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Es braucht den Konflikt

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  1. Es braucht den Konflikt

    Autor 111000110010 30.01.13 - 16:49

    Es war immer nur eine Frage der Zeit. Das "Internet" ist nicht in der Lage attraktive geschäftliche Möglichkeiten für Produzenten zu schaffen. Kopieren und Verteilen funktioniert super, Kontentproduktion hingegen lohnt sich kaum. Diese Asymmetrie erzeugt einfach ein Spannungsfeld, dass sich über Suchmaschinenanbieter, Filesharing, soziale Netzwerke, Aggregatoren usw. erstreckt.

    Tausend Ideen wie der Kontent verteilt bzw. geshared wird, wenige Ideen wie die Kontentproduktion finanziert werden kann. Kann sich jeder selber mal durch den Kopf gehen lassen, dass einige Kontentproduzenten nicht auf Google etc. angewiesen sind, weil dort einfach keine lukrative Gewinnbeteiligung möglich ist.

    Es braucht sichere und berechenbare Vertriebswege. Es braucht Kontent der unabhängig und frei von Werbung erzeugt werden kann. Es braucht Zahlungsbereitschaft.

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  2. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Tachim 30.01.13 - 16:58

    Wer bitteschön braucht das denn?

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  3. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor 111000110010 30.01.13 - 17:19

    Tachim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer bitteschön braucht das denn?

    Jeder der finanzielle Interessen verfolgt würde sich wünschen, dass es für digitale Güter sinnvolle Vertriebswege gibt. Den Konflikt braucht es um klare Grenzen auszuloten.

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  4. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Tachim 30.01.13 - 17:24

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder der finanzielle Interessen verfolgt ...

    Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen..

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  5. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Trockenobst 30.01.13 - 17:27

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es war immer nur eine Frage der Zeit. Das "Internet" ist nicht in der Lage
    > attraktive geschäftliche Möglichkeiten für Produzenten zu schaffen.
    <...>
    > Es braucht sichere und berechenbare Vertriebswege. Es braucht Kontent der
    > unabhängig und frei von Werbung erzeugt werden kann. Es braucht
    > Zahlungsbereitschaft.

    Das man den Konflikt braucht, sehe ich auch. Aber der entsteht dadurch, dass etwas nicht mehr existiert und die Menschen das Gefühl haben dass man dies doch braucht. Und dann eben bereitwillig sind dafür zu zahlen, etwa für teuren Biofood oder ein Auto dass doch 2,5L auf 100km braucht (und dafür eben nicht schnittig ist).

    Der Konflikt der hier entsteht ist künstlich aufgebaut, wird extrem teuer und wird nicht das liefern was die Content-Hersteller wollen. Denn ein Konsum-Verzicht ist kein Umsatz. Es ist jetzt schon klar, dass Leute massiv Dinge tun werden damit man gegen dieses Gesetz bis zum EGH klagen wird. Das Ding wird per Eilentscheidung aufgehoben werden, das wäre der Idealfall. Dann ist nichts passiert, kein Cent mehr Umsatz und die beteiligten Anwälte kaufen sich mehrere Villen mit dem Kostenbergen.

    Soll die Presse eben eine Paywall einführen. Google kann dann nichts mehr finden und dann sieht man schon den Druck: brauchen die Leute es, wird bezahlt. Brauchen sie es nicht, dann braucht man keinen Bestandsschutz via Lobby-Gesetzgebung.

    Ich hoffe trotzdem auf das LSR. Dass ist die Steilvorlage für Steinbrück, wenn die ersten 10.000 Kindergärtnerinnen wegen einem Link auf ihrem FacebookProfil 1.500¤ Abmahnung von dubiosen News-Seiten bekommen. Noch schneller wird man Merkel+Lobbygelb nicht los.

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  6. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor 111000110010 30.01.13 - 17:31

    Tachim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 111000110010 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jeder der finanzielle Interessen verfolgt ...
    >
    > Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen..

    Alles klar, ich weiss bescheid!

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  7. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor muhzilla 30.01.13 - 18:00

    Nee, weißt du nicht. Ich glaube nämlich, dass du einer von denen bist, die das Internet gerne als Vertriebsweg nutzen würden. Du bist einer von denen, die das Internet nur als neue Vertriebsmöglichkeit kennengelernt haben und enttäuscht wurden, weil nich verstanden wurde, was das Internet wirklich ist und wie es entstanden ist und vor allen Dingen WARUM es entstanden ist. Militärischer Hintergrund hin oder her, es ging darum INFORMATIONEN möglichst MIT GERINGSTEN KOSTEN, SCHNELL zu VERTEILEN.

