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Nicht die Zeit mich studenlang im Internet aufzuhalten

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  1. Nicht die Zeit mich studenlang im Internet aufzuhalten

    Autor Max789418745487 05.05.10 - 11:52

    Klasse Zitat:

    "Ich nutze das Netz, um zu kommunizieren und mich zu informieren. Ich habe eine Seite bei Facebook. Aber ich habe nicht die Zeit, mich stundenlang im Internet aufzuhalten."

    Der Mann hat das Internet nicht verstanden. Mir fallen gar nicht genug Worte ein um dieses eklatante Missverständnis dieses Mannes zum Thema Internet zu verdeutlichen.

    Ich spreche sicher für einige Leser wenn ich behaupte, das wir oft keine Zeit mehr haben uns nicht im Netz aufzuhalten, denn dort "holen wir den Kunden ab, wo er steht" wie man gerne in der Parteisprache gerne sagt. Hier werden die Kontakte und Kontrakte geschlossen, die das moderne Unternehmen braucht. Ob Handwerker oder Dienstleister, wer eine Webpräsenz hat hat mehr Aufträge und besseren Kundenkontakt. Wer da nicht erreichbar ist hat den Auftrag verloren.

    Die CDU sieht das Netz wohl nur als Spielwiese oder als Kneipenstammtisch.

    Für uns ist es ein ernstes Geschäft, das zu wichtig ist um es Laien zu überlassen. Es würde auch niemand ernsthaft vorschlagen eine Brücke von Hilfkräften planen und errichten zu lassen.

  2. Re: Nicht die Zeit mich studenlang im Internet aufzuhalten

    Autor GUEST 05.05.10 - 12:12

    Diese Tatsachen zu realisieren UND zu verarbeiten wird Jahre dauern. Soll heißen eine Geration später sind die Leute die es jetzt noch nicht verstehen in Rente und die heute 20-30-40er sind am Drücker und dann passt das wieder.

  3. Re: Nicht die Zeit mich studenlang im Internet aufzuhalten

    Autor Shred 05.05.10 - 12:27

    An dieser Aussage eckte ich auch an...

    Das Internet ist kein "Ding", das man irgendwie einschaltet, und dann vielleicht mal ein paar E-Mails liest oder sich neue Topflappen bestellt, bevor man es wieder ausmacht.

    Das Internet ist DAS Wissens- und Kommunikationsmittel schlechthin. Es ist die vielleicht bedeutendste Erfindung der Menschheit. Wir leben jetzt schon in einer Gesellschaft, die auf diese Vernetzung angewiesen ist. In der dank Mobilfunk und Smartphones Kommunikation und Abruf von Wissen jederzeit und an jedem Ort möglich ist.

    Jüngere Generationen werden ein Leben ohne diese Möglichkeiten schon gar nicht mehr kennen. Es wird schon bald so normal sein, das Internet zu benutzen, dass wir es gar nicht mehr bewusst wahrnehmen werden. Wir sehen dann nur noch die genutzte Dienstleistung, oder die Person und Gruppe, mit der wir kommunizieren.

    Es ärgert mich, dass alte Männer mit Kugelschreibern, die die Tragweite des Internets für die Gesellschaft nicht einmal ansatzweise begriffen zu haben scheinen, sich anmaßen, über dessen Zukunft bestimmen zu dürfen. Diese Erfindung ist zu wichtig für die Menschheit, um von Idioten kaputtregiert zu werden.

    Vor allem müssen diese Politiker endlich einmal kapieren, dass das Internet kein Ort, Raum oder was auch immer ist, sondern nur ein Mittel zur Kommunikation. Was über das Internet kommuniziert wird (und auch das, was durch Zensur nicht kommuniziert werden darf), wird von Menschen gemacht und ist lediglich ein Abbild der Gesellschaft selbst.

  4. Re: Nicht die Zeit mich studenlang im Internet aufzuhalten

    Autor Shred 05.05.10 - 12:34

    GUEST schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Tatsachen zu realisieren UND zu verarbeiten wird Jahre dauern. Soll
    > heißen eine Geration später sind die Leute die es jetzt noch nicht
    > verstehen in Rente und die heute 20-30-40er sind am Drücker und dann passt
    > das wieder.

