
Solche Menschen die noch Solidarisch denken (hier gibt es ja noch ein paar) werden doch nur noch ausgelacht.
Du denkst an andere? Dein Pech!
Arme Welt..
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fiesemoepps schrieb:
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> egal wie oft ein Produkt verwendet oder verkauft wird. Das ist der Fluch
> des Arbeitnehmers:)
Richtig. Im Kern geht es aber um ein ganz anderes Problem hier.
Das Problem ist, dass die Preise für derartige Produktionen im Keller sind, weil die öffentlich-rechtlichen Sender als quasi einzige Abnehmer im Markt das Marktgeschehen dominieren. Die Autoren müssen also zu Niedrigstpreisen, oft in Selbstausbeutung, arbeiten, um überhaupt den Zuschlag für eine Produktion zu bekommen.
Und die Sender nutzen natürlich ihre Marktmacht auch, um Verträge durchzusetzen, bei denen sie sämtliche Rechte exklusiv zu erhalten - ist ja für die Sender nur von Vorteil. Die Autoren haben also keine Möglichkeit, z. B. durch eine Parallelveröffentlichung im Internet oder anderswo zusätzliche Einnahmen aus dem Werk zu generieren. Sie erhalten also nur niedrige Einnahmen, die alle Rechte abgelten und können das Werk auch nicht zweitverwerten.
Grundsätzlich hätten viele Autoren sicher kein Problem, dass die Sender sämtliche Rechte erhalten - wenn sie das nur ordentlich bezahlen würden. Da das aber vermutlich völlig unrealistisch ist, klammern sie sich an den Strohhalm durch Öffnung der Verträge wenigstens eine Zweitverwertungsmöglichkeit zu bekommen bzw. wenigstens an Folgeausstrahlungen bzw. Internetvertrieb beteiligt zu werden.
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dann hilft nur zusammen schließen, einen eigenen sender betreiben, und staatlichen ausgleich fürs gebotene bildungsprogramm beantragen.
wenn es so schlimm ist wie beschrieben und man auf alg2-niveau verdient kanns ja nur besser werden!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.12 11:38 durch Moe479.
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Es ist eigentlich ganz einfach.
Es gibt im Arbeitsleben genau zwei Parteien, Arbeitnehmer(Angestellte) und Arbeitgeber(Unternehmer). Der Arbeitnehmer hat einen garantierten Lohn, also ein minimales finanzielles Risiko. Der Arbeitgeber hingegen hat keinen garantierten Lohn, kann dafür mit etwas Geschick praktisch unermesslich reich werden, aber auch unermesslich arm ist möglich.
Nun wird dieses System aber verfälscht. Zur Funktion dieses Systems muss es immer einen Wettbewerb geben, es darf also keine Kartelle/Monopole auf beiden Seiten geben. Wenn ein Arbeitnehmer ein Monopol hat und er unbedingt benötigt wird, dann kann er praktisch einen beliebigen Lohn verlangen. Das gleiche gilt umgekehrt, die Arbeitnehmer können natürlich beliebig ausgenutzt werden, wenn sie eine Monopolstellung haben.
Dokumentarfilmer sind nun leider keine Angestellte, haben also kein Recht einen angemessenen Lohn zu erwarten. Allerdings muss auch bei dieser Beziehung zwischen zwei Unternehmern die Existenz von Kartellen und Monopolen verhindert werden. Die Dokumentarfilmer haben bestimmt kein Monopol, schon alleine weil man als TV-Sender keine Dokumentationen ausstrahlen muss. Die Sender haben jedoch ein Kartell. Es gibt nur eine überschaubare Anzahl von Sendern und eine noch überschaubarere Anzahl von Programm-Entscheidern.
Fazit: Die Dokumentarfilmer sollten sich das nicht bieten lassen, sie müssen sich entweder Vernetzen und damit ein Kartell mit einem Kartell bekämpfen, oder sie müssen sich andere Vertriebskanäle sichern. Es ist zwar ein riesen Aufwand, aber dank dem Internet könnte es durchaus funktionieren eine Webplattform für Dokus aufzubauen. Ich sehe definitiv die Nachfrage für gute Dokumentationen.
Durch Spenden und gegen Bezahlung herunterzuladende Inhalte werden die Dokumentarfilmer unabhängig von den TV-Sendeanstalten.
Das einzige Probleme welches ich dabei sehe, ist dass es einfach niemand tut.
Alternativ könnte man sich als Dokumentarfilmer anstellen lassen, wenn man einen willigen Arbeitgeber findet, jedoch würde man dadurch die Freiheit Opfern, die Themen selbsständig zu wählen.
Was ich eigentlich sagen will:
Musiker, Filmer, Künstler sind keine Angestellten und darum haben sie auch keine Anrecht für die Arbeit entlohnt zu werden, ihr Lohn ist proportional dazu, wie oft ihr Produkt konsumiert wird. Deshalb sind Zwangsgebühren in diesem Sinne auch absolut inakzeptabel.
Wenn sich jemand das Szenario ausmalt, dass niemand mehr für Ihre Arbeit zahlen möchte, dann ist das illusorisch. Kurzfristig könnte das sein, aber langfristig würde die Anzahl der verfügbaren Werke sinken, dann würden sich die Konsumenten langweilen und wieder freiwillig mehr bezahlen. Das würde dann mittelfristig schwanken, bis es sich auf das eigentlich natürliche Niveau eingependelt hat, und dies ist dann der erwünschte Zustand.
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OdinX schrieb:
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> [....]
"Aber aber, ich bin doch ein Künstler und muss doch dafür viel Geld kriegen...."
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