    Ich hab dir die wichtigen Worte mal groß geschrieben ;)

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  8. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor 111000110010 30.01.13 - 19:11

    Trockenobst schrieb:

    > Soll die Presse eben eine Paywall einführen. Google kann dann nichts mehr
    > finden und dann sieht man schon den Druck: brauchen die Leute es, wird
    > bezahlt. Brauchen sie es nicht, dann braucht man keinen Bestandsschutz via
    > Lobby-Gesetzgebung.

    Werbung: Massenmedien (Fernsehen, Radio, Druckerzeugnisse) -> Werbung für "News App". Wenn das funktioniert und die Angebote im Internet zurück gehen, braucht es Google für das Auffinden nicht mehr. In den Appstores kann man auch Suchen. Warum sollte die Presse sich da das Geschäft selber erschweren. Was sie als "free" zu Werbezwecken im Internet rausgeben wollen, sollen sie doch selber bestimmen.

    Insgesamt wäre die Situation wäre wünschenswert da die Leute selbst darüber entscheiden unter welchen Bedinungen sie bereit sind zu Zahlen oder ihre Aufmerksamkeit zu spenden. Wichtig ist nur, dass Unternehmen wie Google nicht die Spielregeln auf technokratischer Ebene diktieren. Vielleicht macht sich auch langsam bemerkbar, dass Google nicht wirklich so wichtig ist, wie man es gerne hätte.

    Aber darüber soll am besten der Markt entscheiden, dass wiederum geht nur, wenn man Google die Stirn bietet und Bedingungen aushandeln kann.

    muhzilla schrieb:
    > Nee, weißt du nicht. Ich glaube nämlich,...
    Ich mag mich da gerade wirklich nicht mit deinen Glaubenswelten auseinander setzen...

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  9. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Trockenobst 30.01.13 - 20:29

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kann man auch Suchen. Warum sollte die Presse sich da das Geschäft selber
    > erschweren. Was sie als "free" zu Werbezwecken im Internet rausgeben
    > wollen, sollen sie doch selber bestimmen.

    Können sie doch. Die Robot. txt und den Server kontrollieren sie selbst. Sogar das erscheinen auf der Google News Seite wird nur nach vorheriger Anmeldung durchgeführt. Das sind dreimal Kontrolle die man haben könnte.

    Man will pur zocken ob Google die Links selbst mehr braucht als sie den Traffic. Und dafür ist man bereit das gesamte Netz anzuzünden und jede Abmahnzecke ein hässliches Geschäft vor die Füsse zu werfen.

    > Aber darüber soll am besten der Markt entscheiden, dass wiederum geht nur,
    > wenn man Google die Stirn bietet und Bedingungen aushandeln kann.

    Nur wenn Google mitspielt. Wenn Google nicht linkt und die News-Seite für LSR-Gierige sperrt, war es das. Punkt aus. Das ganze Spiel verloren, für *nichts*.

    Sogar wenn Google sie aus dem Index-sperrt würde es 10 Jahre bis zum EGH dauern bis Google sie "vielleicht" wieder freischalten muss. Ob die Verlage so lange aushalten? Was für ein Quatsch.

    Dann kann man sich nur noch auf doofe Blogger und Facebook-Linkdeppen hoffen. Das wird zwar nicht mal reichen um den Braten warm zu machen, aber was sein muss, muss eben sein. Und wenn man alle Autos verbieten muss damit Postkutscher ihre Pferde durchfüttern können.

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  10. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Local_Horst 30.01.13 - 20:40

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Aber darüber soll am besten der Markt entscheiden, dass wiederum geht nur,
    > wenn man Google die Stirn bietet und Bedingungen aushandeln kann.
    > ...

    Und dafür braucht´s solche Lobby-Gesetze?
    Man fühlt sich mittlerweile in die tiefste Bananenrepublik versetzt, wenn man sich anschaut, wie unsere Politiker zum Wohl der Allgemeinheit Geschenkkörbe an Interessenverbände verteilt...