    Es ist keine Frage des Alters. Ich kenne 70-jährige, die im Leben noch nie mit Computern gearbeitet haben, jetzt aber das Internet nutzen, sich mit den Chancen und Risiken auseinandersetzen und die Möglichkeiten verstehen.

    Das Problem ist eher die typische Politikerkrankheit, die sich mit dem Satz "wer nichts kann, ist zu allem fähig" zusammenfassen lässt. Hier entscheiden Pfeifen, die das Internet nicht kennen und auch nicht kennenlernen *wollen*, über dessen Zukunft. Einfach weil sie glauben, das Internet in ihre kleine Welt pressen zu können und so beherrschen zu können.

    Manche sehen sogar nur das persönliche Risiko durch das Internet, das es zu unterbinden gilt. Menschen wie Rüttgers, die durch "unkontrollierbare" Blogs um ihre politische Zukunft bangen dürfen, werden nicht etwa in Zukunft eine transparente und bürgernahe Politik anstreben, sondern eher zusehen, dass das Kommunikationsmittel schleunigst mundtot gemacht wird.

  5. Re: Nicht die Zeit mich studenlang im Internet aufzuhalten

    Autor Sheckk 05.05.10 - 13:00

    Shred schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An dieser Aussage eckte ich auch an...
    >
    > Das Internet ist kein "Ding", das man irgendwie einschaltet, und dann
    > vielleicht mal ein paar E-Mails liest oder sich neue Topflappen bestellt,
    > bevor man es wieder ausmacht.
    Das war es aber bis vor kurzem* noch. Vor 2002 hatte praktisch niemand einen always-on Anschluss. Es war also zwangsläufig so, dass man "mal ins Internet geht" um irgendetwas zu machen. Bei Wenignutzern ist das natürlich immer noch und bleibt wohl so.


    * Für jemanden der 20 ist, sind 8 Jahre eine laaaaaaange Zeit. Für einen 60-jährigen (Politiker) fällt das immer noch unter "Neue Medien", weil er seine bisherigen Gewohnheiten (Papierzeitung abonnieren, Tagesschau, Einkaufen in der Stadt,...) natürlich nicht mehr groß ändern will bis zum Tod. Das wird den ganzen angeblich so progressiven Leuten hier im Forum natürlich mal genauso gehen! Ich sehe das teilweise schon bei mir selbst und anderen Leuten, die das Netz noch aus den 90ern kennen. Man macht einfach nicht mehr alles Neue mit, wie z.B. Facebook.

  6. Übertreib mal nicht ...

    Autor Internetnutzer müssen weg 05.05.10 - 13:05

    Auch wenn ich der Aussage des CDU- Handlangers alles andere als zustimme, so bin ich doch auch der Meinung, dass das Internet nie so einen Stellenwert einnehmen sollte, wie es das heute tut.

    Ich halte es bspw. nicht für das größte Wissensportal, denn die im Internet verfügbaren Informationen sind alles andere als verifizierbar und viel zu leicht verbreitet. Damit meine ich nicht, dass ein schnelles Verbreiten von Informationen etwas schlechtes ist, sondern vielmehr dass sich selbst der größte Dreck in Windeseile in alle Richtungen verteilt.

    Dank des Internet ist Unwissen plötzlich "in". Niemand verifiziert den Schrott der täglich durchs Netz schwappt. So ist es nicht selten, dass Journalisten, Politiker und Bevölkerung mit Fehlinformationen versorgt werden, weil das Wissen eben nicht mehr von klugen Köpfen zusammengetragen wird, sondern vom 14jährigen Hauptschüler, der zwar keine Ahnung von fachspezifischen Themen hat, sich aber stundenlang im Netz bewegt und deshalb beispielsweise Wikipediaadmin ist.

    Das selbe gilt für die Quellensuche des Journalisten. Er schreibt einen Beitrag, eine Website übernimmt diesen in abgeänderter Form, dies tun noch 5 weitere. Der ursprüngliche Autor sucht nun eine 2te Quelle zur Untermauerung seiner These im Web und zitiert sich am Ende selber.

