Mal ganz nüchtern betrachtet: was sind die Möglichkeiten für Open Source Projekte wie Linux, die standardmäßig auf FAT zurückgreifen?
Möglichkeit 1:
FAT entfernen und somit inkompatibel zu jeglichem Standard-USB-Stick werden, der unter Windoofs halt mal mit FAT formattiert wurde (was halt tollerweise auch noch standard ist). --> Vorteil: keine Probleme wegen dem patent aber völlige Inkompatibilität. Unerfahrene User werden somit von Linux abgeschreckt weil es nichtmal problemlos USB-Sticks beschreiben/lesen kann... (auch wenn es de fakto kein Problem von Linux ist...).
Möglichkeit 2:
Jedes Projekt (z.B. jede Linux Distri) lizensiert FAT bei M$ (sofern gewollt)... Projekte wie Ubuntu können meiner Meinung nach nicht auf einfache USB-Stick integration inklusive Cross-OS Kompatibilität verzichten. Vorteil: Kein Stress mehr mit Patent. Nachteil: Man darf seine eigene Konkurrenz finanzieren...
Egal wie es läuft, es war ein cleverer (und für alle anderen echt beschissener) Schachzug von Microsaft
Nunja, FAT hatte einfach den Vorteil, dass es zusammen mit der IT-Industrie gewachsen ist. Unkraut vergeht (leider) nicht.
... man weist nach, dass das FAT-Patent ungültig ist und setzt die Patentlöschung durch!
___________
"Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"
- Autor unbekannt -
Mann schafft endlich FAT ab und nutzt ext2 da es robuster ist und nicht solche bekloppten Beschränkungen mit 4GB hat!
Aber anscheinend stehen die Leute drauf wenn sie bei ihren PMP, USB Sticks usw ihre Daten splitten müssen und danach wieder umständlich zusammenfügen.
Wer kauft auch nen 16GB USB Stick mit FAT? :)
> Mann schafft endlich FAT ab und nutzt ext2 da es robuster ist und nicht solche bekloppten Beschränkungen mit 4GB hat!
Es wird ja immer argumentiert, dass ext2/3/4 oder welche ordentlichen FS auch immer (besonders für Kleingeräte wie Kameras und Handys) zu hohe Ansprüche an die Hardware stellen.
Ob das stimmt bzw. in wie weit weiß ich allerdings nicht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.09 14:46 durch Daniel90.
Das wohl Quark.
Ext3 mit seinem Journal ist definitiv ned geeigent.
Ex2 hingegen schon. Nutz es selbst auf USB und Speicherkarten.
> Mann schafft endlich FAT ab und nutzt ext2 da es robuster ist und
> nicht solche bekloppten Beschränkungen mit 4GB hat!
Dass FAT extrem rückständig ist, steht außer Frage. Aber gerade bei bei mobilen Datenträgern ist es oft wichtig, dass diese von möglichst vielen Betriebssystemen beschrieben und gelesen werden können und da ist FAT nunmal klar im Vorteil, weil es von Linux, Windows, MacOS uvm. unterstützt wird. Wobei meiner Erfahrung nach Windows selbst mit FAT-formatierten USB-Festplatten oft Probleme hat, aber das ist eine andere Geschichte.
Beim Einstecken eines FAT USB-Sticks an einem PC mit massentauglichem Desktop Linux wird ein Dialog angezeigt:
=================
Sie haben einen Datenträger angestöpselt, der mit dem Dateisystem FAT formatiert ist. Da Microsoft eventuell gültige Patente für dieses Dateisystem besitzt, wurde die nötige Unterstützung nicht standardmäßig mitinstalliert.
Wenn Sie wollen, können Sie jetzt die erforderlichen Pakete zur Unterstützung von FAT Dateisystemen automaisch herunterladen und installieren lassen. Das rechliche Risiko tragen Sie in diesem Falle selbst.
[herunterladen] [Abbrechen (was soll ich mit Daten von Windows-Usern?!)]
=================
Beim Klicken auf [herunterladen...] werden Pakete zur Verwendung von FAT mit FUSE heruntergeladen und installiert. Gleich darauf wird automatisch der USB-Stick eingehängt. Sollte technisch einigermaßen einfach machbar sein. Ob das rechtlich besser ist, als den FAT Kram als Kernelmodul mitzuliefern, bin ich mir nicht sicher.
Gruß Ender
Man könnte auch Microsoft verklagen, wegen fiesem ausnutzen seiner Monopolstellung, indem Windows nur mit hauseigenen Dateisystemen ausgeliefert wird, die von anderen Betriebsystemen nicht genutzt werden dürfen. Vielleicht können die jeweiligen Regulatoren Microsoft dann dazu verpflichten, ext2 Support in Windows einzubauen, und wenn man einen neuen USB Stick anschließt, der mit FAT formatiert ist, oder wenn man einen Datenträger formatieren will, muss Windows dann fragen:
=============
Dieser Datenträger kann aufgrund seiner Formatierung nur mit Windows PCs benutzt werden. Wenn Sie sich sicher sein wollen, dass er an allen PCs benutzt werden kann, dann formatieren sie ihn mit ext2.
Wie soll der Datenträger formatiert werden?
[möglichst inkompatibel] [kompatibel]
=============
> Dieser Datenträger kann aufgrund seiner Formatierung nur mit Windows PCs benutzt werden. Wenn Sie sich sicher sein wollen, dass er an allen PCs benutzt werden kann, dann formatieren sie ihn mit ext2.
>
> Wie soll der Datenträger formatiert werden?
>
> [möglichst inkompatibel] [kompatibel]
Das wird von Microsoft dann eher umgedichtet zu:
Dieser Datenträger kann aufgrund seiner Formatierung mit fast allen PCs benutzt werden. Wenn Sie alle bisherigen Daten auf dem Stick verlieren möchten und zu viel Zeit haben können sie den USB-Stick jetzt mit ext formatieren, um auch unwichtige Systeme zu unterstützen.
[Bei fat bleiben] [Nicht mit ext formatieren]
Oder einfach wie die MP3-Unterstützung erst nicht ins System einbauen, inoffiziell aber zum Download anbieten.
Die EU könnte einfach mal beschließen, das FAT ein quasi-Monopol ist, und damit jeder es nutzen darf, ohne Abgaben zu zahlen. UND das müssten sie in den Staaten durchdrücken... Träumerei, ist mir klar, aber dennoch
treiber für ext2/3 gibt es mittlerweile ebenfalls für ALLE Betriebssysteme.
FAT? Endlich weg mit dem Dreck!!
um den link für eine stabile implementierung für mac os x 10.5 wäre ich äusserst dankbar…
Die EU koennte doch einfach mal beschlessen, dass Microsoft ein paar freie Dateisysteme unterstuetzen muss.
Der einzige Grund, warum alle diese Firmen FAT Lizenzen zahlen muessen, ist, weil Windows nur FAT und NTFS kann.
Und einen Link wie ich meiner Kamera, MP3-Player, Audoradio und DVD-Player (beide mit USB), Nüvi und Handy das beibringe bitte auch.
root_tux_linux schrieb:
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> Das wohl Quark.
>
> Ext3 mit seinem Journal ist definitiv ned geeigent.
> Ex2 hingegen schon. Nutz es selbst auf USB und Speicherkarten.
Und was sagt dein Handy dazu?
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