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  11. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Algo 30.01.13 - 21:44

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es war immer nur eine Frage der Zeit. Das "Internet" ist nicht in der Lage
    > attraktive geschäftliche Möglichkeiten für Produzenten zu schaffen.
    > Kopieren und Verteilen funktioniert super, Kontentproduktion hingegen lohnt
    > sich kaum. Diese Asymmetrie erzeugt einfach ein Spannungsfeld, dass sich
    > über Suchmaschinenanbieter, Filesharing, soziale Netzwerke, Aggregatoren
    > usw. erstreckt.
    >
    > Tausend Ideen wie der Kontent verteilt bzw. geshared wird, wenige Ideen wie
    > die Kontentproduktion finanziert werden kann. Kann sich jeder selber mal
    > durch den Kopf gehen lassen, dass einige Kontentproduzenten nicht auf
    > Google etc. angewiesen sind, weil dort einfach keine lukrative
    > Gewinnbeteiligung möglich ist.
    >
    > Es braucht sichere und berechenbare Vertriebswege. Es braucht Kontent der
    > unabhängig und frei von Werbung erzeugt werden kann. Es braucht
    > Zahlungsbereitschaft.

    Es gäbe genug legale und sichere Wege Bezahl Content zu vertreiben. iTunes, Amazon Musik, etc. Auch die Verlage können es ganz einfach machen ... in der Robots.TXT alle Suchmaschienen aussperren und eine Paywall um ihr internetangebot machen. Jeder der die angeschriebenen DPA-Medlungen der Verlage lesen will kann dann ja 5, 10 oder 15¤ im Monat bezahlen. Fertig.

    Aber das wollen die Verlage ja gar nicht. Google soll schön weiter sie gefölligst listen und kostenlos Besucher und klicks auf ihre Artikel weiterleiten. Und dann sollen sie auch noch dafür zahlen weil sie das getan haben. Nichts weiter ist das Leistungsschutzrecht.

    EDIT: Und warum haben die Verlage ihre eigenen Seiten eigentlich erst bei Google News angemeldet? Da muss man sich nämlich extra anmelden. Ich würde sagen damit haben die Verlage eh schon ihre Zustimmung zu google news gegeben oder? Jetzt im Nachhinein davon Google Geld kassieren zu wollen für zwei drei Zeilen Zitat aus dem Artikel finde ich schon sehr dreist. du kannst ja nicht mal den ganzen Artikel lesen bei google news.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.13 21:49 durch Algo.

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  12. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor taudorinon 30.01.13 - 21:44

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Werbung: Massenmedien (Fernsehen, Radio, Druckerzeugnisse) -> Werbung für
    > "News App". Wenn das funktioniert und die Angebote im Internet zurück
    > gehen, braucht es Google für das Auffinden nicht mehr. In den Appstores
    > kann man auch Suchen. Warum sollte die Presse sich da das Geschäft selber
    > erschweren. Was sie als "free" zu Werbezwecken im Internet rausgeben
    > wollen, sollen sie doch selber bestimmen.

    Das können Sie doch auch. Es gibt auch heute schon möglichkeiten nicht von Google indexiert zu werden.

    > Insgesamt wäre die Situation wäre wünschenswert da die Leute selbst darüber
    > entscheiden unter welchen Bedinungen sie bereit sind zu Zahlen oder ihre
    > Aufmerksamkeit zu spenden.

    Warum nehmen die Verlage dann das Problem nicht in die Hand und schaffen Bedingungen für die eigene Kundschaft?

    > Wichtig ist nur, dass Unternehmen wie Google
    > nicht die Spielregeln auf technokratischer Ebene diktieren. Vielleicht
    > macht sich auch langsam bemerkbar, dass Google nicht wirklich so wichtig
    > ist, wie man es gerne hätte.

    Und weil Google so unwichtig ist soll es jetzt auf gesetzlicher Ebene belangt werden?
    Wie oben geschrieben, wenn die Verlage Google für unwichtig halten haben sie schon jetzt Möglichkeiten nicht indiziert zu werden. Es gibt auch andere Suchmaschinen.

    > Aber darüber soll am besten der Markt entscheiden, dass wiederum geht nur,
    > wenn man Google die Stirn bietet und Bedingungen aushandeln kann.

    Wenn es der Markt entscheiden soll, warum dann ein Gesetz? Und ob sich die Verhandlungsposition der Verlage verbessert wenn sie gesetzlich zu Zahlungen gezwungen werden sollen bleibt Fraglich.

    Wie hier schon in den Kommentaren geschrieben, hat ein ähnlicher Fall in Belgien dazu geführt das sich die Zeitungen wieder in den Index klagen wollten.

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  13. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor 111000110010 30.01.13 - 22:27

    > robots.txt

    Es ist hinglänglich bekannt, dass den Verlagen die Möglichkeiten der robot.txt nicht ausreichen um differenziert die Nutzung der Inhalte beschreiben zu können. Welche Inhalte sind "free" welche sind kommerziell. Langes Thema und wohl auch zu kompliziert um hier diskutiert zu werden.