    Das Internet ist eine riesige Toilette. Es hält die Dummen dumm und macht den Rest der Menschheit dümmer.
    Es garantiert der bildungsfernen Masse an Socialnetwork- usern(und 98% der Internetnutzer) eine permanente Teilnahme an einer gigantischen Talkshow mit entsprechendem Niveau. Dafür wär sich selbst Unterschichtenfernsehen zu schade.

    Zu bemängeln ist auch, dass sich das Internet zur Massenmanipulation eignet und zu dieser auch ausgiebig genutzt wird. Immer wenn ich irgendwo lese, ein Staat möchte zensieren und die "freien" Bürger protestieren dagegen, kommen mir ob der Ironie die Tränen. Das Internet ist nämlich auch eine gigantische Manipulationsmaschine, eben weil sich bewusst gestreute Informationen auch schnell verbreiten. So streut der Staat einfach weiter Propaganda unter das verblödelte Volk, welches natürlich alles glaubt, schließlich haben sie die Nachricht ja aus dem freien Netz.

    In diesem Zusammenhang würde ich gerne auf das Collateral Murder- Video von Wikileaks hinweisen. Nach Genuss der ungekürzten Fassung dürfte selbst dem größten Pazifisten klar werden, dass alles was dort geschah weder verwerflich noch grausam war, sondern schlicht Kriegsrealität gemäß des Völkerrechts. Dies weiß der dumme Nutzer aber nicht, bekommt er doch nur die editierte Wiki- Version zu sehen, die sich ganz im Gegensatz zum Original rasend schnell verbreitete.

    Oder die Griechenlandhilfe, welche von fast allen Webseiten hochgejubelt wird, die ausschließlich die selben Gründe aus der Presseerklärung der Bundesregierung wiedergeben. Oder die Gründe für den Afghanistan Feldzug, die ... usw.

    Es ist furchtbar. Liegt aber wohl nicht am Internet, sondern vielmehr an den Menschen die es nutzen. In einer Anleitung mit dem Titel "Internet für Dumme" wird komischerweise genau das Verhalten des Großteils der Nutzer beschrieben. So soll man es machen, so ist es richtig.

  7. Re: Übertreib mal nicht ...

    Autor MUG 05.05.10 - 14:18

    >Ich halte es bspw. nicht für das größte Wissensportal, denn die im Internet verfügbaren Informationen sind alles andere als verifizierbar und viel zu leicht verbreitet. Damit meine ich nicht, dass ein schnelles Verbreiten von Informationen etwas schlechtes ist, sondern vielmehr dass sich selbst der größte Dreck in Windeseile in alle Richtungen verteilt.

    Und wie genau konnte ich Informationen im Zeitalter der Holzmedien verifizieren?
    In dem ich mein ganzes Vertrauen in den Autor lege oder ich das selbe für die Autoren meiner Enzyklopädie der Wahl lege?

    Nein, das Internet IST das größte Wissensportal das der Menschheit bist zum heutigen Tage zur Verfügung steht.

  8. Re: Übertreib mal nicht ...

    Autor TheTank 05.05.10 - 14:21

    Gell, diese Technik macht euch verdammt viel Angst?

    Vorbei sind die Tage wo die Mächtigen auf der Welt alles schmutzige unter den Teppich kehren konnten und der 'dumme' Bürger nur das vorgesetzt bekam was denen dienlich war.

    Nee, jetzt wird euch von allen Seiten euer Mist vorgehalten und das passt euch einfach nicht.

    Der gläserne Bürger ist ok, aber bitte NUR der Bürger, wie?
    Denn genau alle die DAFÜR waren, waren GEGEN ähnliche Maßnahmen wenn sie einen selber betrafen.
    IMMER noch sperren sich die konservativen Politiker gegen die Offenlegung ihrer Einkommen.

    Lieber hätte ich mehr Informationen mit denen ich mich auseinander setzen muss, als das mir Typen wie du glaubt mir vorzuschreiben was 'akzeptabel' ist und was nicht.
    Das nennt man Zensur.
    Wären wir in einem anderen Land, bevorzugt eines mit Bürgern anderer Hautfarbe und/oder der 'falschen' Religion, würdet ihr Unterdrückung und so schreien. Außer sie kaufen unsere Waffen und/oder liefern uns Öl und/oder sonstige Güter.

    Der Bürger ist nicht zu blöd, ihr wollt nur das er so bleibt.

    Euer Freipass ist abgelaufen Heuchler!

  9. Re: Übertreib mal nicht ...

    Autor NicwinWii 05.05.10 - 14:53

    TheTank schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gell, diese Technik macht euch verdammt viel Angst?
    >
    > Vorbei sind die Tage wo die Mächtigen auf der Welt alles schmutzige unter
    > den Teppich kehren konnten und der 'dumme' Bürger nur das vorgesetzt bekam
    > was denen dienlich war.
    >
    > Nee, jetzt wird euch von allen Seiten euer Mist vorgehalten und das passt
    > euch einfach nicht.
    >
    > Der gläserne Bürger ist ok, aber bitte NUR der Bürger, wie?
    > Denn genau alle die DAFÜR waren, waren GEGEN ähnliche Maßnahmen wenn sie
    > einen selber betrafen.
    > IMMER noch sperren sich die konservativen Politiker gegen die Offenlegung
    > ihrer Einkommen.
    >
    > Lieber hätte ich mehr Informationen mit denen ich mich auseinander setzen
    > muss, als das mir Typen wie du glaubt mir vorzuschreiben was 'akzeptabel'
    > ist und was nicht.
    > Das nennt man Zensur.
    > Wären wir in einem anderen Land, bevorzugt eines mit Bürgern anderer
    > Hautfarbe und/oder der 'falschen' Religion, würdet ihr Unterdrückung und so
    > schreien. Außer sie kaufen unsere Waffen und/oder liefern uns Öl und/oder
    > sonstige Güter.
    >
    > Der Bürger ist nicht zu blöd, ihr wollt nur das er so bleibt.
    >
    > Euer Freipass ist abgelaufen Heuchler!
    -------------------------

    *sign* schön geschrieben, ich beobachte das selbe, alle bekommen sie Angst vor dem Inernet, weil sich negative Informationen sehr schnell verbreiten und der Zusammenschluß der Bürger immer einfacher von der Hand geht.

    Auch aus dem Artikel schön zu lesen, bezüglich der Petition, was meinst du wieviele Menschen davon überhaupt Wind bekommen hätte, wenn es sich nicht im Internet so verbreitet hätte? Ich glaube einfach dass die Politiker schockiert sind, dass es überhaupt so viele Menschen gibt, die

    1) mitbekommen dass da was im Busch ist
    2) verstehen, was daraus entstehen kann
    !3!) Reagieren

    Wie viele Jahrzehnte gab es soetwas nicht? Hier, Kohl Betrügt all seine Bürger, wie schnell würde heutzutage soetwas auffliegen?

    Internet stärkt die Gemeinschaft und wenn sich wenige, (Politiker und ihre machenschaften) vielen (die InternetCommunity mit immer steigender Bereitschaft da mal mit zu reden) gegenüber sehen gab es in unserer Geschichte immer nur 2 Lösungen: Wenige nutzen ihre Macht und nehmen den vielen alles was sie können um sie zu entmächtigen oder viele Revoltieren und Geschichte wird immer vom Gewinner geschrieben!

    Jedem einzelnen zu unterstellen er wäre zu dumm um aus der Flut an Informationen sich ein eigenes Bild zu machen ist einfach nur eine Frechheit und beweist die Angst davor, keine Kontrolle mehr darüber zu haben, welches Wissen sich im Umlauf befindet.

    Was ich sehe ist ein innerer Krieg, Bürger DE VS Politik DE ging 1:0 für die Bürger aus, und weil jetzt die Angst einen handfesten Grund hat, wird jetzt einfach über die EU geschalten und das Volk schön mit Festlichkeiten abgelenkt (WM) wie es schon immer wahr, nur eines dürfen die Strippenzieher nicht vergessen...
    viele, sehr sehr viele sind aufgewacht und beobachten genau was da passieren wird, viele haben endlich gemerkt, dass ihnen jemand heimlich den keller ausräumt und sind bereit sein eigen hab und gut zu verteidigen, endlich mal wieder ein hauch leben in unseren Land, wie kann man nur versuchen soetwas zu unterbinden und unterdrücken?