    Meines erachtens ist es mittlerweile überfällig von einer technokratischen zu einer betriebswortschaftlichen Diskussion zu gelangen.

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  14. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor gisu 30.01.13 - 22:38

    Das ist ja auch des Pudels Kern und das ist es was die Verlage entweder nicht verstehen wollen oder einfach denken "Heureka jetzt können wir aus unserer Maroden Branche noch ein paar Groschen herausschlagen bis der Kahn endgültig untergeht".

    Ohne Suchmaschinen oder News Aggregators könnten die Verlage glücklich sein wenn sie wenigstens die Käufer der Printausgabe auf ihre Seite locken. Denn heute sucht der Mensch eben quer. Suchbegriff eintippen und man bekommt zum gesuchten Thema die entsprechenden Treffer. Die Verlage profitieren davon nahezu kostenfrei - SEO Optimierung vorrausgesetzt. Und so kommen eben Menschen auf die Seite die mit Spiegel und Co vielleicht nie was am Hut hatten und bei Interesse wird auf der Seite weitergestöbert oder man sucht das nächste Angebot.

    Schlimmer noch, welchen Content versucht man überhaupt noch an den Nutzer zu bringen? Kopierte DPA Meldungen. Gerne wird der Inhalt auch einmal geschrieben und leicht abgewandelt auf mehreren Seiten platziert (z.b.: Welt <-> Bild <-> Spiegel). Ist halt blöd wenn man als Nutzer per Suchmaschine mehrmals den gleichen Inhalt findet. Wirklich Unique Content findet man ehr selten, wenn dann auf den spezialisierten Seiten - weit ab des Mainstreams (die eh nur alles wiederkäuen).

    Einerseits kann ich ja sogar verstehen das die Verlage alles versuchen etwas zu retten, letztenendes geht es neben Geld auch um Arbeitsplätze. Nur die Branche stirbt, da sollte man sich einfach mal Gesund schrumpfen, seine "Inhalte" konzentriert abfeuern, dabei auf Qualität setzen statt auf weit gestreute Quantität. Es gab in Deutschland schon ganz andere Branchen die mehr oder minder gestorben sind, Branchen die nicht einfach mit Copy&Paste ihre Werte duplizieren konnten. Da gab ein mehrtägiges "Das ist aber Blöd, tut mir leid für die Leute, aber ist halt so - der Zahn der Zeit" und dann war auch schon wieder gut, wenn die Verlage in die Grütze gehen wird der Tenor wohl ehr wie ein hämisches Lachen klingen.

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  15. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor GodsBoss 30.01.13 - 23:11

    > Es ist hinglänglich bekannt, dass den Verlagen die Möglichkeiten der
    > robot.txt nicht ausreichen um differenziert die Nutzung der Inhalte
    > beschreiben zu können. Welche Inhalte sind "free" welche sind kommerziell.
    > Langes Thema und wohl auch zu kompliziert um hier diskutiert zu werden.

    Kein Problem. In der robots.txt sperren und einen eigenen Standard aufstellen, sofern es den noch nicht gibt, um klare Bedingungen dort zu definieren. Die können dann Anbieter wie Google annehmen oder auch nicht.

    Das ist nicht kompliziert, das ist nicht lang, es geht jetzt schon. Da ist nicht einmal eine Diskussion nötig.

    > Meines erachtens ist es mittlerweile überfällig von einer technokratischen
    > zu einer betriebswortschaftlichen Diskussion zu gelangen.

    Es gibt nichts zu diskutieren, alle bisherigen Argumente der LSR-Befürworter sind schlicht und ergreifend falsch, aus meiner Sicht sogar häufig genug gelogen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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  16. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor hpommerenke 30.01.13 - 23:13

    Das ist richtig, aber die Verlage sind ja nicht die einzigen, die das Informationszeitalter nicht wahrhaben wollen und sich mit Händen und Füßen dagegen stämmen.

    Die GEMA z.B. ist da ganz ähnlich. Anstatt die Möglichkeiten zu nutzen, die sich bieten. Deutschland verpasst mal wider den Anschluss. Das hat man davon, wenn halb-greise CDU-Politiker bestimmen was läuft.

    "Das Internet ist nur eine Modeerscheinung."

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  17. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor 111000110010 31.01.13 - 01:55

    Im Moment leben die News-Ticker und News-Webseiten von den Werbeeinnahmen. Der Kontent muss also in der Regel so gestaltet werden, dass er als Werbefläche taugt (ja, sicher wird hier auch gewirtschaftet...). Sich an dieser Stelle über die Qulität zu beschweren, ist offtopic, da Qualität nur mit einem sinnvollen Geschäftsmodell erzeugt werden kann - ohne Moos nix los.