  10. Das perfekte Beispiel für den neuen Bürger

    Autor Internetnutzer müssen weg 05.05.10 - 15:14

    Ich könnte mir eine Beleidigung zur Einleitung nehmen, wie z.B. "Sind Sie so dumm oder tun Sie nur so?", spare mir das aber.

    Was die ach so freien Bürger noch nicht begriffen haben, ist wie unmündig und dümmlich sie eigentlich sind. Wer immer noch glaubt "den Mächtigen" gehe es um irgendeine Art von Zensur, scheint seine Informationen wirklich aus dem Internet zu beziehen und zwar aus den Tiefen der Kloake. Der Staat, verallgemeinert, denn es spielt keine Rolle welcher, hat es überhaupt nicht nötig dem Pöbel irgendeine Information vor zu enthalten.

    Man biegt sich heutzutage einfach die Wahrheit wie man sie braucht, Internet sei Dank fällt diese Propaganda auch auf fruchtbaren Boden. Selbst wenn man den Deppen der Straße auf diese Methoden aufmerksam macht, so glaubt er doch immer noch "freie, neutrale" Informationen zu bekommen.

    Ich spiel jetzt mal überspitzt den Erklärbär. Was glaubt denn ein ach so freier Bürger wie du, warum es sowas wie die Gruppe 85 gibt? Weil die Öffentlichkeitsarbeit leistet? Oder weil der Staat im Gegensatz zu euch Verblendeten längst begriffen hat, dass sich das Internet als Instrument zur Massenverblödung und Propagnda eignet?
    Jetzt spinne ich den Faden mal weiter und frage wieso der mündige Bürger heutzutage so schnell vergisst wie nie in der Vergangenheit? Wir erinnern uns an die 3 toten Soldaten vom Karfreitag, ein Riesengeheule. Nichteinmal 2 Wochen später sterben gleich 4 Deutsche und was passiert? Es gibt dazu weniger Meldungen, weniger Empörung, weniger Anteilnahme. Warum? Weil der dumme Bürger wieder unter dem Deckmantel der freien Information für dumm verkauft wurde. So, wie er sich das ja auch wünscht.

    Gehen wir einfach mal näher auf die Äußerungen von politikern ein, Frau Merkel und Frau Westerwelle zum Beispiel. Wurden beide nicht müde eine Neuverschuldung zu kritisieren, nahmen sie kaum im Amt die größte Neuverschuldung aller Zeiten in Kauf und schafften es, Internet und Verblödungspresse sei Dank, dies auch noch als notwendiges Übel zu verkaufen.
    Der Bürger glaubt, man wolle nur sein Bestes.

    Früher einmal, im Holzzeitalter, war jemand der seinen Ruf ruiniert, öffentlich gelogen oder andere Vergehen begangen hatte, grundsätzlich gesellschaftlich geächtet. Heute verschwindet er kurz und macht danach ungeniert weiter. Dank Massenverblödung und gezielter Falschinformation kein Problem.

    Dies ist wahrscheinlich eines der Hauptprobleme, die Kurzlebigkeit der Meldungen im Internet. Zumal man sich in diesem auch seine Informationen zusammensuchen kann wie man will, im Internet findet jede noch so abwegige Verschwörungstheorie ihre Fans die nicht müde werden diesen Mist als offiziell und wissenschaftlich geprüft darzustellen und zu verbreiten.

    Dass die meisten Internetnutzer sowieso mit 2 gelähmten Gehirnhälften leben, sieht man daran, dass ja jeder seine Privatsphäre will, gleichzeitig aber Facebook nutzt, twittert, mit Google sucht, Chrome verwendet, mit einem Freemailclient Mails empfängt und 4 verschiedene Bonuskarten im Portemonnaie hat. Aber wehe jemand sammelt Daten.

    Ihr seid zuweilen dermaßen bescheuert, ihr gehört eigentlich entmündigt.

  11. Re: Nicht die Zeit mich studenlang im Internet aufzuhalten

    Autor el3ktro 05.05.10 - 15:22

    Genau diese Aussage hat mich ebenfalls verwundert. Und so jemand soll diese Kommission leiten?

    Ich glaube dieser Mann versteht wirklich nicht, wie sehr das Internet bei vielen, vor allem jüngeren Leuten, zu einem festen Bestandteil des Lebens wurde. Man informiert sich im Internet, kommuniziert im Internet, plant seine Partys im Internet, teilt sich im Internet mit, geht einkaufen im Internet, lernt über das Internet, arbeitet gemeinsam über das Internet usw. Ich sehe das an mir selbst. Ich habe seit Jahren keine TV-Zeitschrift oder Telefonbuch mehr angefasst - geht alles online. Mein Smartphone ist permanent online, d.h. es ist nicht so dass ich normalerweise nicht im Internet bin und nur zu speziellen Gelegenheiten "ins Internet gehe", ich bin vielmehr immer online, das Internet ist ja fast schon ein Teil von mir. Irgendwann werden wir alle Borg ;-) Ein Computer ohne Internetanschluss ist für mich (fast) völlig nutzlos und das erste, was ich tue wenn ich umziehe ist, mich um einen Internetanschluss zu kümmern.

  12. Re: Das perfekte Beispiel für den neuen Bürger

    Autor Neko-chan 05.05.10 - 15:23

    Tja... das Problem das du beschreibst wurde aber durch die kommerziellen Medien und nicht durch das Internet erzeugt.

    Im übrigen sind die meisten versierten Internetnutzer wesentlich versierter als der durchschnittliche DSDS gucker.

  13. Und gleich Beispiel Nummer 2

    Autor Internetnutzer müssen weg 05.05.10 - 15:27

    Es ist beinah lächerlich mit welchem Elan hier der Versuch angetreten wird, mir unbedingt recht zu geben.

    Jede Regierung, sofern nicht ähnlich bekloppt wie ihre Bürger, begrüßt das Internet. Denn anstatt demonstrieren zu gehen und den Reichstag zu stürmen, bekommt man heute als Regierender allerhöchstens eine Onlinepetition oder irgendeine Facebookprotestgruppe zugereicht, die man genüsslich ignorieren kann.

    Und Herrn Kohl als Beispiel anzuführen, ist ja gradezu lächerlich. Heutzutage werden Sie um das zehnfache vom Staat beschissen und merken es nichtmal. Trotz Internet. Und wo entlädt sich ihr Unmut? Im Internet. Anstatt auf dem Marktplatz das Volk anzustacheln schreiben Sie Beiträge in irgendwelchen Foren, ernten enorme Zustimmung, aber aus seinem Sessel bewegt sich keiner. Internet machts möglich. jeder hat das Gefühl etwas zu tun, aber keiner tut etwas.

    Eigentlich sollte unsere Regierung auch heute schnellstmöglich dafür sorgen, das jeder einen Internetzugang bekommt. So wie die Nationalsozialisten damals Rundfunkgeräte ausgaben. Wurden die damals noch für Propaganda missbraucht, nutzt man das Internet und die Computer heutzutage um den Menschen davor kleben zu lassen und ihn von den eigentlichen Problemen fern zu halten.

    Was mich dennoch wundert ist, dass sogar Ihnen auffällt, dass das Volk mit Festlichkeiten zuweilen abgelenkt wird. Was Sie dennoch nicht begreifen, ist dass das Internet dem selben Zweck dient. Es sind nicht viele aufgewacht, sondern endlich in die Trance verfallen, in der jeder Staat seine Bürger haben will. Strunzdumm, abhängig, leicht kontrollierbar.

  14. Re: Und gleich Beispiel Nummer 2

    Autor Neko-chan 05.05.10 - 15:29

    Irgendwie erinnert mich dein ganzes gesabble mehr an den TV als ans Internet...

  15. Re: Das perfekte Beispiel für den neuen Bürger

    Autor Internetnutzer müssen weg 05.05.10 - 15:30

    Neko-chan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja... das Problem das du beschreibst wurde aber durch die kommerziellen
    > Medien und nicht durch das Internet erzeugt.