    Wenn Google nun die Inhalte von der Werbung trennt (oder irgendendwelche News-Aggregatoren) dann ist das ein Problem für die Erzeuger. Google ist auch nur dann sinnvoll, wenn es auf Inhalte zeigen kann, die interessant sind. Wenn sich allerdings die Werbeeinnahmen durch News-Aggregatoren reduzieren, weil zunächst eine Vorschau über den Inhalt dargestellt wird (an dem dann nur der Aggregator verdient) dann kann man schon mal ins Detail gehen wollen.

    Ich halte es im Moment jedenfalls auch nicht für wegweisend für den Vertrieb von digitalen Gütern auf amerikansich Firmen zu verweisen (Google, Amazon, Apple, Valve etc.) die sich nicht an deutsche bzw. europäische Gesetze halten (Valve mag den wiedervekauf von Spielen nicht, Apple lässt meines Wissens nach gebrauchte Apps auch nicht weiterverkaufen...).

    Manchmal tut es einfach gut, wenn es ein bisschen Zoff gibt. Im Moment sieht es doch danach aus, dass alle Stimmen gehört werden und sich ein Kompromisse finden wird mit dem alle leben müssen. Es geht insgesamt auch nur um Inhalte, deren Erzeuger nicht wollen, dass über diese frei verfügt wird. Wer es für sinnvoll hält, seine Inhalte frei verfügbar zu machen, kann das ja ohne Probleme tun (bringt leider wenig bis kein Geld rein). Geschäftsmodelle erfordern es aber auch, sehr genau justieren zu können, wie die Geschäftsbedingung aussieht - dafür reicht die robot.txt nicht aus und Google sträubt sich gegen alternative Lösungen.

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  18. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Trockenobst 31.01.13 - 08:35

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist hinglänglich bekannt, dass den Verlagen die Möglichkeiten der
    > robot.txt nicht ausreichen um differenziert die Nutzung der Inhalte
    > beschreiben zu können. Welche Inhalte sind "free" welche sind kommerziell.
    > Langes Thema und wohl auch zu kompliziert um hier diskutiert zu werden.

    Was für ein gequirtler *Bullshit*.

    Eine einfache Rewrite-Rule im CMS System gibt dem Google Bot genau die Sachen für die sie *nicht* bezahlt haben. Und für alle anderen auch. Wer bezahlt hat bekommt die anderen Sachen. Dass sind deren Server, da kann man *alles* machen.

    Man wird daran sogar nicht umhin kommen das so zu machen, weil irgendein Richter nach Instanzen die Pflicht der Verlage dahin spezifizieren wird, dass ein einfacher Link und ein einfacher Content-Abgriff kostenlos sein muss und die Verlage alle Risiken der Fehleinstellung tragen. Sind ja ihre Server, da kann niemand anderes was machen.

    Das ist wie mit der Impressumspflicht. Das muss schon der richtig machen den Server kontrolliert. Netter Versuch übrigens mit dem Halbwissen vom Halbwissen.

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  19. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor alexs77 31.01.13 - 08:59

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > robots.txt
    >
    > Es ist hinglänglich bekannt, dass den Verlagen die Möglichkeiten der
    > robot.txt nicht ausreichen um differenziert die Nutzung der Inhalte
    > beschreiben zu können.

    Ja, das ist bekannt. Genauso hinglänglich <sic> bekannt ist allerdings, das dies nur die Ansicht der Verlage ist, die parallel zur Realität existiert.

    robots.txt existiert. Alternativ/Zusätzlich: Firewalls (um "böse" IPs auszusperren) oder auch sowas wie Zugriffskontrollen im Webserver (z.B. Apache "Allow from").

    > Welche Inhalte sind "free" welche sind kommerziell.
    > Langes Thema und wohl auch zu kompliziert um hier diskutiert zu werden.

    Nein. Weder lang noch kompliziert. Und diskutiert werden muss da auch nichts.

    > Meines erachtens ist es mittlerweile überfällig von einer technokratischen
    > zu einer betriebswortschaftlichen Diskussion zu gelangen.

    Die ist möglich, ohne schädliche, widersinnige Gesetze zu kaufen.

    Alexander

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  20. Re: Es braucht den Konflikt

    Autor Tachim 31.01.13 - 09:10

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...

    Kurze Zusammenfassung: Bullshit.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.01.13 09:15 durch Tachim.

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