    Die Medien teilen sich mit den radikalisierten "wir zweifeln alles und jeden an"- Bloggern und all den anderen "informationsschaffenden" Personen des Netzes die Schuld. Das Internet ist die einzige Platform auf der eine derartige Verdummung der Bevölkerung stattfinden kann.

    > Im übrigen sind die meisten versierten Internetnutzer wesentlich versierter
    > als der durchschnittliche DSDS gucker.

    Das wage ich stark zu bezweifeln.

  16. Re: Und gleich Beispiel Nummer 2

    Autor Internetnutzer müssen weg 05.05.10 - 15:32

    Auch nur ein Schritt hin zur Volksverdummung. Das Internet setzt dem ganzen nur die Krone auf, denn anstatt nur zu konsumieren, darf das Volk nun aktiv dumm sein. Wie man hier lesen kann rühmt sich der ein oder andere auch noch damit und verwechselt dies mit Freiheit.

    Ein gigantischer Erfolg.

  17. Re: Das perfekte Beispiel für den neuen Bürger

    Autor Neko-chan 05.05.10 - 15:32

    Also... die verdummung hat dich erst mit so Reality shows angefangen... dann kamen Casting shows und jetzt willst du dem Internet die schuld geben? Die spinnts doch.
    Das Internet ist der einzige Ort wo man noch infos aus verschiedenen Quellen und Meinungen von anderen ohne größeren Aufwand einholen kann. Darum ist es der Politik in Dorn im Auge.

  18. Re: Und gleich Beispiel Nummer 2

    Autor Neko-chan 05.05.10 - 15:33

    Oo... du hast echt nen Knall

  19. Re: Das perfekte Beispiel für den neuen Bürger

    Autor Internetnutzer müssen weg 05.05.10 - 15:44

    Ich bitte darum nachzudenken. Diese hohe Anzahl an nicht neutralen Quellen führt nicht dazu, dass man besser informiert ist. Es ist nämlich nicht mehr so, dass man mit der verifizierten Wahrheit konfrontiert wird, sondern sich diese aus dem Pool an Informationen selbst zusammenstellt.

    Ich bin linksgerichtet und wähle SPD/Linke, habe ein wenig Ahnung vom Internet und mag die herrschende Klasse nicht. Also lese ich Telepolis, ganz gleich welcher Unsinn und welche falschen Fakten da mitunter geschrieben werden.

    Ich bin konservativ und wähle CDU/FDP, habe genau so wenig Ahnung von der Informationsbeschaffung wie der Linke und halte mich für die herrschende Klasse. Dementsprechend lese ich Nachrichten von Tagesschau.de und bilde mir so aufgrund ebenso falscher Fakten gemischt mit Regierungspropaganda eine fragwürdige Meinung.

    Ich bin radikaler Ökoterrorist, wähle grün und hasse alles was nicht vegan ist. Ich beziehe meine Informationen von verschiedenen Ökofanatikern die bloggen und halte alles andere für Propaganda.

    So geht das immer weiter. Es gibt im Internet kaum Informationen, die absolut sind. Jeder macht sich sein Bild so wie es ihm gefällt, aber ohne das diesem die richtigen Informationen vorliegen. Jeder bedient sich aus der Nische in der er hockt, es ist praktisch so, dass jeder seine eigenen wissenschaftlichen Fakten veröffentlichen könnte, um sich selber recht zu geben.

    So etwas hat früher nicht funktioniert, heutzutage, im Internet, darf das jeder.

    Die Politik freut es. Der Bürger ist dumm, bleibt dumm und hat keine Chance etwas zu ändern. Auch wenn er glaubt das mit Onlinepetitionen machen zu können.

  20. Re: Das perfekte Beispiel für den neuen Bürger

    Autor Neko-chan 05.05.10 - 16:33

    Mhm... und andere Medien sind besser verifiziert? Da Schreiben sie eben verifizierten Blödsinn. Im Internet kann ich mir wenigsten aussuchen, welche meinungen ich mir durchlese und nicht das vorgefertigte der Politik.

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